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Zur Besatzung an diesem schönen Septembertag gehörten außerdem Andi, der die Kasse bediente, Sepp, als Matrose beim Anlegemanöver unentbehrlich, und Christine, die den Kiosk machte, als Einzige nicht in Uniform. Als der Ludwig noch unter Dampf gefahren war, waren bis zu acht Mann Besatzung nötig, erzählte Rudi. »Und Radar gibt es erst seit 1985, heute haben wir auch noch GPS.« Bis dahin wurde bei Nebel auf dem Chiemsee noch nach Karte und Kompass gefahren. Der Ludwig fährt seit 1973 dieselhydraulisch, den modernen Führerstand hatte Rudi als gelernter Schlosser selbst entworfen und zusammen mit den Feßler-Schreinern gebaut. Seinen Ludwig kannte er bis in die letzte Niete, und man merkte, dass er mit niemandem tauschen möchte.
Draußen auf den Decks, wenn sich die Hektik nach dem Einsteigen gelegt hatte, sah man nur zufriedene bis andächtige Gesichter. Das schmale, schnelle Schiff begeisterte alle, auch die Gruppe der Chinesen wurde still und staunte über die eleganten Manöver an den Stegen. »Passiert ist noch nie was«, sagte Sepp, die Passagiere seien bei den Feßlers sicher. Vor vielen Jahren sei mal ein Matrose über Bord und ins Schaufelrad gekommen. »Den haben sie in der schwarzen Kiste weggetragen.« Wahrheit oder Chiemgau-Sage? Von denen kannte der Sepp nämlich alle.
Nicht nur für Nostalgiker: vom Bahnhof Prien mit der historischen Dampf-Lokalbahn von 1887 bis zum Hafen fahren. Ihr Qualm ist denkmalgeschützt.

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Chiemsee-Schifffahrt Ludwig Feßler
Seestraße 108
83209 Prien am Chiemsee
08051 6090
www.chiemsee-schifffahrt.de
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