30   .       .  B1B2
 


        ,    -  ,    .

  ,    ,   :    ,    ,   ʸ    .

 ,  :

      -     ;

       Servus, Gr?ezi  Passt scho;

  ,     ,   ;

   .

       .  115    B1, 1630    B2.         .     .





 

30   .       .  B1B2



30   

   

  

 B1B2

Drei?ig Abende der Liebe

 :   









   

 1.  B1

1. Das letzte Br?tchen /  

2. Der versp?tete Zug /  

3. M?lltrennung /  

4. Der Weihnachtsmarkt /  

5. Auf der Alm /   

6. Der Kleingarten /  

7. Das Kaffeehaus / 

8. Drei L?nder an einem Tag /     

9. Die Lederhose /  

10. Der Strandkorb /  

11. P?nktlich / 

12. Die Russischlehrerin /  

13. Die Uhr vom Flohmarkt /    

14. Silvester /  

15. Der Chor / 

 2.  B2

16. Der Weinberg / 

17. Die Hochzeitsrednerin /  

18. Das K?rbisfeld /  

19. G?rliwood / ø

20. Der Glacier Express /  

21. Servus, Artjom / , 

22. Das M?rchenschloss /  

23. Das WG-Zimmer /    

24. Hinter der B?hne /  

25. Fachsprache /  

26. Fasnacht / 

27. Der Nachtw?chter /  

28. Hallstatt / 

29. Die Wette / 

30. Drei?ig Abende /  

 






   


   30   .   ,    ,   :   ,   , ,  , ,  .      -  ,        ,          .   ,      .     .

         .      ,   ,     .

  

 115   B1.  650 ,   Pr?teritum,   Perfekt,   .



 1630   B2.  850 ,   (Konjunktiv II, ),     .

 

  -.    ,      .

    ,   .     ,    .

    .      .

             .        .

   ,     .  ,       .

   

     .      ,       :  Servus  Gria? di,  Gr?ezi,  Melange  Schlagobers,  K?lle Alaaf.           .  :     ,         .




 1.  B1


 115



GESCHICHTE 1




Das letzte Br?tchen /  


Berlin, Deutschland  , 

Jeden Samstag um halb neun ging Lena zur B?ckerei Krause an der Ecke. Es war eine kleine, alte B?ckerei mit einer gr?nen T?r und einem Schild, auf dem stand: Seit 1952. Dort gab es die besten Mohnbr?tchen in ganz Kreuzberg. Lena kaufte immer zwei: eins zum Fr?hst?ck, eins f?r sp?ter. Das war ihr Samstagsritual.

           .          ,    :  1952 .         .    :   ,   .     .

An einem Samstag im M?rz stand ein Mann vor ihr in der Schlange. Er war gro?, hatte dunkle Locken und trug eine Jacke voller Farbflecken. Als er dran war, zeigte er auf das Regal.

        . ,   ,  ,  .    ,    .

Zwei Mohnbr?tchen, bitte.

    , .

Frau Krause, die B?ckerin, eine kleine Frau mit roten Wangen, gab ihm die Br?tchen. Dann sah sie Lena an und hob die Schultern.

 ,  ,     ,   .       .

Tut mir leid, Schatz. Das waren die letzten.

 , .   .

Lena kaufte stattdessen ein Croissant. Es war gut, aber es war kein Mohnbr?tchen.

    .   ,       .

Am n?chsten Samstag kam sie schon um Viertel nach acht. Der Mann mit den Locken war wieder vor ihr. Wieder kaufte er die letzten zwei Mohnbr?tchen. Am Samstag danach kam Lena um acht. Er auch. Er stand schon in der Schlange und l?chelte, als er sie sah.

        .       .        .       .  .       ,  .

Guten Morgen, sagte er freundlich.

  ,    .

Guten Morgen, sagte Lena k?hl.

  ,    .

Das war jetzt ein Wettkampf. Lena war Lehrerin, sie stand jeden Tag um sechs Uhr auf, und sie hatte nicht vor, ihre Mohnbr?tchen an einen Mann mit Farbe auf der Jacke zu verlieren.

   .   ,              -     .

Am vierten Samstag stand sie um sieben Uhr vor der B?ckerei. Es war kalt und noch fast dunkel. Die B?ckerei ?ffnete erst um halb acht. Lena trat von einem Fu? auf den anderen und war sehr stolz auf sich.

         .     .      .          .

Um zehn nach sieben kam der Mann mit den Locken um die Ecke. Er sah sie, blieb stehen und lachte laut.

    -     .   ,    .

Das gibt es doch nicht! Sie sind ja verr?ckt!

   !     !

Ich?, sagte Lena. Sie kaufen jede Woche meine Br?tchen!

 ?   .        !

Ihre Br?tchen? Steht da Ihr Name drauf?

  ?   ,   ?

Seit drei Jahren, ja!

 ,   !

Sie standen nebeneinander in der K?lte und warteten. Nach f?nf Minuten sagte der Mann: Ich hei?e ?brigens Jonas. Nach zehn Minuten wusste Lena, dass er Maler war, kein K?nstler, sondern Handwerker, der Wohnungen strich, und dass er gerade die Wohnung ?ber der B?ckerei renovierte. Nach f?nfzehn Minuten wusste sie, dass er die Mohnbr?tchen gar nicht f?r sich kaufte.

      .     : , ,  .     ,      ,  ,             .     ,          .

F?r meine Oma, erkl?rte Jonas. Sie wohnt im dritten Stock, gleich hier. Sie ist neunzig und kann nicht mehr gut laufen. Fr?her hat sie jeden Samstag selbst Mohnbr?tchen gekauft, sechzig Jahre lang. Jetzt kaufe ich sie f?r sie, bevor ich arbeite.

  ,   .      ,  .  ,    .         ,   .    ,  .

Lena f?hlte sich pl?tzlich sehr klein.

     .

Oh, sagte sie. Dann nehmen Sie die Br?tchen nat?rlich.

 ,   .  , ,  .

Um halb acht ?ffnete Frau Krause die T?r. Sie sah die beiden und sch?ttelte den Kopf.

      .       .

Um sieben Uhr? Ihr zwei? Wegen Mohnbr?tchen? Sie lachte. Wisst ihr was? Ich backe ab heute einfach mehr.

   ?  ? -   ?   .   ?        .

Jonas kaufte zwei Br?tchen. Lena kaufte zwei Br?tchen. Und dann, ohne lange nachzudenken, sagte Jonas: Meine Oma w?rde Sie gern kennenlernen. Sie kennt jeden in der Stra?e, nur Sie nicht. Und sie hat immer zu viel Kaffee.

   .    .   ,   , :



       .      ,  .       .

Oma Hilde war klein und wei?haarig und hatte sehr wache, blaue Augen. Ihre Wohnung war voller Fotos, Pflanzen und alter M?bel. Sie sah Lena an, dann ihren Enkel, dann wieder Lena.

   , ,     . Ÿ    ,    .    ,   ,    .

Aha, sagte sie nur. Das M?dchen mit dem roten Schal. Jonas erz?hlt seit Wochen von Ihnen.

 ,     .     .       .

Oma!, rief Jonas. Er wurde knallrot.

 !   .     .

Sie tranken Kaffee und a?en Mohnbr?tchen. Oma Hilde erz?hlte von Kreuzberg in den f?nfziger Jahren, als es noch fast keine Autos gab und die Kinder auf der Stra?e spielten. Sie erz?hlte von ihrem Mann Werner, den sie 1956 in genau dieser B?ckerei kennengelernt hatte.

       .       ,     ,      .   , ,     1956      .

Er hat mir das letzte Rosinenbr?tchen weggenommen, sagte sie und l?chelte. Ich war so w?tend. Wir waren dreiundf?nfzig Jahre verheiratet.

        ,     .    .      .

Lena sah Jonas an. Jonas sah in seine Kaffeetasse.

   .     .

Von da an kaufte Lena samstags nicht mehr zwei Mohnbr?tchen, sondern drei. Sie kaufte sie zusammen mit Jonas, um halb neun, ganz in Ruhe, denn Frau Krause backte jetzt immer genug. Und dann gingen sie in den dritten Stock zu Oma Hilde, die schon den Kaffee fertig hatte.

           ,  .     ,   ,   ,        .          ,      .

Im Sommer fragte Jonas: Darf ich dich mal zum Essen einladen? Ohne Br?tchen?

  :



  -   ?  ?

Ohne Br?tchen?, sagte Lena. Das wird schwierig. Aber wir k?nnen es versuchen.

  ?   .   .   .





  

in der Schlange stehen   

dran sein    ,  

Das gibt es doch nicht!   !

von einem Fu? auf den anderen treten     

rot werden 




  .


   .

   ,     (https://www.litres.ru/book/aleksandra-panfilova/30-vecherov-o-liubvi-romanticheskie-istorii-na-nemets-74726003/)  .

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