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USB Typ-C (oben) und Micro-USB (unten) im Vergleich. Links ein Adapter von Micro-USB auf USB Typ-C.
Die meisten Android-Smartphones verwenden Micro-USB-Ladegeräte. Diese sind beliebig zwischen den Geräten austauschbar. Wer mehrere Geräte nutzt, braucht nicht immer mehrere Ladegeräte mit sich herumzutragen. Seit der Vereinheitlichung der Ladegeräte für alle Smartphones außer dem iPhone kann man bequem ein Ladegerät fest am Schreibtisch oder in der Küche deponieren, ein weiteres am Arbeitsplatz oder ähnlich. Nur bei Schnelladetechniken, wie sie besonders von Huawei und Samsung verwendet werden, sollte man das mit dem Smartphone gelieferte Ladegerät nutzen, um die volle Ladeleistung zu erreichen.
SIM-Karte einstecken
Die meisten Android-Smartphones verwenden inzwischen die modernen Nano-SIM-Karten. Das klassische Mini-SIM-Format wird ebenso wie Micro-SIM in aktuellen Geräten kaum noch genutzt. Wer sein Smartphone nicht direkt mit einem Mobilfunkvertrag kauft, muss also darauf achten, von seinem Mobilfunkanbieter eine passende SIM-Karte zu bekommen. Viele Netzbetreiber und Mobilfunk-Discounter bieten sogenannte Kombi-SIM-Karten: Mehrere Stanzlinien ermöglichen es, den SIM-Chip in unterschiedlichen SIM-Kartenformen aus dem Kartenträger herauszudrücken. Die Nano-SIM-Karten sind einfach nur kleiner, die Kontakte aber gleich angeordnet und elektronisch voll kompatibel zu Mini-SIM- und Micro-SIM-Karten.


Kombi-SIM-Karte mit Bedienungsanleitung (Foto: netzclub SIM-Karte).
Nano-SIM-Karten werden meistens in einer kleinen Schublade ins Gehäuse geschoben. Diese Schublade lässt sich mit einem mitgelieferten Werkzeug öffnen. Drücken Sie dieses kurz in das dafür vorgesehene Loch der SIM-Kartenschublade.

Schublade für eine Nano-SIM-Karte mit Werkzeug zum Öffnen.
Micro-SIM und Nano-SIM selbst basteln
Obwohl dies offiziell nicht empfohlen wird, findet man im Internet Anleitungen und Schneidevorlagen, um normale Mini-SIM-Karten auf die Größe einer Micro-SIM oder Nano-SIM zurechtzustutzen. Der eigentliche Chip in den SIM-Karten liegt genau unter der Kontaktfläche und kann, sofern man mit einem scharfen Messer sauber schneidet und die SIM-Karte dabei nicht zerspringt, nicht beschädigt werden. Also am besten einmal mit einer abgelaufenen oder einer kostenlosen Promo-SIM-Karte üben, bevor man das Messer an der echten SIM-Karte ansetzt. Für weniger Mutige gibt es im Zubehörhandel einfache Stanzmaschinen für unter 10 Euro, mit denen man kaum etwas falsch machen kann.
Dual-SIM-Smartphones
Viele vermeintlich günstige Telefontarife sind in der Internetnutzung so teuer, dass sie für Smartphones uninteressant werden. Umgekehrt haben die preiswerten Surf-Flatrates oft hohe Minutenpreise beim Telefonieren. Es gibt viele Gründe, zwei SIM-Karten zu verwenden. Dafür aber immer zwei Smartphones mit sich herumzutragen, kann schnell lästig werden. Dual-SIM-Smartphones bieten eine Lösung, die Tarifvorteile von zwei SIM-Karten zu nutzen und so z. B. eine Telefon-Flatrate bei einem billigen E-Netz-Anbieter mit einem Internettarif im LTE-Netz zu kombinieren. Außerdem braucht man statt eines beruflichen und eines privaten Smartphones nur noch ein Gerät. Im Urlaub oder nachts schaltet man die berufliche SIM-Karte einfach aus. In grenznahen Gebieten lassen sich mit Dual-SIM-Smartphones Roamingkosten vermeiden, wenn das Mobilfunknetz des Nachbarlandes einmal stärker ist. Stecken Sie einfach SIM-Karten beider Länder ins Smartphone. Die Dual-SIM-Technik, um Tarifvorteile von zwei SIM-Karten zu kombinieren, ist bei chinesischen Smartphones weitgehend Standard, Samsung und Huawei bieten auch in Europa zunehmend Dual-SIM-Smartphones an. Allerdings wird bei vielen Geräten einer der Steckplätze alternativ für die MicroSD-Karte benutzt. Bei Verwendung von zwei SIM-Karten kann also oftmals keine Speicherkarte eingesteckt werden.
Der erste Start des Smartphones
Alle Android-Smartphones zeigen beim ersten Start einen Einrichtungsassistenten, der die Ersteinrichtung des Gerätes in wenigen Schritten erledigt.
1.Drücken Sie zum Erststart länger (etwa eine Sekunde) auf den Einschalter. Der Bildschirm wird leicht heller, und nach kurzer Zeit erscheinen ein Logo des Smartphone-Herstellers sowie ein Android-Logo.
2.Nach dem Einschalten müssen Sie als Erstes wie auf jedem Handy die PIN Ihrer SIM-Karte eingeben. Ist die PIN-Abfrage auf der SIM-Karte deaktiviert, entfällt dieser Schritt natürlich auch hier.
3.Die meisten Funktionen von Android-Smartphones lassen sich im WLAN auch ohne SIM-Karte nutzen. Ist keine SIM-Karte eingelegt, wird die PIN-Eingabe automatisch übersprungen. Anhand der SIM-Karte wird bei der Ersteinrichtung automatisch auch ein Internetzugang über diese SIM-Karte eingerichtet, der allein durch Hintergrunddienste schon Kosten verursachen kann (siehe dazu weiter unten in diesem Kapitel den Abschnitt „Tipps zur Wahl eines Tarifs für Android-Smartphones“). Vor dem ersten Internetzugriff während der Erstinstallation wird das WLAN eingerichtet. Nutzen Sie dieses zur Installation, auch wenn Sie bereits einen Internettarif auf Ihrer SIM-Karte haben, da durch Updates und synchronisierte Daten des alten Handys schnell einige GByte an Datenvolumen anfallen.
4.Wählen Sie im nächsten Schritt als Sprache Deutsch aus, sollte diese nicht automatisch anhand der eingelegten SIM-Karte erkannt worden sein. So bekommen Sie sämtliche Menüs und Systemdialoge in deutscher Sprache angezeigt. Tippen Sie anschließend auf Starten.



Sprache und WLAN bei der Ersteinrichtung auswählen.
Android auf Deutsch
Immer wieder behaupten besonders schlaue Nutzer in Internetforen, moderne Elektronik ließe sich nur auf Englisch richtig bedienen und manche Funktionen blieben in der deutschen Oberfläche verborgen. Das ist natürlich völliger Quatsch und galt vielleicht vor 20 Jahren. Heute ist der deutsche Markt einer der wichtigsten Märkte für Elektronikhersteller weltweit. Android 10 ist in allen verfügbaren Sprachen gleichermaßen nutzbar.
WLAN als schneller Internetzugang zu Hause
Zu Hause bietet das eigene WLAN eine schnelle, zuverlässige Internetverbindung auch für Smartphones. Hinzu kommt, dass dieser Internetzugang kostenlos ist, das übertragene Datenvolumen also nicht auf das wertvolle Datenvolumen der Mobilfunk-Flatrate angerechnet wird. Aus diesen Gründen bieten Android-Smartphones gleich bei der Ersteinrichtung – noch vor der datenintensiven Synchronisation mit dem Google-Konto – an, eine WLAN-Verbindung einzurichten.
WLAN oder Wi-Fi?
Wi-Fi ist die englische Bezeichnung für WLAN. Der in Deutschland gebräuchliche Begriff WLAN (Wireless Local Area Network) für drahtloses Netzwerk ist ein deutscher Anglizismus und wird weder von englischen noch amerikanischen Muttersprachlern verstanden. Diese sprechen immer von Wi-Fi.
1.Automatisch erscheint ein Bildschirm für die WLAN-Einstellungen. Wählen Sie in der Liste der gefundenen WLANs in der Nähe das Netzwerk aus, mit dem Sie sich verbinden möchten. Ist dieses WLAN verschlüsselt, wird es in der Liste mit einem Schloss-Symbol dargestellt, und Sie müssen bei der ersten Verbindung den Schlüssel eingeben.
2.Android unterstützt alle gängigen Verschlüsselungsverfahren: WEP, WPA und WPA2. Klicken Sie anschließend auf Verbinden. Danach wird diese Verbindung gespeichert, es ist keine weitere Schlüsseleingabe mehr nötig.
3.Die Option Mobilfunknetz für die Einrichtung verwenden sollten Sie nur nutzen, wenn kein WLAN zur Verfügung steht. Bei der Ersteinrichtung fallen je nachdem, wie viele Daten von früheren Smartphones übernommen werden, mehrere Hundert MByte Datenvolumen an.
4.Eine aktive WLAN-Verbindung wird mit einem Symbol in der Benachrichtigungsleiste am oberen Bildschirmrand angezeigt. Dieses zeigt auch die ungefähre Signalstärke.
5.Nachdem die WLAN-Verbindung eingerichtet wurde, sucht das Smartphone automatisch nach Updates, die erschienen sind, seitdem das Gerät das Herstellerwerk verlassen hat. Diese Updates werden automatisch installiert, sodass die Ersteinrichtung automatisch mit der aktuellsten Betriebssystemversion startet.
Daten kopieren oder als neues Gerät einrichten
Jeder hat auf seinem Smartphone eine Vielzahl persönlicher Daten, Telefonnummern, Adressen, Fotos und Musik. Früher war es mühsam, diese Daten vom alten Handy auf ein neues zu übernehmen. Heute bietet Android bequeme Lösungen zur Datenübertragung an.
Daten, die im Google-Konto gespeichert sind – z. B. von einem früheren Android-Smartphone –, stehen automatisch nach Anmeldung mit dem Google-Konto auch auf dem neuen Smartphone zur Verfügung. Da fast jeder, der ein neues Smartphone mit Android 10 anmeldet, bereits vorher mindestens ein Smartphone hatte, bietet die Ersteinrichtung von Android 10 eine vereinfachte Auswahlmöglichkeit an, frühere Daten direkt zu übernehmen.
Tippen Sie auf Weiter, wenn Sie ältere Daten übernehmen möchten. Dabei brauchen Sie sich jetzt noch nicht festzulegen, auf welchem Weg diese Daten übertragen werden. Die Option Nicht kopieren übernimmt keine Apps und keine aus Apps gespeicherten Daten. Daten, die im Google-Konto gespeichert sind, wie Fotos oder E-Mails, können trotzdem übernommen werden.

Auswahl, ob Daten eines alten Smartphones übernommen werden sollen.
Daten eines früheren Smartphones übernehmen
Wenn Sie sich dafür entschieden haben, Daten eines früher verwendeten Smartphones zu übernehmen, erscheint der Bildschirm Altes Smartphone verwenden, um mit der Ersteinrichtung des Smartphones fortzufahren. Hier müssen Sie sich entscheiden, ob Sie die Daten von dem alten Smartphone über ein Kabel kopieren möchten oder – einfacher – aus einer Cloud-Sicherung zurückspielen.
Daten aus einer Cloud-Sicherung übernehmen
Die einfachste Methode ist, Daten aus einer Cloud-Sicherung bei Google Drive zurückzuspielen, wenn das vorher benutzte Smartphone so eingestellt ist, dass es regelmäßig eine Sicherung anlegt. Diese Sicherung enthält neben den ohnehin im Google-Konto gespeicherten Kontakten, Terminen, Fotos und Browserlesezeichen auch installierte Apps, App-Daten, WLAN-Passwörter, Anruflisten, SMS, Hintergrundbild und Anordnung der Apps auf dem Startbildschirm. Sie können das neue Smartphone also bis auf Kleinigkeiten nahtlos weiterverwenden.
1.Tippen Sie auf dem ersten Bildschirm auf Altes Smartphone nicht verfügbar?. Tippen Sie auf dem nächsten Bildschirm auf Okay.
2.Danach müssen Sie sich mit Ihrem Google-Konto anmelden, damit das neue Smartphone auf Google Drive vorhandene Sicherungen anderer Geräte finden kann.
Zusätzlich zur Anmeldung mit E-Mail-Adresse und Passwort fordert Android noch eine zusätzliche Zustimmung zur Verwendung des Google-Kontos auf dem Smartphone.



Vorbereitung zum Wiederherstellen von Daten aus einer Sicherung auf Google Drive.
3.Wählen Sie jetzt unter Ihren Geräten das aus, dessen Sicherung auf dem neuen Smartphone wiederhergestellt werden soll.
4.In der Liste der in der Sicherung enthaltenen Apps wählen Sie aus, welche davon auf dem neuen Smartphone wieder installiert werden sollen. Hier bietet sich die Gelegenheit, schon länger nicht mehr verwendete Apps abzuschalten, um das neue Smartphone übersichtlich zu halten.


Wiederherzustellende Daten auswählen.
5.Nachdem Sie auf Wiederherstellen getippt haben, werden Einstellungen und Daten aus der Sicherung auf das neue Smartphone gespielt.
Gesicherte Apps wiederherstellen
Die auf dem anderen Smartphone installierten Apps sind in der Sicherung selbst nicht enthalten, sie werden automatisch in der aktuellen Version aus dem Google Play Store installiert, was je nach Anzahl und Größe der Apps einige Minuten dauert. Wundern Sie sich also nicht, wenn einige Apps anders aussehen als gewohnt. In diesen Fällen waren auf dem anderen Smartphone nicht die letzten App-Updates installiert.
Daten von einem anderen Smartphone per Kabel übernehmen
Alternativ können Sie die Daten von einem anderen Smartphone auch direkt per Kabel übertragen, was zwar nicht ganz so komfortabel ist, aber auch ohne WLAN funktioniert und immer noch einfacher ist, als alles komplett neu zu installieren. Auf diesem Weg lassen sich zusätzlich auch Daten übertragen, die nicht in Google Drive gesichert werden, z. B. SMS. Auch die Übertragung von Daten eines iPhones auf Android 10 ist mit Einschränkungen möglich. Apps von iPhones können nicht übertragen werden.
1.Tippen Sie in diesem Fall auf dem ersten Bildschirm Altes Smartphone verwenden einfach unten rechts auf Weiter.
2.Als Nächstes muss ein passendes Kabel gefunden werden, um beide Smartphones zu verbinden. Haben beide einen USB-Typ-C-Anschluss, ist dies meistens kein Problem, da viele USB-Typ-C-Kabel an beiden Seiten den gleichen Stecker haben. Für die anderen Fälle liefern die meisten Hersteller bei modernen Smartphones Adapter mit. Schließen Sie das Ladekabel des alten Smartphones an diesem an und verbinden Sie dann das andere Kabelende über den Adapter mit dem neuen Smartphone.



Kabel zur Datenübertragung von einem anderen Smartphone anschließen.
3.Auf dem neuen Smartphone erscheint ein Hinweis, dass Sie zunächst das alte Smartphone prüfen sollen. Dort muss aus Sicherheitsgründen die Displaysperre bestätigt werden. Danach können Sie vom alten Smartphone aus den Kopiervorgang starten.

Kopiervorgang einrichten (neues Smartphone mit Android 10).

Kopiervorgang einrichten (altes Smartphone).

Kopiervorgang einrichten (altes Smartphone).
4.Wählen Sie jetzt auf dem neuen Smartphone aus, welche Daten Sie vom alten übertragen möchten. Ein Hinweis zeigt, welche Arten von Daten nicht übertragen werden. Wählen Sie bei den Apps des alten Smartphones aus, welche Sie auf dem neuen Gerät wirklich brauchen. Am unteren Ende der Liste werden automatisch installierte Apps angezeigt. Diese werden nicht vom alten Smartphone übertragen.



Die nächsten Schritte bei der Datenübertragung von einem vorhandenen Smartphone auf das neue.
5.Beim Tippen auf Weiter wird der Kopiervorgang gestartet. Warten Sie, bis er komplett abgeschlossen ist. Trennen Sie die Kabelverbindung erst wieder, wenn der entsprechende Hinweis auf dem Bildschirm erscheint.
6.Nach dem Übertragen der Daten müssen Sie zunächst die Google-Dienste einrichten, da diese zur anschließenden Installation der Apps aus dem Google Play Store benötigt werden.
7.Apps und Widgets des alten Smartphones werden nicht direkt kopiert, sondern nur als Platzhalter. Sie können das Smartphone bereits nutzen, während die Apps im Hintergrund aus dem Google Play Store neu installiert werden. Die Widgets müssen Sie selbst einrichten, nachdem die zugehörigen Apps installiert wurden.
8.Zusätzlich zeigt der Google Play Store zahlreiche zu installierende Updates an. Dabei handelt es sich um Updates von in Android 10 vorinstallierten Apps, die seit Veröffentlichung des Betriebssystems aktualisiert wurden.



Nach abgeschlossenem Kopiervorgang werden die auf dem alten Smartphone installierten Apps auf dem neuen aus dem Play Store heruntergeladen.
Google-Dienste einrichten
Nach dem Übertragen der Daten, egal, auf welchem Weg dies durchgeführt wurde, erfolgt im nächsten Schritt die Einrichtung der Google-Dienste. Dabei können verschiedene Dienste aktiviert werden. Um alle Möglichkeiten des Android-Betriebssystems voll zu nutzen, lassen Sie alle Schalter aktiviert.
Die Option In Google Drive sichern sollten Sie auf jeden Fall eingeschaltet lassen. So werden Ihre Apps und Einstellungen im Google-Konto gesichert und lassen sich im Notfall oder bei einem Hard-Reset leicht wiederherstellen.
Mit dieser Einstellung können Sie auch Daten von früheren Android-Smartphones, die im Google-Konto gesichert wurden, auf dem neuen Smartphone wiederherstellen.



Google-Dienste einrichten.
Weiter unten sollten Sie noch zustimmen, dass Google Standortdaten Ihres Gerätes nutzen darf. Viele Apps werden dadurch erst sinnvoll, dass Informationen aus der näheren Umgebung angezeigt werden können. So funktionieren unter anderem weder die Routenplanung auf Google Maps noch die Ortung eines gestohlenen Smartphones ohne Standortinformationen. Wer sich unbedingt verstecken möchte und dafür bereit ist, diverse Einschränkungen bei Apps in Kauf zu nehmen, kann die Standorterfassung hier abschalten. Die Einstellung kann später jederzeit wieder geändert werden.
Sicherheitssperre einrichten
Android-Smartphones haben eine Bildschirmsperre, die verhindert, dass man versehentlich auf den Bildschirm tippt und damit irgendwelche Funktionen auf dem Smartphone auslöst. Diese Sperre lässt sich in der Standardeinstellung durch eine kleine Bewegung mit dem Finger lösen. Man braucht nur auf dem Sperrbildschirm nach oben zu wischen.
Der Sperrbildschirm dient nicht nur als Schutz vor versehentlichem Berühren, er kann auch als Zugangssperre eingesetzt werden, um Fremden die Nutzung des Smartphones zu verweigern. Der Einrichtungsassistent fragt nach der Einrichtung der Google-Dienste, ob Sie eine Sicherheitssperre einrichten möchten. Dieser Schritt kann natürlich auch übersprungen werden.
Fingerabdruck als Sicherheitsmerkmal
Einige Smartphones enthalten eingebaute Fingerabdrucksensoren zum besonders einfachen, aber sicheren Entsperren. Wenn das Smartphone über einen Fingerabdrucksensor verfügt, erscheint automatisch bei der Ersteinrichtung die Frage, ob Sie einen Fingerabdruck zum Entsperren verwenden möchten. Die Abbildungen zeigen das von den Google-Smartphones der Pixel-Serie verwendete System Pixel Imprint. Smartphones von Samsung, Huawei und einigen anderen Herstellern verwenden eigene Systeme, die aber ähnlich eingerichtet werden.
Bevor Sie den Fingerabdruck scannen, müssen Sie noch eine alternative Displaysperre einrichten, falls das Scannen des Fingerabdrucks z. B. durch Feuchtigkeit auf dem Sensor oder eine Verletzung der Hand fehlschlägt. Auf Geräten ohne Fingerabdrucksensor werden nur diese alternativen Displaysperren zur Auswahl angeboten.



Verschiedene Methoden der Bildschirmsperre.
PIN oder Passwort
Wer es vom PC gewohnt ist, bei jedem Einschalten ein Passwort oder eine PIN einzugeben, kann dies auch auf dem Smartphone tun. Beim Festlegen der PIN oder des Passworts muss diese/dieses zweimal eingegeben werden, um Tippfehler zu vermeiden.
INFO:
Eine PIN (Persönliche Identifikationsnummer) ist eine Zahlenkombination, ein Passwort kann aus beliebigen Zeichen bestehen. Android unterscheidet diese beiden Verfahren, um bei einer PIN-Eingabe eine Zifferntastatur mit deutlich größeren Tasten einzublenden, als sie die Buchstabentastatur für die Passworteingabe hat.
Sperrmuster
Viel eleganter und einfacher als die Eingabe eines Passworts ist ein grafisches Sperrmuster. Hier muss man Rasterpunkte auf dem Bildschirm mit einer Linie verbinden. Um Fehler zu vermeiden, muss auch dieses Muster beim Einrichten zweimal gezeichnet werden. Auf dem Sperrbildschirm erscheint dann ein Punktraster, auf dem man das zuvor definierte Muster zeichnen muss, um die Bildschirmsperre zu lösen.
Danach können Sie mehrere Fingerabdrücke hinzufügen, mit denen sich das Smartphone sofort entsperren und einschalten lässt, wenn Sie im ausgeschalteten Zustand den Fingerabdrucksensor berühren. Wenn Sie einen Fingerabdruck hinzufügen, werden Sie ein paar Mal aufgefordert, den Finger vom Sensor abzuheben und wieder aufzulegen. So werden unterschiedliche Griffpositionen und Details erfasst. Verwenden Sie aber immer denselben Finger innerhalb eines gespeicherten Fingerabdrucks. Einen anderen Finger können Sie in einem weiteren Fingerabdruck speichern.



Fingerabdrücke erkennen und speichern.




