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Die Armenerziehungsvereine waren statutengemäss dazu verpflichtet, jeweils über das vergangene Vereinsjahr in Form eines Jahresberichts ihren Mitgliedern gegenüber Rechenschaft abzulegen. Diese Rechenschaftsberichte bestanden bei allen Vereinen aus dem Résumé des Präsidenten, der Jahresrechnung und der Bezifferung der fremdplatzierten Kinder. Es bot sich folglich an, die Vereinsfinanzen und die Pflegekinderzahlen quantitativ zu erfassen und einander gegenüberzustellen. Dies konnte bei den Kantonen Baselland und Thurgau, die als Kantonalvereine die Jahresberichte herausgaben, 107 denkbar einfach erreicht werden. Um äquivalente Aussagen auch für die beiden Kantone Aargau und Solothurn zu erhalten, die über bezirks- und amteiweise geführte Armenerziehungsvereine verfügten, wurden die Rechenschaftsberichte des Regierungsrats des Kantons Aargau beziehungsweise des Kantons Solothurn konsultiert, denn die Bezirksgesellschaften waren Empfänger von Kantonsbeiträgen und schuldeten folglich dem Regierungsrat Bericht. Die daraus entstandenen quantitativen Zusammenstellungen lassen somit einen Vergleich auf Kantonsebene hinsichtlich der Aufwendungen für die Fremdplatzierungen zu.
Diesen aggregierten Daten aus den Jahresberichten können fünf sehr detaillierte und umfassende kantonale und bezirksweise zusammengestellte Datensammlungen gegenübergestellt werden. Stellvertretend für die übrigen zehn Bezirks-Armenerziehungsvereine des Kantons Aargau steht beispielsweise der Armenerziehungsverein des Bezirks Baden mit der 379 Personendaten umfassenden quantitativen Erhebung aus den Jahren 1920–1940. Mit den Parametern zu den Personalien, dem «Vereinsaufenthalt», den Pflegeverhältnissen, den Kost- und Lehrgeldern sowie den Angaben zur Ausbildung widerspiegelt diese Erhebung Einzelbiografien, wie sie aus den Pflegekinderkarteien des Vereins hervorgehen.108
Für den Kanton Basel-Landschaft liegt vermutlich die älteste jemals erhobene und annähernd kantonsumspannende Umfrage mit armenerzieherischer Zielsetzung vor, nämlich jene des Landwirtschaftlichen Vereins an die Pfarrämter bezüglich Erfassung «derjenigen Kinder, deren Aufnahme in die Versorgungsanstalt besonders rathsam wäre» aus dem Jahr 1840.109 In den Umfragebogen führten die Pfarrer 253 Kinder auf, deren «körperlicher», «sittlicher» und «intellektueller Zustand» eine Anstaltsversorgung aus ihrer Sicht notwendig machte. Diese (genuine) Enquête – ursprünglich als Bedarfsanalyse für eine zu gründende Anstalt gedacht – führte schliesslich zur Konstituierung des Basellandschaftlichen Armenerziehungsvereins. Aus der Pflegekinderkartei des basellandschaftlichen Inspektors stammt die zweite Erhebung von Pflegekinderdaten, die 1217 Teilbiografien aus dem Zeitraum 1917–1961 umfasst.110
Stellvertretend für die sieben weiteren bezirksund amteiweise geführten Armenerziehungsvereine des Kantons Solothurn lässt die Pflegekinder-Datensammlung des Armenerziehungsvereins Balsthal-Thal mit insgesamt 265 Pflegekinderdaten Rückschlüsse auf die verschiedenen Stationen der Fremdplatzierung zwischen 1925 und 1975 zu.111 Aus den Pflegekinder-Kontrollbüchern des Thurgauer Armenerziehungsvereins wurden 500 Einträge aus dem Zeitraum der Vereinsgründung im Jahr 1882 bis 1904 ausgewertet, mit einer Akzentsetzung auf die Herkunft der Kinder und die Gründe zur «Aufnahme» in den Verein.112
Für lokal-mikroperspektivische, regionale, überkantonale und diachrone quantitative Auswertungen kann somit auf rund 2600 Personendaten zurückgegriffen werden (siehe Tabelle 2). Diese geben Aufschluss über das Alter der Kinder und Jugendlichen bei «Vereinsaufnahme» und «Vereinsentlassung», die Dauer der Fremdplatzierung und deren Stationen, Geschlechter- und Konfessionsverhältnis, Ausbildungen und Lehren der jungen Erwachsenen und so weiter, sprich die Verfahrensweise der Vereinsvorstände und weiterer Entscheidungsträger mit vermögenslosen Kindern und deren Herkunftsfamilien.

Tabelle 2: Anzahl Datensätze (Pflegekinder-Teilbiografien) pro Provenienz
Bei den Personendaten wurden folglich quantitative Angaben zu den Personalien der Pflegekinder, den Eckdaten der Fremdplatzierung durch den Verein, die Pflegeverhältnisse und -orte, die Ausbildung und die Kost- und Lehrgelder erhoben. Überkantonale Vergleiche verlassen diese individuelle Mikroperspektive und lassen Rückschlüsse über Einnahmen, Ausgaben und Kostenverteiler zu. Ähnlich wie bei einem Beschlussprotokoll offenbaren sie allerdings lediglich das Ergebnis, nicht aber die Vorgeschichte oder die Beweggründe zur Entscheidung: Warum wurde ein Säugling oder ein Kind in den Verein aufgenommen, und wie lief dieser Vorgang ab? Was waren die ausschlaggebenden Gründe für eine Anstaltseinweisung oder die Platzierung bei einer Familie? Wann und weswegen wurde ein Pflegeverhältnis gelöst und das Pflegekind in eine neue Familie oder Anstalt überführt? Und wer entschied, welcher Jugendliche welche Lehre absolvieren durfte/sollte? Diese angedeutete textbasierte qualitative Analyse lässt sich nur bei denjenigen Datenerhebungen bewerkstelligen, die über das reine Zahlenmaterial hinausgehen.
Erst durch die Kombination der quantitativen und der erneuten qualitativen Analyse (III) nach Mayring können die zentralen Fragen nach dem «Wer», «Warum» und «Wie» zu einem möglichst klaren Bild der Handlungsmuster und Vorgehensweisen der Armenerziehungsvereine und deren Pflegekindern gezeichnet werden. Dabei bewegt sich das Verstehen zwischen dem Vorverständnis, der hermeneutischen Interpretation und dem laufend gewonnenen Sachverständnis («hermeneutischer Zirkel»).114 Die Validität der Untersuchungsergebnisse wird letztlich im engeren Sinn an Aussenkriterien festgemacht, an Forschungsarbeiten mit vergleichbaren Fragestellungen und Untersuchungsgegenständen (aktuelle Forschung zur Fremdplatzierung).115
Die Fremdplatzierung Minderjähriger im Spiegel ausgewählter zeitgenössischer Überblickswerke
Die dauerhafte «Platzierung» von Kindern und Jugendlichen fand schweizweit statt. Dabei gab es im Grund zwei Formen des ausserfamiliären Aufwachsens: die «offene Fürsorge» in Pflegefamilien und die «geschlossene» in Anstalten. Initianten der Fremdplatzierung waren zeitgenössischen Schätzungen zufolge zur einen Hälfte die leiblichen Eltern selbst (ohne behördliche Intervention) und zur andern Behörden und Vereine. Verschiedene Anstalten und Vereine spezialisierten sich auf die langfristige «Platzierung» von Pflegekindern.
Die vom Bund initiierte Aufstellung über das schweizerische Vereinswesen
Die Sozietäten des 18. Jahrhunderts waren in einem liberalen Raum angesiedelt, von den Obrigkeiten des Ancien régime geduldet.1 Mit der Helvetischen Republik stand die gesellschaftliche Emanzipation und damit der Vereinsgedanke markanter im Vordergrund. Während der Restauration war es den konservativen Regierungen nicht mehr möglich, den etablierten, politisch motivierten Vereinen Einhalt zu gebieten, sodass gemässigte Liberale sich zusehends in kulturellen und gemeinnützigen Vereinen organisierten. Zu dieser ersten Gründungsphase zwischen Helvetischer Republik und Regeneration zählen die Zofingia (1819), die Künstlergesellschaft (1805) oder die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (1810). Hier wurde das Ideal der sich austauschenden, gleichberechtigten und gebildeten bürgerlichen Gesellschaft vorgelebt. Die nach 1830 geschaffenen Vereine waren durchaus auch politisch motiviert – und zelebrierten die Errungenschaften der liberalen Kantone gegenüber den katholischkonservativen –, doch gaben sie sich formell apolitisch.2
Die Gründung des Bundesstaats im Jahr 1848 übte auf die weitere Entwicklung des Vereinswesens einen grossen Einfluss aus. «Da eigentliche politische Parteien fehlten, nahmen sich die Vereine der Vermittlung von Bürger und Staat an.»3 In diesem Zusammenhang wurden Gesellschaften geschaffen, die sich thematisch eng begrenzter Aufgaben annahmen und so die Spezialisierung in der Sozietätenbildung vorantrieben. Wirtschafts- und Berufsverbände, wie der Handels- und Industrieverein (1879) oder der Gewerbe- und Bauernverband (1897), brachten Bürgerinteressen und Staat nach der Verfassungsrevision von 1874 näher zueinander. Der Bund honorierte und subventionierte die Bildung dieser Sozietäten, die sich klar von den früheren zumeist philanthropischen oder kulturellen unterschieden.4 Das Schweizer Vereinswesen wird einerseits als städtische und andererseits als ausgesprochen protestantische Entwicklung bezeichnet.5 Dies wird auf die weniger progressiv ausgerichteten ländlichen katholischen Gebiete zurückgeführt, die mit den dynamischen protestantischen Städten nicht Schritt halten konnten. Die Vereinsgründungen waren bis 1800 gering6 und nahmen bis 1860 auch nur gemässigt zu. Ab 1860 stiegen sie indes signifikant, insbesondere bei Wirtschafts- und Sportorganisationen oder Berufsvereinigungen. Der Zenit wurde um 1900 erreicht, als pro 1000 Einwohner rund zehn Vereine existierten.7
Im Vereinswesen vollzog sich aber nicht nur eine äussere, sondern auch eine innere Entwicklung. Die älteren Vereinsstrukturen waren stark hierarchisch ausgerichtet, doch konnten sich alle Mitglieder aktiv am Vereinsleben beteiligen. Die Vollversammlung traf sich regelmässig zum Gedankenaustausch, sodass ein reger Kontakt zwischen den Teilnehmern zustande kam und Beschlüsse von allen Mitgliedern aus erster Hand mitverfolgt und mitgestaltet werden konnten. Dies war auch explizit gewünscht, weswegen bei einigen Vereinen die Mitgliederzahl bewusst klein gehalten wurde. Darüber hinaus engagierte sich ein Vereinsmitglied meist nicht nur in einem Verein, sondern in mehreren – was ein Netzwerk und eine Verflechtung der bürgerlichen Gesellschaft, die sogenannte Soziabilität, mit sich brachte.8 Nach der Gründung des Bundesstaats trat eine Öffnung der Gesellschaften für weitere Bevölkerungskreise ein, indem nicht zuletzt auch die zuvor meist sehr hoch angesetzten Mitgliederbeiträge gesenkt wurden. Die Vergrösserung der Vereine brachte die Ausdifferenzierung der Vereinsstrukturen mit sich, sodass die leitenden Entscheide im Vorstand gefällt und die Mitglieder nur noch zur Jahresversammlung eingeladen wurden. Im Verein gab es somit in Form des Vorstands Aktivmitglieder, die an der Generalversammlung durch die Passivmitglieder ergänzt wurden.9
Das Vereinsleben in der Schweiz des 19. Jahrhunderts war erklärtermassen ein sehr aktives und breit gefächertes. Der erste Versuch, diese Vielzahl an Vereinen gesamtschweizerisch zu erfassen, wurde vom Eidgenössischen Departement des Innern unternommen.10 Um Aufschluss über Anzahl, Mitgliederbestände und Finanzverhältnisse derselben zu erhalten, richtete es am 31. Dezember 1858 einen Aufruf an «sämmtliche Vereine des In- und Auslandes».11 Motiv zur Erhebung war einerseits die Unterstützung der Sozietäten mittels eines eigens bereitgestellten Bundeskredits, andererseits wurde aber auch geprüft, inwiefern die Vereine dem zu gründenden Statistischen Amt zur Erhebung von Basisdaten dienlich sein könnten.12 Das Eidgenössische Departement des Innern interessierte sich darüber hinaus für die politische, nationalökonomische und intellektuelle Gesinnung der Vereine. Insgesamt gingen 2746 Antworten von 2706 Gesellschaften im Inland und 40 im Ausland ein.13 Diese wurden einander in sechs Kategorien gegenübergestellt: «Vaterländische und gemeinnützige Vereine», «Wohltätigkeits- und Humanitätsvereine», «Wissenschaftliche Vereine», «Wirthschaftliche Vereine», «Ersparnisskassen» und «Andere Vereine».14
Die Zusammenstellung verdeutlicht, dass das Schweizer Vereinswesen Mitte des 19. Jahrhunderts bis auf 14 gesamtschweizerische Vereine ein ausgesprochen kantonales war. Die Mehrzahl waren in den Kantonen St.Gallen, Luzern und Aargau beheimatet.15 Das Departement schätzte die tatsächliche Anzahl an Vereinen 5000 bis 6000, da die Angaben der Kantone Wallis, Neuenburg, Appenzell Innerrhoden, Freiburg, Glarus, Zürich, Graubünden, Thurgau, Tessin und Waadt als unvollständig taxiert wurden. Beim finanziellen Aspekt bemerkte das Departement, dass die gegenwärtige Aufstellung ebenfalls nicht vollends schlüssig sei, «weil bei den meisten Kantonen noch neue Aufschlüsse zu gewärtigen sind; es mag indessen […] genügen, hier zu sagen, dass auch nur die materiellen Leistungen der Vereine in einigen Kantonen den Staatsbudgets theils sehr nahe kommen, theils dieselben übertreffen.»16 Die saumseligen Vereine wurden erneut angeschrieben, um die Statistik nach Möglichkeit zu vervollständigen. Danach wurde die Gesamtzahl an Schweizer Vereinsmitgliedern auf rund 420 000 Personen geschätzt.17 Als Nachwirkung dieser ersten Erhebung erstellten die Kantone Basel-Stadt, Thurgau und Genf Zusammenstellungen über einzelne Vereinstypen wie Sparkassen, wohltätige «Hülfsgesellschaften» oder öffentliche Bibliotheken.18
Weltausstellungen als Schaubühne für eine moderne, sozial engagierte Schweiz
Auf die Umfrage des Jahres 1858 folgte im Vorfeld der Weltausstellung in Wien 1873 eine weitere Enquête zur Erfassung des Schweizer Vereinswesens mit Akzent auf sozial ausgerichteten Institutionen. Der Basler Professor Hermann Kinkelin (1832–1913) konnte für die Koordination gewonnen werden und holte das statistische Material ein. Die Drucklegung fand hingegen nicht rechtzeitig zur Weltausstellung statt, sodass lediglich das Manuskript auflag. Veröffentlicht wurden «Die Schweizerischen Vereine für Bildungszwecke» erst 1877 von Eduard Keller und Wilhelm Niedermann (1845–1906). Dies insbesondere auf das Betreiben von Bundesrat Carl Schenk (1823–1895), der insistierte, dass das gesammelte Material nicht in den «Archiven des statistischen Bureaus vergraben, sondern einem weitern Publicum zugänglich gemacht werden [sollte], da in demselben ein bedeutendes culturhistorisches Moment von allgemeinem Interesse zur Darstellung gelange».19
Die beiden Autoren bemerkten in ihrem Vorwort, dass «die Arbeit selbst, wie sie vorliegt, bei weitem noch nicht auf Vollständigkeit den Anspruch machen kann – was überhaupt kaum je möglich sein wird, da der Bestand der Vereine zu oft wechselt und die Angaben der Vereine vielfach sehr ungenau oder dürftig sind».20 Dennoch glaubten sie ein realistisches Gesamtbild der Entwicklung des schweizerischen Vereinswesens, zumal der Vereine für «Bildungszwecke», gezeichnet zu haben.21 Nach ihrer Zählung existierten in der Schweiz im Jahr 1871 insgesamt 3552 Vereine mit vorherrschendem Bildungszweck, wobei auf 751 Einwohner somit ein Verein zu stehen käme.22 Im 17. und 18. Jahrhundert bestanden lediglich sechs Vereine mit Bildungszweck, zwischen 1831 und 1840 bereits 237, zwischen 1841 und 1850 schon 359, zwischen 1851 und 1860 sogar 50923 und zwischen 1861 und 1870 insgesamt 1216.24 Unter Ausschluss der hauptsächlich religiösen Vereinigungen25 wurden die Gesellschaften in fünf Kategorien unterschieden, die den weit gefassten Begriff der «Bildungszwecke» genauer umrissen: gemeinnützige Vereine, wissenschaftliche Vereine, künstlerische Vereine, Vereine für allgemeine Bildung und Vereine für Körperbildung.26
Innerhalb der Kategorie gemeinnütziger Vereine wurden neun Unterkategorien ausgewiesen, 27 darunter 55 sogenannte «Armenerziehungsvereine» (siehe Tabelle 3).28 Bei dieser Unterkategorie fällt auf, dass nicht zwischen Vereinen und Institutionen unterschieden wurde.29 Die meisten existierten im Kanton Aargau. Danach folgten der Kanton Bern mit sieben Anstalten, St. Gallen mit sechs Institutionen sowie der Kanton Zürich mit vier Anstalten und zwei Vereinen.30 Auffallend viele Armenerziehungsvereine befinden sich in der Ostschweiz, dagegen sehr wenige in der französischsprachigen Schweiz.
Wie eingangs erwähnt, entstanden die ersten umfassenden Überblickswerke der karitativen Schweiz explizit für die Weltausstellungen von 1873 in Wien und 1876 in Philadelphia.31 Unter den zahlreichen Teilnehmern Letzterer war auch die Schweiz mit verschiedenen Verwaltungsbehörden, Firmen, Verbänden und Institutionen vertreten.32
1860 Schweizerischer Armenerziehungsverein33 1860 AG Armenerziehungsverein des Bezirks Aarau 1855 AG Armenerziehungsanstalt Kastelen bei Aarau 1862 AG Armenerziehungsverein des Bezirks Baden 1862 AG Armenerziehungsverein des Bezirks Bremgarten 1857 AG Freiwilliger Verein für Erziehung armer und verwahrloster Kinder im Bezirk Brugg 1867 AG Meyersche Rettungsanstalt in Effingen 1866 AG Armenerziehungsverein des Bezirks Kulm 1860 AG Armenerziehungsverein des Bezirks Lenzburg 1851 AG Erziehungsanstalt Friedberg bei Seengen für arme Mädchen 1856 AG Kinderversorgungsverein des Bezirks Zofingen 1864 AG Armenerziehungsverein des Bezirks Zurzach 1870 AR Hülfsverein für Waisenunterstützung in Speicher 1824 AR Waisenanstalt zur Schurtanne in Trogen 1849 AR Rettungsanstalt Wiesen bei Herisau 1840 BE Schweizerische Rettungsanstalt Bächtelen 1825 BE Privatarmenerziehungsanstalt auf der Grube in Bern 1837 BE Armenerziehungsanstalt für Mädchen im Steinhölzli in Bern 1824 BE Moriah, Asyle français de jeunes filles pauvres à Wabern 1861 BE Armenerziehungsanstalt Enggistein bei Worb 1835 BE Bezirksarmenerziehungsanstalt für Knaben Trachselwald 1839 BE Waisenhof auf Schachenhof bei Wangen – Erziehungsanstalt für arme verwahrloste Knaben 1848 BL Armenerziehungsverein Baselland 1853 BL Armenerziehungsanstalt Baselaugst 1868 BL Erziehungsanstalt für arme und verwahrloste Mädchen in Frenkendorf 1852 BL Armenanstalt Sommerau bei Gelterkinden 1824 BS Landwirthschaftliche Armenschule in Basel 1853 GL Armenerziehungsanstalt Bilten 1864 GL Zöglingsverein der Erziehungsanstalt Bilten 1843 GL Verein ehemaliger Zöglinge der Linthcolonie 1819 GL Landwirthschaftliche Armenanstalt Linthcolonie 1846 GL Cantonale Mädchenarmenanstalt in Mollis 1836 GR Bündnerische Rettungsanstalt in Foral 1845 GR Hosangsche Stiftung auf Plankishof bei Chur 1859 LU Rettungsanstalt Sonnenberg bei Luzern 1848 NE Orphelinat de Grandchamps près Boudry 1815 NE Institut des Billodes au Locle 1818 NE Colonie pour filles abandonnées à La Chaux de Fonds 1868 SG Schule der Rettungsanstalt zum guten Hirten in Altstädten 1854 SG Rheinthalische Rettungsanstalt in Balgach 1840 SG Rettungsanstalt in St. Gallen 1851 SG Rettungsanstalt Hochsteig bei Wattwyl 1846 SG Werdenbergische Rettungsanstalt Stauden bei Grabs 1870 SG Rettungsanstalt Thurhof in Wyl 1826 SH Freiwillige Rettungsherberge Friedeck in Buch 1869 SO Discheranstalt für verwahrloste Kinder 1842 TG Landwirthschaftliche Armenanstalt Bernrain 1863 VD Orphelinat de Daillens-Cossonay 1863 VD Colonie agricole et professionelle de la Suisse romande à Sérix 1838 ZH Freienstein bei Rorbas 1863 ZH Sonnenbühl bei Embrach 1847 ZH Friedheim bei Bubikon 1846 ZH Pestalozzihülfsverein Wädenswil 1865 ZH Commission für Versorgung verwahrloster Kinder des Bezirkes Zürich 1867 ZH Pestalozzistiftung in SchlierenTabelle 3: Übersicht der Armenerziehungsvereine nach Keller und Niedermann, 1877




