Muhammed - Der Herr der Herzen

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Muhammed - Der Herr der Herzen
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Kinēne, zu denen auch die Familie der Quraysch gehörte, hatte dem Stamm der Qays den Krieg erklärt. Die Auseinandersetzung war in den Mo-nat Muharram gefallen, der den Arabern heilig war. In diesem Monat waren alle Kämpfe unter-sagt. Doch niemand hatte sich daran gehalten, und der Fidschār-Krieg, der Krieg der Sünde, war entbrannt. Auch der Prophet hatte sich dem nicht ganz entziehen können. Allerdings hatte er niemanden getötet, sondern lediglich Pfei-le aufgesammelt und an seine Onkel weiterge-reicht. Viele Männer kamen ums Leben. Aber nun machte ein Mann von den Quraysch den Vorschlag, die sinnlose Auseinandersetzung zu beenden und Frieden zu schließen. Und tatsäch-lich wurde der Vorschlag angenommen, und es kehrte wieder Ruhe in Mekka ein.
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Der lange erwartete Prophet
Drei, vier weitere Jahre vergingen, und der Prophet wurde 25 Jahre alt. Zu jener Zeit bereitete man gerade eine Karawane vor, die von Mekka nach Damaskus aufbrechen sollte. Besitzerin dieser Karawane war die reichste Frau von Mekka, Khadīdsche. Sie suchte nach einem vertrauensvollen Mann, der die Karawane für sie nach Damaskus führen und dort ihre Handelsin-teressen vertreten konnte. Zu diesem Zweck hatte sie ihre Mitarbeiter angewiesen, nach geeigneten Kandidaten Ausschau zu halten, unter denen sie dann den Richtigen auswählen wollte.
Ebū Tālib hatte davon gehört und sagte zu Muhammed : „Mein lieber Neffe, wir stehen kurz vor dem Nichts. Wir haben keine Ware mehr und können daher auch nicht mehr Han-del treiben. Aber in Kürze wird eine Karawa-ne nach Damaskus ziehen, und ihre Besitze-rin Khadīdsche sucht jemanden, der vor Ort
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ihre Geschäfte regelt. Zwar möchte ich nicht, dass du nach Damaskus gehst, weil ich Angst habe, dass die Menschen dir dort etwas antun könnten. Aber mir sind die Hände gebunden. Wie wäre es, wenn ich Khadīdsche vorschlagen würde, dich in ihre Dienste zu nehmen? Dein Ruf, aufrichtig zu sein und ein reines Herz zu haben, eilt dir voraus. Daher könnte ich mir gut vorstellen, dass sie dir ihre Karawane an-vertraut.“ Muhammed signalisierte ihm mit einem Blick sein Einverständnis.
Also machte sich Ebū Tālib auf den Weg zu Khadīdsche, um bei ihr Werbung für seinen Nef-fen zu machen - Muhammed ul-Emīn , den vertrauenswürdigsten und ehrlichsten Menschen in Mekka. Darüber hinaus war er sogar fest ent-schlossen, einen doppelt so hohen Lohn wie üb-lich für Muhammed auszuhandeln. Und so sprach er bei ihr vor und berichtete ihr ausführ-lich von Muhammeds außerordentlichen Fähig-keiten und seiner Tugendhaftigkeit.
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Was Ebū Tālib nicht ahnte, war, dass Khadīd-sche schon lange auf diesen Moment gewartet hatte. Tatsächlich wünschte sie sich nichts sehn-licher, als seinem Neffen näher zu kommen.
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Der lange erwartete Prophet
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Schon in jungen Jahren war Khadīdsche Wit-we geworden, aber was ihren Reichtum und ihre Ehrbarkeit betraf, konnte es keine Frau in Mekka mit ihr aufnehmen. In einer Zeit, in der die meis-ten Frauen ein Leben voller Erniedrigungen füh-ren mussten, gebot sie über Handelskarawanen, die von Land zu Land reisten. Außerdem gehörte sie zu den tugendhaften Bewohnern von Mekka. Ihr Cousin war Waraqa ibn Newfel, ein Gelehrter mit großem Wissen über die Religionen und ihr wichtigster Beistand und Berater.
Waraqa hatte den Götzendienst schon immer verurteilt und versuchte herauszufinden, welches die wahre Religion sei. Er konnte die Thora und das Evangelium im Original lesen und verstehen, kannte sich also sowohl im Judentum als auch im Christentum gut aus. Und so war auch er auf die Spur des letzten der Propheten gestoßen. Schon seit geraumer Zeit beschäftigte er sich mit keinem anderen Thema mehr. Seine Nachforschungen erstrecken sich auf die ganze Arabische Halbin-sel.
Auch Khadīdsche gehörte auch zu denen, die an das Kommen des letzten Propheten glaubten und es herbeisehnten. Einmal hatte sie geträumt, dass ein Stern oder ein Mond erst ihr Haus und
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