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Info
Lage: Bryce Canyon National Park, UT-63, Bryce, Utah 84764. GPS (Besucherzentrum): 37.640000, -112.170000
Anfahrt: Der Bryce Canyon liegt im Südwesten Utahs. Die nächsten internationalen Flughäfen sind Salt Lake City (SLC) in der Hauptstadt des Bundesstaates sowie Las Vegas (LAS) in Nevada, beide jeweils rund fünf Stunden Fahrtzeit entfernt. Der Zion National Park liegt rund zwei, der Arches National Park rund vier Autostunden entfernt. Im Park fahren in der Hauptreisezeit kostenlose Shuttlebusse, die an den wichtigsten Aussichtspunkten halten und so die Zahl der Autos angesichts der wenigen Parkplätze im Park begrenzen sollen.
Öffnungszeiten: Der Park ist ganzjährig zugänglich. Das Besucherzentrum ist täglich (außer Thanksgiving und Christmas Day) von 8 bis 20 Uhr geöffnet (Oktober und April nur bis 18 Uhr, November bis März nur bis 16:30 Uhr). Die Wintermonate bringen teils viel Schnee und gelten dank vergleichsweise weniger Besucher als attraktive Reisezeit.
Eintritt: 35 USD pro Fahrzeug bzw. 20 USD pro Person (wenn diese zu Fuß oder per Fahrrad den Park betreten). Alternativ gilt der Nationalpark-Pass „America the Beautiful“.
Aktivitäten: Die örtlichen Ranger organisieren ein umfangreiches Programm – von geführten Wanderungen (auch bei Vollmond) über Vorträge bis hin zu Schneeschuh-Touren im Winter. Überdies werden auch Reitausflüge in den Nationalpark angeboten, beispielsweise von der Lodge im Park, brycecanyonforever.com/horseback-rides
Unterkünfte:
•Im Nationalpark liegen zwei Campingplätze, die pro Nacht und Stellplatz für Wohnmobile 30 USD bzw. für Zelte 20 USD kosten, nps.gov/brca/planyourvisit/campgrounds.htm
•Übernachtungen in der Lodge im Nationalpark kosten im Sommer rund 230 USD, im Winter 130 USD pro Nacht und Zimmer, brycecanyonforever.com
•Direkt am Eingang zum Park liegt das Hotel Best Western Ruby‘s Inn samt Restaurant, Campingplatz und Tankstelle, rubysinn.com
Website: nps.gov/brca
9.Canyonlands National Park: Ruhige und spektakuläre Alternative
Was der Delicate Arch für den Arches National Park bedeutet, ist für den nicht weit entfernten Canyonlands National Park der Mesa Arch. Der vergleichsweise flache, rund 25 Meter lange Steinbogen ist das Aushängeschild des größten Nationalparks Utahs – und trotz wachsender Beliebtheit bei Weitem nicht so stark besucht wie sein Pendant. Während zum Sonnenuntergang am Delicate Arch oft Hunderte Reisende regelrecht pilgern, sind es am Mesa Arch im Island in the Sky District zur besten Zeit frühmorgens oft gerade einmal ein Dutzend.

Innehalten und Fernträumen: Needles Overlook im Canyonlands National Park
Denn kein Motiv im dreigeteilten Nationalpark ist so begehrt, wie wenn morgens die ersten Sonnenstrahlen den Felsbogen durchbrechen und der Steinbogen am unteren Rand orange glüht. Bitte beachten: Dieses Schauspiel ist bei Weitem nicht ganzjährig zu erleben. Zudem ist frühes Aufstehen erforderlich, um dieses Foto aufzunehmen – im Mai beispielsweise geht die Sonne bereits gegen 6 Uhr auf, während für die Anfahrt ab Moab rund 50 Minuten einzuplanen sind. Immerhin liegt der Mesa Arch nur wenige Gehminuten (800 Meter) vom Parkplatz entfernt.
Der Island in the Sky District ist der beliebteste Teil des Canyonlands National Park. Der Mesa Arch ist einer der Gründe. Der Aussichtspunkt Grand View Point Overlook ein weiterer. Vom Aussichtspunkt auf 1850 Meter eröffnet sich ein fantastischer Blick über den Green River, Säulen aus Sandstein sowie Schluchten, Tafelberge und die Sal Mountains – das Ganze am Rand des Canyons, der hier an der Felswand rund 300 Meter steil nach unten fällt.
Vom Aussichtspunkt führt ein sehenswerter, gerade noch gut zu bewältigender Weg über Stufen zu einem zweiten Lookout. Überdies zieht sich mit der White Rim Road eine beliebte, 160 Kilometer lange Offroad-Piste für Jeeps und Mountainbikes durch den Park. Hierfür ist jedoch eine Genehmigung erforderlich.

Islands in the Sky Overlook im Canyonlands National Park

Obwohl schon der Island in the Sky District bei Weitem nicht so viele Besucher anlockt wie andere Nationalparks, gilt das für die anderen beiden Sektionen des Schutzgebiets umso mehr. Der Needles District gilt als klassische Canyon-Landschaft. Rot-weiß gestreifte Felsnadeln, Schluchten und Gesteinsbögen wechseln sich hier ab. Doch im Gegensatz zum populäreren Park-Abschnitt und zum Arches National Park sind hier die Sehenswürdigkeiten nicht so einfach zu erreichen – meist sind längere Wanderungen nötig. Auch Allrad-Fans kommen auf den zahlreichen, teils schweren und gefürchteten Pisten auf ihre Kosten, beispielsweise auf der kurzen, aber steilen Strecke hoch zum Elephant Rock. Für die Mühen und den Adrenalinrausch entschädigen sowohl die weitgehend einsame Landschaft als auch der Blick hinüber zum steil aufsteigenden Island in the Sky District.

Angel Arch mit Molar Rock
Noch abgelegener ist die Region The Maze. Durch diese Sektion führen keine geteerten Straßen, sodass ein Jeep mit hoher Bodenfreiheit dringend empfohlen wird. Auch der einige Kilometer entfernte Horseshoe Canyon, vom Park komplett getrennt, ist dann erreichbar. Hier lassen sich Felszeichnungen bestaunen, die angeblich zu den schönsten in den gesamten USA zählen.
Die beiden Flüsse – Colorado River und Green River – werden auch als eigene Sektion, genannt Rivers, zusammengefasst. Aus dem Kanu oder Kajak dürfte die Landschaft noch imposanter wirken, wenn man auf dem Wasser zwischen den hohen Felswänden gleitet.
Info
Lage: Im Südwesten der Utahs, 35 Auto-Minuten westlich von Moab; GPS: 38.459772, -109.820538
Anfahrt: Am einfachsten per Auto ab Moab (siehe Seite 118) zu erreichen.
Öffnungszeiten: Der Nationalpark ist ganzjährig zugänglich. Das Besucherzentrum im Island in the Sky District ist täglich (außer Thanksgiving und Christmas Day) von 9 bis 16 Uhr geöffnet (Januar und Februar nur Freitag bis Dienstag). Im Needles District ist das Besucherzentrum von März bis zum Tag vor Thanksgiving täglich von 8 bis 15:30 Uhr offen. Die Hans Flat Ranger Station im Maze District ist an 365 Tagen im Jahr von 8 bis 16:30 Uhr besetzt.
Eintritt: 30 USD pro Fahrzeug, Einzelpersonen zahlen 15 USD pro Person, wenn diese zu Fuß oder per Fahrrad unterwegs sind. Der Nationalpark-Pass „America the Beautiful“ wird alternativ auch akzeptiert.
Aktivitäten: Wer die wahre Schönheit genießen will, muss sich weg von den Parkplätzen und Teerstraßen bewegen. Mehr als 25 Trails sind für Wanderer ausgewiesen, Mountainbiker finden ebenfalls zahlreiche Strecken. Auch Reitausflüge und Klettertouren sowie Boots- und Jeep-Fahrten werden angeboten, ebenso geführte Aktivitäten mit den Rangern – beispielsweise zum nächtlichen Sterne-Gucken.
Unterkünfte:
•Im Nationalpark liegen zwei einfache Campingplätze, die je nach Jahreszeit teils auch reserviert werden können, 15 USD für einen Stellplatz auf dem Island in the Sky (Willow Flat) Campground, 20 USD für einen Stellplatz auf dem The Needles (Squaw Flat) Campground. Im Sommer ist eine frühe Ankunft gegen 11 Uhr ratsam, um einen der wenigen Stellplätze zu ergattern, nps.gov/cany/planyourvisit/camping.htm
•In Moab und Monticello können Reisende unter zahlreichen Hotels und Campingplätzen wählen.
Website: nps.gov/cany
10.Capitol Reef National Park: Juwel aus
Klippen und Schluchten
Schroffe, leuchtend orange Felsen, die in das tiefe Blau des Himmels von Utah ragen, ziehen jedes Jahr über eine Million Besucher in ihren Bann – und das ist kein Wunder!
Die einzigartig herausragende geologische Struktur ist Namensgeber des seit 1971 als Nationalpark deklarierten Gebiets, das im Herzen des Red Rock Country im Süden Utahs liegt. „Capitol“ steht für die White Domes des Navajo-Sandsteins und „Reef“ für die steinigen Klippen, die einem Korallenriff unter Wasser ähneln.

Chimney Rock im Capitol Reef National Park
Das Herzstück des Parks ist die 150 Kilometer lange Waterpocket Fold: eine geologische Felsformation, die sich in Nord-Süd-Richtung erstreckt. Sie ist durch die Erhebung des Colorado Plateau vor etwa 50 bis 70 Millionen Jahren entstanden und verändert sich durch den stetigen Einfluss der Gezeiten ständig und prägt damit das Landschaftsbild eindrucksvoll.

Hickman Bridge im Capitol Reef National Park
Der Nationalpark lässt sich in zwei Bereiche unterteilen. Am einfachsten ist das Gebiet rund um den Ort Fruita über die Interstate 70 und die Utah State Route 24 zu erreichen. Dies ist auch der meist frequentierte Teil des 100 Kilometer langen und nur zehn Kilometer breiten Parks. Genau hier haben sich erste Siedler um 1880 niedergelassen und durch geschickte Bewässerung den Boden für erfolgreichen Obstanbau nahe des Fremont River geebnet, was dem Ort den Beinamen „Eden of Wayne County“ einbrachte.
Wer sich einen ersten Überblick über den Nationalpark verschaffen möchte, steuert am besten das Besucherzentrum an und folgt dann dem zwölf Kilometer langen Scenic Drive (ca. zwei Stunden). Dieser gewährt entlang der Waterpocket Fold bereits zahlreiche Einblicke in die schroffe Schönheit des Parks.
Das im Norden gelegene und nur über Schotterpisten zu erreichende Cathedral Valley ist aufgrund der abgeschiedenen Lage deutlich weniger besucht. Vor allem etwas abenteuerlustigere Besucher mit dem richtigen fahrbaren Untersatz kommen hier auf der 90 Kilometer langen Hartnet Road auf ihre Kosten. Spektakuläre Felsformationen wie Temple of the Moon und Temple of the Sun ragen bis zu 100 Meter senkrecht aus der Erde hervor und lassen aufgrund der geringen Besucherdichte das Gefühl aufkommen, allein auf einem anderen Planeten zu sein.
Wer den Nationalpark gerne zu Fuß erkunden möchte, für den empfiehlt sich der etwa fünf Kilometer lange Rundwanderweg des Chimney Rock. Direkt an der Utah State Route 24 befindet sich der Trailhead, der durch die eindrucksvolle Landschaft führt. Der Pfad verläuft zur Spitze der Mummy Cliffs. Der schnell zu erreichende Aussichtspunkt bietet einen fantastischen Blick auf die leuchtend orangerote Landschaft und den imposanten Felsmonolithen, der hier senkrecht und stolz aus der Erde ragt. Besonders zum Sonnenuntergang taucht das Abendlicht die Felsformation in atemberaubende Farben.

Temples of the Sun and Moon im Capitol Reef National Park

Wer nicht den kompletten Rundweg auf sich nehmen möchte, genießt einfach vom Fuße des Chimney Rock die Aussicht auf das umliegende Bergpanorama. Für sportlich ambitionierte Besucher bietet sich am Ostende des Chimney Rock Canyon die Möglichkeit, in den Spring Canyon hinabzusteigen.
Fast direkt an der Straße liegend führt eine unasphaltierte Straße, die mit üblichen Pkw befahren werden kann, zum ausgeschilderten Panorama Point und weiter zum spektakulären Goosenecks Overlook. Nach ein paar Metern zu Fuß ragen die Felswände fast 250 Meter in die Tiefe, und der Blick endet auf dem eindrucksvollen Sulphur Creek, der sich durch den Fels windet.

Mystisch: Goosenecks Overlook
Info
Lage: Der Park liegt im zentralen Süden Utahs; GPS Fruita Visitor Center: 38.2913688 -111.2623922
Öffnungszeiten: Der Park sowie Campingplätze sind 365 Tage geöffnet. Das Besucherzentrum in Fruita hat täglich geöffnet (bis auf ausgewählte Feiertage) von 8 bis 16:30 Uhr, im Herbst zuweilen mit längeren Öffnungszeiten. Gifford House Store and Museum: 14. März bis 1. Oktober jeweils von 8 bis 16:30 Uhr, im Herbst mit längeren Öffnungszeiten. Ripple Rock Nature Center (für Kinder jeden Alters): Memorial Day bis Labor Day.
Eintritt: 20 USD pro Fahrzeug, Einzelpersonen zahlen 10 USD, Motorrad-Fahrer 15 USD pro Maschine. Der Nationalpark-Pass „America the Beautiful“ wird alternativ auch akzeptiert.
Aktivitäten: Der Capitol Reef National Park bietet eine Fülle an Outdoor-Erlebnissen sowohl für Tagesausflügler als auch einen mehrtägigen Aufenthalt. Die Liste der beliebtesten Orte wird angeführt vom Cathedral Valley District, Waterpocket District und Historic Fruita District sowie der Petroglyphen-Walkway mit einzigartigen Felsmalerein. Täglich um 10 Uhr (30 Minuten) führen die Ranger in die Geologie des Parks ein – Treff ist am Besucherinformationszentrum. Darüber hinaus gibt es saisonal viele weitere thematische, geführte Ranger-Programme. Neben dem Wandern zu Highlights im Park, wie z. B. zur Hickman Bridge, sind auch Touren mit Fahrzeug/Motorrad/Bike auf gekennzeichnetem Scenic Drives und Trails möglich. Darüber hinaus bietet sich Canyoneering an. Seit dem 1. Januar 2020 ist für die Sportart eine Genehmigung erforderlich. Für eintägige Touren kann diese in Person im Besucherinformationszentrum eingeholt werden bzw. im voraus per E-Mail an care_permits@nps.gov. Weitere Infos (u. a. auch für mehrtägiges Canyoneering) gibt es auf der Website vom National Park Service. Für Familien lohnt sich ein Abstecher in das Ripple Rock Nature Center mit vielseitigem Angebot für Kinder (ab 3 Jahren). Hier können Kinder auch am Junior Ranger Programm teilnehmen und bei erfolgreichem Absolvieren von verschiedenen Aufgaben ein Zertifikat sowie Badge erhalten. Vor jedem Besuch bitte im Informationszentrum oder im direkten Gespräch mit Rangern nach aktuellen Straßenverhältnissen, Sperrungen, Flash Floods etc. erkundigen.
Unterkünfte:
In Fruita gibt es einen Campingplatz, pro Stellplatz und Nacht fallen 20 USD an. Reservierungen möglich ab sechs Monate im voraus vom 1. März bis 31. Oktober. Es empfiehlt sich, die Hochsaison und demzufolge eingeschränkte Vakanzen zwischen April und Oktober in der Reiseplanung zu berücksichtigen. Für den Zeitraum vom 1. November bis 28. Februar gilt „First come, first served”. Am Besucherzentrum sind auch Genehmigungen für Backpacking-Camping im Nationalpark außerhalb offizieller Campingplätze erhältlich.
Im nahen Torrey (ca. 20 Minuten) finden sich Unterkunftsmöglichkeiten sowie entlang der Utah State Route 24 (z. B. Capitol Reef Resort mit klassischen Zimmern, Tipis und Siedlerwagen.)
Website: nps.gov/care
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