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Das Leben in einer Jurte ist sehr zentral, gemütlich und familiär. Allerdings bietet der offene Wohnraum nur wenig oder gar keinen Platz für zusätzliche Privatsphäre. Diese und ist nur eine Überlegung, die man vor dem Kauf einer Jurte anstellen sollte.

Überlegungen vor dem Kauf
Wer sich für eine Jurte entscheidet, sollte vor dem Kauf gründliche Überlegungen anstellen. Darunter fallen:
– Höhe und Fläche der Jurte
– Material der Jurte (Tuch und Scherengerüst)
– Befestigung der Jurte im Boden
– Anschlüsse für Frisch- und Abwasser
– Stromversorgung (Landstrom oder Solar)
– Heizungsmöglichkeiten im Winter
– Wetterfester Untergrund
– Einbruchschutz
– Dauerhafter oder temporärer Wohnsitz
– Genehmigungspflicht auf dem Grundstück
Baugenehmigung
Jurten werden laut Bauverordnung als Fliegende Bauten behandelt, solange die Grundfläche nicht größer als 75 qm ist. Der Nachteil ist allerdings, dass fliegende Bauten maximal drei Monate lang an ein und demselben Platz stehen dürfen. Sollte diese Frist dann überschritten werden, entscheidet das zuständige Bauamt unterschiedlich. Eine Jurte wird dann oft ähnlich wie ein Industriezelt behandelt, also zum Beispiel ähnlich wie ein Messe- oder Schützenfest- Zelt. Es gelten dann die gleichen Regeln, welche allerdings je nach Stadt und Gemeinde unterschiedlich ausfallen können. Bei einer dauerhaften Bewohnung müssen dann wieder Bau-fenster sowie die Regelungen für Brandschutz und Fluchtwege beachtet werden.
Kosten einer Jurte
Eine kleine und einfach ausgestattete Jurte bekommt man für rund 4.500 Euro neu als Bausatz. Günstiger geht es natürlich bei einer gebrauchten Version. Mittlerweile gibt es auch hochwertig ausgestattete Modelle mit passender Toilette und moderner Heizung für den Winter. Die Preise für solche Versionen beginnen bei rund 6.000 Euro Anschaffungskosten.
Vorteile beim Leben in einer Jurte
– Gemütliches Wohnen dank offenem Wohnen
– Großzügiger Lebensraum
– Beheizbar mit Holzofen
– Schneller Auf- und Abbau
– Kleines Packmaß
– Einfacher Transport
– Vergleichsweise geringe Anschaffungskosten
– Tolles Raumklima
–Nähe zur Natur
Nachteile beim Leben in einer Jurte
– Nur bedingt für den europäischen Winter geeignet
– Eventuelle Anschaffung von zusätzlichen Dusch- bzw. Toilettenräumen
– Vergleichsweise hohe Energiekosten
– Runde Grundform lässt nicht jedes Möbelstück zu
– Nur bedingt dauerhafter Stellplatz möglich
– Geringer Schallschutz
– Mangelnde Sicherheit, nur bedingt Einbruchsschutz
Bezugsquellen
Die bekannten Kleinanzeigen- Portale können wie immer eine erste
Anlaufstelle bei der Suche nach einer gebrauchten Jurte sein. Suchbegriffe wie Mongolenzelt, Jurte, Yurt oder Nomadenzelt können gute Ergebnisse liefern. Es sollte unbedingt vor dem Kauf geprüft werden, ob das Segeltuch Risse hat oder sich im Tuch vielleicht Schimmel gebildet hat. Wer sich für eine neue Jurte interessiert, kann sich bei Famwest, Jurte.info oder Zeltwelt.ch erste Angebote einholen. Auf den Seiten werden viele der Modelle bereits mit Preisen dargestellt, damit man sich früh ein Bild von seiner Wunschjurte und den auftretenden Kosten machen kann. Dort werden auch besonders schöne Möbel und Accessoires angeboten, die zum schönen Gesamtbild der Jurte passen.
Das Baumhaus

Schon als Kind war ein Baumhaus die Erfüllung eines Traumes. Auch wenn es oft nur eine kleine Hütte aus zusammengenagelten Brettern war: Das Baumhaus war der eigene Rückzugsort voller Abenteuer und Geheimverstecke. Und auch heute noch übt das Baumhaus auf viele Menschen eine gewisse Anziehungskraft aus, verspricht es doch Freiheit und Unabhängigkeit. Nicht ohne Grund gibt es weltweit ganze Hotelanlagen, die eine Übernachtung hoch in den Wipfeln der Bäume ermöglichen. Näher an der Natur kann man kaum sein. Es gibt mittlerweile sogar eine Fernsehserie rund um das Thema Baumhausbau. Die Serie “Die Baumhausbauer“ (original „The Treehouse Guys“) ist eine amerikanische Produktion und wurde in Deutschland bei Pro Sieben Maxx ausgestrahlt.
Über Buchungs-Plattformen wie AirBnB kann man in jedem Land der Erde Unterkünfte für eine oder mehrere Nächte in einem Baumhaus finden. Diese Häuser sind dann aber auch alles andere als Bretterbuden. Es sind hochqualitative Gebäude, anmutend und wahre Wunderwerke der Baukunst. Und die Bandbreite ist groß. Moderne Häuser, anmutig und visionär gibt es genauso wie verspielte und traditionelle Baumhäuser. Die Häuser werden allerdings nicht nur für Übernachtungen, sondern auch als Büros oder Wellness- Räume genutzt. Einige Modelle verfügen über moderne Installationen wie Strom oder fließendes Wasser. Welche Art von Baumhaus tatsächlich gebaut werden kann, hängt natürlich stark von der Beschaffenheit und Belastbarkeit des entsprechenden Baumes ab. Die Abstände zwischen den einzelnen Ästen spielen natürlich auch eine erhebliche Rolle dabei, welche Art von Baumhaus realisierbar ist.
Anforderungen an den Baum
– Der Baum muss gesund sein, Aufschluss darüber geben gesunde Äste und Blätter
– Große Risse sowie Pilzbefall sind ein Ausschlusskriterium
– Große Astlöcher, morsche Äste oder starke Vertiefungen dürfen nicht vorhanden sein
– Idealerweise wird der Baum von einem Fachbetrieb auf Gesundheit und Eignung geprüft
– Besonders geeignet für den Bau eines Baumhauses sind harte Hölzer wie Buchen, Eichen, Kastanien, Kiefern und Linden.

Anforderungen an den Bau des Baumhauses
Die Sicherheit steht beim Bau eines Baumhauses an erster Stelle. Denn letztendlich möchte man nicht, dass das Ganze Haus in sich zusammenfällt, während man gemütlich beim Abendessen sitzt. Darüber hinaus ist es wichtig, dass der Baum nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Der Baum darf nicht eingeengt werden, um das Wachstum nicht zu beeinträchtigen. Schließlich wächst ein Baum sein ganzes Leben lang weiter.
Um den Baum nicht zu schaden, kann mittlerweile darauf verzichtet werden die tragenden Bauteile an den Stamm zu nageln oder sogar zu schrauben. Stattdessen können Stahlseile, wetterfeste Taue oder spezielle Klemmvorrichtungen verwendet werden. Dadurch wird der Baum nicht verletzt und die kostbare Rinde geschützt. Alternativ kann man das Baumhaus auch mit Stelzen abstützen, die dann im Boden eingelassen werden, zum Beispiel mit einem Punkt- Fundament. Dadurch steht das Haus sicher und stabil, ohne den Baum zu belasten. Im Internet findet man unzählige Bauanleitungen, die allerdings stark in Größe und Umfang variieren. Man sollte immer auf das Gesamtgewicht der Bausätze achten, um den Baum nicht zu überstrapazieren.
Baugenehmigung für Baumhäuser
Egal ob ein Baumhaus zum Spielen oder Wohnen genutzt wird, es müssen die vorherrschenden baurechtlichen Vorschriften eingehalten werden, welche von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind. Denn in der Regel ist ein Baumhaus genehmigungspflichtig. Ein Baumhaus ist grundsätzlich wie ein Carport am Haus: eine bauliche Anlage. Kleine Baum-häuser als Spielplatz für Kinder sind meist eine Ausnahme. Doch wenn ein dauerhaftes Wohnen geplant ist, muss das Baumhaus auf jeden Fall genehmigt werden. Der Weg zum örtlichen Bauamt bleibt also unausweichlich, um sich dort die ersten Informationen einzuholen. Idealerweise nimmt man die Pläne für das Baumhaus bereits mit, zusammen mit den Angaben zu Gewicht und den verwendeten Materialien.
Zudem sollten für solch ein Projekt unbedingt die Nachbarschaft zu Rate gezogen werden. Ein Baumhaus ist nun mal hoch gelegen und ermöglicht so einen einfachen Blick in die umliegenden Grundstücke, Gärten und Häuser. Nicht jeder Mensch ist damit einverstanden und könnte im schlimmsten Fall sogar vor Gericht ziehen. Verliert man dann vor Gericht, muss das Baumhaus wieder abgerissen werden. Gewinnt man vor Gericht, ist der Frieden in der Nachbarschaft dahin. Daher sollte man das ganze Vorhaben vorher mit allen Beteiligten gut abstimmen und bestenfalls eine schriftliche Einverständniserklärung unterzeichnen lassen.
Kosten für Baumhäuser
Es ist fast unmöglich, die Kosten für ein Baumhaus pauschal anzugeben. Schließlich ist jedes Baumhaus so individuell und einzigartig, wie der Baum, auf dem es steht. Für eine sichere Planung ist es jedoch unbedingt empfehlenswert, einen Spezialisten für Baumhausplanung einzuschalten. Er kann die Qualität des Baumes und die Tragfähigkeit bestimmen und bei der Bauplanung helfen. Schaltet man dann eine Firma für den Bau ein, beginnen die Kosten bei rund 5.000 Euro. Die Grenze ist wie immer nach oben offen, je nach Material, Größe und Ausstattung des Baumhauses
Bezugsquellen
Da sich das Thema Baumhausbau immer größerer Beliebtheit erfreut, gibt es auch eine große Vielzahl von verschiedenen Herstellern, sowohl in Deutschland als auch weltweit. Zimmereibetriebe und Architekten arbeiten hier Hand in Hand und haben sich auf den Bau von Baumhäusern spezialisiert. Sie bieten innovative Wohnformen, umweltfreundliche Baumaterialien und baumschonende Lösungen an. Egal ob in der Krone gebaut oder auf Stelzen, mit Leiter oder Wendeltreppe, für jeden Baum kann hier die passende Lösung gefunden werden. Wer sich für die professionelle Variante und den Bau mithilfe eines Fachmanns entscheidet, findet bei Baumraum, Baumbaron.de, Bollerot-Baumbauten und Baumleben.org gute Anlaufstellen.
Das Earthship

Das Earthship (engl. für Erdschiff) ist ein Gebäude, das weitestgehend aus natürlichen und recycelten Baustoffen besteht. Es finden Materialien wie alte Glasflaschen, Aluminiumdosen, Lehm und sogar Autoreifen für den Bau verwendet. Das Earthship zeichnet sich dadurch aus, dass es autark ist, also Wärme, Wasser und Abwasser sowie Strom aus eigener Kraft generiert oder speichert. Zudem wird das Haus aus der Kraft der Sonne erwärmt und geheizt. Mittlerweile gibt es weltweit über 1.000 solcher Earthships und es gibt sogar Workshops, die das Wissen für den Bau vermitteln
Bauweise
Das Earthship wird unter anderem mit recycelten Materialien gebaut. Häufig werden die geschlossenen Seiten aus alten Autoreifen gebaut. Diese werden wie Ziegelsteine im Verbund aufeinandergelegt und dann mit Schutt oder Erde aufgeführt. Die daraus entstehenden Wände bieten eine besonders gute Wärmedämmung und sind aufgrund der Festigkeit oft tragende Elemente z.B. für die Dachkonstruktion.
Die Südseite des Hauses ist in der Regel verglast, da diese Seite der Sonne zugewandt ist. So gelangt sowohl ausreichend Licht als auch Wärme in das Haus, die von den Wänden gespeichert wird. Dadurch ist eine klassische Heizung überflüssig. Die Verglasung kann entweder mit einer effektiven Thermo- Verglasung erfolgen oder aber auch mit alten Pfandflaschen aus Glas, die in Lehm eingebettet werden.
Die Dachflächen sind so konzipiert, dass sowohl Regenwasser, Schnee, Kondensat und Tau gesammelt werden und in die meist unterirdisch angelegten Wasserspeicher (Zisternen) fließen. Das aufgefangene Wasser durchläuft verschiedene Filter und kann somit entweder als Trinkwasser oder zumindest als Spülwasser verwendet werden. Es wird auch gerne zur Bewässerung der Pflanzenbeete genutzt, die sich meist im Inneren des Gebäudes befinden und dem Earthship sein angenehmes Raumklima geben. Kein Tropfen Wasser wird verschwendet. Eine am Haus befindliche Klärgrube säubert das Abwasser, welches dann für die außenliegenden Beete verwendet werden kann.
Grundgedanke eines Earthships
Ziel des Earthships ist es, einen möglichst kleinen ökologischen Fuß-abdruck zu hinterlassen. Dabei geht es vor allem darum, den eigenen CO2- Verbrauch auf ein Minimum zu reduzieren. Ein Haus, das keine Heizung benötigt, das Wasser selbst auffängt und den benötigten Strom aus Solar erwirtschaftet, verursacht keine unnötigen CO2 Emissionen. Zudem werden Baumaterialien recycelt und die angelegten Pflanzen und Gärten rund um das Earthship verbessern sogar noch die C02 Bilanz der Umwelt.
Überlegungen zum Bau
Da ein Earthship eine Immobilie ist, benötigen sie ein passendes Grundstück, für das auch eine entsprechende Baugenehmigung nötig ist. Hierfür empfiehlt es sich, die entsprechenden Baupläne mit zum Bauamt zu nehmen. Earthships sind noch sehr selten und die wenigsten Bauämter werden sich damit auskennen. Fertige Baupläne für ein Earthship kann man z.B. auf der Webseite von Michael Reynolds (earthshipglobal.com) finden. Reynolds ist ein erfahrener Architekt, der bereits mehrere Earthships gebaut hat. Er stellt Pläne zum Download zur Verfügung, allerdings sind diese kostenpflichtig. Allein die Kosten für die Baupläne liegen zwischen 5.000 und 10.000 Euro.
Neben der Baugenehmigung ist der Standort an sich auch eine wichtige Überlegung. Das vorherrschende Klima ist entscheidend, denn schließlich müssen sowohl eine gewisse Menge an Niederschlag als auch ausreichend Sonnenstunden vorhanden sein, damit ein Earthship funktioniert. Für ein Vorhaben in kühleren Gegenden kann zusätzlich gedämmt werden. Dazu werden beispielsweise Schafwolle, Schaumglas- Schotter oder auch die Begrünung wie bei einem Erdhaus verwendet. Von anderen, künstlichen Isolierungen ist abzusehen, da sonst der Grundgedanke des Earthships verloren geht.

Kosten für ein Earthship
Die Kosten für ein Earthship sind schwer voraus zu sagen. Es ist zu bedenken, dass es sich beim einem Earthship um ein komplexes, eigenständiges Ökosystem handelt, welches sich selbst versorgt. Daher sind die nötigen Baumaßnahmen auch entsprechend umfangreich und kompliziert. Die Kosten für ein fertiges Earthship liegen zwischen 200.000 bis hin zu 500.000 Euro. Dafür können dann aber auch meist mehrere Familien darin leben, bis zu 20 Menschen finden in einem Earthship Platz.
Für diejenigen, die sich näher mit dem Thema Earthship beschäftigen möchten empfehlen wir die Webseite schloss-tempelhof.de. Hier findet man Informationen über das erste Earthship Deutschland, welches am Tempelhof in Berlin erbaut werden soll.
Vanlife

Vanlife bedeutet zunächst einmal in einem Van zu leben. Als Van bezeichnet man in der Regel einen Camper oder ein Wohnmobil oder auch ein umgebautes Transportfahrzeug mitsamt Küche, Toilette und Bett. Viele kennen das Leben in solch einem Mobil aus dem Urlaub in der Kindheit oder dem typischen Campingurlaub mit der Familie. Der klassische VW- Bulli inspirierte seinerzeit eine ganze Generation weltweit, zumindest zeitweise in einem Automobil zu schlafen und darin Urlaub zu machen. Besonders die Hippie- und Surfer Bewegungen in Amerika trugen zum Kultstatus dieser Lebensart bei. Der Zauber eines solchen Fahrzeugs ist auch in der heutigen Zeit nicht von der Hand zu weisen.
Mittlerweile hat sich Vanlife allerdings zu mehr entwickelt als nur eine kurze Auszeit in einem Fahrzeug. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, dauerhaft in einem fahrbaren Untersatz zu leben. Schließlich bietet kaum eine andere Lebensart mehr Freiheit, Abenteuer und Flexibilität. Wer mit so wenig auskommt, dass es in einen Camper passt, kann auch unproblematisch den Standort wechseln, ohne auf etwas verzichten zu müssen. So kann man einfach dorthin fahren, wo es einem gefällt. Unter dem Hashtag #Vanlife findet man heutzutage eine ganze Community rund um das Thema mobiles Leben und unzählige Fotos von wunderschönen und vor allem kreativen Fahrzeug- Umbauten aus der ganzen Welt.
Die sozialen Medien greifen das Thema dankbar auf. Es gibt darüber hinaus bereits Vanlife- Treffen, Selbstausbau- Festivals, Messen sowie unzählige Youtube Kanäle rund um diesen Lifestyle. Besonders die DYI- Camper, also selbstausgebaute Modelle liegen im Trend wie nie. Gebrauchte Bullis und Transporter erfreuen sich wachsender Beliebtheit und erreichen mittlerweile Spitzenpreise.
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