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„Wenn man Vergleiche der Breitengrade rund um die Welt zieht, ungefähr 15 Grad nördlich und 15 Grad südlich von Washington, würden diese Breitengrade alle Länder der Erde beinhalten, die hoch zivilisiert sind und sich durch Kunst und Wissenschaft hervorheben. Keine großen Männer lebten jemals, keine großen Gedichte wurden jemals geschrieben, keine literarische oder wissenschaftliche Arbeit produzierte man jemals in anderen Teilen der Erde.“35
Die Gründe suchte er im Falle Afrikas beim tropischen Klima, da die Erde dort Nahrung auf natürliche Weise zur Verfügung stelle und die Menschen nur eine spärliche Bekleidung benötigten, blieben „alle Anreize entweder mentaler oder handwerklicher Anstrengung mangelhaft.“36 Hubbards Bemerkungen reihten sich nahtlos in die Riege fragwürdiger Aussagen anderer Autoren des National Geographic Magazines ein und scheinen keineswegs seiner als „großherzig“ bezeichneten Person geschuldet.37 Die Zeit war noch nicht reif für einen durchweg sensiblen Umgang mit verschiedenen ethnischen Bevölkerungsgruppen der Welt.
In der Ausgabe vom April 1891 griff die Gesellschaft ein für die nächsten Jahre bestimmendes Thema auf: In Zeiten, in denen einzig die Pole als weiße Flecken auf der Landkarte verblieben, berichtete das National Geographic Magazine über die Arbeit eines zehnköpfigen Expeditionsteams am Mount St. Elias und rückte die Erforschung der Polargebiete in den Fokus.38 Auf dieser ersten von der Gesellschaft finanziell unterstützten Forschungsreise kartierte das Team unter der Direktion des Geologen Israel C. Russel von 1890 bis 1891 das Gebiet rund um den zweithöchsten Berg Kanadas und der Vereinigten Staaten. Nebenbei entdeckten sie den höchsten Punkt Kanadas, den Mount St. Logan, und gaben einem gigantischen Gletscher den Namen Hubbards.39 Russels Artikel war für spätere Forschungsreportagen des Magazins wegweisend, da er erstmalig die Ich-Erzählperspektive wählte – wie seine Schilderung eines Unwetters zeigt, das ihn und sein Gefolge während der Expedition überraschte:
„Als ich hinausschaute, sah ich menschenkopfgroße Felsbrocken ein paar Meter von unserem Zelt entfernt herabstürzen. Einer traf die Zeltstange, an der die Firstleine befestigt war. Unsere Zeltbahn wurde hochgeschlagen und es regnete herein. […] Wir zogen uns dann an das Ende des Gletschers zurück und bauten unser Zelt nochmals auf. Durchnässt und frierend sehnten wir das Ende der Nacht herbei. Zu schlafen war unmöglich.“40
Das Festhalten persönlicher Erfahrungen im Unterschied zur Verwendung bloßer Fakten sollte den besonderen Stil des Journals in späteren Zeiten bestimmen. Der Leser konnte durch die Augen solch herausragender Globetrotter wie Russel auf der ganzen Welt Abenteuer erleben – auch wenn er selbst keine Möglichkeiten hatte einen Gletscher zu besteigen:
„Der einsame Förster, der Büroangestellte an seinem Schreibtisch, der Klempner, der Lehrer, der achtjährige Junge oder der Achtzigjährige kann nicht wie ein Carnegie, Rockefeller, Ford oder Guggenheim seine eigenen Expeditionen aussenden. Aber als Mitglied der National Geographic Society kann er es genießen, einen Anteil an der Unterstützung von Erforschungen durch seine eigene Organisation zu haben und die Berichte aus erster Hand in seinem eigenen Magazin zu lesen.“41
In den Folgejahren wurde das National Geographic Magazine unbeständig oft herausgegeben. Eine neue Ausgabe wurde nur veröffentlicht, wenn genügend Material das Drucken lohnte.
Erst ab 1896 wurde es in monatlicher Regelmäßigkeit publiziert. Der Umschlag war nun beigefarben und das Heft für 25 Cents an den Kiosken der USA erhältlich.42

Abb 5: Das National Geographic Magazine wurde ab 1896 als „Illustrated Monthly“ für 25 Cents in den USA verkauft.
Die Gesellschaft hoffte, die bislang schleppenden Verkaufszahlen so in die Höhe treiben zu können. Als erster Hersausgeber und Schriftleiter wurde John Hyde, Chef-Statistiker des Landwirtschaftsministeriums der Vereinigten Staaten, eingesetzt.43 Bezahlt wurde er für seine Dienste ebenso wenig wie die Autoren. Unter seiner Herausgeberschaft behandelte das Magazin viele faszinierende Themen wie weltweit auftretende Naturphänomene, aber an einer professionellen Umsetzung, die eine breite Leserschaft mitreißt, mangelte es noch weitgehend.
Dennoch erschienen vereinzelt bemerkenswerte Artikel im Antrittsjahr von Hyde. Einer von ihnen widmete sich einer großen Naturkatastrophe dieser Zeit: dem Tsunami, der 1896 vor der japanischen Küste nordöstlich von Honshu wütete. Fast 27.000 Menschen wurden damals dahingerafft. Reporterin war die Geografin Eliza Ruhamah Scidmore. Sie war das einzige aktive weibliche Mitglied der Gesellschaft, Mitherausgeberin des Magazins und späteres Vorstandsmitglied. Im Verlauf ihrer 17-jährigen Verbindung44 zur National Geographic Society verfasste sie noch viele weitere dieser sprachlich und stilistisch innovativen Reports:
„Der Regen hatte sie wieder nach drinnen in die Dunkelheit getrieben, und beinahe alle waren um acht Uhr in ihren Häusern, als mit (…) Getöse und unter Krachen und Knacken von Balken plötzlich alle von wirbelnden Wassermassen verschlungen wurden. Nur wenige Überlebende entlang der ganzen Küste hatten die Flutwelle herannahen sehen.“45
Der Autorin gelang mit wenigen Worten, ihrer Leserschaft die zerstörerische Wucht eines Tsunamis vor Augen zu führen, auch wenn sie eine neutrale Erzählperspektive wählte. Dabei vergaß sie die grausamen Fakten nicht, die einen seriösen Anspruch wahrten und den Augenblick erneut zum Leben erweckten:
„[Ein Überlebender] erzählte, dass das Wasser zuerst 500 Meter zurücklief und über der gespenstisch weißen Sandfläche wie eine schwarze Wand rund 25 Meter hoch stand. Auf ihrer Krone huschten phosphoreszierende Lichter. Andere sahen, als sie ein entferntes Tosen wahrnahmen, einen schwarzen Schatten auf der See und rannten auf höher gelegene Gebiete, laut „Tsunami, Tsunami!“ schreiend. Diejenigen, die sich in die oberen Stockwerke geflüchtet hatten, ertranken, wurden erschlagen oder dort eingeschlossen. Nur wenige konnten das Dach durchbrechen oder fliehen, als die Welle wieder ablief…Schiffe und Gerümpel wurden bis zu drei Kilometer in das Landesinnere getragen und zerschmettert auf Hügeln, Baumspitzen oder im Schlamm der Felder abgesetzt. Der Rest wurde verschlungen oder aufs Meer getrieben…“46
Die für einen journalistischen Beitrag dieser Tage ungewöhnliche erzählerische Dichte und verwendeten Sprachbilder gehören zu den wenigen frühen Glanzleistungen des Magazins. Dennoch konnte eine Anfangskrise der Organisation nicht abgewendet werden. Die Mitgliederzahl stieg zwar nach einem Jahrzehnt ihres Bestehens von 209 auf nahezu 1.400 Mitglieder an, trotzdem konnte sich die Gesellschaft nicht weit genug über ihr lokales Umfeld hinaus entwickeln. Drei Viertel aller Mitglieder stammten aus Washington, D. C., und Umgebung47. Während der Abschlussbericht des Schatzmeisters am Ende des Gründungsjahres der National Geographic Society noch ein Vermögen von 626,70 US-Dollar bescheinigte,48 kam die Organisation nun zunehmend in ernsthafte finanzielle Bedrängnis.
Die Herausgabe eines anspruchsvollen Magazins, das in Art und Weise ein breites Publikum ansprach und sich finanziell trug, bedurfte neuer Ideen und mutiger Menschen, die sie umsetzen konnten. Der Tod Gardiner Greene Hubbards am 11. Dezember 1897 besiegelte die Krise der Gesellschaft endgültig. Sie bot aber zugleich die Chance eines Neuanfangs. Neuer Schwung, neue Mitglieder und neues Personal mussten her. Die beiden Männer, die das drohende frühe Ende abwenden sollten, waren so unerfahren wie ungewöhnlich. Der Eine sorgte eher durch den Streit um die Erfindung des Telefons für Schlagzeilen als sich durch seine geografischen Interessen hervorzutun. Der Andere gelangte nur auf Empfehlung seines einflussreichen Vaters an den ersten bezahlten Arbeitsplatz bei der National Geographic Society. Die Männer hießen Alexander Graham Bell und Gilbert Hovey Grosvenor.
3. Bell und Grosvenor übernehmen das sinkende Schiff
„Die Welt mit allem was in ihr ist, ist unser Thema.“
Die National Geographic Society bat Alexander Graham Bell als Schwiegersohn des verstorbenen Präsidenten Hubbard, die Übernahme des Präsidentenamtes an. Doch der 51-jährige, kräftig gebaute Bell war zunächst gar nicht überzeugt – ihn begeisterten andere Dinge.

Abb. 6: Alexander Graham Bell sollte das Präsidentenamt der National Geographic Society nach dem Tod Gardiner Greene Hubbards übernehmen.
Nachdem er mit 29 Jahren das Telefon zur Marktreife gebracht hatte, experimentierte er auf den unterschiedlichsten Gebieten. Momentan betrieb er exzessive Forschungen mit Drachen, Flugzeugen und tetraedrischen Strukturen.49 „Ich stürze mich von einer Sache in die andere und bevor ich es merke, ist der Tag vorbei.“50 Doch Gertrude Hubbard, Ehefrau des verstorbenen Präsidenten, konnte dem exzentrischen Bell schließlich das Versprechen abnehmen, das Erbe seines Schwiegervaters so bald wie möglich anzunehmen.51 Gardiner Hubbard lernte den 1847 im schottischen Edinburgh geborenen Bell durch Hubbards Tochter Mabel kennen, die durch eine Scharlacherkrankung im Alter von fünf Jahren ihr Gehör verloren hatte. Bell, der nach dem Studium der lateinischen und griechischen Sprache und dem Tod seiner beiden Brüder mit den Eltern 1870 nach Kanada übergesiedelt war, emigrierte später nach Boston. Von 1873 bis 1877 arbeitete er an der Universität von Boston als Professor für Sprechtechnik und Physiologie der Stimme. Dort gab er Mabel Hubbard private Stunden in Sprecherziehung.52
Mabel konnte bereits mit knapp 16 Jahren perfekt Lippen lesen – dank der unorthodoxen Erziehung ihrer Eltern. Lediglich ihre Aussprache sollte der damals 26-jährige Bell verbessern.
Seine Gefühle für Mabel gingen weit darüber hinaus. Zu diesem Zeitpunkt konnte er sie allerdings noch nicht eingestehen – auch, weil Mabel wesentlich jünger war als er. Daher betraute er einen Assistenten mit dem Unterricht Mabels.53 Die Hubbards überzeugte Bells Arbeit und Person dennoch dermaßen, dass sie ihn regelmäßig zum Essen einluden. An einem dieser diskussionsreichen Abende im Oktober von 1874 – Bell gab bei solchen Gelegenheiten gern seine Ideen für zukünftige Erfindungen zum Besten – fasste Hubbard den Entschluss den umtriebigen jungen Mann bei der Entwicklung eines harmonischen Telegrafen finanziell zu unterstützen, im Gegenzug für eine Beteiligung an den späteren Erträgen.54 Die langjährige Partnerschaft zwischen Bell und Hubbard nahm ihren Anfang. Ein Jahr später konnte Bell sein Empfinden für die Tochter des Protegés nicht länger verheimlichen. Glücklicherweise war auch Mabel von dem ungewöhnlichen Freigeist angetan.55 Hubbard gestattete seinem Schwiegersohn in spe jedoch nicht sofort eine Heirat mit seiner Tochter. Vielmehr verwandte er sie als Druckmittel, um die Fertigstellung des Telefons durch den unbeständigen Bell voranzutreiben: Erst wenn die Entwicklung funktioniere und patentiert war, dürfe er Mabel ehelichen.56 Eine Auseinandersetzung mit dem italo-amerikanischen Erfinder Antonio Meucci um die Urheberschaft des Telefons verzögerte die offizielle Verbindung der beiden Liebenden erheblich. Meucci hatte 1860 die von ihm konstruierte Variante einer Fernsprechapparatur der Öffentlichkeit präsentiert. Anschließend hatte er die Entwürfe an die Betreiber der ersten transkontinentalen Telegrafenlinie, der Western Union Telegraph Company, geschickt und 1871 einen Patentantrag gestellt. Finanzielle Schwierigkeiten machten es ihm jedoch unmöglich, das Patent bestätigen zu lassen, sodass die Vormerkung 1874 auslief.57
Bell war zu dieser Zeit bei der Western Union beschäftigt. Als ihm Meuccis Unterlagen in die Hände fielen, studierte er sie genau.
Meucci bekam Wind von den Vorgängen, schaltete einen Anwalt ein und verlangte Entschädigung sowie die Rückführung seiner Dokumente. Western Union stellte sich unwissend und erklärte, man hätte alle Papiere verloren. Zehn Jahre dauerte die gerichtliche Auseinandersetzung zwischen den beiden Kontrahenten, bevor das Verfahren eingestellt wurde.58 Welche Erkenntnisse Bell aus der Arbeit seines Widersachers für seine eigene Erfindung zog, ist bis heute ungeklärt. Gesichert ist, dass Hubbard 1876 Bells Entwurf eines Fernsprechers zum Patent anmeldete und den Zuschlag bekam.59 Am 8. Juli 1877 gründeten Bell und Hubbard zusammen mit ihren Partnern Thomas Sanders und Thomas Watson die Bell Telephone Company. Sie sollte zur größten Telefongesellschaft der Welt anwachsen und ihre Begründer reich und berühmt machen.60 Zwei Tage nach der Firmengründung ehelichte Bell seine Mabel und gründete mit ihr eine Familie.61

Abb. 7: Alexander Graham Bells Ehefrau Mabel Hubbard Bell in späteren Jahren, ca. 1917.
Antonio Meucci endete derweil ohne Anerkennung seiner Leistung in ärmlichen Verhältnissen. Erst am 11. Juni 2002 honorierte das US-Repräsentantenhaus posthum Meuccis Entwicklung und Verdienste rund um die Erarbeitung des Telefonapparates.62
Bell und Hubbard waren bis zu Hubbards Tod sowohl beruflich als auch privat eng verbunden. 1882 versuchten sie gar gemeinsam das gerade erst gegründete, aber schon strauchelnde Science Magazin vor dem Ruin zu bewahren. Ihr Plan misslang und bescherte Schwiegervater und Schwiegersohn einen herben finanziellen Verlust.63 Die Erfahrungen, die Bell bei der versuchten Rettung des Science Magazins sammeln konnte, sollten sich in ähnlicher Weise bei der Übernahme des Präsidentenamtes der National Geographic Society wiederholen. Nicht nur, dass die Mitgliederzahlen im ersten Jahr seiner Präsidentschaft um rund 500 zurückgingen. Die Organisation häufte in weltwirtschaftlich sehr schwierigen Zeiten auch Schulden in Höhe von 2.000 US-Dollar64 an: Im Zuge des Industrialisierungsprozesses erlebte die globale Wirtschaft seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zunächst eine Wachstumsphase, die durch Überspekulation und -produktion 1873 in einer Krise mündete.65 Insbesondere die Insolvenzanmeldung der US-amerikanischen Northern Pacific Railway Company im September 1873 und ihres Großaktionärs, der Bank Cooke & Co. brachten auch andere amerikanische Eisenbahngesellschaften und Banken in Bedrängnis. Die Folge war eine Panik an den Wertpapierbörsen der USA, die auf andere Teile der Erde übergriff. Die Epoche, die als Große Depression oder Große Deflation in die Geschichte einging, kennzeichnete sich durch stark variierende Konjunkturverläufe, die 1893 erneut für erhebliche Kursverluste besonders bei Eisenbahnaktien an der New York Stock Exchange sorgten und bis 1896 anhielten. Bell war sich vor diesem Hintergrund der drohenden Gefahr für die National Geographic Society bewusst und verstärkte die Werbemaßnahmen: Nur die Erhöhung der Mitgliederzahlen konnte die Einnahmen der Gesellschaft steigern. Er plädierte dafür, den Verkauf des Magazins an den Kiosken aufzugeben. Stattdessen sollte die Zeitschrift über die Mitgliedschaft bezogen werden können – und sich ausschließlich an Leser wenden, die die Gesellschaft unterstützten und an ihre Arbeit glaubten.66 Die Monatsillustrierte National Geographic Magazine müsse attraktiver werden, eine breitere Leserschaft ansprechen und nicht in den Untiefen einiger Gelehrtenhaushalte verschwinden. Denn Bell war sich sicher, dass sich ein jeder das Magazin gern ins Bücherregal stellen würde. Kurz und knapp brachte er die Situation des Fachjournals auf den Punkt: „Es war nützlich, es war wichtig, aber es hat nichts zur finanziellen Unterstützung der Gesellschaft beigetragen.“67 Ein neuer, unverbrauchter Mitarbeiter sollte frischen Wind in die Produktion bringen, um so den gewünschten Anstieg der Mitgliederzahlen zu erreichen. Bell musste nicht lange nach einer Person suchen, die seinen Anforderungen entsprach. Im Jahr von Hubbards Tod hielt der Amherst-College Professor Edwin Augustus Grosvenor, der zuvor viele Jahre Experte für Geschichte am Robert-College in Konstantinopel gewesen war, einen Vortrag auf einem der Treffen der National Geographic Society.68 Bei einer privaten Zusammenkunft berichtete er dem begeisterten Bell von seinen beiden eineiigen Zwillingssöhnen Gilbert und Edwin: Beide hatten gerade Amherst mit Magna Cum Laude absolviert und unterrichteten nun an der Englewood-Akademie für Jungen in New Jersey. Das romantische Interesse der beiden Töchter Bells, Elsie und Daisy, an den Grosvenor-Zwillingen spielte mutmaßlich ebenfalls eine Rolle bei Bells Entscheidung Grosvenor Senior im Februar 1899 einen Brief zu schreiben. Darin bot er einem von Grosvenors Söhnen die Herausgeberschaft des National Geographic Magazines an.
Gilbert hatte bereits mit seinem Vater ein zweibändiges Buch über Konstantinopel bearbeitet und war journalistisch ambitioniert. Ihn sprach die Anfrage in Besonderem an.

Abb. 8: Gilbert H. Grosvenor sollte der erste Herausgeber des National Geographic Magazines werden.
Ein Gespräch besiegelte die Zusammenarbeit zwischen Bell und dem jüngeren der beiden Grosvenor-Brüder, Gilbert, endgültig. Zum Treffen mit ihm brachte Bell Zeitschriften wie das Harper’s Weekly oder The Century mit. Sie sollten dem neuen Mitarbeiter veranschaulichen, welche Veränderungen Bell sich vorstellte:
„Die Welt und alles, was in ihr ist, ist unser Thema; und wenn wir nichts zu diesem Thema finden können, was normale Leute interessiert, sollten wir besser den Mund halten und eine streng genaue, technische, wissenschaftliche Zeitung für professionelle Geografen und Geologieexperten machen.“69
Der 23-jährige Gilbert traute sich die Aufgabe zu, betonte aber, dass dies ein langwieriger Prozess sei, auf dem er seinen eigenen Weg finden müsse. Gilbert verlangte nur 100 US-Dollar Gehalt monatlich, die Bell aus seiner eigenen Tasche bezahlte. So wurde der junge Mann zum Mitherausgeber des Magazins und ersten Vollzeit-Angestellten der Organisation.70 Der wesentlich ältere Landwirtschaftsstatistiker John Hyde bekleidete weiterhin das Amt des Herausgebers. Er sollte Gilbert Grosvenor noch einige Hindernisse in den viel versprechenden Karriereweg legen.
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