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Alleine auf den Steinplatten sitzend wird Lena bewusst, wie heiß es schon wieder geworden ist. Auffällig auch, dass kaum einer mehr hupt oder ruft. Das aber hat wohl nicht damit zu tun, dass sie nun alleine hier sitzt, sondern eher damit, dass kaum einer mehr da ist außer ihr. Eine seltsame Ruhe hat sich über den Platz gelegt und schon sieht sie Tina auch mit leeren Händen wieder auf sich zukommen. „Alles zu! Mittagspause!“, zieht sie eine Schnute. „Ach, wie bei uns! Bis wann?“ - „Also, ich hab geschaut, aber da steht echt bei jedem Laden etwas anderes dran. Wenn überhaupt! Vor drei aber wird das hier nichts werden.“ - „Dann kann ich jetzt sicher auch kein Geld tauschen?“, nimmt Lena mal an. Zu gerne würde sie sich mal ein wenig bewegen. Träge schüttelt Tina ihr gestuftes, kurzes, strohblondes Haar. „Alles dicht!“ Lena blickt auf die langen Zeiger der Uhr, die oben an der Wand des Rathauses hängen. „Na, das ist dann ja noch etwas hin!“, stellt sie fest und lehnt sich wieder an ihren Rucksack an. „Ich würde an deiner Stelle aber auch noch nicht tauschen“, sieht auch Tina in der Geldwechselei keinen Sinn. „Lass uns doch erst mal die Lire ausgeben, die ich habe und dann schauen!“ – „War ja auch so abgemacht!“, wollte Lena ihre Freundin nicht irritieren. Aber wenn die Jungs nicht kommen und dann erst mal Wochenende ist.“ – „Warte wir mal ab, oder?“, ist Tina sich aber gewiss, dass die Jungs bald eintrudeln werden. Für Lena aber bleibt es ein mulmiges Gefühl, stellt sie erstaunt fest, selbst kein Geld in der Tasche zu haben, mit dem sie etwas kaufen kann. Als verlöre man ein Stück seiner Freiheit! Tina aber kann ihren Blick nicht mehr von diesem Ort abwenden, der ein wohliges Gefühl in Mund und Magen verspricht. „Komm!“, springt sie auf, „Ich lade dich zu `nem Kaffe ein. So teuer kann das doch nicht sein! Und vielleicht gibt es dort ja auch etwas zum Essen.“
Das kleine Cafe an der Straße auf der anderen Seite des Platzes war auch Lena schon ins Auge gefallen. Mehr noch die jungen Leute, die davor schon seit längerem saßen und immer mal wieder zu ihnen hinüber geschaut hatten. „Sollen wir die Rucksäcke hier lassen?“, hat Lena wenig Lust darauf, das schwere Ding erneut zu schultern. „Warum nicht?“, findet auch Tina. „Man kann sie ja von dort aus gut sehen.“ Nach all der Zeit, die sie nun schon hier gesessen haben, hat keine von ihnen beiden den Eindruck, dass sich irgendjemand hier an ihren Sachen zu schaffen machen oder sie gar einfach mitnehmen würde. Trotzdem drehen sich sowohl Lena als auch Tina auf dem Weg über den Platz noch zwei-, dreimal prüfend um, bis ihre Blicke sich treffen und sie lachen müssen, über sich selbst. Und sie lachen gleich ein bisschen mehr, weil sie merken, wie gleich sie ticken, wie ähnlich sie umgehen mit den Situationen, in die sie geraten. Vergnügt lassen sie sich auf die weißen Stühle links vom Eingang des Cafés fallen, so dass sie über den Platz sehen können, zu ihren Rucksäcken hin. Insgeheim hoffen beide in diesem Moment, Rainer und Jan würden um irgendeine Ecke kommen. Dabei entgeht Tina und Lena nicht, dass sie auch jetzt wieder gemustert werden. Ihre Freunde, sie sind nicht in Sicht, aber es kommt auch kein Kellner und auch keine Kellnerin aus dem Café zu ihnen, um sie zu bedienen. Daran ändern auch die sehnsuchtsvollen Blicke der Mädchen durch das Schaufensterglas in das Innere des Cafés, die von drinnen durchaus wahrgenommen werden, absolut nichts.
„Kommt ihr aus Deutschland?“ Es ist das Mädchen mit den langen, dunkelbraunen Haaren aus der Gruppe, die gegenüber auf der anderen Seite des Eingangs sitzt, das schmunzeln muss über die überraschten Blicke, die Lena und Tina jetzt tauschen. Das Lachen der beiden, das unweigerlich folgt, aber irritiert die Frau sichtlich. Skeptisch zieht sie ihre Augenbrauen hoch. „Ja“, beeilt Tina sich daher zu sagen. „Und du bist jetzt schon die zweite, die wir hier treffen, die unsere Sprache spricht.“ - “Ach so!“, versteht die junge Frau mit ihren dunkelgrünen Augen nun. „Ja, der ein oder andere in Italien hat schon mal in Deutschland gelebt. Aber hier in dieser Stadt?“ wendet sie sich wie zum Beweis an die drei jungen Frauen und die zwei jungen Typen, die um sie herum sitzen und offensichtlich ihre Bekannten sind. „Tedesco?“ Kopfschütteln, Abwinken, „No!“, ein jeder lächelt nur freundlich. „Du sprichst dafür aber ganz schön gut Deutsch“, ist Tina beeindruckt und die junge Frau vor ihr findet zu einem Lächeln zurück. „Ich bin ja auch in Deutschland aufgewachsen! Ich bin dort zur Schule gegangen.“ Sie hält einen Moment inne, als versuche sie sich an etwas zu erinnern. „Ja, genau wie ihr!“, verkündet sie schließlich und wirft ihre langen, dunklen Haare mit einem Kopfschwung nach hinten. „Nun aber lebe ich hier.“ Forschend blickt sie erst die lange Frau mit den strohblonden Haaren, dann die Kleinere mit den rotblonden, leicht gewellten an. „Und ihr? Woher kommt ihr?“ „Schleswig-Holstein“, versucht Tina gar nicht erst herauszufinden, ob das Mädchen ihren kleinen Heimatort oben im Norden kennt. „Puh“, macht die angesichts der Entfernung. “Das ist weit!“ Und der Ausdruck in ihrem Gesicht zeigt Anerkennung. „Und wie seid ihr hergekommen?“, ist sie neugierig. „Getrampt, nicht wahr?“, hält sie ihnen den ausgestreckten Daumen hin und freut sich über das Nicken der beiden so wie auch darüber, endlich mal wieder Deutsch sprechen zu können. „Wir haben nämlich schon gewettet hier, wisst ihr?“ Und sie macht sich schnell daran, ihren Freunden das Gesagte zu übersetzen. Nur eine der Frauen um sie herum lächelt nun noch. Die anderen wirken enttäuscht. „Wir beide“, zeigt die Deutschsprechende, die problemlos vom Deutschen ins Italienische wechseln kann, auf die Lächelnde „wir beide haben gewonnen!“ Doch der Mann rechts von ihr scheint noch etwas auf dem Herzen zu haben. „Ah, stimmt“, erinnert sie sich, „was ihr hier macht, das war auch noch eine Wette zwischen uns.“ Schön, denkt Tina, wie die Leute sich hier mit Spekulationen über uns die Zeit vertreiben! „Ihr wartet auf eure Partner, stimmt`s?“, hat die Deutsch-Italienerin offensichtlich das Bedürfnis, auch diese Wette zu gewinnen. „Nicht ganz!“, muss Tina sie nun aber enttäuschen. „Wir warten auf zwei Jungs, ja!“, wirft Lena ein. „Aber das sind nur Freunde. „So wie wir!“, legt Tina freundschaftlich den Arm auf Lenas Schulter. Diesmal lässt sich die deutschsprechende Italienerin mit der Übersetzung Zeit. Diesmal lag sie mit ihren Spekulationen über Lena und Tina wohl falsch.
„Ich heiße übrigens Martina“, stellt sie sich vor und zeigt auf die anderen. „Marco, Roberto, Chiara, Antonia, Teresa.“ So schnell also lernt man hier gleich eine ganze Gruppe von Menschen kennen! „Lena“, erwidert Lena das freundliche Nicken eines jeden einzelnen. „Tina. Eigentlich Christina, aber das muss echt nicht sein!“, hält Tina ihr das Peace-Zeichen hin und ihr fällt ein: „Dann hast du also auch einen deutschen Namen?“ Doch Martina schüttelt gleich lächelnd den Kopf. „Ach, nein! Es gibt viele Namen, die im Deutschen und Italienischen gleich sind. Sehr viele!“, und dann fällt ihr ein, „Ihr müsst euch hier drinnen bedienen. Hier kommt keiner heraus, um eine Bestellung aufzunehmen.“ Automatisch wandern Tinas und Lenas Blicke über den Platz zu ihren Rucksäcken hin. „Keine Angst!“, errät Martina ihre Gedanken. „Wir schauen schon auf euer Gepäck!“ Etwas, durchzuckt ein Gedanke Tina kurz, stimmt nicht mit ihren Augen. Doch schon in dem Moment, in dem sie aufgestanden ist, hat sie bereits wieder anderes im Sinn.
“Cappuccino”, da sind sich Lena und Tina einig und auf die Pizzastücke in der Vitrine kann man zeigen. Während die Frau mit der modischen Brille hinter der Theke an der riesigen Espressomaschine hantiert, breitet Tina ihre italienischen Geldscheine und Münzen vor sich auf dem Tresen aus. Doch es nützt wenig, dass sie sich zuvor mit dem italienischen Zahlungsmittel vertraut gemacht hat, denn weder sie noch Lena verstehen, was die weibliche Bedienung von ihnen für die Heißgetränke und die Pizzen haben möchte. Wohlwollend hält sie ihnen zehn Finger hin. Zehn Lire, da sind sich Tina und Lena schnell einig, wird sie kaum meinen. Amüsiert über die beiden jungen Ausländerinnen zeigt die Frau auf einen der 1000-Lire-Scheine, hält ihnen sogleich noch weitere sechs Finger hin. „Wenn ich mich nicht verrechnet habe“, blickt Tina ihre Freundin an, „dann waren das jetzt keine vier Mark.“ – „Und dass für zwei Kaffe und zwei kleine Pizzen?“, kann Lena kaum glauben. „Das kann ich eigentlich kaum sein!“ – „So was scheint hier erheblich billiger zu sein als bei uns“, ist Tina sich aber doch recht gewiss, dass sie beim Umrechnen keinen Fehler gemacht hat und grinst ihre Freundin erleichtert an.
„Ob das in Griechenland auch so wird?“, stellt Lena sich beim Rausgehen laut die Frage. „Hm, vielleicht“, hat ihre Freundin auch schon in die Zukunft gedacht. „Aber für Griechenland hat Jan doch diese Tabelle mitgenommen.“ Ach, ja, Jan!“, erinnert sich Lena daran, wie er ihnen allen stolz diese kleine Karte bei ihrem letzten Vorbereitungstreffen präsentiert hat. Die Umrechnungstabelle, die Beträge von 10 Pfennige über ein, zwei, drei bis zu 100.000 Mark jeweils den entsprechenden Betrag in Drachme gegenüberstellt. Drehte man sie um, fand man das Ganze umgekehrt. Natürlich hatte man auf dem Kärtchen den Wechselkurs zu einem bestimmten Zeitpunkt zugrundegelegt. Durch die üblichen Kursschwankungen konnte da der Betrag, den man am Ende tatsächlich für sein Geld in der anderen Währung bekam, auch mal etwas abweichen von dem, was auf dem Kärtchen stand. Aber man hatte wenigstens einen Anhaltspunkt, etwas, was man zur Hilfe nehmen konnte, wenn man herausfinden wollte, wie viel Geld man in der fremden Währung da eigentlich gerade zumindest in etwa aus den Händen gab. Ja, Jan war echt organisiert, hatte Lena anerkennend gedacht. Was man von Rainer nicht unbedingt behaupten konnte. So wenig wie von ihr, das wusste sie. Gut daher, dass sie sich nicht alleine auf den Weg gemacht hatten, dass sie Tina und Jan dabei hatten!
„Setzt euch doch zu uns“, lädt Martina sie an ihr rundes Tischchen ein, auf den Stühlen Platz zu nehmen, auf denen eben noch zwei der Männer und eine der Frauen gesessen hatten. „Die müssen noch was besorgen“, erklärt Martina ungefragt. „Ich warte noch auf meinen Mann. Dann muss auch ich gehen.“ Tinas und Lenas erstaunte Blicke verwundern Martina nicht. Sie hat fest mit ihnen gerechnet. „Der mit den kurzen Haaren, der hier saß.“ Zeigt sie auf den immer noch leeren Stuhl ihr gegenüber und erwartet eben diese Reaktion. „Du bist schon verheiratet? Wie alt bist du denn?“ „Einundzwanzig“, lächelt sie, denn sie kennt dieses Erstaunen, diese Art Fragen, ist sie doch in beiden Kulturen aufgewachsen, der deutschen und der italienischen. Von klein auf an musste sie lernen, mit den unterschiedlichen Gepflogenheiten und Gewohnheiten der beiden Kulturkreise umzugehen. „Ja, hier in Italien heiratet man nicht so spät wie bei euch in Deutschland“, erklärt sie den beiden jungen Mädchen daher auch wie selbstverständlich. „Mit neunzehn, zwanzig, einundzwanzig - das ist hier ganz normal.“ Heiraten, wird Tina in diesem Moment klar, das ist bei den Leuten, die sie so kennt, so überhaupt nicht angesagt. Und heiraten in dem Alter, in dem Lena und ich jetzt sind? Noch vor Beendigung der Ausbildung, des Studiums? Das scheint Tina gerade absolut undenkbar. „Hast du denn deinen Mann in Deutschland kennen gelernt?“, will Lena wissen und beißt voller Appetit in ihre Stück Pizza. „Ja, aber er war nur zu Besuch dort. Deshalb spricht er eure Sprache auch nicht. Wegen ihm bin ich auch hier hergekommen, hier in diese kleine Stadt. Aber meine Familie, die ist noch in Deutschland.“ - „Wo genau?“, setzt Tina ihre Tasse wieder ab, ohne getrunken zu haben. Zu heiß noch sind der Kaffee und die Milch darin. „Mayen“, schaut Martina sie mit ihren dunkelgrünen Augen sehnsuchtsvoll an. So unwahrscheinlich es auch ist, so hofft sie doch, wenigsten eine von den beiden würde diesen Ort kennen. „In der Nähe von Koblenz“, ergänzt sie auf das Kopfschütteln der beiden hin und macht einen enttäuschten Eindruck. „Deine Eltern arbeiten dort?“ denkt Lena sich. „Ja“, nickt Martina versonnen. „Sie haben dort ein Restaurant.“ Und es klingt, als hätte sie Heimweh.
„Wisst ihr, woran ich erkannt habe, dass ihr aus Deutschland seid?“, findet sie nach einer Weile zurück an den Tisch. Für Tina und Lena aber stellt sich diese Frage doch gar nicht, wenn Martina doch in Deutschland aufgewachsen ist. „An euren Klamotten!“ erwartet Martina erneut verblüffte Gesichter. „Ja, daran erkennt man Deutsche sofort!“, behauptet sie und zeigt wie zum Beweis auf ihr Kleid. „Ja“, fährt sie fort, weil Tina und Lena schweigend an ihren Cappuccini nippen. „Hier in Italien können sich auch Menschen Mode leisten, die nicht so viel Geld haben. Mode ist sehr wichtig bei uns. Nicht wie in Deutschland, wo modische Kleidung nur für die reichen Leute ist.“ So wie Martina das sagt, wirkt es nicht, als wolle sie Tina und Lena beleidigen. Trotzdem klingen Tinas Worte ein wenig nach Verteidigung. „Mode interessiert mich aber auch echt so gar nicht!“ - „Ja, aber genau das meine ich!“, muss Martina grinsen. „Hier in Italien ist sie wichtig. Bei euch in Deutschland eben nicht. Oder zumindest nur für einige.“ - „Gilt das denn auch im Umkehrschluss?“, will Tina wissen. „Erkennt man die Italiener auch an dem, was sie anhaben?“- „Ich finde schon!“, ist Martina überzeugt und wiegelt dann ab. „Macht euch mal keine Sorgen! Ist ja nicht so schlimm! Und bei den Frauen fällt es eh nicht so sehr auf. Aber wie die deutschen Männer sich in ihrer Freizeit oder im Urlaub kleiden, das würden Italiener sich niemals trauen.“ - „Du meinst mit kurzen karierten Schlabberhosen und einem Hawaihemd?“, hat Tina sofort ein ganz bestimmtes Bild vor Augen. „Ja, genau so!“ lacht Martina nun von Herzen. „Genau so!“
Möglichst unmerklich mustern Lena und Tina nun die Anwesenden und alle, die an ihnen vorbeigehen, studieren, was sie an ihren Körpern tragen. Zugegeben, das entspricht schon dem, was jetzt Mode ist. Die Kleider, die Hemden und Hosen, ja selbst die Farben sehen angesagt aus, und bringt sie dazu zu glauben, dass es ja vielleicht tatsächlich so ist, dass man aufgrund der Kleidung, die Menschen tragen, erkennen kann, aus welchem Land sie kommen. Ein wenig so wie früher eben, als die verschiedenen Trachten und Kopfbedeckungen ein Zeichen dafür waren, aus welcher Region die Menschen stammten.
„Habt ihr denn schon Ferien?“, reißt Martina die Mädchen aus ihren Gedanken. „Es ist doch erst Anfang Juni!“ - „Schleswig-Holstein ist doch immer sehr früh dran“, erinnert Lena Martina daran, dass in Deutschland ja jedes Bundesland zu einem anderen Zeitpunkt in die sechswöchige Schulpause geht. „Und ich“, hat Tina sich gerade den letzten Bissen Pizza in den Mund geschoben „arbeite schon. Also Ausbildung. Erstes Lehrjahr.“ - „Hm“, lächelt Martina etwas müde. „Ich könnte ja jetzt raten, aber ich glaub, ich hab für heute genug davon.“ - „Krankenschwester“, nickt Tina ihr verständnisvoll zu. „Und du?“, würde sie gerne herausfinden, warum Martina und ihr Mann hier tagsüber im Café herumsitzen können. „Krankenschwester?“, ist Martina voller Anerkennung. „Das ist sicher kein einfacher Beruf. Find ich voll cool, dass du das machst!“ Tina, die nun ihrerseits diese Art Reaktionen schon kennt, lächelt nur. „Ach so! Ich?“, begreift Martina endlich. „Ich arbeite in einem Restaurant. Aber nur abends! Dort hinten“, zeigt sie schräg hinter sich, „am Strand.“ - „Ist der Strand nicht da?“, wundert Tina sich und zeigt in die andere Richtung. Herzlich, wie Martina jetzt lacht. „Strand ist hier doch überall. Die ganze Adria entlang - rauf und runter.“ Klar, durchfährt es Tina, dumm von mir! Aber wenn man denn auch so gar keine Orientierung hat!
Hastig kommt der junge Mann mit den kurzen Haaren von der Straße auf sie zu. „Komm!“, scheint er Martina schon von weiten immer wieder aufzufordern. Sie ruft ihm etwas auf Italienisch entgegen. Nervös bleibt er vor Tina und Lena stehen. „Das ist mein Mann!“, stellt Martina ihn erneut vor. „Roberto.“ Roberto aber nickt nur kurz. Dann wirft er leicht genervt den Kopf zur Seite. „Ich muss los“, sagt sie schon im Stehen. „Vielleicht sehen wir uns später noch!“ Und sie folgt ihrem Mann, der hastig zurück zu der Seitenstraße eilt, aus der er eben gekommen ist, als hätte er dort etwas sehr Wichtiges zu erledigen.
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