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“Wann brechen wir zum Prüfstein auf?” wollte Bryn wissen und schwenkte sein dunkles Bier in seinem Glas.
“Bei Tagesanbruch.” Wir wurden zwar erst zum Abend erwartet, nämlich sobald die offizielle Brautschau beginnen würde, aber ich konnte nicht länger warten. Sie war da. Meine Partnerin. Ich konnte es nicht riskieren, noch einen Moment länger zu warten. Die Pflicht hielt uns noch eine Nacht hier, aber morgen würden wir losreiten. Ich würde die Nacht nicht verschwenden, nicht jetzt, als mein Geist ihren gefunden hatte. Ich konnte es kaum erwarten wieder in mein Zimmer zurückzukehren und in den nächsten gemeinsamen Traum mit ihr zu entgleiten.
Bryn nickte und schaffte die Reste seiner Mahlzeit zur Recyclingeinheit an der Wand. Ohne ein Wort zu sagen, verließ er den Speisesaal und verschwand.
Das Gespräch war vorbei. Wie seltsam er heute drauf war.
Nicht, dass mir das etwas ausmachte. In meinem Schlafzimmer erwartete mich bereits ein Schlaftrunk, um mühelos einzuschlafen. Heute Nacht, in meinen Träumen würde ich ihr nachstellen. Ich würde ihren Namen erfahren. Vielleicht sogar ihr Gesicht erblicken.
Um mich herum wurden emsig Gespräche geführt, als Jäger und andere Festungsbewohner kamen und gingen. Speisten, lachten, lebten.
Das hatte ich ganz vergessen. Zu leben. Ich hatte zu viel Zeit mit den Hive zugebracht, zu viel Zerstörung und Chaos gesehen. Ich hoffte, dass meine Partnerin mich aus der Dunkelheit, die mein Herz umhüllte, herausreißen würde. Vier Jahre des Krieges. Das klang zwar nicht besonders lang, aber scheinbar gewöhnte ich mich nur langsam ans zivile Leben zurück. Würde ich je wieder einen Schuss hören und nicht sofort nach Gefahr Ausschau halten? Einen Ast knacken hören, ohne gleich nach dem Feind zu suchen? Würde das Summen der Ventilatoren mich irgendwann nicht mehr verfolgen wie das konstante Wummern der Belüftungsanlage auf dem Schlachtschiff?
“Seniorjäger Vron, Sir. Es gibt Berichte von mehreren Zwischenfällen. Wir müssen Jäger entsenden, bevor wir zum Prüfstein aufbrechen.” Ein jüngerer Jäger wandte sich von der anderen Seite des Tisches an mich und ich nickte, um ihm zu verstehen zu geben, dass ich ihn gehört hatte. Die Nachtruhe würde warten müssen. Meine Partnerin würde warten müssen, auch wenn es das letzte Mal sein würde, dass die Pflicht meiner Partnerin vorging.
Morgen würde sie mir gehören.
“Ich bin gleich da.”
Er drehte um und stiefelte davon, Richtung Kommandoraum. Dort würden wir gleich die neuesten Einsätze durchgehen, von Hilferufen bis zur Aufklärung von Verbrechen, und ich würde für jede Aufgabe Männer bereitstellen.
Die Festungsgarden waren allesamt Elitejäger. Es handelte sich um eine verantwortungsvolle Aufgabe, die nur wenigen Everianischen Männern anvertraut wurde. Wir waren die kräftigsten, schnellsten und erfahrensten Jäger. Die meisten waren ausgebildete Soldaten, die in der Koalitionsflotte gedient hatten und dann diversen Festungen auf dem Planeten zugewiesen worden waren. Wir garantierten den Frieden und die Stabilität auf Everis. Ich betrachtete meine Rolle als ein Privileg, das ich mir nach Jahren im Kampf gegen die Hive verdient hatte. Ich nahm meine Aufgabe hier nicht auf die leichte Schulter. Meine Rolle war für die Stabilität und die Sicherheit unseres Volkes von entscheidender Bedeutung.
Dessen war ich mir bewusst. Zum ersten Mal aber reichte es nicht länger, von meinem Volk gebraucht zu werden.
Mein verfluchtes Herz wollte mehr. Ich wollte das, was ich im Traum gesehen hatte, was ich gehört, gerochen, gespürt hatte.
Ich wollte schleunigst in mein Quartier zurück, also ging ich zum Kommandoraum und wies rasch den Männern ihre Aufgaben zu. Eine starke Gruppe Männer würde hierbleiben und die Festung sichern und ich würde morgen früh meine besten und treuesten Jäger mit mir zum Prüfstein nehmen.
Und heute Nacht würde ich träumen.
Als meine Pflicht erledigt war, machte ich mich in mein Quartier auf und holte den Schlaftrunk, den ich zuvor besorgt hatte, aus dem Nachttisch. Ich trank ihn aus und legte mich sofort hin. Ich wollte sie wiedersehen. Sie berühren. Selbst, wenn es nur ein Traum war. Morgen würde er Realität werden.

Vron, Traumlandschaft
Ihr langes schwarzes Haar lag auf dem weißen Laken ausgebreitet und bot einen herrlichen Kontrast zum hellen Mondlicht. Dünne weiße Vorhänge wehten in der leichten Brise des geöffneten Fensters. Das Schlafzimmer war geräumig, mit einem Sofa, einem Tisch und zwei Stühlen zum Ruhen, Lesen oder Ficken. Auf einmal wollte ich sie über den Tisch beugen und sie so lange durchficken, bis sie um Erlösung betteln würde. Dann würde ich sie genau an der Tischkante platzieren, damit die harte Oberfläche mit jedem meiner Stöße ihren Kitzler reizen würde. Der Tisch würde nur so wackeln während ich sie nahm und sie vor Wonne nur so kreischte. Aber dieser primitive Drang würde warten müssen.
Ich würde sie der heiligen Reihenfolge nach nehmen, ein Loch nach dem anderen. Ich würde ihre Verwunderung sehen, wenn ich ihren Körper, ihren Geist zur Leidenschaft erweckte. Wenn ich jedes ihrer Löcher für mich beanspruchen würde. Zuerst würde sie weit den Mund aufmachen, um mich tief in ihren Rachen zu nehmen und meinen Samen zu schlucken. Dann ihr Arsch. Das würde eng werden und ihre liebliche Unterwerfung, sobald ich sie das erste Mal auf diese intimste Weise nahm, würde uns nur noch enger zusammenschweißen, während sie vor Lust nur so brüllen und buckeln würde. Zum Schluss würde ich ihre Pussy nehmen, würde ich spüren, wie ihre inneren Wände sich um meinen Schwanz kräuselten, ihn umschlossen. Ich würde zusehen, wie ihre Augen vor Erregung ganz glasig wurden und spüren, wie ihre Säfte meinen Schwanz befeuchteten. Dann würde ich sie abfüllen, ihren Schoß mit meinem Samen auskleiden und sie offiziell—und für immer—für mich erobern.
Ja.
Das große Bett in der Mitte war ganz in Weiß bezogen. Die dimme Beleuchtung bot gerade genug Helligkeit, um das hübsche Gesicht meiner schlafenden Partnerin zu studieren. Sie lag auf der Seite, ihre Arme waren angewinkelt und ihre Hände waren in einer unschuldigen wie auch verführerischen Geste unter ihr Kinn geklemmt, denn ihre Arme pressten ihre üppigen Brüste zusammen und formten ein verlockendes Dekolleté. Ich erkannte ihr Zimmer als eine der Suiten wieder, die am Prüfstein den neuen Bräuten zugeteilt wurden und verspürte eine gewisse Erleichterung.
Dort würde sie in Sicherheit sein, bis ich sie morgen finden würde. Solange sie nicht einen anderen wählte.
Mein Schwanz stellte sich auf und ich wollte mich zu ihr ins Bett legen, ich wollte mit den Fingern durch die glänzende Fülle ihres schwarzen Haares fahren und ihren Kopf für meinen Kuss festhalten, während ich sie ans sinnliche Vergnügen heranführte. Sie gehörte mir. Niemand anderes würde sie anrühren. Niemand, der sich nicht nach dem Tod sehnte. Ich würde sie nur noch davon überzeugen müssen, dass ich ihr markierter Partner war. Ihr Schicksal. Und perfekt für sie.
Ich trat an die Bettkante und legte mich neben sie. Ihr Fleisch roch nach frischen Frühlingsblumen und warmem Honig. Aber das hier war nur ein Traum. Mein Verstand würde alles zurechtbiegen, mich davon überzeugen, dass ich sie berührt, in den Armen gehalten und gekostet hatte, aber es würde alles nur gelogen sein; ein Streich meiner Vorstellung.
Alles Physische würde eine Illusion sein.
Ihre Worte aber würden real sein. Genau wie meine.
Ich lag auf der Seite und strich mit dem Daumen über ihre volle Unterlippe. Sie war so unglaublich zart. Ich konnte es kaum erwarten, bis dieser unschuldige Mund sich um meinen Schwanz schließen würde.
Ich zeichnete ihre Kurven nach, von der Schulter bis zur Hüfte. Dann legte ich meine Hand auf die Kurve ihre Taille und drückte sanft zu, um sie auf mich aufmerksam zu machen. Diese außergewöhnliche Frau gehörte mir. Meine einzig wahre Partnerin im gesamten Universum. Unsere Gedanken hatten sich miteinander verbunden, wie es nur unter markierten Partnern möglich war und ich wollte alles über sie erfahren. Was brachte sie zum Lachen? Was machte sie wütend? Ich wollte den süßen Nektar ihrer Pussy kosten, das Aroma ihrer Haut. Welche Geräusche würde sie von sich geben, sobald ich sie ficken würde? Wo wurde sie gerne berührt?
Ihre Lider zuckten und sie öffnete die Augen, dann keuchte sie lieblich, während ihr Herz unter ihren Rippen nur so raste.
“Du bist zurück.” Ihr sexy Flüstern ließ meinen Schwanz schmerzen und meine Hand schien einen eigenen Willen zu haben, denn sie strich von der Schulter zur Hüfte über ihre Kurven und dann wieder zurück. Wieder und wieder. Ich stellte sicher, dass ich dabei auch über die Seite ihrer Brust strich, dort, wo sich unter ihrem cremefarbenen Nachthemd ihr Mal verstecken musste. Der schimmernde Stoff haftete an jeder ihrer Kurven. Er war hübsch, ich aber wollte ihn ihr einfach nur vom Leib reißen. Ich musste sie sehen. Sie spüren. Sie erobern.
“Natürlich bin ich zurück. Du gehörst mir.”
Sie zitterte, aber ich wandte den Blick nicht mehr von ihr ab. “Das ist nur ein Traum. Du bist nicht real.”
Ich blickte ihr in die Augen und senkte meine Hand an ihre Brust, befühlte das zarte Gewicht. Als eine zärtliche Ermahnung drückte ich vorsichtig ihren harten Nippel. “Ich bin sehr real.”
4

Vron
Ich fasste um ihre zierliche Figur und zog sie an mich heran, bis ihre Hüften auf meine trafen. Ihr Keuchen versicherte mir, dass sie genau das spürte, was sie spüren sollte, nämlich meinen harten, willigen Schwanz, der nur darauf wartete sie zu erobern. Langsam senkten sich ihre Lider und ihr Körper schmiegte sich an meinen, während ihr Blick sich vor Lust verdunkelte.
Götter, sie war perfekt. So unschuldig und doch so sinnlich. Letzte Nacht, in unserem ersten Traum hatte sie mir gestanden, dass sie noch Jungfrau war. Unberührt. Das lustvolle Wesen ihres Körpers zu erwecken, würde mein größtes Vergnügen sein. Ich konnte es kaum erwarten, sie auf traditionelle Weise für mich zu beanspruchen, erst ihren Mund, dann ihren Arsch und schließlich, sobald sie mich akzeptiert hatte, ihre süße Pussy. Ich würde sie mit meinem Samen füllen und mein Kind in ihren Schoß pflanzen. Ich wollte sie schwer und voll mit meinem Samen sehen, ihr Körper reif und empfindlich. Ich hatte mich nach einer Partnerin und Kindern gesehnt, darauf gehofft, aber ich hatte nie wirklich geglaubt, dass mir dieses Glück zuteilwerden würde. So viele Jahre lang hatte ich mich der Ehre und der Pflicht verschrieben, war ich nur aufs Überleben fokussiert gewesen. Jetzt aber? Jetzt, als ich ihre dunklen Augen und ihr glänzend schwarzes Haar erblickte, wollte ich sie. Ich wollte alles.
“Sieh mich an.” Ich wollte sie testen, wollte ihr wahres Wesen kennenlernen. Würde sie meinen gebieterischen Ton willkommen heißen? Oder würde sie mich herausfordern?
Sie keuchte, biss ihre Lippe und ihre Hüften sprangen gegen meine. Aber sie öffnete die Augen und ihr dunkler Blick traf meinen. Was ich dort erblickte, brachte mich fast zum Höhepunkt. Verlangen. Vertrauen. Not.
Meine kleine Partnerin war genauso berührt wie ich. Den Göttern sei Dank.
Würde ich ihr zwischen die Beine greifen und ihre Pussy befühlen, dann würde sie sich vor lauter Begrüßungssaft ganz feucht anfühlen. Das wusste ich. Sie sehnte sich nach meiner Dominanz, meinem Machtbedürfnis. Die Gewissheit, dass sie sich so süß unterwerfen würde bewirkte, dass ich mir ein Knurren verkneifen musste.
“Sag mir deinen Namen, Kleines.”
Sie schüttelte den Kopf und verweigerte mir diese einfache Antwort. Ich beugte mich nach vorne und zog ihre Lippen an meinen Mund, ich knabberte und küsste sie, dann biss ich sanft zu, um sie zu tadeln. “Ich bin Vron. Sag mir deinen Namen.”
Das hier war nicht real. Götter, ich wusste, dass es nicht real war, aber nachdem ich sie gekostet hatte, wollte ich nicht mehr aufhören. Ich küsste mich von ihren Lippen über ihr Kinn bis zu ihrem Hals entlang. Dann tiefer. Sie drückte den Rücken durch, ihre Hüften pressten gegen meine und sie warf einladend den Kopf zur Seite, damit ich besser Zugang bekam.
“Vron.” Mein Name war ein gehauchtes Seufzen auf ihren Lippen und mein gesamter Körper reagierte darauf, als hätte sie eben meinen Schwanz gestreichelt.
Ich küsste ihren Hals, leckte, saugte und schmeckte sie. Dann arbeitete ich mich bis an ihr Ohr und fragte sie erneut. “Dein Name?”
Ihr Schweigen erregte und verleitete mich zugleich. Ich wollte keine nachgiebige, fügsame Partnerin. Ich wollte eine Frau mit Feuer, eine Partnerin, die voller Leidenschaft ihre Kinder beschützen würde. Eine, die der Welt die Augen auskratzen und sich im Bett trotzdem lieblich unterwerfen würde.
Ich rollte sie unter mich und nahm ihren Mund. Küsste sie. Eroberte sie. Mein Schwanz scheuerte gegen ihren Schritt, aber unsere Kleider und ihre innere Unschuld hinderten mich daran, sie mit meinem Schwanz zu füllen. Ich rieb meine harte Länge gegen ihre Mitte und ihr Geist erlaubte den Kontakt, sie war weder total überwältigt noch geschockt.
Als ich aber meine Hand auf ihre Hüfte senkte und den Saum ihres Nachthemds umfasste, um meine Finger in ihrer heißen, feuchten Pussy zu versenken, traf ich auf Widerstand, eine unsichtbare Schranke, die ich nicht passieren konnte.
Innerlich stöhnte ich. Ich konnte sie nicht anfassen. Noch nicht. Im Traum konnte ich nicht mehr mit ihr anstellen, als sie in der Wirklichkeit erfahren hatte. Und kein anderer Mann hatte je ihre süße Mitte angerührt, je ihre feuchte Hitze gekostet oder ihre Lustschreie gehört. Der Gedanke brachte mich fast um den Verstand und mein Beschützerinstinkt stieg wie eine Gezeitenwelle an, um mich in einem Stück zu verschlucken.
Diese Frau gehörte mir. Eigentlich wollte ich mich ehrenhaft geben und ihr die Wahl lassen. Aber jetzt, als ich sie gesehen, sie gekostet und ihren Geist berührt hatte, wusste ich, dass ich Himmel und Erde in Bewegung setzen würde, um sie zu behalten. Nichts würde mich davon abhalten, sie zu verführen und mir ihre Liebe zu verdienen.
Ihre Haut war zarter als die Haut eines Neugeborenen. Ihre Seufzer waren wie Musik in meinem geschundenen Herzen. Sie sträubte sich nicht gegen mich, nein, sie war einfach unschuldig und ihr Geist war nicht fähig, sich Lügen der Leidenschaft auszudenken.
Wieder küsste ich sie, bis ihr Körper vor Verlangen erzitterte und ihre Lunge unkontrolliert nach Luft schnappte.
“Dein Name, Liebling?”
“Ich bin nicht dein Liebling.”
“Bei den Göttern, du gehörst mir. Meine markierte Partnerin.” Ich packte ihre Hände, zog sie über ihren Kopf und nagelte sie fest, als ich meinen Mund an die Seite ihrer rechten Brust senkte. Dort musste sich ihr Mal befinden. Dessen war ich mir sicher, denn meines saß an derselben Stelle, an meiner Flanke auf meinen Rippen. Sie gehörte mir. Mit Nase, Mund und Kinn befühlte ich die Schwellung ihrer Brüste und rieb meinen Zweitagebart über ihr empfindliches Fleisch, ehe ich sie durch ihr seidiges Nachthemd hindurch küsste. “Du hast ein Geburtsmal, Liebling. Genau hier.”
Sie schnappte nach Luft und wollte mich abwehren, aber ich hielt weiter ihre Hände fest und rasch gab sie nach und schleuderte ihren Kopf seitwärts ins Kissen.
Ich küsste das Geburtsmal, dann zog ich mit den Zähnen ihr Nachthemd weg, damit ich ihre nackte Brust küssen konnte. Sie stöhnte, als meine Lippen ihre Haut berührten. Ein Feuersturm der Lust loderte zwischen uns auf, als ich ihr Geburtsmal küsste und saugte, jene heilige, magische Markierung, die uns miteinander verband. Die sie mein machte. Der Beweis. Ich konnte ihn sehen. Ihn spüren.
“Ich komme, Liebling. Warte auf mich. Wähle keinen anderen.”
Ich nahm ihren Nippel in den Mund und ihre Hüften buckelten, ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. “Vorsteherin Treva hat gesagt, morgen würden uns achtzig Männer zur Auswahl stehen. Sie sagte, ich kann mir jeden aussuchen, den ich will.”
Meine Zunge schnippte über ihren Nippel, bis sie aufschrie, dann hob ich den Kopf und küsste sie erneut, ehe ich darauf antwortete. “Ja. Dem Gesetz nach kannst du jeden Mann am Prüfstein wählen. Aber wir beide wissen, dass das nicht passieren wird.”
“Warum nicht?”
“Weil sie dir nicht das geben werden, was du willst, was du brauchst.”
Ihr Puls hämmerte wie wild und ich senkte den Kopf, um ihre Kehle zu küssen.
“Was brauche ich?”
“Meine Hand, die sich an deinem Haar vergreift, während ich deinen süßen Mund ficke. Meine lange, harte Zunge, wie sie deinen Kitzler bearbeitet, wie sie deine jungfräuliche Pussy füllt, bis du die Beine um meine Schultern schwingst und darum bettelst, dass ich nie mehr aufhöre. Bis ich dich für mich beansprucht habe. Bis du mich im Gegenzug für dich beanspruchst.”
Sie war jetzt am Keuchen, aber da war mehr. So viel mehr. Ich verlagerte die Hüften und rieb ihren Kitzler mit meiner harten Länge durch unsere Kleider hindurch und sie winselte nur so. Ich senkte den Kopf, damit meine warmen Lippen über ihr Ohr streiften, sobald ich fertig war.
“Du brauchst mich, um deinen Arsch zu dehnen, um dich hart und schnell zu nehmen, während ich deine Pussy mit meinen Fingern fülle und dich kommen lasse. Und nochmal. Du brauchst meinen Schwanz bis zu den Eiern in deiner Pussy drin, wie er dich gnadenlos durchfickt und immer wieder mit meinem Samen füllt, während du schreist und um Erleichterung bettelst.”
“Oh mein Gott.”
Sie buckelte unter mir, ihre Augen waren vor roher Lust ganz vernebelt. Meinetwegen.
Es war Zeit zu gehen. Ich wollte zwar mehr, konnte es ihr aber nicht geben. Ich hatte genug bewirkt, hatte sie genauso heiß und willig gemacht wie ich es war. Sie war jetzt angetörnt. Sie wollte mich. Sie mochte zwar andere Männer sehen, aber sie würde sich nur nach mir sehnen. Das hatte ich eben sichergestellt.
“Du gehörst mir, Liebling. Warte auf mich. Ich werde dich finden.”

Alexis, Planet Everis, Der Prüfstein
“Wie ihr wisst, findet heute das Treffen zwischen Männern und Bräuten am Prüfstein statt.” Vor uns stand die Frau, die wir alle nur als Vorsteherin Treva kannten. Wir waren zwölf Frauen, die übers Programm für interstellare Bräute dem Planeten Everis zugeordnet und hierher transportiert worden waren.
Sie sah genauso aus wie ein Mensch, bewegte sich aber mit einer Eleganz, sodass ich fast schon wie hypnotisiert hinschauen musste. Alle Everianer, die ich getroffen hatte, sahen wie Menschen aus, aber sie hatten irgendetwas Besonderes, etwas, das nach mehr schrie. Vorsteherin Treva sah zehn Jahre älter aus als Katie, Dani und ich und hatte eine selbstbewusste Haltung, die dem Rest von uns fehlte. Ihr Haar war dunkelbraun und hing sanft über ihre Schultern. Ihre Augen waren bernsteinfarben und warm, wie die Farbe von Whiskey. Sie war etwa so groß wie Katie, also auf der Erde knapp größer als der Durchschnitt. Ihre Uniform war ein dunkles Marineblau, mit silbernen Rangabzeichen am Arm. Ich kannte mich weder mit der politischen noch der militärischen Ordnung hier aus, aber sie und die anderen Vorsteher waren ziemlich weit oben in der Hackordnung. Kein einziger Everianer legte sich mit ihr an, egal ob Mann oder Frau. Ihre Haltung und ihr Selbstbewusstsein verunsicherten mich sogar ein bisschen und ich kam mir vor wie ein Kind, das im Sandkasten der Großen spielen wollte. So nervös, wie Katie und Dani herumfuchtelten, mussten sie sich genauso fühlen.
Wir befanden uns auf einer anderen Welt und warteten auf eine Horde Männer. Ich musste an zwölf unschuldige Lämmer denken, die gleich von einem Rudel Wölfe ausgeschnüffelt und gemustert wurden. Keine von uns kannte diesen Planeten und wir hatten keine Ahnung, wie die Partnerwahl hier lief.
Die Offizierin hatte uns allerdings berichtet, dass sie nach ihrer Dienstzeit im Kampf gegen die Hive getestet und verpartnert worden war. Sie sah glücklich aus. Ihre Uniform saß gestochen scharf und knapp, allerdings war sie recht entspannt. Wenn sie aber auch zwei Nächte hintereinander von einem Fremden geträumt haben würde, der ihr alle möglichen versauten Dinge zugeflüstert hatte, dann würde sie wohl nicht so kühl und beherrscht aussehen. Aber nein. Wenn sie bereits verpartnert war, dann würde ihr Mann nicht erst schmutzig daherreden, sondern er würde einfach zur Sache kommen.
Ich rutschte auf meinem Stuhl herum. Vron. Das war sein Name. Und er hatte mir die perversesten Sachen versprochen. Ausnahmsweise war ich aber nicht vom aufgegeilten Geschwafel eines Mannes angewidert. Diesmal wollte ich mehr davon hören. Nein, diesmal wollte ich alles ausprobieren.
Ich hatte andere Everianische Soldaten auf Patrouille gesehen—wenn man die hier so nannte—, aber sie alle waren überaus ernst. Wie der Geheimdienst, der den Präsidenten bewachte. Immer im Dienst, immer wachsam. Aber die einzige Gefahr hier schienen die übereifrigen Everianischen Männer zu sein. Vielleicht hatten sie uns nicht die ganze Wahrheit erzählt. Oder vielleicht waren wir in ihren Augen sehr viel wertvoller, als ich gedacht hätte.
Waren wir interstellare Bräute denn wirklich so begehrt? Ich blickte zu Katie rüber, sie biss ihre Lippe. Wir waren zusammen nach Everis transportiert und nebeneinander auf der Krankenstation aufgewacht. Nackt und nur mit einem Laken bedeckt, während die Ärzte mit merkwürdigen Stäben gewedelt und seltsame Untersuchungen angestellt hatten, um sicherzugehen, dass wir alle wohlauf waren. Als sie zufrieden waren, hatten sie uns hübsche Kleider überreicht und wir alle wurden angezogen und dann zu unseren Suiten geführt. Im Moment waren vier der Suiten belegt. Drei Bräute pro Apartment. Katie, Dani und ich hatten darum gebeten zusammen eine Suite zu beziehen, zu Ehren unseres Pakts. Also wohnten wir jetzt zusammen. Zwei Tage waren seitdem vergangen.
Wir drei waren uns nähergekommen, waren wirklich beste Freundinnen geworden. Wir gingen überall zusammen hin und hatten alle Einzelheiten über unser Leben auf der Erde miteinander ausgetauscht. Wir konnten zwar nicht das Gebäude verlassen, aber drinnen durften wir uns frei bewegen. Die Anlage war riesig, sie erinnerte mich an ein Berghotel mit Gästesuiten, Konferenzzimmern, Rundumservice und Fünf-Sterne-Restaurants. Es war einfach nur klasse. Nur wir Mädels—und die Garden, die aber kein Wort mit uns sprachen. Einer von ihnen allerdings, ein großer, gutaussehender Typ in blauer Uniform, hatte mich ständig beobachtet. Er war offensichtlich respektiert, einer der Offiziere oder so, aber er war nicht der Mann, den ich wollte.
Er war nicht Vron.
Keiner der achtzig potenziellen Partner war bis heute Morgen aufgekreuzt. Als sie dann schließlich doch eintrafen, hatten wir herausgefunden, dass die dunkelblauen Uniformen zur Everianischen Version der Offiziere gehörten, während alle anderen braune Uniformen trugen. Sie alle sahen wie Militärs aus, mit Protokollen und Rangabzeichen. Die Offiziere aber schienen alles im Griff zu haben und diese scheinbare Ordnung beruhigte mich.
Die vergangenen Stunden lang hatte ich nach diesen blauen Uniformen Ausschau gehalten und war erleichtert gewesen, wann immer ich sie wachsam in unserer Nähe erspäht hatte. Noch nie im Leben hatte ich dermaßen viele Leute angestarrt. Katie und Dani waren derselben Meinung; wir waren Frischfleisch. Die meisten von uns nickten ihnen im Vorbeigehen kurz zu, erwiderten ein Lächeln, wann immer es sich anbot. Keiner von ihnen wurde aufdringlich oder versuchte mit uns ins Gespräch zu kommen. Scheinbar war das noch nicht gestattet.
Dieser eine Mann aber, der blonde in Blau, starrte unentwegt. Und nicht auf uns drei, sondern nur auf mich. Zuerst hatte es mich nervös gemacht. Jetzt aber war ich nicht sicher, wie ich darauf reagieren sollte. Er schien sein Interesse an mir kein bisschen zu verstecken. Nein, er gab nicht einmal vor, höflich zu sein. Er starrte mich an, als ob er mir mit den Augen die Kleider ausziehen konnte. Als ob er etwas über mich wusste, das mir völlig entgangen war.