Schöpfer der Wirklichkeit

- -
- 100%
- +
Der wichtigste erregende Neurotransmitter ist Glutamat. Wird in der präsynaptischen Membran Glutamat freigesetzt, verbindet es sich mit dem entsprechenden Rezeptor der postsynaptischen Membran und verändert damit den elektrischen Zustand der nächsten Zelle, um die Wahrscheinlichkeit der Auslösung eines Aktionspotenzials zu erhöhen.
Hemmende Neurotransmitter unternehmen genau das Gegenteil: Sie sorgen dafür, dass an der postsynaptischen Membran keine Erregung stattfindet. Der wichtigste hemmende Neurotransmitter ist GABA: Er heftet sich an die entsprechenden Rezeptoren der postsynaptischen Membran und bewirkt dort, dass die Auslösung eines Aktionspotenzials weniger wahrscheinlich wird. Ohne GABA würden die Nervenzellen so oft aktiviert, dass sie Schaden nähmen und das Gehirn ernsthaft aus dem Gleichgewicht geriete.
Neuronen knüpfen leicht Kontakt mit anderen Neuronen. Sie besitzen auch die Fähigkeit, Impulse an- und abzuschalten, Informationen auf eine einzelne Zelle auszurichten oder elektrische Aktivität in x verschiedene Richtungen zu streuen. Neuronen können sich auch augenblicklich voneinander trennen oder sich miteinander an anderen synaptischen Spalten verbinden.
Angesichts dieser Komplexität geht den Biologen allmählich auf, wie wenig wir eigentlich über die Funktionen und Wechselwirkungen zwischen den Neuronen wissen. In Anbetracht all ihrer verschiedenen Wirkungsweisen und ihrer kollektiven, ständig veränderbaren Muster haben sie nur noch wenig mit den brav-ordentlichen Zeichnungen zu tun, die wir aus unseren Schulbüchern kennen. In unserem Zusammenhang sollten wir uns die Neuronen eher als ein riesiges, in ständiger Veränderung begriffenes Netzwerk einzelner Computer vorstellen, die in Lichtgeschwindigkeit miteinander kommunizieren. Denken wir uns die Neuronen wirklich als Milliarden von Computern, die unablässig in gegenseitigen Kontakt treten und ihn wieder lösen, können wir die gewaltige Aufgabe angehen, ihre Intelligenz auf mikroskopischer Ebene zu erklären. Wenn ich in diesem Kontext davon spreche, Neuronen zu verknüpfen oder zu verschalten, dann ist das natürlich immer nur eine Metapher für die Kooperationsweise dieser hoch entwickelten Zellen.
Das Wasser zwischen unseren Ohren
Wie bereits erwähnt, besteht unser großartiger, komplexer Biocomputer zu 75-85 Prozent aus Wasser. Die Konsistenz eines lebendigen Gehirns lässt sich in manchen Bereichen mit der eines weich gekochten und in anderen mit der eines hart gekochten Eis vergleichen. Wie klug von Mutter Natur, dass sie dieses zarte Gewebe mit einem harten Schädelknochen umgeben hat, um es vor Verletzungen zu schützen! Wasser ist für den elektrischen Informationsaustausch des Gehirns von wesentlicher Bedeutung: Es erhöht die Leitfähigkeit des Gehirns, weshalb elektrische Ströme sich schnell und kontinuierlich ausbreiten können (Divergenz).
Denken Sie nur daran, was passiert, wenn ein Blitz in ein Gewässer fährt. Selbst wenn Sie sich Hunderte Meter von der Einschlagstelle entfernt im Wasser aufhalten, kann das immer noch lebensgefährlich sein, weil die Elektrizität sich sekundenschnell im Wasser ausbreitet. So bildet Wasser auch im Gehirn das perfekte Medium, in dem geladene Teilchen sich innerhalb und außerhalb der Zellen rasch und frei bewegen können.
Und jetzt zum Nervensystem
Die anderen Teile des Nervensystems sind vorwiegend damit beschäftigt, Impulse vom Körper zum Gehirn und vom Gehirn zum Körper zu leiten. Die Nerven bestehen aus einer oder mehreren Nervenzellenfasern, die sich in alle Bereiche des Körpers verzweigen. Nerven sind Verlängerungen des Gehirns. Das Nervensystem dient dazu, die Umgebung mit dem Körper zu verbinden, den Körper mit dem Gehirn und das Gehirn mit dem Körper.
Grundsätzlich aktiviert und steuert das Nervensystem sämtliche Körperfunktionen und sorgt dafür, dass all diese verschiedenen lebendigen Gewebe ordentlich und harmonisch zusammenarbeiten. Es reguliert sämtliche Systeme: endokrine Drüsen, Muskeln und Skelett, Immunität, Verdauung, Herz und Kreislauf, Fortpflanzung, Atmung und Ausscheidung. Ohne Nerven wären wir nicht lebensfähig.
Um all diese Systeme zu kontrollieren und aufrechtzuerhalten, kommuniziert das Nervensystem ständig mit dem Rest des Körpers. Unsere Sinne sind auch Erweiterungen der Nervenrezeptoren, mit denen wir verschiedene Informationen über unsere Umwelt einholen; durch unsere Sinne kann das Nervensystem die Zustände im Körper und um den Körper herum wahrnehmen und auswerten. Neben dem Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Berühren verarbeitet das Nervensystem auch andere innere Sinneseindrücke wie Hunger, Durst, Schmerz, Temperaturempfinden und Tiefenwahrnehmung (das »Körpergefühl«). All diese Informationen speichert das Nervensystem in Form von Erinnerungen.
Komponenten des Nervensystems
Das Nervensystem besteht eigentlich aus verschiedenen Subsystemen, die sich im Körper überschneiden. Das zentrale Nervensystem besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark. Man kann sich das Rückenmark als eine Verlängerung des Gehirns vorstellen, mit Milliarden sensorischer und motorischer Impulse, die permanent am Rückenmark entlang auf- und abwandern wie in einem Glasfaserkabel.
Die Ergänzung des zentralen Nervensystems bildet das periphere Nervensystem, wozu alle außerhalb von Gehirn oder Rückenmark existierenden Nerven gehören, d.h. sämtliche Nerven, die Impulse von den Geweben und Organen zum Rückenmark oder vom Rückenmark zu den Geweben und Organen leiten, einschließlich unserer Sinnesorgane. Bei meinem Vergleich des Rückenmarks mit einem Glasfaserkabel entsprechen die peripheren Nerven den Leitungen, die von diesem Kabel abzweigen und einen wechselseitigen Informationsaustausch mit den inneren Organen, Sinnesorganen und Extremitäten ermöglichen. Die Abbildungen 3.6A, 3.6B und 3.6C zeigen das zentrale und das periphere Nervensystem.

Abbildung 3.6A
Das zentrale Nervensystem

Abbildung 3.6B
Die peripheren Nerven des willkürlichen Nervensystems
Das periphere Nervensystem besteht aus zwei verschiedenen Nerventypen: den Hirnnerven und den Spinalnerven. Wir besitzen zwölf Paar Hirnnerven, die, wie der Name sagt, direkt am Kopf aus dem Hirnstamm austreten. Sie übertragen Impulse für viele Funktionen wie Riechen, Sehen, Gleichgewichtssinn, Drüsensekretion, Hören, Schlucken und Gesichtsausdruck (siehe Abbildung 3.6C). Die 31 Spinalnerven-Paare treten beiderseits der Wirbelsäule aus, verzweigen sich dann zu bestimmten Regionen des Halses, Leibes oder der Extremitäten und sind dort für deren Funktion, Bewegung und Empfindungen verantwortlich. Die Abbildungen 3.6B und 3.6C zeigen, wie einige der peripheren Nerven die Wirbelsäule verlassen und sich mit Muskeln und Bändern verbinden, während andere periphere Nerven zu den Organen führen.

Abbildung 3.6C
Die peripheren Nerven des unwillkürlichen Nervensystems
Unsere unwillkürliche, unterbewusste Intelligenz
Das autonome Nervensystem umfasst sowohl Teile des zentralen als auch des peripheren Nervensystems. Es bildet das automatische, selbstregulierende Kontrollsystem des Körpers und hat seinen Ursprung im Mittelhirn – dem Bereich direkt unterhalb des Neocortex –, das für die automatischen Funktionen des Körpers zuständig ist und einen der drei Hauptbereiche des Gehirns ausmacht (siehe Abbildung 3.7).
An dieser Stelle sei angemerkt, dass Dr. Joe Dispenza den Begriff »Mittelhirn« für den Bereich verwendet, in dem das limbische System lokalisiert ist [Anm. für die hier vorliegende deutsche Ausgabe.]
Das autonome Nervensystem steuert alle unwillkürlichen Funktionen und die Homöostase des Körpers, d.h. das konstante Gleichgewicht aller Funktionen. Es regelt die Körpertemperatur, den Blutzuckerspiegel, den Puls und all die Millionen Prozesse, die wir Tag für Tag als selbstverständlich hinnehmen. Es heißt »autonom«, weil es all das tut, ohne dass wir uns bewusst darum kümmern müssen: Wir brauchen uns keine Gedanken zu machen, wie schnell unser Herz jetzt gerade schlagen sollte und welche Enzyme im Moment für unsere Verdauung notwendig sind. Das autonome Nervensystem reguliert das alles, um den Körper chemisch in der Balance und »normal« gesund zu erhalten. Man könnte sagen, es wirkt auf einer unterbewussten Ebene.

Abbildung 3.7
Schnitt durch das Gehirn
Das autonome Nervensystem besitzt zwei Abteilungen: das sympathische Nervensystem und das parasympathische Nervensystem (siehe Abbildung 3.8).

Abbildung 3.8
Die beiden Zweige des autonomen Nervensystems
Das sympathische Nervensystem stellt den Körper auf Notfallsituationen ein. Sobald wir etwas in unserer Umgebung als bedrohlich wahrnehmen, bereitet dieser Teil des Nervensystems automatisch den ganzen Körper darauf vor, zu kämpfen oder zu fliehen. Unser Herzschlag wird schneller, der Blutdruck steigt, der Atem beschleunigt sich, es kommt zum Ausstoß von Adrenalin, damit wir unmittelbar reagieren können. Zugleich wird die Energie des Körpers vom Verdauungstrakt abgezogen und in die Extremitäten gelenkt. Das sympathische Nervensystem verändert den Körper elektrochemisch, um unsere Überlebenschancen zu erhöhen.
Das parasympathische System besorgt genau das Gegenteil: Diese Abteilung des autonomen Nervensystems speichert die Körperenergie und sorgt dafür, dass die Vorräte wieder aufgefüllt werden. Lässt sich in unserer Umgebung keine Bedrohung erkennen, verlangsamt das parasympathische Nervensystem den Pulsschlag, schickt mehr Energie in die Verdauung, entspannt den Körper und lenkt das Blut zu den inneren Organen, um Wachstums- und Erhaltungsprozesse zu fördern. Bildlich gesprochen, fühlt sich das an, als hätten wir ein mehrgängiges Menü genossen.
Einen weiteren Teil des unwillkürlichen Nervensystems bildet die ganze Skala der Reflexe, mit denen wir auf verschiedene Außenreize reagieren und die dem Körper beim Überleben und beim unmittelbaren Handeln dienlich sind. Klopft der Arzt beispielsweise mit dem Hämmerchen auf den Punkt unterhalb Ihrer Kniescheibe, zuckt Ihr Bein sofort und unwillkürlich nach vorne. Kommen Sie an einen heißen Topf, dann ziehen Sie Ihre Hand automatisch zurück. Treten Sie aus der Dunkelheit in einen hellen Raum, verengen sich spontan Ihre Pupillen. Diese rudimentären, automatischen Muskelreaktionen entspringen dem Hirnstamm und dem Kleinhirn. Jahrmillionen der Anpassung an unsere Umgebung haben sie tief in unserem Körper verankert.
Nachdem wir jetzt die instinktiveren, unwillkürlichen Funktionen unseres autonomen Nervensystems besser verstanden haben, können wir vielleicht auch seine enorme Bedeutung für uns besser wertschätzen. Es ist unser unterbewusster Anteil, und es birgt eine Intelligenz in sich, die in jedem Augenblick sämtliche unzähligen Körperfunktionen auf zellulärer wie auch allen möglichen übergeordneten Ebenen kontrolliert und dirigiert, ohne dass wir uns auch nur im Geringsten darum kümmern müssten. Solange es nicht gestört wird, hält dieses erstaunliche, unglaublich ausgeklügelte System unser Leben, unsere Gesundheit und unsere innere Ordnung automatisch aufrecht.
Unsere willkürliche, bewusste Intelligenz
Als menschliche Wesen genießen wir das Privileg, willentlich und bewusst handeln zu können. Wir können frei wählen, woran wir denken und was wir im Gedächtnis bewahren wollen, welche Fähigkeiten wir entwickeln und was wir tun möchten. Wir benutzen unser Gehirn und unser Nervensystem, um unsere Entscheidungen zu lenken – ob wir essen, spazieren gehen oder uns hinsetzen und ein Buch lesen wollen –, und wir bringen unsere Muskeln dazu, diese Entscheidungen umzusetzen. Unsere Wünsche und unser Handeln leiten sich aus unserem freien Willen ab. Deswegen sprechen wir vom willkürlichen Nervensystem, wenn wir den Sitz unseres bewussten Geistes und unseres freien Willens meinen. Dieses willkürliche Nervensystem befindet sich in dem Teil des Gehirns, der »Neocortex« genannt wird (siehe Abbildung 3.7).
Die Interaktion zwischen unserem unwillkürlichen und unserem willkürlichen Nervensystem lässt uns zu Menschen werden, sie bildet die Quelle unseres Menschseins. Das willkürliche Nervensystem untersteht unserer bewussten Kontrolle und lässt uns den freien Willen: Wir können tun, was wir tun möchten. Das autonome Nervensystem hingegen wird von unserer unterbewussten Intelligenz gesteuert und sorgt für all die unzähligen elektrochemischen Reaktionen, die unseren Körper lebendig halten und unser Tun und Fühlen unterstützen. Abbildung 3.9 bietet einen Überblick über das Nervensystem und seine einzelnen Abteilungen.

Abbildung 3.9
Das Nervensystem mit all seinen Unterteilungen
Ich hoffe, Sie beginnen zu verstehen, weshalb ich bei unserer Erkundung des menschlichen Gehirns auf der Zell-Ebene angesetzt habe. Die Konstruktion unserer Nervenzellen ermöglicht eine exponentielle Kommunikation: Über dieselben neuronalen Verbindungen und Pfade lassen sich durch den Einsatz verschiedener Neurotransmitter eine Unmenge unterschiedlicher Gedanken, Gefühle, Handlungen, Stimmungen und Wahrnehmungen erzeugen. Diese Prozesse können Taten inspirieren, Emotionen hervorrufen, Körperfunktionen beeinflussen, Verhalten manifestieren, Triebe auslösen und Hormone ausschütten sowie holografische Bilder – »Gedanken« und »Erinnerungen« genannt – produzieren.
Jetzt können wir uns die »Anatomie der inneren Haltung« vornehmen und dabei auf unseren einfachen Kenntnissen der Neurobiologie und Gehirnchemie aufbauen. Eine innere Haltung ist eine miteinander verschaltete Gruppe von Gedanken – wird sie stimuliert, schüttet sie spezifische Neurotransmitter aus, worauf wir eine bestimmte Art des Fühlens, Denkens und Handelns entwickeln. Angenommen, Sie wachen morgens auf, gehen in die Küche und erledigen den Abwasch vom Vorabend. Ihre innere Haltung zu Ihrer Tätigkeit entsteht aus Gedanken wie: »Ach, was hab’ ich gut geschlafen! Ich bin so froh, dass ich heute nicht zur Arbeit muss. Mann, die Nudeln von gestern Abend waren wirklich lecker! Aber echt gut, dass wir die Teller gestern Abend schon mal kurz vorgespült haben. Der Himmel ist heute ja wirklich unglaublich blau!« Am Abend desselben Tages sind Sie vielleicht wieder mit dem Abwasch beschäftigt, doch Ihre innere Haltung besteht möglicherweise eher aus Gedanken wie: »Jetzt hat sie schon wieder mit dem Thema angefangen! Ich weiß wirklich nicht, wozu das gut sein soll. Wir hatten das doch alles ausdiskutiert und jetzt wärmt sie das Ganze wieder auf. Warum summt die alberne Lampe bloß so? Das nervt! Ich habe überhaupt keine Lust auf diesen dämlichen Abwasch. Ich würde viel lieber schon im Bett liegen.«
Auf der Basis dieser beiden verschiedenen Gedankengruppen werden Sie wahrscheinlich einen großen Unterschied zwischen ihren beiden inneren Haltungen wahrnehmen, obwohl Sie beide Male genau dieselbe Tätigkeit verrichten, nämlich Geschirr spülen. Als freien Willen bezeichnen wir oft unsere Freiheit, zu entscheiden, welche innere Haltung wir einnehmen wollen, und das hat viel mit unserem Gehirn und seiner Chemie zu tun. Durch diesen freien Willen sind wir alle individuelle, unterschiedliche Wesen. Wenn Sie das nächste Mal etwas anfangen, bedenken Sie dabei ruhig einmal, welche Auswirkungen Ihre Gedanken auf den Chemiecocktail in Ihrem Gehirn haben.
Wenn unser Gehirn die Maschine ist, die uns im täglichen Leben antreibt, dann ist es doch sinnvoll, zu wissen, wie sie funktioniert und wie wir sie steuern können, um an das gewünschte Ziel zu gelangen. Und genau davon handelt dieses Buch. Wissen ist Macht, und Macht bedeutet Kontrolle. Wir arbeiten darauf hin, unseren mentalen/chemischen Zustand, unser Leben und letztlich unsere persönliche Realität willentlich lenken zu können. Das Gute an der Sache: Unser mentaler/chemischer Zustand und unser Leben sind so engmaschig miteinander verknüpft, dass jede Veränderung des einen immer auch zu einer Veränderung des anderen führt.1
Im vierten Kapitel werde ich erklären, wie das Gehirn sich bis zu diesem Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte entwickelt hat. Dann werde ich Sie mit den einzelnen Regionen und Substrukturen des Gehirns vertraut machen, damit Sie besser verstehen lernen, wie es zu Ihren inneren Gedanken und äußeren Reaktionen kommt. Auf der Grundlage dieser gebündelten Informationen wird Ihnen dann sicher klar, weshalb Sie genau so sind, wie Sie sind.
1. Referenzen für das gesamte dritte Kapitel: • Guyton, A.: Textbook of Medical Physiology. 8th. London: WB Saunders and Co, 1991. • Snell, R. S.: Clinical Neuroanatomy for Medical Students. Little Brown, 1992. • Ornstein, R. und Thompson, R.: The Amazing Brain. Houghton Mifflin, 1984.
Конец ознакомительного фрагмента.
Текст предоставлен ООО «ЛитРес».
Прочитайте эту книгу целиком, купив полную легальную версию на ЛитРес.
Безопасно оплатить книгу можно банковской картой Visa, MasterCard, Maestro, со счета мобильного телефона, с платежного терминала, в салоне МТС или Связной, через PayPal, WebMoney, Яндекс.Деньги, QIWI Кошелек, бонусными картами или другим удобным Вам способом.



