Kann man Gott lernen oder was die Macht macht.

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Kann man Gott lernen?
Oder
Was die Macht macht!
BUCH II
von
G. L. Spring
1. Auflage 2017
Eine fantastische Geschichte
Diese Geschichte ist frei erfunden. Alle Namen, handelnden Personen, Orte und Begebenheiten, entspringen der Phantasie des Autors. Jede Ähnlichkeit mit real lebenden oder toten Personen ist unbeabsichtigt und reiner Zufall!
Obwohl teilweise, von wahren Begebenheiten beeinflusst. Ist die Geschichte frei erfunden.
Alles andere wäre zu Fantastisch
Freiheit, ist immer die Freiheit, des Einzelnen!
Dann konzentriere ich mich auf die Gedanken aller Bürger in dem Land. Alle sollen es hören und niemals vergessen es soll in ihren Köpfen hallen und sich anhören, wie wenn die Stimme direkt aus den Wolken kommt, dann lege ich los, «Wenn ihr noch einen Menschen, in meinem Namen tötet. Werde ich euch alle vernichten!» Danach beame ich zurück in meine Wohnung. So, ich schaue an mir herab, kein Blut zu sehen. Im Spiegel auch nicht. Gut! Der Nachrichtensender berichtet live, über einen unerklärlichen Vorfall vor dem Gerichtsgebäude in Riad der Hauptstadt von Saudi Arabien. Sie zeigen live Bilder. Die Verurteilten knien auf dem Platz. Um sie herum liegen vier Tote, alle Menschen, die zu sehen sind, halten sich die Ohren zu während sie auf dem Boden liegen, die Stirn auf den Boden gepresst, auch die Vertreter des Königshauses. (Was ist da passiert? Auf die Erklärung bin ich gespannt. (lach)). Es ist kurz vor acht, Zeit zu gehen, ich muss die Jungs zu dem Haus fahren und Sven zu Julius bringen. Vor dem Eingang stehen vier Jungs. Die zwei neuen Gesichter stehen etwas verschüchtert da. Was haben die Drei ihnen erzählt? «Hallo! Kevin, du weißt, was ihr zu tun habt.», Kevin stellt die beiden neuen Gesichter vor, bevor er antwortet. «Ja, wir räumen den Rest aus dem Haus. Dann machen wir die Garage leer.»
«Habt ihr schon gefrühstückt?» «Nein, wir frühstücken nie.», auch gut. «Dann steigt mal ein.» Nachdem endlich alle im VAN sitzen, fahre ich zur nächsten Bäckerei. Ich drücke Kevin einen Fünfziger in die Hand und schicke in da rein. «Geh und hole euch etwas zu essen, süße Stückchen, ein paar Belegte, wenn ihr nicht frühstückt, macht ihr eben Vesper und bring etwas zu trinken mit.», nach 10 Minuten sind sie wieder da, beladen wie Packesel. Der Hungertod ist abgewendet, wir fahren zu dem Haus. «Kevin, wie sieht es mit neuen Schlössern aus?» «Das dauert ein paar Tage, das Beste was auf dem Markt ist muss mein Onkel bestellen.» «Dann sollte er sich vorher ansehen was er bestellt.»
«Ich rufe ihn an, er soll vorbeikommen.», wir sind vor dem Haus. In der Einfahrt steht eine Schuttmulde. Die Drei steigen aus und gehen mit ihren Vorräten ins Haus. Dort ist nicht mehr viel zu tun, ich gebe Kevin Geld für Pizza, man muss auch mittags essen. Und sage, dass wenn sie fertig sind und ich nicht da bin, sollen sie mit einem Taxi nach Hause fahren. Dann fahre ich mit Sven zu Julius. Als wir in das Atelier kommen, kommt uns Julius entgegen. «Der Anzug ist fertig.», sagts und verschwindet in seinem Kabuff, gleich darauf steht er mit dem Anzug über dem Arm vor uns. Er drückt mir das Teil in die Hand. «Anziehen, bitte schön.» «Julius, darf ich dir Sven vorstellen, das ist dein Praktikant.», er sieht Sven an, läuft um ihn herum und schüttelt den Kopf. «Dem muss ich erst etwas Anständiges anziehen. Das geht gar nicht!» Sven sieht ihn entsetzt an und läuft rot an. Ich grinse. «Da musst du durch Sven.», der Anzug sitzt wie angegossen, alles Super. «Das ist hervorragende Arbeit Julius. Wann fährst du nach Altlauenberg?» «Das vergesse ich schon nicht, wenn meine Kollegin ein paar Tage Luft hat, erledigen wir das.», versichert er. «Zum Mittag nimmst du Sven mit zu deiner Tante, Rechnung an mich, tschüss.», ich gespannt, ob die beiden miteinander klar kommen. Sven Hetero und mit Julius kann man eine Drei Zimmer Wohnung heizen. Wie er Sven einkleidet, ist bestimmt interessant. Mein Handy klingelt. «Laurenz.» «Holz, ich habe das Konzept soweit fertig. Wir müssten uns das ansehen.» «Haben sie Schlüssel für die Schreinerei?», er druckst herum, ich sage. «Sie haben welche, wo liegt das Problem. Wenn alles fertig ist kommen neue Schlösser rein. Soll ich sie abholen?»
«Ich stehe vor der Schreinerei, es sind eine Menge Leute auf dem Grundstück. Einige Lkw stehen auch da.», ich hole tief Luft, ob das eine Bolgenstein Aktion ist. Zu ihm passen würde es.
«Ich bin gleich da.», ich rufe Frau Miller an und frage nach den Schlüsseln für die Schreinerei. Sie sagt die liegen bei ihr, der Grundbucheintrag ist auch gemacht. «Okay, wir treffen uns in einer halben Stunde in der Schreinerei, bringen sie die Unterlagen mit.»
«Ich habe einen Termin. Ich kann frühestens in zwei Stunden dort sein.», sagt Frau Miller. «Okay, dann in zwei Stunden.», ich lege auf und rufe Herrn Holz an. «Passen sie auf, ob Einer der Leute einen Anruf bekommt, ich bin gleich da.», wenn das eine linke Tour von Bolgenstein ist. Wird er das bereuen, das schwöre ich! Nach knapp zehn Minuten bin ich vor der Schreinerei, es stehen drei große Lkw auf dem Hof, ich stelle mich quer vor die Einfahrt und steige aus. Etwas weiter vorne sehe ich Herrn Holz. «Guten Tag.», ich schüttle ihm die Hand. «Haben sie herausgefunden was die hier machen?» «Es sieht aus als würden sie die Maschinen abbauen.» «He, Sie.», ruft jemand von hinten, ich drehe mich um, da steht ein Mann in einem Overall neben dem VAN und gestikuliert herum. Ich gehe zurück. «Was ist?» «Sie können hier nicht stehen bleiben.» «Warum?» «Weil wir hier rausfahren müssen, sehen sie die Lkw nicht.» «Doch die sehe ich und ich frage mich was die auf meinem Hof zu suchen haben?» «Das ist nicht ihr Hof, verschwinden sie hier.», ich schiebe ihn auf die Seite und gehe an ihm vorbei.
«Jetzt sehen wir uns einmal an was sie hier machen.», er hält mich an der Jacke fest.
«Verschwinden sie, das geht sie nichts an.» «Wenn sie nicht sofort die Finger von mir nehmen, wird es sehr schmerzhaft für sie.», jetzt packt er mich am Revers, wie ich das hasse! Ich ziehe das Knie hoch, er bekommt keine Luft mehr. Mein Revers lässt er los, ich ihn bei den Haaren und schlage seinen Kopf zweimal gegen die Wand der Einfahrt. Jetzt liegt er vor mir, er sieht übel aus. Als er sich wieder aufgerappelt hat, er ist auf den Knien. Frage ich. «Ist es jetzt gut, ich kann das noch besser?», er hebt die Hände zur Abwehr, dabei mache ich gar nichts, im Moment jedenfalls. «Kann ich jetzt ansehen was sie auf meinem Grundstück machen?», ich packe ihn an seinem Overall und ziehe in auf die Füße, dann stoße ihn auf den Hof. Als wir an einem Lkw vorbeikommen, sehe ich auf der Ladefläche Maschinenteile. «Wer hat euch beauftragt, die Maschinen abzubauen?» «Herr Dr. Görlich!», ich bin perplex, damit habe ich nicht gerechnet. «Kommen sie bitte her.», rufe ich Herrn Holz zu. Während er kommt, rufe ich den Makler an, seine Sekretärin ziert sich, sie will mich nicht verbinden. «Sagen sie ihrem Chef, wenn er nicht sofort an das Telefon kommt, bin ich in zehn Minuten bei euch und dann redet er mit mir.», unmittelbar darauf ist Herr Dr. Görlich am Apparat.
«Sie sind in einer halben Stunde in der Schreinerei und bringen sie Bargeld mit, viel Bargeld.», sage ich zu ihm. «Warum sollte ich?», Herr Holz steht neben mir. «Herr Holz, wie viel sind die Maschinen wert?» «Ich schätze, ca, 400000,-DM!», ich wende mich wieder an Dr. Görlich. «Weil ich gerade auf dem Hof der Schreinerei stehe. Und ihre Leute dabei sind, meine Maschinen abzubauen. Deshalb gehe ich davon aus, sie wollen die Maschinen kaufen. Die kosten zum Tagespreis, 450000,-DM. Und genau diese Summe bringen sie hier vorbei. Wenn nicht, werde ich die ganze Bande verhaften lassen. Also lassen sie den Schurz wackeln die Zeit wird knapp.» «Ich kann soviel Geld in der Zeit nicht besorgen!» «Das ist mir egal, ich nehme auch Diamanten oder Gold. An ihrer Stelle würde ich mich beeilen. Ach ja und bringen sie alle Schlüssel und relevanten Unterlagen für das Grundstück und die Anlagen mit.», ich lege auf, zu meinem Opfer sage ich. «Wenn euer Auftraggeber die Kohle nicht auftreibt. Werdet ihr alles wieder einbauen und zwar so, dass es funktioniert.», Herr Holz sieht mich skeptisch an, ich zünde mir eine Zigarre an.
«Kommen sie, wir sehen nach was der Kühlschrank hergibt.», wir gehen zum VAN, ich mache die hintere Tür auf und sehe in den Kühlschrank, Cola und Wasser ist da, ich muss ihn auffüllen. «Das ist ja eine geile Karre, geht der Fernseher?», sagt Herr Holz, ich lache. «Probieren sie es aus und nehmen sie sich etwas zu trinken.»
Damit ist er beschäftigt, er spielt an dem Fernseher herum, das muss das Kind im Mann sein. Ich setzte mich auf den Einstieg, genieße eine Zigarre, trinke eine Cola und warte. Inzwischen haben sich die Arbeiter um den Lkw versammelt, das sind über zehn Leute, da hat Görlich ein Super Geschäft gemacht. Dr. Görlich kommt nach fünfundvierzig Minuten, er hat es eilig, kaum steht sein Wagen, springt er auch schon heraus und kommt auf mich zu. «Wo ist das Geld?» «Ich…..» «Interessiert mich nicht! Wo ist die Kohle?», ich hole mein Handy heraus. «Was haben sie vor?» «Ich rufe die Polizei. Die soll das alles aufnehmen und sie dürfen sich auf einen langen, teuren Prozess einrichten.» «Wir können uns bestimmt anders einigen.» «Wie bitte?» «Ich habe da ein Grundstück….» «Wollen sie mich verarschen?» «Ich habe ein paar Eigentumswohnungen, ich überschreibe ihnen eine davon.» «Das muss ich mir erst ansehen, rufen sie Frau Miller an. Sie soll eine Liste aller Immobilien, die ihnen gehören mitbringen. Ich suche mir etwas aus.», ich nehme ihn am Arm und gehe mit ihm soweit weg, dass uns Holz nicht hören kann. «Ich sage ihnen das nur einmal, wenn sie glauben Bolgenstein ist ein harter Geschäftspartner. Haben sie mich noch nicht kennengelernt. Wenn sie mich verarschen, verschwinden sie einfach von der Bildfläche. Aber sie dürfen es gerne ausprobieren, eine weitere Chance bekommen sie nicht denken sie daran!» Wir gehen zurück, er ruft Frau Miller an und beauftragt sie eine Liste aller Immobilien die ihm gehören zur Schreinerei zu bringen. «Und einen blanko Kaufvertrag nicht vergessen.», werfe ich ein. Dr. Görlich erledigt alles wie gewünscht, dann warten wir auf Frau Miller. Ich rufe Dr. Sitierling an und werde gleich durchgestellt. «Haben sie einen dringenden Termin?» «Herr Laurenz, wie es sich anhört habe ich gleich einen! Für sie habe ich immer Zeit!», Mann, kann der lügen. «Können sie in einer halben Stunde in der Schreinerei sein?» «Das kann ich schaffen, was ist los?» «Bringen sie einen blanko Kaufvertrag mit, der Käufer ist Dr. Görlich. Sie werden Augen machen!», er lacht offenbar in sich hinein. «Sie sind immer für eine Überraschung gut, ich fahre gleich los!» «Danke.»
Als ich auflege, fährt gerade Frau Miller auf den Hof, sie geht zu ihrem Chef, sie unterhalten sich. Dann kommt Dr. Görlich mit einem Schnellhefter in der Hand zu mir. «Hier.», er streckt mir den Schnellhefter hin. Da sind bestimmt fünfzig Wohnungen aufgelistet. Ich sehe mir die Liste in Ruhe an. Eine der Adressen ist, Am Sonnengrund 3. Das ist der Prominenten Tempel, das sehe ich mir genauer an. Zwei Zimmer, fast achtzig Quadratmeter, das ist ein Schnäppchen, die nehme ich. Wenn ich ihm das sage, wird es ihm bestimmt schlecht. (Damit ist er doppelt bestraft, bei der Wohnung legt er richtig drauf und dann muss er noch die Leute bezahlen, die die Maschinen abbauen.) Dr. Sitierling fährt auf den Hof, direkt vor meinen VAN. Wir gehen etwas zur Seite und ich erkläre ihm die Situation. Und dass ich mir diese Wohnung herausgesucht habe. «Die ist das Dreifache wert!», sagt er. «Das ist mir egal! Habe ich gesagt, er soll mich beklauen?», wir gehen zu Dr. Görlich. «Die Wohnung nehme ich!», ich zeige ihm den Eintrag und er wird blass. «Das geht nicht, das sind viel mehr als 450000,-DM.» «Ihr Pech, bringen sie das Geld her oder machen sie den Vertrag für die Wohnung fertig!», er sieht Dr. Sitierling an, der zuckt mit den Schultern und geht weg. «Wie wollen sie es haben, es gibt noch eine Möglichkeit.» «Welche?» «Wir holen die Polizei und alles geht seinen Gang.» «Nein!», er wendet sich zu Frau Miller. «Machen sie den Vertrag fertig! Was macht Dr. Sitierling hier?» «Er ist der Anwalt meines Vertrauens, er unterschreibt als Zeuge! Dann brauchen wir einen Tauschvertrag, Wohnung gegen Maschinen. Das regelt Dr. Sitierling.» Nachdem Frau Miller den Vertrag ausgefüllt hat, gebe ich ihn an Dr. Sitierling weiter, er soll prüfen, ob er auch vor Gericht Bestand hat. «Na ja, der Vertrag muss notariell beglaubigt werden aber das können wir gleich hier regeln.», mir sagt er ins Ohr. «Das kostet aber ein paar Mark, das wird fünfstellig.» «Kein Problem.», er nimmt sein Handy und geht auf die Seite, nach fünf Minuten ist er fröhlich vor sich hin grinsend wieder da. «Der Notar ist in 20 Minuten da.», Dr. Görlich verliert noch mehr an Farbe. «Was setzen wir als Kaufpreis ein?» «Was ist die Wohnung wert?» «Ich schätze 1,2 Mio. DM» «Dann schreiben wir eine Mio. rein.» So teilen wir das Dr. Görlich mit, für den ist der Tag gelaufen, das ist ihm deutlich anzusehen. Den Vertrag für die Maschinen fassen wir genau so ab, dazu brauchen wir keinen Notar. Nachdem Dr. Sitierling alles ausgefüllt hat, gehen wir zu Dr. Görlich. «Unterschreiben sie bitte.», dem zittern die Hände! Nachdem er fertig ist, rufe ich Frau Miller. «Sie unterschreiben als Zeuge!», sie sieht ihren Chef an, der nickt zögernd. Sie unterschreibt, damit sind die Maschinen weg. Dr. Sitierling und ich unterschreiben, Dr. Sitierling packt den Vertrag weg. «Herr Dr. Görlich, ihre Leute können weitermachen. Die Maschinen gehören ihnen.», sage ich fröhlich grinsend. Gerade kommt ein Ford Transit auf den Hof, Dr. Sitierling sagt. «Das ist der Notar.» Er geht ihm entgegen, sie reden miteinander. Dann holt er den Vertrag bei Dr. Görlich und gibt in an den Notar weiter, der liest sich das Ganze durch und nickt. Dann verschwindet er in seinem Transit. Nach einer gefühlten Stunde taucht er wieder auf. Zusammen mit drei Schriftsätzen.
«So, ich bin Dr. Beier!», er gibt mir die Hand. «Hier sind die Schriftsätze, lesen sie sie bitte durch. Wenn alles richtig ist, können wir unterschreiben und es ist erledigt. Um den Grundbucheintrag kümmere ich mich.» Ich gebe den Schriftsatz Herrn Dr. Sitierling und sage, wenn ihm etwas auffällt, soll er es sagen. Ich habe langsam die Schnauze voll, damit sind wir eine halbe Stunde weiter, ich zünde eine Zigarre an. Der Notar guckt so gierig, dass ich ihm eine anbiete. Dann stehen wir beide da und qualmen vor uns hin bis Dr. Sitierling fertig ist. Nach zwanzig Minuten ist es dann soweit. Von keiner Seite Einwände. Also unterschreiben alle, damit ist das erledigt. Ich frage Herrn Holz ob wir das Konzept noch durchgehen oder ob er es an einem anderen Tag machen will. Er macht den Fernseher aus. «Das machen wir gleich, das ist nur ein erster Entwurf, wir sind in einer halben Stunde fertig.», ich verabschiede mich von dem Notar und Dr. Sitierling. Dem Notar sage ich, dass er seine Rechnung an Dr. Sitierling schicken soll, der regelt das. Dann gehe ich mit Herrn Holz in die Halle, in der die Maschinen abgebaut werden. Zu dem Vorarbeiter oder was immer der ist, sage ich, dass sie die Halle besenrein verlassen wird, sonst gibt es Stress. Außerdem nehme ich mir die Schlüssel. Herr Holz holt aus seiner Mappe ein paar fliegende Blätter und sortiert sie. «So, davon ausgehend, dass wir Möbel nach Maß machen. Brauchen wir die Hälfte der Halle nicht, in der anderen Hälfte können wir Konstruktionsbüros einrichten. Das Holz lagern wir in der nächsten Halle, dort ist es vor Feuchtigkeit geschützt. Wir brauchen Büroräume, die wir am unter ihrer Wohnung oder über der Halle einrichten. Das bedeutet, den größten Teil der Fabrik brauchen wir nicht. Ein paar Räume sollten wir als Reserve und Werkzeugmagazin behalten. Aber den ersten Flügel bis zu diesem Gebäude, können sie vermieten.»
«Okay, dann sehen wir uns den Flügel an.», als wir das Gebäude betreten sage ich. «Das sind bestimmt sechshundert Quadratmeter!» «Fünfhundertfünfzig auf jedem Stockwerk wenn ich mich richtig erinnere.», wir beginnen im obersten Stock, ich sehe mir das an. «Und wenn wir daraus Wohnungen machen? Das ist ein Mischgebiet?» «Wer soll hier schon einziehen?» «Zuerst der Hausmeister, man könnte zwei große fünf Zimmer Wohnungen daraus machen.»
«Was für ein Hausmeister?» «Den kenne ich schon.» «Okay, wenn man hier oben Wohnungen baut, kann man das im Erdgeschoss auch. Kleinere Wohnungen eben und auf dem Dach eine Terrasse.», sagt Herr Holz. «Dazu brauche ich einen Architekten. Und neue Maschinen, wir kaufen nur das Beste, können sie ihre Fühler ausstrecken?» «Mache ich, mein Schwiegersohn ist Architekt.» «Ist er gut?» «Bisher hörte ich noch keine Beschwerden.» «Na denn, der soll sich das hier ansehen. Die Wohnungen bekommen große Bäder und große Küchen. Und wenn er mir auf den Sack geht, werf ich ihn raus!» «Ich richte es aus.» «Dann sind wir fertig, haben sie schon etwas gegessen?», frage ich. «Nein, ich habe nicht gedacht, dass das solange dauert.»
«Wer schon, wollen sie es gutbürgerlich oder vornehm. Sie sind eingeladen.» «Mir hat es bei Mutti gefallen.», sagt er. Ich rufe Kevin an. «Hallo, wie sieht es aus.» «Wir haben die Garage fast leer, brauchen aber eine dritte Schuttmulde.», ich sehe auf die Uhr, es ist siebzehn Uhr vorbei. «Ich hole euch ab, den Rest macht ihr morgen.», zu Herr Holz sage ich. «Wir müssen jemand abholen dann fahren wir zur Mutti.», als wir ankommen liegen die Drei, mit einer Cola in der Hand auf dem Rasen vor dem Haus. «Na, euch geht’s ja gut, wenn ihr fertig seit können wir gehen.», sage ich zu ihnen. Kevin trägt die leeren Flaschen weg und schließt, wie es sich anhört das Garagentor. Dann steigen die Drei hinten ein, am ersten Getränkeladen an dem wir vorbeikommen halte ich an und gebe Kevin einen Fünfziger. «Fülle den Kühlschrank auf, Cola, Wasser, Orangen- und Tomatensaft. Und bring für morgen Getränke mit, ihr kommt doch morgen wieder?» «Klar!», die Drei gehen einkaufen, Herr Holz sieht ihnen nach. «Sie sind sehr großzügig, was versprechen sie sich davon.» «Loyalität, mehr nicht. Wer mich betrügt büßt es, das ist sicher!», da kommen die Drei zurück, beladen wie die Packesel, zum Auffüllen des Kühlschrankes reicht das allemal. Nach einer Weile sagt Kevin, dass ich in die falsche Richtung fahre. «Wir gehen essen!» «In den Nobelschuppen?» «Nein, ich muss nicht jeden Tag in eine Kneipe bei der ich von vorne herein weiß, dass es Stress gibt. Heute bleibt es gutbürgerlich, harmonisch.» Wir kommen zu Frau Hestelen, Kevin sieht sich in der Kneipe skeptisch um, der ist schon verwöhnt. Frau Hestelen kommt uns entgegen und führt uns an den Personaltisch. Dort sitzen Julius und Sven, Sven im eleganten Alltagssakko, Julius hat ihn eingekleidet. Ich sage Hallo und frage.
«Und wie läuft es bei euch?» «Für den ersten Tag war er nicht schlecht.», sagt Julius mit einem Seitenblick auf Sven. Der grinst vor sich hin, es sieht aus als würden sie sich verstehen. Frau Hestelen nimmt die Getränkebestellungen auf und sagt. «Als Tagesessen gibt es Rindsrouladen mit Rotkraut und Kartoffelpüree.», das bestelle ich für mich. Kevin schließt sich an. Ich sage. «Ihr könnt euch etwas aus der Karte aussuchen, das Tagesessen ist keine Pflicht.», Kevins Kumpels lassen sich die Karte bringen und bestellen Schnitzel mit Pommes und Salat. Was ein Wunder, das deutsche Nationalgericht. Herr Holz will saure Nieren mit Bratkartoffeln. Ich sage zu ihm, dass wir morgen noch einmal in die Fabrik müssen. Nachsehen ob sie die Hallen sauber sind und wir brauchen eine Firma, die den Laden renoviert. Er fragt. «Was war das heute eigentlich? Ich habe es nicht richtig mitbekommen, nur dass sie die Maschinen verkauft haben.» «Das stimmt so nicht, eigentlich habe ich die Maschinen getauscht, gegen eine Eigentumswohnung, Am Sonnengrund 3.» «Das ist der Bonzenbunker?» «So kann man die Anlage bezeichnen, auf jeden Fall brauchen wir neue Maschinen und da ich mit meinem Tauschgeschäft um die 600.000 verdient habe müssten wir das hinkriegen.», er lacht vor sich hin. «Deshalb war der Typ so frustriert!» «Genau, wenn mich einer bescheißen will, ist aus mit lustig!», jetzt lache ich mit. «Die Frage ist, wo kommen die Maschinen her?» «Das ist kein Problem. Wir müssen nur entscheiden, ob wir zu einem Großhändler oder direkt zu Hersteller gehen.» «Was schlagen sie vor?» «Wir gehen zu einem großen Großhändler, bei dem ist es einfacher, wenn etwas kaputt geht.» «Was meinen sie was das kostet?» «Die Maschinen werden über 200000,-DM kosten, dafür haben wir das Beste was auf dem Markt ist.» «Und wer renoviert die Bude, wir müssen uns auch noch die Aufenthaltsräume und so weiter ansehen, direkt hinter und über der Halle hat es Räume für Büros?» «Da habe ich jemand, die Firma kenne ich seid Jahren.» «Rufen sie mich morgen an wenn sie Zeit haben, dann treffen wir uns dort. Ach ja, Kevin ist der Junge der Schreiner lernen will!», er sieht Kevin eine Weile an. «Abgesehen von seinen Tischmanieren macht er keinen schlechten Eindruck. Erst einmal! Bis die Firma in Betrieb geht dauert es mindestens ein halbes Jahr. Kann ich den einspannen?» «Klar, dann brauchen wir einen Arbeitsvertrag für Kevin, für sie übrigens auch. Haben sie die Nummer von Sitierling?» «Ja, hab ich.» «Rufen sie ihn an, er soll die Verträge machen.», da kommen als letztes Essen, die sauren Nieren für Herr Held. Ich lasse ihn in Ruhe essen und gehe zu Frau Hestelen an die Theke, ich schiebe ihr 2000,-DM über die Theke. «Richten sie ein Konto ein, das Essen von Sven geht davon auch ab, wenn es aufgebraucht ist melden sie sich.» «Das ist nicht nötig. Was sie für mich getan haben, kann ich nie wieder gutmachen.» «Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.» «Dann sage ich, Danke.», ich grinse sie an. «Keine Ursache.», dann gehe ich zurück zum Tisch, alle sind fertig mit dem Essen. «Wollt ihr noch ein Dessert?», die drei lehnen dankend ab. «Dann fahren wir jetzt nach Hause, Sven fährst du mit oder habt ihr noch was vor?» «Ich fahre mit.», er verabschiedet sich von Julius und wir verlassen das Lokal. Nachdem sie alle in meinem VAN unterbracht habe, frage ich Sven. «Und, wie war dein erster Tag?» «Na ja, Julius hat mich eingekleidet er hat gesagt, als Schneider kann ich nicht so rum laufen. Ein paar Kleinigkeiten hat er mich machen lassen, bis jetzt ist es okay!», ich frage meine zwei neuen Helfer wo ich hinfahren soll. Kevin sagt, die wohnen gerade um die Ecke, wir sind da. Ich drücke jedem einen Hunderter in die Hand. Und versichere mich, dass sie morgen wieder da sind. Dann parke ich den VAN und geh nach oben. Es ist einundzwanzig Uhr, ich schiebe den Fernseher vors Bad, richte eine Käseplatte, ein Glas Rotwein dazu einen Rum, zünde mir eine Zigarre an und steige in die Wanne. Das Ritual läuft. In den Nachrichten wird über die Hinrichtung bei den Saudis und dem was dort passiert ist berichtet. Inzwischen wurden alle Hinrichtungen, abgesagt, die beiden Verurteilten wurden begnadigt und mit einer lebenslangen Rente versorgt. Das bedeutet «es hat geklappt», ich kann Menschenmassen beeinflussen. Dazu fallen mir bestimmt noch einige andere Aktionen ein. Bei der EU trauern sie noch um ihre Server und die kaputten Backups. Wenn das bei den Saudis funktioniert hat. Kann das auch in der EU und anderen Regierungen funktionieren. Das werde ich merken, als ich über den vergangenen Tag nachdenke, die betrügerische Aktion von Görlich. Lache ich vor mich hin, das hätte ich von dem zu allerletzt erwartet. Ich dachte, Bolgenstein ist der linke Hund, aber wie es aussieht, ist die ganze Welt so unterwegs. Da kann man Bolgenstein fast als ehrlich bezeichnen. Dass ich eine Wohnung für Zeidler habe gefällt mir gut. Dann gibt es noch Alex, ist sie bereit umzuziehen wenn es im Gymnasium gut läuft? Nachdem heißes Wasser nachgelaufen ist, höre ich auf über alles nachzudenken und konzentriere mich auf meine Entspannung. Das funktioniert hervorragend.


