Tarot und das Medici-Patience. Der Grimoire

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Aus grauer Vorzeit sind die Tarot-Karten zu uns gekommen.
In sich bergen sie ein Geheimnis, die Schlüssel zu ewigen Mysterien.
Viele kamen zu ihnen, um all das zu erfahren, wonach sie so sehr verlangten.
Doch was sie dort erfuhren – wage es zu ahnen.
Legenden und Mythen kreisen um das Tarot.
Eine von ihnen berichtet vom rätselhaften Medici-Solitär.
Er lenkt das Schicksal der Zukunft, so besagt es die Legende.
Ob Wahrheit oder Täuschung – prüfe es selbst und erfahre es.
Beschreite den langen Pfad des Suchenden nach Antworten.
Wähle mutig auf deinem Pfad und löse alle Rätsel in ihrer Gänze.
Und solltest du deinen Pfad bis zum äußersten Ende beschreiten,
Dann wirst du erkennen, wo einst das Leid des Verstandes wohnte.
Möge dir dieses Buch Steuermann und Führer sein,
Dich sicher geleiten auf dem Kurs zwischen den Klippen.
Nimm dein Erbe an, das das Tarot so treu gehütet hat.
Es hat so lange auf dich gewartet… Es harrt weiter deiner…
…
Mythen und Legenden umhüllen die Karten des Tarot.
Eine solche Legende ist der Medici-Patience.
Der Legende nach vermag dieser Solitär, das kommende Schicksal zu lenken.
Ausgabe 2026
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Kapitel 1 Einführung in das Stalking.
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Was also ist Stalking?
Das Leben ist ein Mosaik aus Millionen Wahlmöglichkeiten und tausend Pfaden der Erfahrung.
Doch ist es auch ein Ensemble von Gebirgskämmen aus Regeln und Begrenzungen. Regeln und Gesetze erschaffen ein Labyrinth des geschlossenen Kreises des Lebens, aus dem es so schwer ist, in die Welt seiner Träume auszubrechen.
Millionen zweibeiniger Raubtiere zerreißen das Leben des Neulings, der gerade in diese Welt eingetreten ist. Und so jagen sie ihn im Kreis ihres eigens erschaffenen Panoptikums, wie ein Eichhörnchen im Rad – sein ganzes Leben hindurch.2
Der Autor erkennt einen Funken Sinn in der asozialen Sicht der „Diebe im Gesetz“, die die Gesellschaft als einen Verschlag für Schafe betrachten. Dennoch verweigert er ihren Pfad als den einzig wahren und rechten.
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Reis. Wer blickt wohin – die Jahre auf den Menschen, oder der Mensch in die Jahre?3
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Seit Urzeiten galten im Gebirge graue Schläfen und die Erfahrung der Alten mehr als Gold.
Sie kannten wenig bekannte Pfade und Übergänge über die Pässe. Unzugänglich und todbringend für alles Lebendige nahezu das ganze Jahr hindurch, scharf wie eine Klinge des Hasses, mit bodenlosen Abgründen und Schluchten.
Die Erfahrung und das Wissen der Ältesten, das Wissen um ihre Heimat in Zeiten der Not, wenn Katastrophen oder Feinde über die friedlichen Schaffenden hereinbrachen, waren das Pfand für das Überleben ihres Volkes.
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Reis. Der alte Baum unter dem Himmel – er knarrt noch immer, knarrt.4
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Und sie wurden ehrfürchtig ‚Aksakale‘ genannt.
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Reis. Siehst du den Jäger? Nicht?! Doch er ist da!… und er ist immer da (Anm. des Autors)5 6
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In waldigen Gegenden, wo oftmals niemals ein Sonnenstrahl den Erdboden berührt hat. Sondern sich nur vielfach in Myriaden lebendiger Seelen spiegelte, die sich nach ihm sehnen.
Das Chaos des Lebensüberschwangs kann jeden Unkundigen in seinem Dickicht in die Irre führen. Indem es den Wanderer unwiederbringlich in seine Tiefen zieht, bis er schließlich völlig erschöpft ist.
Doch auch dort gab es stets jene, die nach nur ihnen sichtbaren Zeichen sicher den Pfad im Gewirr des Lebens finden.
Furchtlos wagte er sich in das Dickicht der Taiga oder des Dschungels, als wäre es seine eigene Westentasche. Und sie kehrten zurück zu den Liebenden, die ihrer harrten – mit Beute.
Und man nannte sie mit Stolz – Jäger. Mit großem „J“.
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Reis. Gleich werden wir uns an frischer Beute sattessen! Nicht wahr, Herr?7
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Reis. Hat jemand einen gut durchgebratenen Reisenden bestellt? Für eine falsche Bestellung gibt es Strafe – eine dreitägige Fata Morgana mit dem Reisenden!8
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Im flirrenden Glühen der Wüste erscheint wie eine Fata Morgana die Silhouette einer Gestalt, die wie aufgezogen dahinschreitet.
Und nach einer Zeit, in der das Bewusstsein kaum zu fassen vermag, was geschieht, steht neben dir – flammend von Hitze – ein Wanderer aus dem Jenseits.
Dort, woher er kam, starben selbst die Eidechsen – wenn sie nicht schon nach zwei, drei Jahren von selbst verendeten, dann vor Staunen, als sie die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses ausrechneten.
Wie hat er dort überlebt, wo es Hunderte von Werst weder Wasser noch Schatten gibt?
Wie ist er nicht am Flüstern der Unendlichkeit und der Zeitlosigkeit dem Wahnsinn verfallen? Woher kam er, wohin geht er – was sucht er?
Wen hat er gerettet und wen wird er noch retten, und wen gar bestrafen?
Und voller Respekt und in ehrfurchtsvoller Unkenntnis nannten sie ihn so und erzählten es später ihren Kindern wie eine Legende – den Ranger.
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Reis. Vernimm das Flüstern der unendlichen Ewigkeit.9
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Reis. Nicht immer gelingt es, den Pfad sogleich zu finden.10
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Und so fährt der Blitz herab aus dem Himmel, ruckweise, in Sprüngen von 100—150 Metern, sich verzweigend wie ein Baum der Wahrscheinlichkeiten möglicher Entwicklungen.
Er sucht aus Milliarden von Möglichkeiten seines Abstiegs die wahrhaftigsten und leichtesten aus. Jene, die mit minimalem Energieaufwand das Maximum an künftigen Bewegungsmöglichkeiten eröffnen.
Und wenn jemand daran zweifelt, dass der Pfad des Blitzes der optimalste war – so trete er unter seinen Schlag. Und im letzten Augenblick seines Lebens wird er empfinden, dass die Kraft des Blitzes auf ihrem Weg nicht vergeblich verschwendet wurde. Von ihrem allerersten Ursprung bis zu ihrem Untergang. Sie blieb bewahrt, häufiger noch vermehrte sie sich sogar.
Der Blitz leitete den Überschuss an Kraft vom Himmel hinab in die Erde, und das Gleichgewicht wurde erneut hergestellt.
All dies offenbart, dass Stalking kein Monopol der Stalker ist, sondern eine uralte Kunst des Überlebens und der Orientierung, des Verstehens der Welt, des eigenen Platzes darin und der Wiederherstellung des Gleichgewichts in der Welt.
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Reis. Die Wahl bestimmt das Ergebnis.11
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Reis. Gibt es eine Begabung zur gegenseitig fruchtbaren Zusammenarbeit? Und wenn ich sie finde?12
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Der Stalker ist zugleich der Blitz der Wahl, der Jäger des Willens, der Ranger des Geistes und der Aksakal der Erfahrung.
Dies ist das Weltgefüge selbst, das versucht, dem Weltgefüge in die Augen zu blicken und darin sein eigenes Spiegelbild und das Begreifen seiner selbst zu erkennen.
Fasst man die wesentlichen Merkmale des Stalkings kurz zusammen, lassen sich folgende Aspekte hervorheben:
1. Stalking ist eine Magie, deren Geschichte viele Jahrtausende umfasst (mehr als 50) und die zu den ältesten Techniken zählt.
2. Im Gegensatz zu den zahlreichen bekannten Arten der Magie wie etwa Hypnose, Telekinese, Pyrokinese und anderen ist Stalking eher eine passiv innere denn eine aktiv äußere Technik.
Der Sinn des Stalkings liegt oft in einer inneren Mitschwingung mit Die Welt oder einzelnen ihrer Elemente.
Dies kann auf verschiedenen Bewusstseinsstufen geschehen: von der physischen bis zur kausalen, auf vielfältige Weise und durch verschiedene Mittel.
Mit Techniken unterschiedlichster Schulen und Wege.
3. Stalking ist von vielfacher Gestalt und bildet im Grunde einfach das Fundament der Magie selbst.
Deshalb wurde es niemals besonders als eigenständige Wissenschaft und Praxis herausgestellt.
Denn tatsächlich – davon ist der Autor zutiefst überzeugt – existiert keinerlei Magie außer dem Stalking in seinen vielfältigen Ausprägungen und Formen.
Alle heute bekannten Arten der Magie sind nicht mehr als verschiedene Schulen, die dem Stalking ihre eigenen Etiketten angehängt haben.
4. Stalking ist zuallererst die Kunst, Die Welt zu verstehen, ihre Ziele und Aufgaben zu durchdringen und die Fähigkeit, einen langen und fruchtbaren Dialog mit Die Welt zu führen.
Wie ein Teil, der mit ihm eins ist, unmittelbar in ihn eintritt und bewusst sowie freiwillig seine Ziele und Bestimmungen erfüllt.
So lernt die Zelle des Körpers, einen Dialog mit dem gesamten Körper zu führen. Und jene Zelle, die diese Kunst gemeistert hat, wird zur Nervenzelle der Welt – zum Stalker.
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Reis. Wissen eröffnet die Möglichkeit zum Verstehen. Verstehen verleiht die Kraft, sich über das Unwissen zu erheben.13
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ACHTUNG!
Dieses Buch ist als Selbstlehrwerk für Stalking verfasst.
Insbesondere beleuchtet er die Programmierung von Ereignissen mithilfe der Kleinen Arkana des Tarot.
Um das Wissen zu verinnerlichen, ja bis in das Bewusstsein der Zellen des Rückenmarks eindringen zu lassen, gilt es, nach der Lektüre jedes Kapitels die „Hausaufgabe“ zu erfüllen.
Für ein noch wirksameres Lernen empfiehlt es sich, sämtliche Antworten in einem Ausbildungszeitschrift niederzuschreiben.
Damit aus der Quantität der Erkenntnis schließlich Qualität erwächst, wird geraten, die eigenen Aufzeichnungen regelmäßig erneut zu lesen.
Ebenfalls wird empfohlen, die Antworten so zu formulieren, dass in den Aufzeichnungen weite Ränder für spätere Kommentare verbleiben.
Es wird zudem empfohlen, in der Zeitschrift der Antworten Methoden zur Strukturierung der Informationen einzusetzen. Zum Beispiel: farbige Stifte, Lesezeichen, Aufkleber und weiteres…
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ACHTUNG!
Schriftliche Antworten auf Fragen sind etwa dreimal wirksamer als gedankliche Antworten.
Schriftliche Antworten auf Fragen in einer einzigen Zeitschrift sind etwa dreimal wirksamer als einfache schriftliche Antworten.
Das wiederholte Lesen der Zeitschrift mit den Antworten macht ihr Verständnis etwa dreimal effektiver.
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Die Entscheidung, wie Sie die Hausaufgabe genau machen, liegt bei Ihnen…
…wie zuvor.
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Abschnitt Hausaufgabe Nr. 1..

Reis. »Es gibt einen Künstler, der mit Licht malt. Du weißt vermutlich davon. Er hält eine Fotokamera in den Händen. Der Klang des Verschlusses – und die Zeit steht still…«14
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0. Legen Sie eine Zeitschrift, ein dickes Notizbuch oder einen Schnellhefter für die Aufzeichnungen zu den Hausaufgaben an.
Empfohlen werden karierte Blätter.
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ACHTUNG!
Es wird erwartet, dass alle Antworten auf die Fragen zu dieser und allen folgenden Hausaufgaben schriftlich erfolgen. Und nur schriftlich.
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1. Was hält der Autor für die „drei Säulen“ des Stalkings? Zählen Sie sie auf. Erklären Sie es mit eigenen Worten.15
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2. Finden Sie in der Gesellschaft Berufe, die dem ersten „Wal“ des Stalking ähneln. Was ist Menschen dieses Berufs gemeinsam im Charakter?
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3. Stellen Sie sich vor, die Menschen des ersten „Wal“-Berufs würden aus der Gesellschaft verschwinden. Was würde geschehen?
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4. Finden Sie in der Gesellschaft Berufe, die dem zweiten „Wal“ des Stalking ähneln. Was ist Menschen dieses Berufs gemeinsam im Charakter?
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5. Stellen Sie sich vor, die Menschen des zweiten „Wal“-Berufs würden aus der Gesellschaft verschwinden. Was würde geschehen?
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6. Finden Sie in der Gesellschaft Berufe, die dem dritten „Wal“ des Stalking ähneln. Was ist Menschen dieses Berufs gemeinsam im Charakter?
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7. Streichen Sie gedanklich jene Menschen aus dem sozialen Gefüge, deren Beruf dem dritten «Rk» entspricht. Was geschieht?
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8. Entdecken Sie innerhalb der Gesellschaft jene Berufe, die dem vierten «Rk» des Stalking gleichkommen. Was ist Menschen dieses Berufs gemeinsam im Charakter?
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9. Streichen Sie gedanklich jene Menschen aus dem sozialen Gefüge, deren Beruf dem vierten «Rk» entspricht. Was geschieht?
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10. Was vermag die innere Vereinigung aller drei Schlüsseleigenschaften der drei «Rk» des Stalking im Wesen eines Einzelnen zu bewirken? Welche charakteristischen Zeichen könnten sich in Charakter und Verhalten eines solchen Menschen offenbaren?
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11. Welche wesentlichen Charakterzüge unterscheiden einen Stalker von einem durchschnittlichen Menschen?
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12. Nennen Sie Beispiele bekannter historischer Persönlichkeiten, die den von Ihnen ermittelten Kriterien eines Stalkers entsprechen.
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Reis. «Meine Fotografien brennen. Worte und Ungenauigkeiten sterben. Das ist unsere gemeinsame Biografie. Unsere gelassene Vergangenheit…»16 17
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Kapitel 2 Wie ein Magier zum Stalker wird.
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Reis. Die Evolution des Magiers im Zeitraffer.18
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Als Beispiel wird auf humorvoll-aufrichtige Weise der reale Pfad der Evolution des Magiers zum Stalker beschrieben.19
Natürlich vollzieht sich eine solche Evolution nicht in nur einem Jahr …
Und wie die Regel es will, auch nicht in nur einem Leben …
… und sie wird bei Weitem nicht von allen durchschritten, denn nicht jeder Scherz der Magie wird vom noch ungefestigten Wesen eines jungen, selbstsicheren Magiers verdaut …
… doch verweilen wir nicht beim Traurigen …
So denn – die Evolution des Magiers – im Zeitraffer, versteht sich.
…
Als jemand, der gelegentlich Zaubersprüche wirkte, also ein wenig praktizierte, kann ich mit Gewissheit erprobtes Wissen weitergeben.
Nehmen wir etwa einen klassischen Fall als Beispiel:
Ihr seid ein Magier, sie eine Prinzessin. Es muss sein, dass sie nicht einfach nur eine Prinzessin ist, sondern bis über beide Ohren in euch verliebt.
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Reis. Auf in den Angriff, meine Kürassiere!20
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1. Gleich, im Nu, werden wir hier etwas wahrlich Magisches vollbringen – nicht kindisch, sondern echt…
Zaubersprüche werden nach Belieben gewirkt! Oder sagt man richtiger: «gewirken»? Ganz gleich – wir tanzen!
Alles, was die alten vom Zauber erzählen, ist barer Unsinn! Sie selbst verstehen nichts davon und lassen, verdammt, auch die anderen nicht zum Zuge kommen…
Sooo… mit einem kühnen Kavallerieangriff gleich —
RRRRRRRАААААААZZZZZZZzzzсссссссссссссс
…tfffaaffaff…
…tffffiiififi…
…ММММММММmmmmm…
Verd…нннннннннн, wie weh das tut!!!
Was war das nur?!
Wie viele Zähne sind dabei wohl ausgeschlagen worden!..
Interessant, wie stehen prinzipiell Prinzessinnen zu Menschen mit Zahnlücken und solchen, die nur ein wenig vollkommen zahnlos sind?
Man muss einen Zauberspruch für blendende, alle ohne Ausnahme – Prinzessinnen aller Rassen, Zeiten und Völker – bezaubernde Schönheit weben…
Nun gut, vielleicht doch nicht ganz alle… und der Narr mit ihr, nicht überall – sei’s drum, eben jene eine, ganz konkret, die Prinzessin…
Na gut, nicht blendend, aber verdammt – bezauberrrrrrrеееееееnd!!!
Verdammt, im Grunde sind ja noch ein paar Zähne übrig geblieben…
Vielleicht, bevor alle Zähne endgültig ausgeschlagen werden, Jungs – sollten wir besser zum Zahnarzt gehen?
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Reis. Schaukeln gibt es nicht nur im Kindergarten.21
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2. Ausgehend vom ersten Punkt, für jene, denen es gelang, am Leben zu bleiben – gemäß Punkt 1 – kann man dezent andeuten, dass es gut wäre, die Zaubersprüche zu reimen.
So, dass sie sich in Wellen über das Objekt legen – gleichsam ‚wie am Meer’.
Im Übrigen besagt dies auch das Gesetz des Rhythmus nach den Tafeln.
Das mindert den magischen Rückschlag zwar nicht, doch macht er ihn angenehmer und vertrauter.
Das heißt, der Rückschlag zerreißt einen nicht mehr entzwei wie eine Sprotte, sondern quetscht und walzt einen wohlig über das Pentakel. Und außerdem ist das Muster der Blutspritzer an den Wänden viel schöner als nach denen, die sich an den ersten Punkt gehalten haben…
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Verdammt, STIMMT – das müsste in Reimen sein…
Das sind wahre Verse geworden, das verstehe ich – Liebe…
Sogar die freche Katze schmiegt sich schon an…
Allerdings – irgendwie zu jedem, ganz ohne Unterschied…
Die Prinzessin lächelt… sie lächelt…
Irgendwie lächelt sie völlig dem Falschen zu, die Närrin…
Man muss sie stärker verzaubern – so…
Mit einem fünfhebigen Jambus, dann kommt sie nicht mehr davon…
Ganz genau…
Ooooooo – wie gut das ist…
Und was kommt am Ende?
Prinzessin?
Nee – «Prinzessin» reimt sich nicht!
Verdammt, wie konnte ich nur nicht gleich merken, dass „Prinzessin“ sich nicht reimt?
Wenn ich jetzt nicht dringend etwas im Reim sage – magischer Rückschlag dааааааааааррррррррurchfährt mich, sаааааааchickt mich zur Sprotte!!!!!…
Sieh nur, wie viel Magie sich hier verdichtet…
Ich muss dringend etwas Reimendes sagen…
Was habe ich denn da gesagt????…
…
Uppppps… das war nicht ich!
Neeeeee – ehrlich, das war wahrlich nicht mein Werk…
…
Zu spät… (Mächtig und durchdringend erklingt Mozarts „Requiem“ – der Standardspruch „Sperrklinke“ von SchM hat gewirkt)22
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Reis. Egregoren werden nicht ausgewählt! Es sind die Egregoren, die wählen! Was ist das Ursprüngliche? Was ist das Nachgeordnete? Diese Debatten währen schon eine Ewigkeit…23 24
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3. Für jene, die – gleich wahren Theoretikern – nicht nur den ersten, sondern auch den zweiten Punkt in der Praxis erprobten, dabei fluchend und schwankend ihren Standpunkt verkündeten: Man hätte warnen müssen, so eine Hose wird heute wohl nicht mehr genäht, worin soll man denn gehen…
Man könnte beiläufig erwähnen, dass das Wirken von Zaubersprüchen auf eigene Kraft ein wenig ermüdend ist.
Und außerdem macht das heute wirklich niemand mehr.
Nun ja, vielleicht nur im Kampf, wenn alle Stäbe und Zauberstäbe bereits aufgebraucht sind und die Feinde unaufhaltsam weiter ins Visier kriechen.
Und überhaupt nennt man das obszöne Flüche.
Doch hinter den Kulissen der Akademie der Magier heißt es, dass alles Bedeutende nicht von dem selbst ausgesprochenen Zauberspruch kommt, sondern im Namen seines astralen 'Dachs' (oder eben Kellers, je nachdem, welches Design einem besser gefällt).
Deshalb blättert man, nachdem man sich den noch immer rauchenden Schädel (nach Punkt 1 und 2) gekratzt hat, eilig im Katalog der astralen Dächer, Keller und kleiner Mansardenzimmer.
Ein passender Schuppen wird in Magonia auserkoren.25
Und beim nächsten Mal, bereits zuvor geübt, den Namen des astralen „Daches“ auszurufen und das Unheil vorahnend…
…wählt man die überflüssigsten Hosen aus und nach kurzem Überlegen auch die Pantoffeln, jene, die noch imstande waren zu stehen und zu bestehen – sie schreiten weiter zum Punkt… sie schreiten weiter…
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Reis. Den Elefanten des Padischahs gebührt der Weg! Eine uralte Freske mit Spuren von DNA-Spritzern eines unbekannten Helden.26
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4. Ja, verdammt, sie schreiten schon nicht mehr weiter, das war früher so! Verdammt. нннннннNnnnnnn, wie er doch über den Pentakel hinwegrollt! Direkt hinein in alle fünf Dimensionen!!!
Wer im dritten Punkt sagte, dass der magische Rückschlag einen bis zu den Schuhen plätten kann – JUGENDLICHE!!!!!
Doch unter dem astralen Dach, wenn es auf dich herabstürzt, drückt es so richtig – sofort und für immer,
Da erkennst du augenblicklich, dass du nicht nur verstanden, sondern auch – durchdrungen hast, wie sehr du, zum Kuckuck, im ersten, im zweiten und BESONDERS im ersten Punkt geirrt hast!
Hattest du das schon gesagt?
Nun denn, was war da eigentlich der Punkt?
Rechnen Sie jetzt selbst, ja …
Mir geht es ohnehin gut – als fleischiger, dampfender Pfannkuchen, frischgedruckt, an der Wand, auf einem blutigen Teppich …
Unaufdringlich so beim Boxen mit Boden, Decke und Asphalt …
… verdammt, woher kommt überhaupt der Asphalt? … Asphalt haben sie ja noch nicht einmal erfunden!
… aber egal, der Narr soll's haben mit dem Asphalt!
… im Grunde beginnt man nach zwei, drei Litern verschmierten Blutes und Rotzes vage zu ahnen, dass da, verdammt, irgendetwas übersehen wurde!
Es scheint, als fehle etwas Notwendiges?! Was könnte das nur sein?
Doch es bleibt dir nichts anderes übrig, und so schreitest du zum nächsten Punkt – …
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Reis. So ist es! Und knote es fester! Fester! Mit dem Schweißgerät! Und vergiss nicht wie üblich die bezahlte Versicherung, dreifach ausgestellt!27
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5. …ммммммммM M M M M …
… a a a aАААААААА…
… (unverständliche Worte, Klagen, Schluchzen, hysterisches, wahnsinniges Lachen und sich entfernende eilende Schritte) …
Doch der Körper fordert sein Recht, diesem widerborstigen Geschöpf will es nach Leben verlangen, und du begreifst: Verdammt, – niemals!
NIE, verdammt noch mal, wirklich, wirst du dich ans Steuer dieses Staubsaugers setzen…
…
Oder fast nie.
Und aufstehen wirst du ganz bestimmt nicht – die Erde, wie sich herausstellt, schlägt so schmerzhaft zu, wenn man mit dem Gesicht darauf fällt …
Nun, vielleicht legst du dich hin … zum Beispiel in Kremers Badewanne …28
Und überhaupt – warum muss immer ich allein für alle den Kopf hinhalten?!



