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9Barbarossahöhle: In der Nähe von Bad Frankenhausen im GeoPark Kyffhäuser liegt dieses wirklich einzigartige Naturdenkmal. Die Höhle ragt rund 1100 Meter in den Felsen hinein und ist 25.000 Quadratmeter groß. Es handelt sich um die einzige Schauhöhle Europas, die sich im Anhydritgestein befindet. Weltweit ist lediglich noch eine weitere Höhle dieser Art im Ural bekannt. Der Legende nach schläft noch heute Kaiser Barbarossa im Tanzsaal, der auch der Höhepunkt eines Besuchs ist. Mit etwas Fantasie kann man den Tisch und den steinernen Thron wie in der alten Legende beschrieben entdecken; barbarossahoehle.de

10Baumwipfelpfad und Baumschwebebahn Bad Harzburg: Auf dem Baumwipfelpfad lernt man die Natur aus einer anderen Perspektive kennen. Der barrierefreie Pfad führt in luftiger Höhe durch die dichten Baumkronen. Auf einer Weglänge von 1000 Metern gibt es viel zu entdecken. Wer möchte, kann eine der verschiedenen Themenführungen buchen. Die Baumschwebebahn verändert erneut die Sicht auf den Baumbestand des Burgberges. Seit August 2020 ist es möglich mit einer Flyline über 1000 Meter und einer Geschwindigkeit von maximal 15 Kilometer in der Stunde den Berg hinabzuschweben. Man sitzt in einem Gurtsystem und kann den herrlichen Ausblick ins Tal genießen; baumwipfelpfad-harz.de

Kurioses und Besonderheiten
AUS DEM HARZ










Die Harzer legen besonders großen Wert auf ihre Traditionen. Unzählige Feste, oft in den kleinsten Bergdörfern, werden regelmäßig veranstaltet, damit das Brauchtum nicht in Vergessenheit gerät. Es ist ein schützenswertes Kulturgut, und viele Besucher sind meist sehr beeindruckt, wie viel Kraft und Liebe in den Erhalt der Traditionen investiert wird. Schon die Kleinsten zeigen sich stolz in ihren Trachten und wirken bei den Vorführungen mit.



Es heißt, früher kamen alle Hexen auf dem Blocksberg, dem Brocken und den höher gelegenen Ort zusammen, um zu Ehren der heiligen Walburga, einer Äbtissin aus England (710 bis 779) große Feste zu feiern und ihr zu gedenken. Goethe trug mit seinem Werk Faust maßgeblich dazu bei, dass die Walpurgisnacht heute so berühmt ist. Das europäische Fest wurde schon vor über 1000 Jahren von den Harzer Ureinwohnern gefeiert, die dem Germanengott Wodan ihre Opfergaben darbrachten.

Die heutige Walpurgisfeier gleicht eher einem Volksfest und hat weder mit dunklen Mächten noch mit der ursprünglichen, bäuerlichen Tradition etwas zu tun. In vorchristlicher Zeit wurden rituelle Liebesakte auf der Feldflur vollzogen, um die Fruchtbarkeit in den Ackerboden zu übertragen. Junge Mädchen rutschen entblößt über Steine und wünschten sich einen Liebhaber. Die heilige Walburga galt als Schutzheilige gegen Seuchen, Tollwut und Husten. Der Gang durch zwei Feuer sollte Geist und Körper reinigen und so Krankheiten fernhalten. Mit Ausbreitung des Christentums wurden diese Rituale als heidnische und böse Rituale benannt und wurden, wenn überhaupt, nur noch heimlich ausgeführt, was es noch geheimnisvoller machte. Die größten Feiern finden heute in Bad Grund, Braunlage, Hahnenklee, Sankt Andreasberg, Schierke und Thale statt.
„Die Hexen zu dem Brocken ziehn, Die Stoppel ist gelb, die Saat ist grün. Dort sammelt sich der große Hauf, Herr Urian sitzt oben auf. So geht es über Stein und Stock, Es farzt die Hexe, es stinkt der Bock.“
(Johann Wolfgang von Goethe, Faust)

Das Harzer Finkenmanöver ist eines der ältesten Kulturfeste im Harz und findet traditionell am Pfingstmontag, kurz nach Sonnenaufgang statt. Während der Paarungszeit versuchen die Finkenhähne, sich die Gunst der Auserwählten zu erkämpfen, indem sie mit besonders lautem und vielfältigem Gesang die Konkurrenten aus dem Gebiet vertreiben. Dieser Instinkt wird sich hier zunutze gemacht. Die Männchen trällern und die Jury bewertet Gefieder und Gesang und verleiht dem Sieger anschließend den Titel „Finkenkönig“. Im Anschluss feiern die Finkenzüchter und Besucher ein großes Volksfest. Hierbei werden die traditionellen Pfingstfeuer entzündet, in deren Glut später die Pfingstwürste nach speziellem Rezept zubereitet werden.




Gut zu Wissen
Freie Fahrt durch den Harz – das HATIX macht es möglich: Ausgewählte Bus- und Straßenbahnlinien können mit dem HATIX kostenfrei genutzt werden. Bei Übernachtung in einem der teilnehmenden Orte erhält man bei Anreise ein Ticketheft mit integrierter Melde-/Gästekarte. Ab der Anmeldung bis zum Abreisetag kann das Harzer Urlaubs-Ticket genutzt werden. Halten Sie bei jedem Fahrtantritt Ihr Ticket-Heft bereit und zeigen Sie es mit dem Meldeschein/der Gästekarte beim Busfahrer vor. Sie erhalten nun kostenfreie Fahrt auf allen öffentlichen Bus- und Straßenbahnlinien im Landkreis Harz sowie auf ausgewählten Linien im Landkreis Mansfeld-Südharz und in den Landkreisen Goslar und Göttingen (Altkreis Osterode);hatix.info
Freier Eintritt im Harz – HarzCard: Mit Erwerb der HarzCard kann man während der Harzreise richtig sparen und entdeckt vielleicht sogar noch einige Attraktionen, die ursprünglich nicht auf dem Plan standen. Da bei den einzelnen Partnern kein Eintritt mehr bezahlt werden muss, lohnt sich diese Karte in jedem Fall. Die verschiedenen Zeit-Modelle von 48 Stunden bis zu vier Tage versprechen eine Ersparnis von bis zu 40 Prozent. Freier Eintritt in über 100 Höhlen, Schlösser, Parks, Thermen u. v. m. versprechen ein Action-geladenes Harzabenteuer. Kinder bis vier Jahre sind kostenfrei dabei;harzcard.info
Harzer Wandernadel: Auf verschiedenen Wandertouren wurden Stempelstellen errichtet. Insgesamt gibt es 222 Stempelstellen an besonderen Plätzen im Harz. Die Touren dorthin unterscheiden sich in Länge und Schwierigkeitsgrad und jeder findet die passende Route für sich. Gesammelte Stempel werden mit Auszeichnungen belohnt. Eine besonders beliebte Auszeichnung für Kinder bis elf Jahre ist die Wanderprinzessin und der Wanderprinz; harzer-wandernadel.de


Westlicher Nordharz

In der Nähe des Waldgasthofs Hasenspring
Westlicher Nordharz
1.Wanderung zum Waldgasthof Hasenspring
2.Kaiserpfalz Werla: Archäologie- und Landschaftspark
3.Am grünen Band: Hotspot für Vogelbeobachtungen
4.Auf Entdeckungsreise im Harly-Wald
5.Klostergut Wöltingerode: die Seele baumeln lassen
6.Aloha ike: hawaiianische Wellnessmassagen
7.Auf dem Themenweg Spur der Steine
8.Herzberger Teich und Kinderbrunnen
9.Maltermeisterturm Goslar: Restaurant in historischem Ambiente
10.Wanderung zur Verlobungsinsel und Besuch im kleinsten Königreich der Welt
11.Wildgehege Bad Harzburg: zu Besuch bei Hirsch und Reh
12.Plumbohms Aussichtsreich auf dem historischen Burgberg

1 Wanderung
ZUM WALDGASTHOF HASENSPRING
Die rustikale Ausflugsgaststätte inmitten idyllischer Natur lässt sich am besten auf einer der verschiedenen Wanderungen erkunden. Eine Anreise mit dem Fahrzeug ist aber auch möglich.
Die kleine Ortschaft Liebenburg im Landkreis Goslar liegt eingebettet in eine reizvolle Hügellandschaft am nördlichen Harzrand, umgeben vom Salzgitterschen Höhenzug. Neben dem sich heute in Privatbesitz befindlichen Barockschloss mit der dazugehörigen Barockkirche hat das Dorf viel zu bieten: Geschichte, Kultur und Natur. Erwähnenswert ist die botanische Besonderheit der Gemeinde. Im Salzgitterschen Höhenzug in den zugehörigen Ortschaften Othfresen und Heißum entdeckte man ein riesiges Vorkommen an Kalkhalbtrockenrasen-Vegetation. Die Natur- und Umwelthilfe Goslar legte hier eine botanisch überregionale Fläche von großer Bedeutung an.
Zahlreiche stark gefährdete Pflanzen und Tiere, die auf der roten Liste stehen, finden hier die optimalen Lebensbedingungen, und so konnte ihr Fortbestehen gesichert werden. Kurzfristig ist ein Naturlehrpfad durch das Gelände geplant, der die Dringlichkeit zur Erhaltung solcher Flächen verdeutlicht. Ein Wander- und kulinarisches Highlight ist die Waldgaststätte Hasenspring.

Waldgasthof Hasenspring

Hier gibt es viele Schmetterlinge
Verschiedene Wanderwege zu dem mitten im Wald gelegenen Ausflugsziel starten am Parkplatz „Schule am Schloss“ in Liebenburg. Der direkte Weg ist rund 2,8 Kilometer lang und leicht zu begehen. Es gibt keine großen Steigungen oder andere Hindernisse, die überwunden werden müssen. Die Wanderung führt stetig durch sattes Grün des gut intakten Mischwaldes. Besonders Farne wuchern hier umfangreich. Den Wegesrand zieren viele harztypische Kräuter und blühende Pflanzen, auf denen sich Insekten tummeln. Die große Anzahl an Schmetterlingen ist hier besonders auffallend. In kleinen Teichen und im Bachlauf lassen sich Frösche und Libellen beobachten. Sogar die seltene Wasseramsel kommt zum Trinken vorbei. Der gesunde Wald ist Lebensraum für viele Tiere. Rehe kreuzen den Weg des Öfteren. Auch Luchse sind hier heimisch. Daran erinnern die vom Nationalpark Harz aufgestellten Hinweisschilder zu den Fotofallen. Achtung, gelegentliches Blitzlicht!

Gut versteckt und doch entdeckt
Hasenspring liegt auf einer Lichtung inmitten der hohen Bäume. Hier kann man wunderbar die Sonne genießen und den Wald beobachten. Die gut bürgerliche Küche schmeckt besonders lecker in dieser naturnahen Atmosphäre. Verschiedene Veranstaltungen wie Räubermahl, Livemusik oder Märchenbühne machen den Besuch besonders reizvoll.
Wer noch nicht genug Waldluft geschnuppert hat, der kann ab hier die Tour über einen der ausgeschilderten Rundwanderwege verlängern und tolle Ausblicke auf den Harz und den Brocken sowie Salzgitter und das Innerstetal genießen. Außerdem führen sie an weiteren Highlights wie den Überbleibseln der Grenzlerburg, dem Skulpturenweg, dem Schäferstuhl Salzgitter, dem Flankierungsturm der Liebenburg und einer KZ-Gedenkstätte vorbei. Die Wanderungen können individuell angepasst werden. Die Beschilderung ist gut und man hat auch ständig Handy-Empfang, um gut navigieren zu können. Im Fall eines Wetterumschwungs findet man einige Schutzhütten an den Wegen. Nach einer Wanderung sorgt der Besuch im Mineralwasser-Freibad in der Nähe des Parkplatzes für Abkühlung.
Öffnungszeiten:
Wanderwege jederzeit zugänglich
Waldgaststätte Hasenspring: Dienstag bis Freitag 14 bis 0 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertage 11 bis 0 Uhr
Eintritt: Wanderwege und Parkplatz kostenfrei

Schutzhütte




