Die 77 erfolgreichsten Wunschregeln

- -
- 100%
- +
Wir können die Welt nicht in ihrer ganzen Fülle wahrnehmen. Wir entscheiden uns jeden Tag tausendfach – bewusst, aber auch unbewusst –, worauf wir unsere Wahrnehmung lenken. Alles andere existiert für uns nicht. Haben wir gewisse Dinge lange genug aus unserem Leben ausgeblendet, glauben wir nicht einmal, dass sie für andere existieren können. Was aber tun, wenn wir eine andere, neue Realität in unser Leben einladen wollen?
Das Erste ist, sich bewusst zu machen, dass es tatsächlich mehr gibt, als wir bisher wahrgenommen haben.
Das Zweite ist, unsere Aufmerksamkeit auf die gewünschten Bereiche zu lenken. Worauf wir unseren Fokus legen, das kommt in den Bereich unserer Wahrnehmung.
Wenn wir unsere Aufmerksamkeit also auf neue, andere Dinge lenken, verändert sich bald auch unsere Wahrnehmung für diese neuen anderen Dinge. Sie werden dann zu unserer neuen Wahrheit.
Affirmationen


Aufgabe

4
Fang einfach an – am besten mit kleinen Dingen
Wie kommt man am schnellsten zu den ersten Erfolgen? Mit kleinen Wünschen. Warum? Gehen denn die großen Wünsche nicht? Doch natürlich, aber bei den kleinen Wünschen kann man leichter spielerisch und unvoreingenommen an das zielorientierte Denken – in unserem Fall »Erfolgreich wünschen« genannt – herangehen. Dinge, die einem weniger bedeuten, sind weniger mit Angst und Zweifeln besetzt. Bei Unwichtigem vertraut man eher darauf, dass der Wunsch erfüllt wird. Vertrauen ist unverzichtbar, um erfolgreich zu wünschen.
Vertrauen schafft Glauben.
Beides zusammen – Vertrauen und Glauben – hilft uns, die richtige Überzeugung zu entwickeln. Erinnere dich: Unsere Überzeugungen erschaffen unsere Welt.
Das mit dem Vertrauen ist am Anfang nicht so leicht, denn es gibt eine innere Instanz, die unsere Pläne ständig boykottieren möchte: unser Verstand. Der Verstand kann nur auf seine bisherigen Erfahrungen bauen und wird uns deshalb zu überzeugen versuchen, dass dies alles nicht funktionieren kann. Er weiß es – noch – nicht besser. Aber jede neue positive Erfahrung und jedes Erfolgserlebnis werden dazu beitragen, ihn bald davon zu überzeugen, dass wir die Fähigkeit haben, unsere Vision zu verwirklichen. Schließlich ist er enorm lernfähig.
Nichts ist so erfolgreich wie der Erfolg selbst, denn er zieht weiteren Erfolg nach sich.
Der Verstand kann jedoch nur das als wahr annehmen, was er greifbar erfahren hat und was er versteht. Deshalb ist er für Wunder nicht zuständig. Er versucht sogar regelrecht, alle möglichen Chancen, Zufälle und Veränderungen zu verhindern. Was nicht in sein Weltbild passt, darf nicht sein.
Es ist immer nur unsere Vorstellung, die etwas zulässt oder verhindert. Weil aber gerade unsere bisherige Vorstellung so gestrickt ist, dass wir nicht wirklich an die Erfüllung unserer Wünsche glauben, arbeiten wir unbewusst sehr stark gegen die Erfüllung von scheinbar großen Dingen.
Kleinere »Wunder« dagegen könnten unter zufälligen Umständen ja doch mal geschehen, ganz nach dem Motto: »Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn.« Das Wesentliche an diesen ersten kleinen erfolgreichen Wünschen ist, dass man den Mut für ein weiteres kleines Wunder findet. Unser Verstand begreift, dass es da anscheinend noch etwas gibt, was er nicht erklären kann. Er passt sich an und baut sich ein neues Konzept. Und plötzlich beginnt er, die neue Welt zu akzeptieren. »Wenn dies wahr ist«, sagt sich der Verstand, »dann könnte man sich doch auch an die größeren Wünsche wagen.«
Durch erste kleine Erfolge können wir den Verstand von der Möglichkeit des zielorientierten Denkens überzeugen.
Und genau dort wollen wir hin. Wir wollen, dass uns das Wünschen bei großen wie bei kleinen Dingen leicht von der Hand geht und wir das gewünschte Ergebnis erhalten. Deswegen trainieren wir erst einmal mit kleinen Wünschen unseren Verstand und sammeln hier unsere Erfahrungen.
Affirmationen


Aufgabe

Mach es dir zur Gewohnheit, dir jeden Tag einen kleinen Wunsch zu erfüllen, und fange so an, zum Schöpfer deines eigenen Lebens zu werden.
5
Unmöglich ist nur das, was wir für unmöglich halten
Die moderne Hirnforschung bestätigt nun ebenfalls, dass wir mit unsrer Gedankenkraft, unseren Gefühlen und unseren Überzeugungen die Möglichkeit haben, alle Veränderungen in unserem Leben vorzunehmen, die wir uns so sehr wünschen. Durch unsere Gedanken haben wir Einfluss auf unseren Körper, ja sogar auf unsere DNA; wir können unsere Selbstheilungskräfte anregen oder einen schlanken, wundervollen Körper bekommen.
Durch die neuesten Forschungsergebnisse der modernen Hirnforschung wissen wir nun, dass es eine sehr intensive Wechselwirkung zwischen unseren Gedanken, unserem Gehirn und unserem Körper gibt und dass Gedanken unseren Körper verändern können.
Auf welche Weise die betreffenden biochemischen Prozesse ablaufen und sich letztendlich auf den Körper auswirken, können wir zum Beispiel an dem Zustand von Angst betrachten. Wenn man sich für längere Zeit in einem Angstzustand befindet, verändert sich die gesamte Physiologie. Es kann zu chronischen Erkrankungen, Verspannungen und vielen anderen körperlichen Symptomen kommen.
Die moderne Hirnforschung hat aber nun etwas wesentlich Tiefgreifenderes nachgewiesen: Bei länger anhaltenden Gefühlszuständen kommt es zu einer Neuordnung der dafür zuständigen Nervenzellenverbindungen im Gehirn. Das Gehirn baut sich um und sendet andere Hormone und Neurotransmitter aus, sogenannte Katecholamine; durch die permanente Ausschüttung von Katecholaminen werden die Strukturen und die Funktionen von Organen verändert. Das heißt, das Gehirn reagiert zum Beispiel auf unsere Sorgen und Ängste, auf Glücksgefühle und Euphorie – also auf alle unsere Gefühle und Überzeugungen – und bringt unseren Körper durch die Ausschüttung von anderen, neuen Katecholaminen dazu, sich zu verändern.
Inzwischen hat man erforscht, dass sich durch diese Signalstoffe sogar die Zellen verändern können. Im Fall von Angst und ständiger Sorge sind dafür der vom Gehirn ausgesandte Neurotransmitter Dopamin und das Stresshormon Kortisol verantwortlich.
Das Gehirn ist auf diese Weise sogar in der Lage, ganze DNA-Sequenzen stillzulegen oder neue Genverbindungen zu schaffen, indem es Teile von anderen DNA-Strängen kopiert. Unser Gehirn kann die Struktur und die Funktionen unserer Zellen verändern, und zwar ausgelöst durch unsere Gedanken, Gefühle und Überzeugungen. Sobald die Angstzustände nachlassen und wir vorrangig andere Gefühle entwickeln, baut unser Gehirn den Körper wieder um.
Wenn wir also anders denken, fühlen oder wahrnehmen und zu neuen Überzeugungen kommen, entstehen mit Hilfe unseres Gehirns eine andere, neue Wahrnehmung sowie ein anderer Bauplan in unserem Körper, der sich exakt nach unseren neuen Vorstellungen ausrichtet. Gleichzeitig ziehen wir neue andere Ereignisse in unser Leben.
Unser Leben kann sich vollständig ändern – wenn wir es wollen.
Affirmationen


Aufgabe

6
Mach dir deine alten, negativen Glaubensmuster bewusst
Negative Überzeugungen über uns können uns nachhaltig in unserer Weiterentwicklung bremsen. Wollen wir jedoch erfolgreich voranschreiten, sollten wir diese alten – und teilweise ins Unterbewusstsein verdrängten – Glaubensmuster transformieren.
Dabei gehen wir in zwei Schritten vor. Zunächst werden wir sie uns bewusst machen. Denn oftmals haben wir keine Ahnung, dass wir solche sabotierenden Gedanken überhaupt hegen.
Um alte Überzeugungen bewusst zu machen, gibt es einen sehr einfachen Trick. Wir schreiben alles auf, was wir über uns denken: »Ich bin zu langsam, zu dumm, zu dick. Ich bin hässlich. Alle anderen sind besser, schneller, klüger …«
Schreibe ebenso all die Sätze auf, die man dir als Kind immer wieder vorgeworfen hat – all die furchtbaren, demütigenden, verletzenden Sätze, die du hören musstest: »Das kannst du nicht! Dafür bist du zu blöd! Du taube Nuss!« Oder: »So wie du aussiehst, wirst du nie einen Mann finden.« Je ehrlicher du dabei bist, desto mehr wird an die Oberfläche kommen.
Es wird mit Sicherheit auch viel an Abwehr oder Trauer hochkommen. Das ist nur natürlich. Es ist nicht schön, so über sich zu denken. Es ist nicht schön, als Kind solche Abwertungen zu hören.
Das Aufschreiben dieser Sätze bringt oft Vergrabenes wieder zum Vorschein, von dem man geglaubt hatte, all das doch längst hinter sich zu haben. Aber bei genauerer Betrachtung wird man sehr oft erkennen, dass s genau diese Aussagen sind, die noch immer tief in uns wirken und die wir noch heute über uns glauben.
Und das ist das Fatale. Weil wir nach wie vor – manchmal völlig unbewusst – vom Wahrheitsgehalt der Meinungen unserer Bezugspersonen überzeugt sind, holen wir uns noch heute die Bestätigung unserer vermeintlichen Unzulänglichkeit in unser Leben.
Aber jetzt, wo wir uns ihrer bewusst werden, können wir diese Bewertungen beeinflussen. Sobald deine Liste richtig lang geworden ist, wollen wir Folgendes tun:
Nimm dir immer wieder eine dieser Meinungen und Überzeugungen über dich vor. Schließe deine Augen und stelle die Frage: »Wer sagt das?« Wenn du dich das eine Weile fragst, wirst du erstaunt sein, welche längst vergessenen Bilder hochkommen werden. Mit ziemlicher Sicherheit wirst du feststellen, dass viele deiner Überzeugungen gar nicht zu dir gehören, sondern vielleicht von deinem Vater oder deiner Mutter stammen.
Wenn wir nun erkennen, dass dies nur eine angenommene, fremde, vorgepredigte Überzeugung ist und nicht die allein gültige Wahrheit, wird sich unsere Einstellung zu uns selbst verändern. Wir werden uns mit anderen Augen betrachten. Wir werden uns unseres bisherigen Bildes von uns selbst nicht mehr so sicher sein. Und das ist gut so. Denn das nimmt den negativen Befehlssätzen die Kraft, und wir können anhand der nächsten Regel mit dem zweiten Schritt beginnen.
Affirmationen


Aufgabe


7
Transformiere deine alten, negativen Glaubensmuster
Seit unserer Kindheit tragen wir diese falschen Glaubensmuster mit uns herum. Jetzt, da sie uns bewusst sind, können wir aus diesem Kreislauf aussteigen. Wir haben nun die Chance, die alten, negativen Muster zu transformieren, sprich: sie loszulassen. Und das wollen wir im zweiten Schritt tun.
Sobald wir akzeptieren, dass wir damals, als man diese negativen Meinungen über uns gefällt hat, gar nicht gemeint waren und dass man uns in unserer kindlichen Kreativität, Neugier, Lebendigkeit und dem Potenzial, das wir in uns trugen, nicht erkannt hat, fällt es uns wesentlich leichter, uns von diesen Sätzen zu distanzieren.
Mach dir bewusst, dass die Personen, die uns diese Vorwürfe gemacht haben, vermutlich gar nicht uns persönlich gemeint haben, sondern selbst in verschiedenen Mustern gefangen waren oder nur sich selbst gesehen haben. Vielleicht war jemand, der uns so bewertet hat, in eigenen Problemen gefangen, war überarbeitet, ungeduldig, steckte in einer Krise mit dem Partner, in finanziellen Schwierigkeiten oder war vollkommen überfordert mit der Situation. Welche Gründe er auch immer gehabt haben mag: Sie haben meist wenig mit uns zu tun.
Sobald uns dafür die Augen aufgegangen sind, werden wir vielleicht eine tiefe Trauer in uns spüren. Sein Leben lang fremdbestimmt gewesen zu sein, ist kein Vergnügen. Aber wir können es jetzt ändern.
Nachdem du alle diese Sätze aufgeschrieben hast, die dein Leben bestimmt haben, beginnst du, sie ins Positive umzuformulieren. Sätze wie: »Das kannst du nicht!«, könntest du zum Beispiel abändern in: »Ich kann alles, was ich möchte.« »Du findest nie einen Mann!« wird zu: »Ich bin ein Geschenk für jeden Mann!« »Du bist unmöglich!« wird zu: »Ich bin wundervoll!« »Du bist zu dick!« wird zu: »Ich liebe mich so, wie ich bin!«
Probiere ein bisschen an den Formulierungen herum. Die sicherste Art, deine Lieblingsformulierung zu finden, ist, dich selber zu fragen, was du am liebsten hören würdest. Dann zeigt dir dein Herz den Weg zu deiner neuen Überzeugung über dich.
Wandeln wir diese Sätze positiv um, geschieht etwas sehr Tiefgreifendes. Unser Verstand beginnt sich neu einzustellen. Wir lernen, dass es eine Alternative zu dem gibt, was wir bisher als »wahr« angenommen haben. Wenn wir unsere Meinung über uns ändern, verändern auch wir uns.
So einfach diese Übung klingen mag, so effektiv ist sie. Die Hirnforschung schlägt uns hier einen Mindestzeitraum von 21 Tagen vor. Innerhalb von 21 Tagen strukturiert sich unser Gehirn in diesem Bereich um und beginnt, automatische Gedankenketten in die neue Richtung zu bauen. Deshalb ist es das Beste, sich mindestens 3 Wochen lang auf die positiven Sätze zu konzentrieren und zu fokussieren.
Am wirkungsvollsten ist auch hier ein kleines Ritual: Vielleicht hast du Lust, deine alten negativen Mustersätze, die du aufgeschrieben hast, zu verbrennen. Während du dies tust, spüre tief in dir, wie du die alten, nicht mehr gültigen Muster loslässt. Lass alle Gefühle, die in diesem Zusammenhang in dir entstehen, aufsteigen und aus deinem Leben gehen.
Fülle die entstandene Leere mit deinen neuen positiven Affirmationen. Konzentriere dich darauf. Spüre die Kraft und die Freude, die von dieser positiven Entsprechung ausgeht. Identifiziere dich damit. Fühle, wie die Wirkung der negativen Mustersätze immer mehr nachlässt und wie sie sich allmählich aus deinem Leben verabschieden.
Sprich die neuen Mustersätze laut und deutlich aus. Lass sie zu deiner neuen Überzeugung werden. Je mehr du in ihre Kraft hineinspürst, desto schneller baut sich das erwünschte Resonanzfeld auf.
Affirmationen


Aufgabe

8
Streich die Wörter »nicht« und »kein« aus deiner Wunschformulierung
Dieser Punkt bildet eine überaus wichtige Grundregel beim Formulieren unserer Wünsche.
Wir wissen, wie entscheidend die Wahl unserer Worte ist. Worte, die wir denken oder aussprechen, werden in unserem Gehirn in Bilder übersetzt. Unser Gehirn denkt in Bildern. Auf Verneinungen reagiert es daher in einer eigenwillig anmutenden Weise.
Wie das funktioniert, kann ich dir an einem kleinen Beispiel erklären: Schließe kurz die Augen und denke nicht an Schokolade. Und? Was hast du gesehen? Klar! Schokolade. Sie lag gerade bildlich vor deinem geistigen Auge; womöglich läuft noch das Wasser in deinem Mund zusammen, falls du ein Schoko-Fan bist … Deshalb funktioniert es auch nicht, etwas vermeiden zu wollen, also etwas nicht zu tun. Dann wollen wir nur von etwas »weg« und nicht »zu etwas hin«. Auf diese Weise haben wir kein Ziel, zu dem wir uns hinentwickeln wollen, sondern entwerfen ein intensives Bild von dem Zustand, den wir gerne vermeiden möchten.
Ein »Nicht«- und »Kein«-Wunsch wird fast immer vollkommen gegensätzlich zu unserem wirklichen Wunsch ausgeführt, weil er ein Bild entwirft, das wir gerne loswerden wollten.
Hinter dem Satz »Ich will nicht arm sein« steckt logischerweise die Angst vor der Armut: Die Bilder in unserem Kopf sowie unsere Gefühle kreisen um all das, was für uns Armut bedeutet – und diese Angst ist wesentlich intensiver und stärker als der Wunsch, wohlhabend zu sein. »Ich will nicht arm sein« hat kein neues lohnenswertes Ziel, sondern nur starke emotionale Bilder eines negativen Zustandes.
Obwohl wir es nicht wollen, entsteht in unsren Gedanken und Gefühlen erst einmal das Bild von Armut. Wir können schließlich nicht etwas nicht entstehen lassen.
Wir können immer nur etwas erschaffen und nicht etwas nicht erschaffen. Allein der Gedanke an »nicht erschaffen« erschafft das Unerwünschte.
Etwas vermeiden oder verneinen zu wollen, geht also nicht. Aber wir können das Gegenteil davon entstehen lassen. Wir sollten uns also mit der positiven Entsprechung beschäftigen.
Der Befehl »Ich bin reich« ist einfach und klar. Mit diesem Wunsch beschäftigen wir uns mit unserem Reichtumsbewusstsein und nicht mit dem Mangelbewusstsein.
Aus diesem Grund sollten wir auch das Wort »ohne« aus unserer Formulierung herauslassen. Auch Worte wie »schuldenfrei« oder »sorgenlos«, denn auch diese Worte beschreiben nur das, was du nicht willst, und haben kein neues klares Ziel.
Beobachte doch einmal, wie viele solcher Negativwünsche wir jeden Tag denken und aussprechen: »Ich will nicht arbeitslos werden. Ich will keinen Unfall haben. Ich will nicht verlassen werden. Ich will nicht krank sein. So etwas passiert mir nie wieder …« etc.
Welche Grundhaltung überwiegt in deinen Wünschen? Ist es die positive oder aus Gewohnheit doch noch die negative, verneinende Wunschformulierung?
Vielleicht verstehst du jetzt auch, warum manche Wünsche vermeintlich »falsch geliefert« wurden. In Wahrheit wurden sie gar nicht falsch ausgeführt. Die Lieferung war sogar sehr prompt und exakt. Die Wunschformulierung hat nur eine andere Information durch die Gegend geschickt. Zwei kleine Wörter sollten wir also dringend vermeiden: »nicht« und »kein«.
Affirmationen


Aufgabe

9
Formuliere deine Wünsche in der Gegenwartsform
Diese Regel ist wohl die schwerste für unseren Verstand. Wir sollen etwas behaupten, was – noch – nicht der Wirklichkeit entspricht. Natürlich rebelliert hier der Verstand. Und dennoch ist gerade dieser Punkt der wesentlichste von allen.
Jeder formulierte Wunsch baut Bilder und Überzeugungen in uns auf, nach denen sich unser Leben ausrichtet. Halten wir unsere Wünsche gedanklich in der Zukunft, bleiben sie auch in der Zukunft, da sich unser Unterbewusstsein darauf einstellt.
Der größte Fehler beim Formulieren von Wünschen ist, dass bereits durch die Wahl der Worte eine völlig andere Botschaft ausgesandt wird, als eigentlich beabsichtigt. Meist formuliert man seine Wünsche sogar so, dass man den misslichen Zustand, in dem man sich befindet, erst recht manifestiert.
Wünscht man sich zum Beispiel viel Geld, ist es völlig falsch, den Satz »Ich will reich sein« zu formulieren. Was man dann bekommt, ist der Zustand von »Ich will reich sein.« Diesen Zustand kennen wir bereits. Es ist der Zustand von »etwas wollen« und »nicht haben«. Auf diese Weise verstärken wir nur unseren Mangel.
Der Wunsch »Ich will reich sein« hat sich ja bereits erfüllt. Wir wollen reich sein. Stimmt. In diesem Zustand sind wir gerade. Morgen wollen wir immer noch reich sein. Und übermorgen auch. Auf diese Weise verbleiben wir ständig in diesem Zustand.
Erschaffe nicht den Zustand von »etwas wollen«, sondern von »etwas sein«. Die richtige Formulierung lautet: »Ich bin bereit für den Reichtum in meinem Leben.« Oder: »Ich bin reich und glücklich.« Unser Satz heißt also: »Ich bin reich.« Und nicht: »Ich will reich werden.«
Natürlich triff dies zum gegenwärtigem Zeitpunkt – noch – nicht zu, aber wir möchten ja in diesen Zustand kommen. Also werden der Verstand, dein Unterbewusstsein und dein Resonanzfeld schon nach kurzer Zeit versuchen, diese Diskrepanz zwischen deiner behaupteten Überzeugung und der bestehenden Realität auszugleichen.
Es gibt dafür eine hübsche »Eselsbrücke«: »Das Universum sagt immer Ja.« Senden wir den Gedanken des Wollens aus, erhalten wir den Zustand von Wollen. Senden wir aus, dass es bereits so ist, wird sich dieser Ist-Zustand in unserem Leben realisieren. Was wir denken und fühlen, baut ein Resonanzfeld auf und bringt Gleichschwingendes in unsere Wahrnehmung.



