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»Wow! Ist das echtes Fleisch?«, hörte er Rien in ungläubiger Begeisterung ausrufen. Offensichtlich hatte er das Steak entdeckt. Riveras synthetische biologische Komponenten benötigten so gut wie keine Nahrung. Doch die seltenen Male, die er Nährstoffe zu sich nehmen musste, bevorzugte er etwas, das einst gelebt und gefühlt hatte. Das befriedigte ihn auf eine zutiefst dekadente Art und Weise. Natürlich war es echtes Fleisch, dachte der Penner denn, dass er irgendeinen synthetisch erzeugten Mist in sich hineinstopfte? Rivera vertrieb jeglichen Gedanken an Rien und fokussierte sich auf seine bevorstehende Aufgabe.
›Ich muss mich sofort in die Polizeidatenbank hacken und die Aufzeichnungen vom Erasmusplatz soweit manipulieren, dass ich darin auftauche. Das sollte ihre Zweifel zerstreuen und mir Zeit verschaffen. Und dann …‹ er stöhnte innerlich, als ihm die gesamte Tragweite seines Unterfangens bewusst wurde. Sollten die Ermittler wirklich mehr zu Riveras Person recherchieren, dann mussten die Videoaufzeichnungen sein öffentliches Leben nahezu lückenlos präsentieren.
Zu seinem Vorteil speicherte sein Quantenhirn sämtliche Erinnerungen. Unter Ausklammerung der Morde, die er begangen hatte, könnte er damit einen weitgehend realitätsnahen Verlauf seiner Aktivitäten in die Aufnahmen einbauen, sodass Rivera sich später nicht in unnötige Widersprüche verwickelte. Das war eine gewaltige Menge Arbeit, selbst mit den richtigen Programmen. Zwar hatte er die dafür notwendigen Apps, aber er musste schnell handeln. Für eine solche Datenmenge, die es unbemerkt und tadellos zu manipulieren galt, musste er sich mit seinem Bewusstsein vollkommen ins Netz einloggen. Das war keine Sache, die er einfach nebenher erledigen konnte, wenn er dies in der kurzen Zeit bewältigen wollte, die ihm noch blieb, bis der Kommissar wieder auf seinem Revier war, um die Videoaufnahmen zu checken.
»Hast du Hunger? Also ich hätte Hunger.« Rien stand neben ihm. In den Händen hielt er das in einer Recyclingverpackung eingeschweißte Stück Rindersteak.
»Verschwinde aus meiner Wohnung«, entgegnete ihm Rivera frostig.
»Ähm. Okay. Das kommt jetzt etwas überraschend«, sagte Rien sichtlich vor den Kopf gestoßen.
»Nimm das Steak und verschwinde sofort aus meiner Wabe.« Die Betonung lag auf ›sofort‹.
»Ist ja gut. Ich bin schon weg.« Verwirrt kramte Rien seine restliche Kleidung unter dem Bett hervor. Das Steak gab er dabei nicht mehr aus der Hand, schließlich war es eine absolute Delikatesse, unerschwinglich für jemanden wie ihn. Es wurde in der Europäischen Föderation nur noch in geringen Mengen produziert, da Nutztierhaltung viel zu viele Ressourcen erforderte. Nur so war die allgemeine Lebensmittelversorgung aufrechtzuerhalten.
Halbnackt, seine Kleidung und seinen unverhofften Schatz an sich gepresst, verließ Rien die Wohnung. Sehnsüchtig blickte Rivera ihm hinterher. Da verließ sie ihn, die verbotene Frucht. Da Steiner sie beide zusammen gesehen hatte, würde er Rien wohl erst töten können, wenn Steiner selbst tot oder zumindest pensioniert war. Das würde bei seinem Alter wahrscheinlich beides nicht mehr lange dauern, aber ein paar Jahre müsste Rivera sich sicher noch gedulden. Jetzt benötigte er Ruhe und alle Zeit, die er bekommen konnte.
Rivera veränderte die Holoumgebung, indem er den Telesender gegen ein Ambiente austauschte. Nach kurzer Überlegung entschied er sich für Space. Obwohl er nichts davon mitbekommen würde, stellte er den 3D-Modus ein. Die 3D-Hologramm-Umgebung vermittelte ihm das Gefühl, bei absoluter Stille mit seinem Bett um den Jupitermond Ganymed zu kreisen.
Rivera legte sich hin. Ein Check seiner Körperwerte verlief zufriedenstellend. Er konnte problemlos zwei Wochen ohne externe Energiezufuhr aushalten, sein Nährstoffspeicher war sogar noch für einen ganzen Monat gefüllt. Das sollte mehr als ausreichen. Er brauchte sicherlich nur ein paar Stunden, auch wenn diese unglaublich anstrengend werden würden. Die Wohnungstemperatur war etwas zu heiß, aber da die Belüftungssysteme in der gesamten Stadt schon seit Jahren auf ihre Erneuerung warteten, war das normal für diese Jahreszeit. Nachdem er alles überprüft hatte, loggte er sein Bewusstsein ins Netz ein.
Einmal hatte Rivera einen alten Abenteuerfilm gesehen, der den digitalen Raum gezeigt hatte, so wie ihn sich die Menschen früher vorgestellt hatten, lange bevor sie in der Lage gewesen waren, ihr Bewusstsein mit dem Cyberspace zu verbinden. Ach, was waren sie naiv gewesen; so bunt, so voller Möglichkeiten … Aber so war das Netz nicht. Als Netwalker wusste Rivera es genau. Der Cyberspace war unsichtbar, er war mehr ein abstraktes Gefühl. Hätte Rivera eine Farbe wählen müssen, um ihn zu beschreiben, dann hätte er wohl Grau gewählt. Ein Grau, das auf der Quantenbasis von Überlagerungszuständen existierte, die er genauso wahrnahm wie die Metagebilde, die diesen Raum durchzogen: die Programme.
Nein, das Netz war kein bunter Ort ungeahnter Möglichkeiten, beeindruckender Welten oder großer Abenteuer. Im Netz erschufen Gedanken auch nicht innerhalb von Sekundenbruchteilen ganze Programme oder Welten, wie es sich die Science Fiction-Autoren der Vergangenheit erträumt hatten. Als Netwalker zu programmieren war sehr viel mühseliger, denn auch Gedanken brauchten ihre Zeit, um konkret zu werden. Das einzige, womit die Denker der Vergangenheit recht behalten hatten, war die Tödlichkeit des Cyberspaces. Eine unachtsame Firewall, schon verarbeitete ein Virus den eigenen Verstand zu Gemüse, im schlimmsten Fall für immer. Deswegen war es auch verboten, sein Bewusstsein ans Netz zu koppeln. Wie nicht anders zu erwarten, gab es nichtsdestoweniger eine ganze Szene von Netwalkern, meist Wannabe-Rebellen, die irgendetwas gegen die Gesellschaft im Allgemeinen und das Establishment im Besonderen hatten. Unbestätigten Gerüchten zufolge setzten auch zahlreiche Regierungen in der Cyberkriegsführung auf Netwalker. Doch das waren – wie gesagt – nur Gerüchte.
Rivera startete seine Analyseprogramme, um das Netz in seinem Bewusstsein zu strukturieren. In ein paar Stunden sollte er mit den Videoaufzeichnungen fertig sein. Dann wäre er vorerst vor der Polizei sicher. Vorerst. Denn Rivera wusste, dass er erst wieder in Ruhe seiner Jagd nachgehen konnte, wenn er für die Ermittler uninteressant würde. Überließ er dies tatsächlich dieser Pfeife Steiner und seinen unfähigen Kollegen, dann konnte das noch verdammt lange dauern. So lange wollte der Killer nicht warten.
Jemand musste die Mumienmorde aufklären, damit die Bürger New Hopes und vor allem Rivera selbst wieder ruhig schlafen konnten. Und dieser jemand war er. Darin war sich der Killer mit einem dezenten Schuss Größenwahn sicher. Das war irgendwie absurd.
Am Abend desselben Tages war Rivera tot.
*
Ihm lief das Wasser im Mund zusammen. Offenes Feuer war in den Unterebenen New Hopes verboten, doch in den verlassenen Bezirken störte es niemanden. Selbst wenn eine der seltenen Patrouillendrohnen die Rauchsäule aufspüren sollte, hätte Rien sein Rindersteak schon längst verdrückt, bis die Polizei bei ihm war. Er musste unbedingt etwas gegen das flaue Gefühl in seinem Magen unternehmen. Rien wusste nicht, ob es daher kam, dass er schon seit zwei Tagen nichts mehr gegessen hatte, oder daher, dass er allmählich dem Entzug gefährlich nahe kam.
Unglaublich, dass er sich mit einem Rindersteak vollstopfen würde. Es lag sicher Jahre zurück, dass er echtes Fleisch zwischen die Zähne bekommen hatte. Der Qualm der brennenden Ökoverpackungen, die er aus mehreren öffentlichen, vor Müll überquellenden Recyclingbehältern gefischt hatte, verpassten dem tierischen Überbleibsel zwar einen rauchigen Geschmack, ebenso fehlten Salz und Pfeffer, aber da er ansonsten vollkommen mittellos war, gab es keinen Grund zur Klage.
Dem seltsamen transhumanen Typen musste er echt penetrant auf die Nerven gegangen sein. Nur so konnte sich Rien das Stück Steak erklären. Wobei er nicht das Gefühl hatte, dass er seinen Rauswurf selbst verschuldet hätte. Nicht dieses Mal. Vielleicht hatte es etwas mit dem Kommissar zu tun gehabt?
Ein Rascheln schreckte Rien auf. Aber zwischen den Ruinen aus kaltem Beton entdeckte er nichts weiter als ein einsames Graffiti, das vollkommen allein und verloren auf den Weiten einer im Nichts endenden Wand gesprayt war. Es war sehr klein geschrieben. Rien stand auf und ging mehrere Schritte darauf zu, um es zu lesen:
Denn wir werden dann immer noch hier sein, wir, die Narben dieser Welt.
Remo
Rien erstarrte. Er kannte diesen Satz. Dies waren der letzten Worte seines Romanmanuskripts. Nur wie kamen sie an diese Wand? Er hatte seinen Roman nie veröffentlicht, nicht einer Seele davon erzählt. War er vielleicht früher schon einmal hier gewesen? Im Rausch, sodass er sich nicht mehr daran erinnerte, dass er es selbst an die Wand gesprayt hatte? Aber das war nicht seine Schrift.
Denn wir werden dann immer noch hier sein, wir, die Narben dieser Welt … Diese Worte stammten von Remo, dem sprechenden Tiger. Sie sollten das Wesen aufmuntern, zu dem der Priester Primus und der gefallene Seraph Lazaliel verschmolzen waren. Ein Wesen, das in den kommenden Jahrhunderten nach und nach vergessen wird, wer es einmal war, nur um sich dann allmählich wieder zu erinnern. Dann würde Remo endlich erfahren, warum Lazaliel wirklich die Götter stürzen wollte. Aber dieser Teil der Geschichte lag außerhalb des Romans.
Das plötzliche Auftauchen des Graffitis war für Rien wie das Hereintreten einer anderen Wirklichkeit. Als ob ihm der universale Code der Weltformel etwas mitteilen wollte. Lag es am Blue? Vor kurzem erst hatte er eine geringe Menge davon probiert, aber nichts davon gemerkt, wahrscheinlich, weil er es mit anderen Drogen zusammen eingeworfen hatte. Vielleicht war das die Quittung dafür.
Er schaute über die Mauer hinweg und ließ seinen Blick steil nach oben gleiten. Dort wären die Wasser des Atlantiks zu sehen gewesen, aber in diese Tiefe des Meeres drang kein Licht vor, es wurde vom Ozean sprichwörtlich verschluckt. Die doppelte Außenverkleidung New Hopes aus einem durchsichtigen Spezialpolymer, die den unter dem Meeresspiegel liegenden Teil der Metropole von dem sie umgebendem Wasser abschirmte, war eine schöne Idee gewesen. Doch nur auf der obersten Unterebene, der sogenannten Upper Class, entfalteten die durchsichtigen Doppelwände ihren Reiz, wo die Bewohner New Hopes von innen das Brechen der Wellen beobachten konnten. Hier unten in der Undercity hingegen war die Schwärze einfach nur bedrohlich. Rien erahnte die Macht der zurückgehaltenen Naturgewalten. So mussten sich die Israeliten gefühlt haben, als sie unter Moses‘ Führung das Rote Meer durchquerten. Würden die Außenverkleidungen jemals brechen, würde die todbringende Flut Millionen verschlucken. Natürlich gab es innerhalb der Stadt zahlreiche Schutzschleusen, aber wer wusste schon, ob die im Ernstfall erneut hielten?
Rien fröstelte. Kein Wunder, dass die Außenbezirke bei diesem Anblick gar nicht erst fertiggestellt worden waren. Täglich die Fragilität der eigenen Existenz vor Augen … Er drehte sich um.
Zuerst erfüllte ihn tiefe Ungläubigkeit. Dann stieß er einen wehleidigen Schrei zutiefst empfundener Ungerechtigkeit aus: Eine schwarze Katze machte sich über sein Steak her! Neeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinnnnnn! Das war eine ganz andere Fragilität der Existenz, die ihm hier vor Augen geführt wurde! Entsetzt stürzte sich Rien auf das Tier, um es zu verscheuchen. Aber das Viech fauchte ihn derart bösartig an, dass der junge Mann erschrocken zurückzuckte.
Was auch immer sein Fleisch wegfraß, es war keine Katze. Wahrscheinlich waren es die Nachwirkungen der Black Light, aber je länger der junge Mann das Tier ansah, desto überzeugter war er davon, dass es längst ausgestorben war.
»Du bist ein Tasmanischer Teufel«, stellte Rien ernüchtert fest, da ihm beim besten Willen nicht einfiel, was er sonst machen sollte, als das Offensichtliche auszusprechen »Dich gibt es gar nicht mehr. Du dürftest gar nicht hier sein.« Aber die Realität schien es heute mit den Fakten nicht ganz so ernst zu nehmen. Erst das Graffiti und jetzt das.
Er versuchte sich der Kreatur zu nähern. Doch nachdem er ein weiteres Mal auf dieselbe bösartige Weise angefaucht wurde, ließ er es bleiben und schaute dem Teufel unglücklich dabei zu, wie er die Mahlzeit verspeiste, auf die er sich gerade noch gefreut hatte.
Das Tier war auf eine beunruhigende Art fremd, unwirklich, Rien konnte sich zuerst gar nicht erklären, warum. Er bemerkte, dass es kein Fell hatte, sondern auf eine merkwürdige Art metallisch wirkte. Nicht auf die Art metallisch, wie eine Maschine. Sondern als ob die Kreatur aus einem pulsierenden, biologischen, schon beinahe lebendigen Erz bestünde. Das war definitiv eine Drogennachwirkung, vielleicht auch schon eine Entzugserscheinung. Der Teufel war wahrscheinlich nicht halb so gefährlich wie er aussah, und außerdem handelte es sich dabei sicherlich nur um eine Katze. Es wurde für Rien schleunigst Zeit, das Viech wegzuscheuchen und die Reste seiner Mahlzeit zurückzuerobern. Wenn es so weitergehen würde, dann würde ihm vom Entzug bald übel werden. Bis dahin musste er das Steak verdaut haben, wenn er es nicht wieder auskotzen wollte.
Mit neuer Entschlossenheit griff er beherzt nach dem Tier und hob es auf, um es behutsam an eine andere Stelle zu setzen. Das hätte er besser gelassen. Die Katze/der Tasmanische Teufel/das was-auch-immer wandte sich so kräftig in seinen Armen, dass er es auf der Stelle fallenließ. Sofort sprang ihn die Kreatur an und krallte sich an seinem Pullover fest. Die unerwarteten kräftigen Kiefer bissen Rien schmerzhaft in die rechte Schulter. Er fiel zu Boden und versuchte das Tier mit beiden Armen von sich loszureißen. Aber die Zähne der Kreatur gruben sich nur noch tiefer in sein Fleisch! Der Schmerz trieb ihm Tränen in die Augen. In ihm keimte der schreckliche Verdacht auf, dass er mit einer Ausgeburt der Hölle zu tun hatte. War das der Bote, der ihm den Tod bringen würde?
Als ob sie seine Gedanken gelesen und Mitleid mit ihm bekommen hätte, ließ ihn die Kreatur los. Verängstigt und sich die blutende Schulter haltend, robbte Rien unbeholfen von dem schwarzen Wesen weg. Obwohl es wahrscheinlich nicht das war, was er im Augenblick vor sich sah, so war das ganz sicher keine normale Katze.
Vielleicht handelte es sich um irgendein grässlich missglücktes Bioexperiment, das aus einem strenggeheimen Militärlabor entkommen war. Er stellte sich das Labor bildlich vor, vollgestopft mit Reagenzgläsern voller Chemikalien, die in den unterschiedlichsten Farben blubberten – hauptsächlich in grün – und in dem sich überall Spulen und Drähte wanden, durch die ungesichert und funkenstobend Elektrizität floss. Alle Wissenschaftler trugen übergroße Brillen und Albert-Einstein-Frisuren, sprachen mit deutschem Akzent und beschäftigten bucklige, mit Narben an den Köpfen versehene Assistenten, die auf Namen wie »Igor« oder »Rasputin« hörten.
In einem solchen Labor war die Kreatur als Experiment gezeugt worden – ein einziger Fehlschlag – und wenn sich nicht einer der Igors oder Rasputins erbarmt hätte und es ohne Wissen des leitenden Professors Todtschlag, einer anerkannte Koryphäe auf seinem Gebiet, in seinem Spind aufgezogen hätte, dann hätte man diese Kreatur wieder genau dorthin zurückgeschickt, woher sie gekommen war: in die Hölle. Doch stattdessen war sie umsorgt worden, und sie war gewachsen und immer größer geworden, bis sie irgendwann zu dem gemeinen, hinterhältigen Biest ausgewachsen war, das sie immer hatte werden sollen und als erstes ihren armen, nichtsahnenden und liebevollen Igor- oder Rasputin-Vater hingeschlachtet hatte. Der ungläubige Ausdruck in seinem Gesicht war herzzerreißend gewesen. Doch er war nur das erste Opfer an diesem Tag, denn die restlichen Igors und Rasputins und verrückten deutschen Wissenschaftler des Labors sollten folgen, ehe die Kreatur zuletzt ihren Schöpfer Professor Doktor Wilhelm Todtschlag gegenüberstand.
Es wurde nie genau geklärt, was an diesem Tag zwischen ihnen passiert war, aber der Professor überlebte unverletzt. Seit diesem Tag wurde die Bestie jedoch unter Hochdruck vom Militär unter Leitung von Professor Todtschlag gejagt.
»Was bist du?«, schluchzte Rien, der Angst verspürte, gepaart mit dem Gefühl, vom Leben ungerecht behandelt zu werden.
Der kleine Teufel musterte Rien aufmerksam. Er leckte sich das Blut von der Schnauze, ehe sich seine zierlichen Beißwerkzeuge abermals bewegten:
»Man nennt mich Nachtmahr. Ich bin ein Alb«, sprach die Kreatur unvermittelt »Du bist in großer Gefahr. Wenn du weiterleben möchtest, dann solltest du in Zukunft auf mich hören.«
Rien verstand gar nichts. Aber plötzlich wirkte seine Hypothese mit Professor Todtschlags Labor gar nicht mehr so abwegig.
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