Drachenkind - Die Magie der Versöhnung

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„Dann ist es also wahr, das mit den Drachen?“, flüsterte Jonnef und strahlte. „Es gibt sie also doch!“
Dragon Feu nickte. „Ja Jonnef, es gibt sie in der Tat. Und irgendwo versteckt in den Tiefen der Höhlen befindet es sich noch, das Drachenkind und wartet nur darauf, an uns Rache zu nehmen. Es zu töten, wie das Muttertier, würde ein weiteres Unglück bedeuten und die Kette der Gewalt niemals unterbinden. Darum ein Segen, derjenige, dem es gelingt, es zu besänftigen und mit der Menschheit zu versöhnen.“
„Dann hat es also überlebt, das Drachenkind“, meinte Jonnef sichtlich erfreut. Dagon Feu nickte und sah zum Himmel hinauf. Jonnef aber wollte noch mehr wissen. „Und was hat es mit den Zauberern auf sich?“, fragte er den Meister in seiner Aufregung, weil nach Antworten auf unzählige Fragen heischend.
„Nun mal nicht so ungeduldig, junger Mann. Die Geschichte des Psaridos ist lang und die Vergangenheit der Zauberer tragisch. Über sie zu berichten, fällt mir nicht leicht, doch will ich es versuchen. Also: Wimmernd lag das Drachenkind da und Richard am Boden, indessen die Drachenmutter trotz ihrer Verwundung all ihre Kräfte aufbrachte, um lodernd heiße Flammen aus ihren Nüstern nach dem Feind zu speien. Sie füllte ihren Körper mit glühend roten Flammen an, die bis hinauf in ihre Nüstern wanderten, bereit, sie auszuspeien. Doch nur noch tiefer hatte Richard die Klinge in des Drachenkinds Wunde gerammt, wobei die magischen Kräfte über das Schwert hinweg und auf Richard zu, hin zu seinen Armen wanderten und in seine Adern eindrangen, sodass ihm die Flammen nichts anhaben konnten. Ermattet sank das Drachenkind zu Boden, während Richard, sich seines Sieges gewiss, ein entsetzlich hämisches Lachen von sich gab. Er wendete sich um und zu seinem Entsetzen entdeckte er den tot geglaubten Bruder Rubeus an seiner Seite, der aus einem Versteck heraus mit angesehen hatte, wie sein Bruder Macht erlangte. Mit nichts als seinen bloßen, erhobenen Händen versuchte er, sich vor den Flammen des Drachen zu schützen, wo kein Schutz mehr zu finden war. Doch statt die beiden Männer zu vernichten, die in ihrer Gier zu weit gegangen waren, wurden sie verschont und mit womöglich etwas Schlimmerem als dem Tod, nämlich mit einem Fluch belegt, der sie und ihre ganze Nachkommenschaft betraf, sodass sich die glühend rote Feuersbrunst violett verfärbte. Die Geburtsstunde Marylands und Magictowns war damit besiegelt.“ Dragon Feu sah dem unbeschwerlich, leichten Flug eines kleinen Singvogels zu, indes Jonnef, noch immer wie gebannt von seinen Worten, schwieg und das Vernommene zu verarbeiten schien.
„Auf unerklärliche Weise haben sie die Unglücksstätte verlassen können. Ohnmächtig im hohen Gras liegend soll Richard gefunden worden sein, sichtlich erschöpft von dem Erlebten, wie traumatisiert. Denn immer wieder sah er vor seinem inneren Auge die violetten Blitze und den Moment, wie sie in seiner Haut verebbten. Vor ihm das Schwert Esdracollum, das er noch immer krampfhaft in den Händen hielt und das zu seinem Entsetzen bis zum Knauf hin reichend mit Drachenblut war befleckt.“ Dragon Feu nahm einen kräftigen Schluck Kräutertee. „Richard jedoch war sich nun bewusst, dass dieses Ereignis ihn zeitlebens verfolgen und dass er bald gar nicht mehr so stolz darauf sein würde. Zutiefst bestürzt, ja erschüttert gar, begann er, am ganzen Leib zu zittern. Wie hilflos weinte er in sich hinein, sodass es ihn krampfhaft schüttelte und ihn lauthals aufschluchzen ließ. Obwohl er sich seines Sieges und Zieles gewiss war, dass er so hartnäckig verfolgt hatte, überwog die Schandtat nun doch. Was war nur mit ihm geschehen? Er vermochte es nicht zu sagen. Zurück in seiner Heimat angelangt, ließ er sich als Drachentöter feiern, der mit einer angesehenen Frau des Dorfes eine große Nachkommenschaft hatte. Noch aber konnte Richard die Zauberkraft nicht nutzen, obgleich durchaus Dinge geschahen, deren Erklärung jenseits seiner Vorstellungskraft lagen und von ihm als Wunder ausgelegt wurde, die von den magischen Kräften herrühren mussten. Erst seine Nachkommen verstanden es, die magischen Kräfte zu nutzen und sie über ihre Hände freizulassen, mit Unterstützung der Emotionen, weswegen sie angemessen zu gebrauchen sind. Darum ist es wichtig, stets die Kontrolle über seine Gefühle zu haben. Und es ist wichtig, dass man sich sehr genau kennt“, ermahnte Dragon Feu Jonnef. „In positive Energie gewandelt, vermag die Zauberkraft viel Gutes hervorzubringen. Umgekehrt aber, in Zorn gewandelt, kann sie sehr zerstörerisch sein und Unheil hervorrufen. Dessen sei dir stets bewusst. Darum habe immer einen klaren Verstand, wenn du sie für dich gebrauchst.“
Jonnef nickte und wollte weiter hören, was mit dem Drachen geschah.
„Nun, während Richards Nachkommenschaft die Zauberkunst zu verfeinern lernte, vergaß sie allmählich die Herkunft dieser Kräfte und auch die Geschichte mit dem Drachen. Der Drache aber hat nicht vergessen. Sein Hass auf die Menschen blieb seither ungebrochen und lebte im Stillen weiter fort. Ich selbst habe den Drachen gesehen. Gesehen mit eigenen Augen, wie er aus der Höhle gekrochen ist und Angst und Schrecken hat verbreitet. Seine Brust immer noch verwundet durch das Schwert Esdracollum. So hat er weite Teile des Landes verwüstet und Menschenleben genommen.“ Dragon Feu blickte zu Boden. „Ich musste handeln. Wir Zauberer haben uns deshalb von den Menschen entfernt, obwohl wir doch zusammengehören und es zu jener Zeit noch keinen Unterschied zwischen den Zauberern und Menschen gab. Denn wir Zauberer gehören zur Nachkommenschaft Richard Deboskos, dessen Blut in deinen und meinen Venen fließt und so auch die magischen Kräfte des Drachenkinds. Die Menschen dagegen zählen zur Nachkommenschaft Rubeus Deboskos, welcher in der Höhle mit einem Fluch belegt worden ist, der die Weiterentwicklung seiner Nachkommenschaft verhinderte. Deshalb leben sie noch wie zu König Artus’ Zeiten, während andere Menschen von Tag zu Tag Fortschritte machten. Du kennst sie. Es sind die Menschen des 21. Jahrhunderts. Daneben existiert noch eine Welt der Geistlichen. Churchtown haben sie ihre Stätte genannt. Abgeschirmt von der Außenwelt, geschützt hinter Klostermauern, leben sie zurückgezogen in Bibliotheken und beschäftigen sich mit alten Schriften. Des Öfteren besuche ich diesen Ort, denn sie beherbergen wahre Schätze an Wissen – überliefert in Chroniken, Legenden und Sagen. Auch Fibeln an Zaubersprüchen entleihe ich ihnen oft. Darüber hinaus stehe ich mit Bruder Benedetus in Kontakt, der mir freundlicherweise Zugang zum Wissen verschafft. Er ist ein außerordentlich ruhiger Mann, der sehr gewissenhaft arbeitet und ein enormes Feingefühl besitzt, das deinem Gespür gleicht. Manchmal, da glaube ich, er könnte mich durchschauen, so hochgradig sensibel und einfühlsam ist er. Und meist hat er auch recht und kann mir meine Wünsche von den Augen ablesen. Das ist schon ein bisschen unheimlich. Wie dem auch sei, ich werde ihn dir eines Tages vorstellen und dich mit ihm bekannt machen. Du wirst sehen, er wird dir gefallen.“
Jonnef lächelte, schien aber immer noch nicht gänzlich zufrieden.
Dragon Feu spürte es. „Wir Zauberer haben uns von den Menschen entfernt, weil wir es nicht verantworten mochten, was sie einander angetan haben. Nur noch wenige Magier, wie dein Vater, leben unter ihnen und haben ihre ursprünglichen Wurzeln abgelegt, um dort Fuß zu fassen. Das ist auch der Grund dafür, warum er dir bislang deine wahre Herkunft verschwiegen hat. Dass du eines Tages Schwierigkeiten mit denen dort bekommen würdest, war abzusehen, jedoch nicht unabwendbar. Umso erleichterter bin ich, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, da du deiner wahren Bestimmung wirst gewahr.“
*
Die Kraft der Imagination
Am nächsten Morgen war Jonnef aus unruhigen Träumen erwacht. Zu sehr hatte ihn die Erzählung vom Drachenkind, den magischen Kräften und dem Psaridos beschäftigt. Darüber hinaus war ihm nun bewusst geworden, dass er sein früheres Leben als Schuljunge für immer hinter sich gelassen hatte, um ein großer Magier zu werden.
Hierzu galt es, neue Wege zu beschreiten, die noch ungewohnt und womöglich auch ein wenig unbequem sein würden. Zu gerne wäre er nochmals in die Menschenwelt des 21. Jahrhunderts zurückgekehrt, um sich noch einmal – und diesmal richtig –, für immer von ihr zu verabschieden. Zu verabschieden von einer Welt, die nichts als Unverständnis für ihn übrig hatte und ihn doch irgendwie liebte. Nun aber war er hier und an diesen Ort gebunden. Um nicht unangenehm aufzufallen, hatte er sich an alles zu gewöhnen und sich auf jegliches Fremde einzulassen. Nur so konnte er überleben und seiner wahren Bestimmung folgen.
„Hast du gut geschlafen Jonnef?“
Jonnef nickte, obgleich er vom Gegenteil überzeugt war.
„Das schien aber nicht gerade glaubhaft“, erwiderte Dragon Feu mit einem schiefen, doch wohlmeinenden Lächeln, sodass ihm Jonnef gestand, einfach zu viel nachgedacht zu haben. „So? Na dann los, lass uns zum Tagwerk schreiten. Heute beginnt deine Ausbildung zu einem der größten Magier von Magictown, so will ich hoffen.“ Dragon schmunzelte und zwinkerte ihm mit einem Auge zu, um dann wieder ernsthafter zu werden. „Du bist nun mein Zauberlehrling und ich hoffe, du wirst dich meiner würdig erweisen.“
Jonnef dankte und verneigte sich tief vor seinem Meister. „Ich werde mich darum bemühen, Euch nicht zu enttäuschen, Meister Dragon Feu.“ Sie reichten einander die Hände zum Zeichen ihres Einverständnisses.
„Was immer auch geschieht, Jonnef. Und es geschieht sehr viel in dieser Welt, was sich unserer Kenntnis und Kontrolle entzieht, ich werde immer bei dir bleiben und zu dir halten. Ich werde dich beschützen, solange ich dein Meister und am Leben bin.“
Jonnef schien bewegt und dankte ihm für seine Worte. Dann wurde Dragon Feu wieder strenger. Er forderte ihn auf, sich aufzurichten, seine Arme gen Himmel zu strecken und seine Hände halbmondförmig zu öffnen.
Jonnef tat, wie angewiesen.
„Und nun schließe deine Augen und spüre in dich hinein.“
Jonnef schloss sie und versuchte, seine Konzentration nach innen zu richten, um in sich hineinzufühlen, wobei Dragon Feu ihm viel Zeit und Ruhe ließ.
„Was spürst du, Jonnef?“, wollte Dragon Feu nach einer Weile von ihm wissen.
„Ich fühle, wie etwas in mir aufsteigt und nun zu brodeln beginnt. Eine innere Kraft, eine Macht, die mir Stärke verleiht und sich in mir erhebt.“ Ein wenig furchtsam blickte er Dagon Feu an, der jedoch zufrieden nickte.
„Das ist die Zauberkraft. Gebrauche sie weise!“
Jonnef nickte abermals und schien, mit sich zu ringen.
„Schließe noch einmal die Augen und konzentriere dich auf deine Hände. Versammele nun all deine Kraft und richte sie hin zu deinen Handflächen. Deine ganzen Gedanken müssen nun auf sie ausgerichtet sein. Was fühlst du?“
„Ich spüre, wie meine Hände immer wärmer und wärmer werden und wie die Magie darin ruht.“ Jonnef zitterte. „Sie wünscht, von mir freigesetzt zu werden.“
„Gut so. Dann, lass sie frei! Lass sie los! Wirf sie von dir! Wirf sie fort! Wirf sie aus dir hinaus! Heraus damit!“, rief Dragon Feu ihm zu, der in weiser Voraussicht ein wenig Abstand nahm. Dann machte er eine Bewegung nach vorne, als werfe er etwas von sich, sodass Jonnef es ihm gleichtat.
Nichts aber geschah.
„Wie soll das geschehen?“, rief ihm Jonnef ein wenig verzweifelt entgegen, als sich nichts regte.
„Über die Kraft deiner Imagination“, entgegnete ihm Dragon Feu nun ein wenig harscher werdend, beinahe streng, so als sei dies selbstverständlich. „Du musst es dir vorstellen! Stelle dir einfach vor, wie du sie aus deinen Händen entlässt. Vor deinem inneren Auge muss es geschehen. Du musst es sehen und fühlen. Und dann tritt es ein.“
Jonnef lächelte ein wenig über die Selbstverständlichkeit, die Tragweite und Bedeutung dieser Worte, dann tat er, wie angewiesen, konzentrierte sich und versammelte all seine Kräfte zu seinen Händen hin. Und plötzlich, in der Tat entsprangen daraus zischende, violette Blitze, die aus seinen Adern über seine Handflächen hinaus hell erleuchtet in den Himmel sich erhoben. Erschrocken sank Jonnef zu Boden und blieb dort eine Weile in der Hocke sitzen. So überwältigt und erstaunt war er von den magischen Kräften in sich drin.
„Das war gewaltig“, rief Dragon Feu ihm zu. „Und ziemlich gut für den Anfang.“
Jonnef aber kniete und begann, unaufhörlich zu zittern. Das Zittern münzte in ein inneres Beben und ließ ihn am ganzen Leib schütteln. Zu tief saß der Schock. Zu tief, das Wunder, das er soeben gesehen hatte. Mit einer Wolldecke in der Hand kam Dragon Feu zu dem Jungen gelaufen, um ihn fürsorglich darin einzuwickeln. Dann reichte er ihm eine Tasse stärkenden Kräutertees. „Komm, setz dich erst einmal hin und beruhige dich.“ Seine Stimme war diesmal ganz sanft, fernab des Grummelns und Polterns, das Jonnef sonst von ihm gewohnt.
„Ich habe plötzlich Angst vor mir“, gestand ihm Jonnef noch immer zitternd wie Espenlaub und um Worte ringend.
„Das geht vorüber, mein Junge“, brummelte er wieder. „Du wirst dich vorerst daran gewöhnen müssen und solltest dich nicht allzu sehr vor deiner eigenen Macht fürchten. Schließlich sollen wir uns nicht vor uns selbst und anderen gegenüber ein Leben lang verschließen und verstecken, um unsere Gaben, Talente und Fähigkeiten für uns zu behalten, sondern die Menschen damit bereichern und ihnen ein Segen sein. Traue dich, zu zeigen, was in dir steckt. Entdecke dich und deine Gaben und lerne, mit ihnen angemessen umzugehen, auf dass du deine Wunden zu Perlen verwandelst und mit deiner individuellen Persönlichkeit den Menschen zum Wohlgefallen dienst. Nosce te ipsum, Jonnef, und du wirst mich verstehen.“
Obgleich Jonnef den letzten Worten Dragon Feus aufmerksam zugehört hatte, schien er doch wie abwesend und noch immer nicht Herr über sich und seine Geisteskräfte zu sein.
„Lass uns nun weitermachen“, forderte Dragon Feu ihn auf. „Du hast nun die magischen Kräfte in dir kennengelernt und sie ertragen. Jetzt werde ich dir die wichtigste meiner Zauberkünste beibringen. Einen Feuerabwehrzauber.“
Jonnef willigte ein und richtete sich erneut auf, so wie Dragon Feu es ihm beigebracht hatte.
Er lobte ihn: „Gut, nun tue genau das, was ich dir sage.“
Wieder begann Jonnef zu zittern angesichts seiner Angst vor der ihm noch unbekannten Macht, welche er noch nicht recht einzuschätzen wusste und die ihn in einen Zustand der Ohnmacht versetzte. Jonnef erkannte es ganz deutlich und auch, dass sich diese Angst in ihm einfach nicht unterdrücken ließ. Trotzdem versuchte er, sich nichts anmerken zu lassen. Dragon Feu erkannte Jonnefs innere Anspannung und bat ihn zunächst, nichts zu tun, als einfach nur auszuatmen. „Nun sollst du mir zuhören und dir vor deinem geistigen Auge vorstellen, wie riesige Wassertropfen dir aus deinen Händen kommen und in die Lüfte aufsteigen.“
„In Ordnung“, erwiderte Jonnef.
„Nimm die Position ein wie vorher und stelle es dir bildlich vor“, ermahnte ihn Dragon Feu noch einmal.
Jonnef kniff die Augen krampfhaft zusammen und versammelte all seine Kräfte hin zu seinen Handflächen, bis er erneut zu zittern begann, doch diesmal nicht aus Furcht oder Nervosität, sondern vor Anstrengung.
„Na los!“, rief Dragon Feu.
„Ich versuche es ja, aber die Vorstellung allein ist einfach zu grotesk“, beklagte sich Jonnef in seiner Verzweiflung angesichts seines Unvermögens. Der Lehrmeister schien einfach zu viel, ja gar Unmögliches von ihm zu verlangen, zumindest etwas, das seine Kräfte überstieg.
„Ich dachte, du bist in der Menschenwelt ein Träumer gewesen, und nun hast du keine Imagination?“
Worte, die Jonnef äußerst schmerzhaft trafen. Sie ließen ihn seine Hände nun in eine solche Spannung versetzen, dass er erneut die in ihm aufkommende Macht spürte. Stärker und immer stärker wurde sie nun, bis sie in ihm zu rütteln begann. Jonnef glaubte, fast keine Kontrolle mehr über sie und seinen Körper zu haben, so mächtig brodelte sie in ihm und verlangte geradezu danach, freigelassen zu werden. Plötzlich schrie Jonnef wider Willen auf. Solch einen Schrei hatte er noch nie von sich vernommen. Und hervor kamen zwei riesige Wassertropfen, die er unverzüglich gen Himmel sandte.
Zu früh jedoch hatte die Spannung in seinen Händen nachgelassen, sodass die Tropfen unerwartet zerbarsten und sich über ihn in einem einzigen Wasserschwall ergossen. Völlig durchnässt stand Jonnef nun da und stimmte schließlich in das Gelächter Dragon Feus ein, der vor Freude in die Hände klatschte und sichtlich zufrieden mit Jonnef, seinem Drachenkind, war.
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