In den Meyerschen nahm alles seinen Anfang

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Jan interessierten die Farben schon immer. Als Kind gefielen ihm die Farben, die die Aufmerksamkeit erregten, die weithin sichtbar waren, die Leuchtkraft hatten. Ihm gefielen bei der Auswahl und Zusammenstellung der Kleidungsstücke Farben, die kontrastreich waren. Seine Farbzusammenstellung bei der Auswahl seiner Kleidung korrigierte immer seine Mutter, weil sie eine rote Mütze, einen braunen Schal, eine blaue Jacke, eine grüne Hose in dieser Zusammenstellung nicht akzeptierte. Sie drehte und wendete ihren Jungen vor dem Spiegel, bis er mitunter völlig genervt, ihr zustimmte. Immer wieder erinnert er sich an die Szenen seiner Kindheit, als die Mutter ihm Märchen, Fabeln, Sagen, Geschichten aus der großen und weiten Welt vorlas und er sie später, nachdem er Schreiben und Lesen erlernt hatte, sich selbst mit ihnen beschäftigte, sich mit einer geheimnisvollen, abenteuerlichen und zauberhaften Welt voller Mythen und Geheimnisse umgab, ein Teil dieser Märchenwelten wurde.
Seine Mutter erklärte ihm immer wieder, dass die Farbe Blau auf sie beruhigend und entspannend wirkt, der Inbegriff für Frieden ist, für ihren inneren, aber auch für ihren äußeren Frieden. Diese Farbe verbindet sie mit der Farbe des Meeres und des Himmels. Sie stimmt sie zufrieden, versetzt sie in einen ruhigen Zustand. Ein blauer Himmel im Sommer ist ein immenser Genuss für ihre Seele, nimmt zu, je älter sie wird. Jan hat die Worte der Mutter nicht vergessen. Während des Studiums befasste er sich im Zusammenhang mit der Romantik auch mit der Farbenlehre, speziell mit der Bedeutung der Farbe Blau in den verschiedenen Kulturen und Religionen. Im alten Orient kam die Sitte auf, männliche Säuglinge in blaue Tücher einzuwickeln, weil sie im Patriarchat einen höheren Stellenwert haben als die Mädchen. Er muss an die Gleichberechtigung denken, die noch heute die Gemüter erhitzt, weil sie ein Fernziel ist, noch unerreicht, obwohl seit Jahrzehnten Thema für heftig geführte Diskussionen.
Zu Jans Lieblingsdichtern innerhalb der Dichtergilde des Kulturkreises der Romantik gehört Heinrich Heine. Während er an seiner Dissertation schrieb, an dem i-Tüpfelchen seiner juristischen Studien, widmete er sich der Lyrik, die er in einer zeitlosen deutschen Sprache verfasste. Zu dieser Gedichtsammlung gehört auch das Welt berühmte Gedicht „Loreley“. Mehrmals hielt sich Jan entweder auf dem Loreley-Felsen auf, oder er war auf dem Schiff, wenn es am Felsen vorbei fuhr, dass er das Lied hörte. Komponisten, weltweit bekannt, wie Schubert, Schumann oder Mendelssohn-Bartholdy, trugen dazu bei, dass Heines Gedichte, nunmehr Lieder, zu Volksgut wurden.
Während Jan sich mit seinem Lieblingsdichter beschäftigt, fällt ihm ein, dass die Angaben in Bezug auf diesen Dichter innerhalb der Sekundärliteratur höchst unterschiedlich waren. Einmal ließ ein Autor den Dichter 1797 das Licht er Welt erblicken, einmal ließ ein anderer Autor ihn 1799 auf die Welt kommen. Einmal ist die Rede davon, dass Heine während seines Jura-Studiums von seiner Dichtung hätte leben können, zumindest unmittelbar nach seiner Promotion, bei anderen Autoren heißt es, dass er zeit seines Lebens von der Unterstützung seines Onkels, einem reichen Kaufmann, finanziell abhängig war. Irgendwo hatte Jan gelesen, dass der Dichter mit seinem Text „Es waren zwei Grenadiere“ Napoleon so beeindruckt hätte, dass der französische Kaiser ihn mit einer Leibes-Rente auszeichnete. Das zu allen Zeiten bekannte, ja berühmte Loreley-Gedicht, vertont von dem Komponisten Friedrich Silcher, gehörte zum Lehrstoff des Literaturunterrichtes an den Schulen; nur während der Zeit des Faschismus wurde es aus dem Lehrplan verbannt, gemeinsam mit seinem Schöpfer ins Exil geschickt. Dieses Gedicht ist wesentlicher Bestandteil der Romantik wie die „Reisebilder“ und das „Buch der Lieder“. Auf seinen zahlreichen Reisen in viele europäische Länder fand der Dichter zahllose Anregungen für künftige Werke, die ihn in der weiten Welt berühmt machten. Heine verließ Deutschland, das sich aus vielen Kleinstaaten zusammensetzte und erwählte Paris als seine Heimat. Bei seinem letzten Aufenthalt in Paris besuchte Jan sein Grab auf dem Friedhof Montmartre. Es wird noch immer liebevoll gepflegt. In einem klugen Buch unter der Themenstellung „die Juden in Deutschland“ fand Jan neben Text auch Bildmaterial zum 50igsten Todestag von Heinrich Heine. Ein Foto vom Februar 1901 spiegelt das Geschehen am Grab von Heinrich Heine auf dem Friedhof Montmartre wider. Viele, viele Menschen lauschen einem deutschen Männerchor, der entsprechend der Angaben das Lied singt „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten …“ Der Titel zu diesem Kapitel lautet „Keinen Kaddisch wird man sagen“.
Nicht alle Künstler begeistert die Romantik. So äußert sich der Naturalist Karl Henckell, ein viel gelesener und bekannter Schriftsteller zu seinen Lebzeiten, in seinem Gedicht „romantisches Lügengewächs“ ironisch abfällig über die Blaue Blume. Es gibt noch viele Andere. Die Blaue Blume begleitet Jan ein Leben lang. Künstlern ist er in der Literatur, in der Musik, in der Malerei begegnet, die zu ihren Lebzeiten unerkannt, unbekannt, verkannt blieben, nicht als Künstler enttarnt wurden. Keines ihrer Werke konnten sie verkaufen. Ein Leben lang blieben sie Dilettanten oder Hobby-Künstler. Nur existierte damals zu ihren Lebzeiten noch nicht diese Bezeichnung. Diese Talente, die keines ihrer Schöpfungen verkaufen konnten, fühlten sich trotz dieser Misere als Künstler, als echte Künstler. Für sie war ihre Kunst Berufung und nicht nur Beruf, von dem sie leider nicht leben konnten.
In einigen seiner Gemälde verwendet der frühromantische Maler Philipp Otto Runge das Motiv der Blauen Blume. Er gehörte trotz seiner immensen Begabung zu den Künstlern, für die die von ihnen geschaffene Kunst für den Broterwerb nicht ausreichte.
Jan erinnert sich, dass in einem Seminar der Name dieses Malers genannt wurde im Zusammenhang mit der Kreation der verschiedenen Kunstgattungen in einem gemeinsamen Kunstwerk. Der junge Literaturwissenschaftler sagte, dass Runge vielen Künstlern Vorbild war mit seinen vielen Interessen und Talenten. Er wollte die Kunst erneuern.
Jan sieht den jungen Dozenten vor sich, wie er seine Studenten mit Worten begeistert. „Runge!“, verkündet er, „wollte die Dichtkunst, die Malerei und die Musik zu einer Kunstgattung zusammenführen. Viele Künstler seiner Zeit begeistert dieser Vorschlag. Goethe soll über Runge gesagt haben, dass ein Individuum, wie er selten geboren werden.“
27 Jahre nach dessen Tod nannte Brentano ihn den tiefsinnigsten Künstler der Jetzt-Zeit. Zu seinen Lebzeiten hat Runge wie Vincent van Gogh keines seiner Bilder verkaufen können. Nur wenig Erfolg als Künstler war ihm beschieden. Zeitlebens musste er die Unterstützung seines Bruders Daniel in Anspruch nehmen. Wie Vincent van Gogh!
In einem klugen Bildband fand Jan Werke des Landschaftsmalers Fritz von Wille, der in dem Zeitraum von 1860 bis 1941 lebte. Er fertigte zwischen 1906 und 1907 eine Ansicht der Kapelle am Totenmaar in der Eifel an. Im Vordergrund auf der linken Seite des Bildes erstreckt sich ein Hang, der fast vollständig bedeckt ist mit weißen und blauen Blumen, dahinter befindet sich die Kapelle auf einem sanft ansteigenden Hügel zwischen grünenden Büschen und Bäumen, die sie schützend umschließen, eine Lebendigkeit ausstrahlen, die jede Klostermauer kalt, leblos, undurchdringlich erscheinen lässt. Auf der rechten Seite bietet sich dem Betrachter eine offene Landschaft dar ohne leuchtende Farben für Blumenschmuck und Kontraste, bestehend aus kahlen Hügeln, die im Hintergrund von hohen Bergen eingerahmt werden. In der Mitte des Bildes schlängelt sich ein Pfad im Tal dahin, teilt das Bild.
Der Titel „Die Blaue Blume“ wurde dem Bild gegeben. Jan fasziniert dieses Bild.
Ohne die Existenz des Computers, des Internet könnte sich Jan ein Leben nur schwer vorstellen. Er kann es kaum glauben, dass die Techniken in Bezug auf die Übermittlung, Bearbeitung und Verarbeitung von Nachrichten auf diesem hohen heutigen Niveau entsprechend seiner Kenntnis nur wenige Jahrzehnte alt sind, innerhalb der Lebensspanne eines Menschen entwickelt worden sind. Während seines Studiums waren Stenografie und Maschinenschreiben wichtige Techniken der geistigen Arbeit, die er nicht missen wollte. Damals zeichnetet er alle Texte mittels der Stenografie auf, übertrug sie anschließend mit Hilfe der Schreibmaschine in Langschrift. Für Jan war es eine große Bereicherung, wenn er wortwörtlich besonders wichtige Passagen der Vorlesung des Professors erfassen konnte. Seine Aufzeichnungen und Mitschriften auch über die Literaturwissenschaften besitzt er nicht mehr. Auch die Biografien der Dichter der Romantik, die im Stenogramm vorlagen, die er mit der Schreibmaschine in Langschrift übertragen hatte, sind verloren gegangen, verschwunden. Er glaubt nicht daran, dass er sie wissentlich entsorgt hat. Bei den vielen Umzügen haben sie sich verabschiedet.
Heutzutage gehört die Schreibmaschine der Vergangenheit an, und nur noch wenige werden der Stenografie mächtig sein und sie effektiv anwenden können. Der Erfinder der kursiven Stenografie Franz Xaver Gabelsberger soll wiederholt gesagt haben, die Stenografie ist eine Schreibkunst, sie sei nur etwas für kluge Leute. Heute würde er die Frage stellen: „Wo sind nur geblieben, die vielen klugen Leute?“ Einen Bleistift und ein Blatt Papier kann jeder Schreiber bei sich haben, einen Computer nicht.
IRGENDWANN, IRGENDWER, IRGENDWO
„Wir sind immer auf der Flucht gewesen!“, sagt die Mutter.
„Ich habe mich daran gewöhnt! Ich kann damit leben!“, antwortet die Tochter.
„Wir müssen unser Schicksal nehmen, wie es kommt, müssen es akzeptieren. Wir können nur das Beste aus unserem Leben machen und müssen darauf achten, dass wir nie unsere Menschenwürde verlieren.“ Die Mutter zögert, dann fährt sie fort: „So ist es immer gewesen! Immer waren wir auf Reisen, lebten dort, wo die anderen uns leben ließen. Und mussten weiterziehen, wenn es für uns nicht mehr möglich war zu bleiben.“
„Aber jetzt haben wir unser Zuhause gefunden, uns eine Existenz aufgebaut, für die es sich lohnt zu kämpfen!“, entschlossen sieht die Tochter aus.
Sirenengeheul ertönt.
Aschgrau verfärbt sich das Gesicht der Mutter. Ihre Augen sind weit aufgerissen. Sie stammelt: „Wir müssen in den Keller! Beeil dich!“
„Ich gehe nicht in den Keller!“
„Du musst! Du hast keine Wahl!“ Die Mutter greift nach der Hand der Tochter.
„Lass mich! Ich gehe nicht in den Keller!“
Noch immer warnen die Sirenen.
„Gleich werden die Flieger hier sein!“, schreit die Mutter.
Gemeinsam verlassen Mutter und Tochter die Wohnung. Die Tür fällt ins Schloss. Im Treppenhaus herrscht Unruhe. Die Bewohner sind auf der Flucht, führen Taschen und Koffer mit sich. Alle sind aufgeregt, nervös, gereizt. Die Angst spiegelt sich in ihren Gesichtern wider. Es kommt zum Stau auf dem letzten Treppenabsatz unmittelbar vor dem Keller. Krampfhaft umfasst die Mutter die rechte Hand der Tochter. Die Tochter reißt mit der linken Hand die Haustür auf, stützt hinaus auf die Straße, zieht die Mutter hinter sich her.
„Wo willst du hin?!“ Die Stimme der Mutter klingt wie die eines Kindes.
„Wir müssen uns beeilen, damit wir noch rechtzeitig den Park erreichen!“
„Unter freiem Himmel werden sie uns zuerst finden!“, schluchzt die Mutter.
„Lieber unter freiem Himmel sterben als im Keller eines Betonklotzes ersticken, verbrennen, ertrinken …!“
„Sprich nicht so!“, seufzt die Mutter. Willenlos folgt sie der Tochter.
Schüsse sind zu hören. Das nahende Geräusch der Flieger kündigt das bevorstehende Unheil an.
Sie haben den Park erreicht, verschwinden hinter Sträuchern, suchen Zuflucht in einem Erdloch, das irgendwann irgendwer gegraben hat. Sie verschmelzen mit dem Erdloch. Die Hand der Mutter hält noch immer die Hand der Tochter fest umklammert, als gehörten sie zusammen bis in alle Ewigkeit. Auf dem Rücken, bewegungslos liegen die beiden Frauen nebeneinander. Ihre Augen blicken in den friedlichen, Sommer-blauen Himmel, den keine Wolke trübt. Unvermittelt zuckt der Körper der Mutter zusammen. Ihr Mund flüstert: „Sie kommen!“ Und schon sind sie da. Donner und Krachen erfüllt die Luft. Der friedliche, Sommer-blaue Himmel färbt sich dunkel, nimmt die Gestalt einer düsteren Totenmaske an. Der Tag wird zur Nacht. Ihre Körper pressen sich aneinander, drücken sich in die Erde.
Die Mutter stöhnt: „So muss es damals in Krakau gewesen sein, als deine Großmutter noch ein kleines Mädchen war.“
„Dieses Ereignis liegt weit zurück!“, sagt die Tochter.
„Du kannst es dir ausrechnen“, flüstert die Mutter, als hätte sie Angst, es könnte zugehört werden.
„Du kannst Krakau nicht vergessen, obwohl du nie dort gelebt hast. Immer wieder erwähnst du diese Stadt, als wäre sie ein Teil von dir, eine wichtige Etappe innerhalb deines Lebens.“
„Persönlich kenne ich sie nicht. Nur aus den Erzählungen meiner Mutter, die damals noch ein Kind war. Sie beschrieb meine Großmutter als eine lebendige Frau, die fest mit beiden Beinen im Leben stand und wunderschöne Geschichten erzählen konnte. In ihrer Jugend hatte sie mit meinem Großvater in einem dünn besiedelten Tal inmitten der gewaltig aufragenden Berge südlich der großen Metropole Krakau gelebt. Der Großvater stammte von dort. Später zogen sie nach Krakau, um dort ein Geschäft zu eröffnen. Nachdem der Frieden nach dem großen Krieg überall verkündet worden war, wurden die Grenzen neu gezogen, und die Völkerwanderung setzte sich fort, die bereits der große Krieg ausgelöst hatte; gleichzeitig begann der Wiederaufbau. Es wurde aufgeräumt, weggeräumt, gesäubert und gereinigt. Meine Großeltern gehörten zu den Wanderern, die die aufgehende Sonne immer im Rücken hatten. Erst als sie das Tal inmitten der hohen Berge erreicht hatten, die meinen Großvater an seine Heimat erinnerten, entschlossen sie sich zu verweilen. Als wir Kinder waren, las Großmutter vor dem Einschlafen uns Märchen vor oder sie erzählte Geschichten wie die von der großen Wanderung, die sie von Krakau fortführte. Nur wenig Gepäck hatten sie, weil sie nur wenig mitnehmen durften auf die große Reise, deren Ziel sie nicht kannten. Wie immer wieder in der Vergangenheit geschehen, so wussten sie auch dieses Mal nicht, wo das gelobte Land sie erwartete.
„Immer ging es um die Wurst!“ Das war so eine Redewendung, die meine Mutter, meine Großmutter und deren Mütter und Großmütter benutzten. Damit drückten sie aus, dass sie mit dem Leben davongekommen waren. Wir waren nicht die Einzigen, die es forttrieb. Alle, die gingen, hatten kein Ziel vor Augen, weil keiner wusste, wohin der Weg sie führte. Sie kannten nur die Richtung und ahnten, dass sie nie wieder Krakau sehen werden.
Immer ging es um die Wurst!“ Ein trauriges Lächeln huscht über das Gesicht der Mutter. Als Kind fragte ich die Großmutter oft: „Werden wir wieder einmal nach Krakau zurückkehren?“
„Keiner weiß, was die Zukunft bringt, aber so, wie die Gegenwart ist, denke ich, dass ich mein Krakau nicht wieder sehen werde. Vielleicht wirst du eines Tages in diese wunderschöne Stadt reisen, wirst alles mit deinen eigenen Augen sehen, was ich dir, deinen Geschwistern erzählt habe …“
„Aber soweit ich weiß, ist es dir bis jetzt nicht vergönnt gewesen“, sagt die Tochter.
„Es wird nicht mehr geschossen. Überhaupt ist es jetzt eigentümlich still!“ Vorsichtig hebt die Mutter den Kopf, späht durch das Unterholz.
„Der Angriff ist vorüber!“ Die Tochter hilft der Mutter beim Aufstehen. Sie verlassen den Park. Wo vor einer Stunde noch Häuser standen, finden sie Ruinen vor. Menschen suchen nach Verschütteten, nach ihrem Hab und Gut. Vergebens suchen Mutter und Tochter das Haus, das ihr Zuhause war. Keine Nachbarin, kein Nachbar begrüßt sie. Sie sind alle verschwunden.
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