Verführung der Cyborgs

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Die Bräute hatten das veranlasst, hatten einen Hauch von Normalität in eine Situation gebracht, die alles andere als normal war. Ich aber fühlte mich nackt und ausgeliefert ohne meine Rüstung, so wie viele der anderen auch. Und solange ein Verräter immer noch frei herum lief und der Hive geheime unterirdische Operationssäle in Höhlen baute, musste ich jagen, und konnte nicht mit den Frauen herumsitzen, plaudern und Wein in kleinen Schlucken trinken wie ein abgerichtetes Haustier.
Ich ächzte und rückte mir den Inhalt meiner Hose zurecht. Es schien, als würde ich meine Besprechung mit dem Sicherheitsteam und dem Gouverneur der Basis 3 mit einer Erektion verbringen. Mein Verlangen hatte nicht nachgelassen, und mein Schwanz würde sich nicht beruhigen, egal, was das Thema war. Ich konnte nur hoffen, dass die Rüstung das Offensichtlichste verbarg. Mein Mal war erwacht, und nichts würde mich nun erleichtern, außer meine Gefährtin zu finden und sie in Besitz zu nehmen.

„Da.“ Der Gouverneur, Maxim, deutete auf den Videobildschirm. Ich folgte seinem Finger und sah den Eindringling. Das Bild war kristallklar und scharf. Der Mann trug die übliche Rüstung eines Koalitionskriegers; Hosen, Hemd, selbst den Helm, und er bewegte sich mit der Geschmeidigkeit eines Athleten und der Sicherheit von jemandem, der genau wusste, wohin er musste, als er ein Gitter entfernte und in den Ventilationstunneln verschwand, die unterhalb der gesamten Basis verliefen.
„Wie lange ist es her, dass das aufgenommen wurde?“, fragte ich. Maxim und ich standen Seite an Seite. Ich war gleich groß wie er, aber weniger stämmig als der Prillone, da ich mich auf der Jagd rasch bewegen können musste. Ich war geschickt und flink, und doch brauchte es harte Arbeit und laufendes Training, um in Topform zu bleiben.
„Zwanzig Minuten.“ Der Gouverneur war ein mächtiger Krieger; er diente der Kolonie nun mit seinen Führungsqualitäten. Er war erwählt worden, in einer Wahl unter den Kriegern, die ihm untergeben sein würden. Es gab unter Kriegern keine größere Ehre, und ich respektierte das. Er diente als Vermittler zwischen dem Bräute-Abfertigungszentrum auf der Erde und der Kolonie, und hatte gemeinsam mit seinem Sekundär Ryston eine brillante menschliche Wissenschaftlerin zur Gefährtin bekommen, mit dunklem Haar und einem störrischen Blitzen in den Augen, das ich bewunderte. Gemeinsam hatte ihr Bund einen Funken Hoffnung in der gesamten Kolonie entfacht. Sie traten oft gemeinsam in der Öffentlichkeit auf, um andere dazu zu inspirieren, zu hoffen, zu träumen, und sich der mentalen Invasion der Zuweisungsprotokolle des Bräuteprogramms zu unterziehen. Viele waren dem gefolgt und warteten nun auf eine Zuordnung.
Ich war das Gegenteil von Maxim. Meine Stärke war es, mich auf die Jagd in die Schatten zu begeben. Ungesehen. Tödlich.
Nicht gerade inspirierend. Mich zu sehen entfachte für gewöhnlich Angst, nicht Hoffnung. Es störte nicht, dass ich mir eine Art Team eingehandelt hatte, zu dem auch eine menschliche Jägerin gehörte. Eine Braut namens Kristin, die als Gefährtin für die Prillon-Krieger Tyran und Hunt eingetroffen war. Außerdem in dem Trupp war ein Prillon-Krieger namens Marz, einer der wenigen Männer, zu dem ich während unserer Zeit beim Hive Vertrauen gefasst hatte. Zu guter Letzt ein riesiger atlanischer Kampflord mit dazupassendem Temperament. Rezzer, meine liebste Nervensäge. Er bekämpfte sein Biest jeden verdammten Tag. Und jeden Tag fragte ich mich, ob ich gerufen werden würde, um einen Freund unschädlich zu machen.
„Ist er auch von den anderen Überwachungsgeräten im Umfeld entdeckt worden?“, fragte ich. Die Überwachung in der Lagerhalle hatte die Temperaturänderung eines lebenden Wesens aufgespürt und die Warnsensoren ausgelöst.
„Negativ“, sagte ein Mann aus dem Sicherheitsteam. Er saß an der Steuerkonsole und seine Finger glitten über die glänzenden Module, während seine Augen das Ergebnis auf den diversen Videobildschirmen vor uns verfolgten. Die gesamte Wand war voll mit unterschiedlichen Aufzeichnungen im Gebiet von Basis 3. Zu Beginn war es schwer zu erfassen gewesen. So viele Orte, die es zu überwachen und zu beobachten galt. Doch dann sah ich, dass es systematisch organisiert war. Die Schirme waren von Norden nach Süden angeordnet, Osten nach Westen, geographisch auf der ganzen Basis verteilt.
Der Techniker, ein Krieger vom Planeten Trion, runzelte die Stirn. „Das erste Warnsignal kam vor zwanzig Minuten und von innerhalb des Lagerbereichs. Davor war er von keinem Sensor in den Korridoren oder sonst wo aufgespürt worden.“
„Er muss doch von irgendwo her gekommen sein“, fügte der Gouverneur hinzu, seine Stimme eine Mischung aus aufrichtiger Überraschung und einem Hauch von Frust. Er blickte auf den Sicherheitstechniker hinunter, dann wieder zurück auf den Schirm.
„Wir haben keine Daten, die zeigen würden, von wo er gekommen sein könnte. Es ist, als wäre—“ Er brachte den Satz nicht zu Ende.
„Er wurde nicht hinein transportiert“, fügte ich hinzu, sprach laut aus, was ich als Wahrheit erkannte. Eine Sache, die von der Koalition mit eiserner Faust kontrolliert wurde, war ihre Transporter-Technologie. Wer nicht autorisiert war, ging nirgendwohin. Ohne Ausnahme.
„Nein, das wurde er nicht“, bestätigte der zweite Sicherheitstechniker. „Ich habe bei der Transportstation nachgefragt. Kein Transport in den letzten zwei Tagen. Hinein oder hinaus.“
Es war möglich, sich außerhalb der Transportstation an einen beliebigen Punkt auf der Basis transportieren zu lassen, wenn man die korrekten Koordinaten hatte, aber das Team würde davon erfahren. Selbst, wenn es jemand ohne die entsprechende Genehmigung versuchte. An diese Art von Daten kam man leicht heran, was sicherstellte, dass der Hive nicht ohne weiteres für eine schnelle Schlacht hereinplatzte.
„Dann muss er jemand sein, der uns bekannt ist. Sabotage?“
Ich wollte die Möglichkeit, dass sich ein weiterer Verräter in unserer Mitte befinden könnte, gar nicht erwägen.
Ich sah zu, wie der Mann sich über den Schirm bewegte, schnellen Schrittes hinter einem Container hervor und auf den großen Lüftungsschacht in der westlichen Wand zu. Sein vom Helm verhüllter Kopf blickte nach links und rechts, als würde er den Bereich durchsuchen, aber er ließ sich von nichts aufhalten. Er wusste sogar, wo er die Hand über die Wand wischen musste, damit sich das Steuerfeld öffnete.
Mein Mal flammte auf, pulsierte mit einer Hitze, die geradezu brannte, während ich mir die Aufzeichnung ansah. Ich rieb über die Stelle, aber es ließ nicht nach.
„Warum macht er sich die Mühe, in den Luftschacht zu gehen?“, fragte der Gouverneur. „Das gesamte System ist automatisiert und wird von außerhalb gesteuert. Selbst, wenn er die Luft vergiften oder uns im Schlaf mit Gas angreifen wollte, es wäre unmöglich.“ Er wandte sich an mich, und sein wacher Blick traf meinen, als ich vom Schirm wegsah. Das Pulsieren in meiner Hand ließ nach. „Es gibt keinen verdammten Grund dafür, dass sich irgendjemand dort aufhält.“
Als ich wieder auf den Mann blickte, der das neueste Mysterium auf unserem geplagten Planeten darstellte, flammte mein Mal wieder auf. „Außer, um sich zu verstecken.“
"Was?"
„Ich finde ihn“, raunte ich in meinen Bart. Warum reagierte mein Mal auf das Bild eines Mannes auf einem Videoschirm? Mit mir stimmte wohl etwas nicht, denn mein Schwanz presste sich gegen die schwere Rüstung. Manche Männer fühlten sich zu anderen Männern hingezogen, aber das traf auf mich nicht zu. Ich wurde steif beim Gedanken an weibliche Rundungen, das weiche Gefühl einer Frau, ihrer Brüste in meinen Händen, der nassen Hitze ihrer Pussy. Ich wollte eine Gefährtin. Eine weibliche. Ich wollte Lindsey. Nach dem Traum, den wir gerade geteilt hatten, wollte ich nur sie. Mein Mal würde keine andere mehr zulassen.
Also warum zum Teufel war ich so scharf darauf, dem Bastard im Lüftungsschacht hinterherzurennen? Verstärkte meine Lust nach einer Gefährtin vielleicht meinen Jagdtrieb?
Vielleicht war ich mit dem angesteckt worden, was der Verräter Krael Gerton auf dem Planeten eingeschleppt hatte. Er hatte gemeinsam mit dem Hive daran gearbeitet, uns alle zu vernichten. Vor meiner Ankunft hatte sein Frequenzgenerator einige Hive-Implantate wiederbelebt. Mit Hilfe von Quell-Injektionen hatte er einen Mann von der Erde ermordet und beinahe Gouverneur Maxim getötet.
Die neue Gefährtin des Gouverneurs, eine brillante Wissenschaftlerin namens Rachel, war hinter seine Machenschaften gekommen und hatte ihn aufhalten können, aber er war ihnen entwischt.
Aber das war vor mir. Ich hatte den Verräter gesehen, in einer unterirdischen Hive-Integrationsstation hier auf der Kolonie. Ich hatte ihn in Stücke reißen wollen.
Er war entkommen. Er hatte meinen Freund getötet, Marz‘ Sekundär, den Prillonen Captain Perro. Seitdem war ich auf der Jagd nach ihm. Schon zweimal hatten wir ihn in den Höhlen in die Ecke gedrängt, die ein endloses natürliches Tunnel-System unter der Oberfläche bildeten. Und beide Male war er mir entwischt.
Es war egal. Ich jagte. Dazu war ich geboren. Und sein Geruch, der Rhythmus seines Herzschlags gelangte zu mir durch die dicksten Felsen hindurch, durch Zeit und Raum, mit einer Kenntnis, die ich nicht erklären konnte, und die ich nicht hinterfragte. Der Verräter würde sterben. Dafür würde ich persönlich sorgen.
Ich war nicht so angreifbar, wie Captain Brooks es gewesen war. Ich war nicht so empfänglich für Hive-Frequenzen wie die anderen. Verdammt, ich hatte kaum Cyborg-Teile. Das eine Implantat in meinem linken Arm war so klein, dass es keine Auswirkungen auf meinen Körper oder meine Fähigkeiten hatte. Aber es war ihr Besitzmerkmal gewesen, ihr Versuch, mich zu kontrollieren. Es hatte ausgereicht, um mir eine Verbannung hierher einzuhandeln, zusammen mit den anderen Verstoßenen.
Ich hatte keinen Schwarzen Tod, der sich unter meiner Haut ausbreitete, oder Hive-Kommandos, die in meinem Schädel schwirrten. Nein, ich hatte einen Ständer, der Felsen spalten konnte, und ein Mal, das für meine wahre Gefährtin brannte. Doch da war keine Gefährtin. Lindsey gab es nur in meinem Traum.
War der Hive schließlich doch in meinen Verstand eingedrungen? All die Folter und Qual, die dazu geschaffen war, mich zu zwingen, ihre seltsamen Drohnenfrauen zu schwängern. Aber die Jäger-DNA war stark und schien ihre eigene Kenntnis zu besitzen. Einen Jäger zur Zucht zu zwingen, das gab es nicht. Es war buchstäblich unmöglich. Geraubter Samen starb ab, die Nachkommenschaft würde nie in einem weiblichen Leib Wurzeln fassen.
Aber mit Lindsey? Götter, ich würde sie dreimal pro Tag ficken, um meinen Samen Wurzeln schlagen und wachsen zu sehen. Der Drang, sie mit meinem Kind zu füllen, war heftig und unabweislich.
Meine Gefährtin. Wie zur Hölle konnte ich mit einer Frau traumwandern, wenn es auf dem gesamten Planeten keine gefährtenlose Frau gab?
Ich wurde langsam verrückt.
„Jäger? Sind Sie noch bei uns?“ Die Arme des Gouverneurs waren verschränkt und seine Stirn lag in Falten. Er tappte mit dem Fuß, ein seltenes äußeres Zeichen dafür, dass er sich ärgerte.
Warum war ich hier? Ach ja. Ein Eindringling. „Ja. Ich bin anwesend.“ So sehr ich das konnte, mit der Erinnerung an Lindseys Pussy und wie sie mich leersaugte, die mir immer noch im Kopf herumwirbelte.
„Finden Sie den Eindringling, aber rasch“, befahl der Gouverneur. „Finden Sie heraus, was zur Hölle er vorhat. Wenn er ein Feind ist, wenn er mit dem Verräter zusammenarbeitet, will ich ihn bis Ende des Tages tot sehen.“
Ich nickte dem Gouverneur zu. Nach all dem Scheiß, der auf der Kolonie vorgefallen war—Tod, Hive-Infiltration, Verrat—brauchten wir nicht noch mehr davon.
Solange der Verräter einer von uns gewesen war, hatte er viele Freunde gehabt. Aber jetzt wurde sein Name nicht erwähnt, zumindest nicht von irgendjemandem, der auf der Kolonie lebte und atmete. Er war einfach nur der Verräter.
Ich war neu hier, aber ich gewöhnte mich langsam ein und betrachtete die Kolonie als mein Zuhause. Ich wollte den Verräter ebenso sehr finden wie der Gouverneur, und es war mein Job, ihn zu finden und Gerechtigkeit walten zu lassen. Ich war ein Jäger. Rache lag mir im Blut.
Wenn dieser geheimnisvolle Eindringling uns alle töten wollte, dann konnte ich ihm auch nachjagen, trotz des schmerzhaften Dranges, zu ficken, und mit einem brenneneden Mal. Das—oder was auch immer sonst nicht mit mir stimmte—würde warten müssen. Lindsey würde warten müssen. Selbst, wenn ich sie finden konnte, würde ich eine neue Gefährtin nicht hierher bringen, in eine so bedrohliche Lage.
Ich klatschte mit der Hand auf eines der Steuerfelder, und das Geräusch brachte mich in Bewegung, der Schmerz des Aufpralls lenkte meinen Verstand von meinem Mal ab. „Bringt mir die Pläne für die Lüftungstunnel. Ich finde ihn.“
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