Kann man Gott lernen oder was die Macht macht.

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Um sechs Uhr bin ich wach, es gab Zeiten da wäre ich um zehn noch im Tiefschlaf gelegen. Durch die Geschäfte komme ich immer mehr unter Druck. Wann ich zurückfahre nach Altlauenberg muss ich noch festlegen. Die Villa fehlt mir schon ein bisschen vor allem das Personal. Mein Frühstück besteht aus dem Inhalt des Kühlschranks, welcher nicht lange haltbar ist. Der Rest hält bis nächste Woche, eine Kaffeemaschine habe ich immer noch nicht, ob ich das noch einmal hinbekomme? Die ganze Welt wundert sich über die Aussetzung der Todesstrafen bei den Saudis. Das kann man bei anderen Ländern auch einführen. Am besten ich beame alle Atomwaffen auf den Mond. Dann hat es hier erst einmal Ruhe. Ein interessanter Gedanke, mit Telekinese? Aber ist die Kraft so stark? Das probiere ich aus! Der Kaffee ist fertig, es ist sieben Uhr vorbei, wenn ich die Jungs abgesetzt habe gehe ich frühstücken. Ich weiß schon wo. Die Nachrichten berichten, dass seit gestern Abend eine Vierzehnjährige vermisst wird. Wer weiß in welcher Disco, die sich herumdrückt. So wie sie auf den Bildern aussieht, geht sie auch als Achtzehnjährige durch, wenn man nicht genau hinsieht. Es wird Zeit, die drei stehen schon da, als ich nach unten komme. Zuerst fahren wir zum Bäcker, dann zum Haus, ich gebe ihnen Geld für Pizza und Taxi. Die neue Schuttmulde ist auch da, dann können sie loslegen, ich gehe jetzt frühstücken. Den Van parke ich in einer Seitenstraße, dann gehe ich in die Kneipe, ob ich dort noch ein Frühstück bekomme? Das Lokal ist mäßig besucht, ich setze mich in eine Ecke. Bei der Bedienung einer genervten fünfundzwanzigjährigen bestelle ich einen Kaffee und die Speisekarte. Ich zünde eine Zigarre an. Der Kaffee ist gleich da, in der Karte stehen Eier und Bratkartoffeln als kleines Gericht. Gut, dann nehme ich zum Frühstück ein kleines Gericht. Nach fünf Minuten ist die Bedienung wieder da, ich bestelle die Eier mit Bratkartoffeln. Ich muss Herrn Holz treffen und danach die Jungs abholen. Erst dann kann ich nach Altlauenberg fahren, vorausgesetzt es kommt nichts dazwischen. Nächste Woche kümmere ich mich um die Einrichtung des Hauses, bis meine Wohnung in der Schreinerei fertig ist, werde ich dort wohnen. Das dauert bestimmt noch ein halbes Jahre oder länger. Mein Frühstück kommt, das ging schnell, ich bestelle noch einen Kaffee. Mein Handy klingelt. «Laurenz.» «Holz, Herr Laurenz wir wollten uns treffen!» «Wann?» «Ich hätte Zeit.» «Ich bin beim Frühstück, ich brauch mindestens noch eine Stunde!» «Wo sind sie?», ich lache. «Ich weiß nicht wie der Laden heißt, Moment.», ich winke nach der Bedienung.
«Wie heißt das Lokal.», die sieht mich an, als wäre ich einer Irrenanstalt entsprungen. «Das ist mein Ernst!», bekräftige ich meine Frage. «Das ist «Der Postillion». «Danke.» «Herr Holz sind sie noch da?» «Ja, ich habe es mitbekommen, sie sind im Postillion. Macht es ihnen etwas aus wenn ich dort hinkomme?»
«Kein Problem!» «In zehn Minuten bin ich da, tschüss!» Ich bin gerade mit dem Frühstück fertig als Herr Holz hereinkommt, ich zeige auf den Stuhl gegenüber. Er setzt sich. «Wie kommen sie in dieses Lokal?» «Ich war hier schon einmal Frühstücken, die Bratkartoffeln sind klasse. Also warum nicht?» «Hier verkehren eine Menge Unterweltsgrößen!» «Das ist mir egal. Solange sie mich in Ruhe lassen passiert ihnen nichts.» «Sie haben Nerven.» Die Bedienung kommt, ich bestelle noch ein Wasser und für Herr Holz ein großes Pils. Wir unterhalten uns über die Schreinerei, er denkt, dass die Kosten für das Projekt sich auf mehr als 2 Mio. DM belaufen werden. Als ich sage. «Machen sie sich keine Gedanken, das klappt schon.» Bin ich überzeugt, er glaubt ich hätte etwas an der Klatsche. Mein Wasser braucht länger wie die Bratkartoffeln, ich sehe mich um, die Bedienung steht vorne an der Theke, ich winke. Immer wenn sie weglaufen will wird sie von dem Typ hinter der Theke am Arm festgehalten. Das stinkt mir. «Ich gehe nach den Getränken fragen, die haben uns vergessen.», sage ich zu Herrn Holz und gehe ich zur Theke. «Entschuldigung, wir bekommen noch ein Pils und ein Wasser.», sage ich zu der Bedienung. «Verpiss dich du Penner.», sagt der Thekenmann zu mir. Ich sehe ihn von oben nach unten an. «Bitte?» «Du sollst verschwinden Arschloch!», wird er laut. «Was willst du Pausenclown eigentlich von mir?», frage ich ihn. Der schlägt nach mir, ich nehme den Kopf zurück und grinse ihn an. «Du bist so blöd wie du aussiehst, oder?», jetzt sprintet er um die Theke herum auf mich zu. Ich mache einen Schritt zu Seite und trete ihm, als er vorbei kommt die Beine weg. Jetzt liegt er da und sieht mich blöd an. «Überlege dir was du machst, ab jetzt tut es weh!», er rappelt sich wieder hoch. Ich frage die Bedienung, ob wir jetzt endlich unsere Getränke bekommen? Er zieht mich an der Schulter herum und holt aus, ich schlage ihm auf den Solar Plexus, danach trete ich ihm ans Knie. Jetzt kniet er, das steht ihm gut. «Bringen sie jetzt die Getränke?», sie lädt ihr Tablett voll und läuft nach hinten. Bevor ich auch gehe frage ich den Typen, ob es jetzt gut ist oder ob er eine richtige Tracht will? Er schleppt sich hinter die Theke. An unseren Tisch stellt die Bedienung gerade die Getränke hin. Herr Holz fragt, ob es Schwierigkeiten gibt. Als ich ihm antworte. «Es ist nichts passiert, alles in Ordnung.», versteht die Bedienung die Welt nicht mehr. Nachdem die Bedienung weg ist, fragt Herr Holz nach. Er sagt, er hat etwas gesehen aber nicht richtig. «Keine Panik, ich habe dem Depp ein paar aufs Maul gehauen, sonst nichts.» «Das ist gefährlich, machen wir dass wir wegkommen!» «Wenn wir fertig sind und alles bezahlt ist, keine Angst.», ich zünde meine Zigarre wieder an und nehme einen Schluck Wasser, Herr Holz stürzt sein Pils hinunter. Ich winke der Bedienung, dieses mal kommt sie gleich. «Machen sie die Rechnung, alles zusammen.» Das geht flott, ich drücke ihr einen Schein in die Hand, mit der Bemerkung stimmt so. Die kann lachen, schön. «Wir können gehen!», als wir an der Theke vorbeikommen, sieht der Mann hinter der Theke gerade die Decke an. «Sind sie mit dem Wagen da?», frage ich Herrn Holz. «Nein, ich habe die Straßenbahn genommen.» «Der VAN steht um die Ecke.» Ich gehe voraus, nach zwei Minuten sind wir da, dieses Mal habe ich ein Ticket bekommen. Die Überwachung des ruhenden Verkehrs ist das reinste Raubrittertum. Die 20,-DM jucken nicht, ich werfe den Zettel weg. Während wir in den VAN einsteigen fragt Herr Holz. « Geht der Fernseher während der Fahrt.», ich sage. «Ich weiß nicht, während der Fahrt sehe ich ganz selten in die Glotze.» In der Schreinerei ist der Hof leer. Ob die Hallen auch leer sind? Wir sehen nach, besenrein ist anderes aber angesichts der Arbeitsbedingungen kann man es lassen. Wir müssen sowieso eine Grundreinigung machen lassen. Wie machen wir es? Wir haben zwei Hallen und ein Gebäude mit wie vielen Zimmern? Das sehen wir uns jetzt an, in dem anschließenden Gebäude sind im Erdgeschoß sechs Räume. Nachdem ich nachgesehen habe, alle Räume sind ungefähr dreißig Quadratmeter groß, plus Küche und Toilette. Oben sind die Räume etwas größer, dafür aber keine Küche und keine Toiletten. Wie viele Büros brauchen wir, frage ich Herrn Holz. Er fängt an die Personen aufzuzählen, den Betriebsleiter und Personalchef, den Einkäufer, die Buchhaltung, den Innenarchitekten und den Designer. Zwei Räume für die Sekretärinnen. Damit ist das Obergeschoss erledigt. Im Erdgeschoß brauchen wir ein Meisterbüro, eine Schreibkraft, Umkleideräume und einen Besprechungsraum. Also ist Platz für alle. «Herr Holz, passen die Maschinen in die erste Halle?» «Ja locker, es ist Platz genug.» «Dann können wir die Halle direkt am Haus als Holzlager verwenden. Besorgen sie eine Malerfirma die hier renoviert, alles inklusive der Hallen.» «Was darf es kosten?» «Was es kostet ist mir egal. Solange mich keiner über den Tisch ziehen will, bin ich ein netter Mensch. Was wollen sie hier für eine Position haben?» «Ich will die Betriebsleitung.», ich nicke. «In Ordnung, bis dahin bezahle ich ihnen 3000,-DM netto. Wenn der Laden läuft bekommen sie eine Gewinnbeteiligung, wenn sie es nicht hinbekommen lernen sie mich kennen. Was für Leute brauchen wir?» «Im Moment keine, wenn alles fertig ist brauchen wir sechs bis acht für die Schreinerei. Und die Verwaltungsleute, Designer, Einkäufer usw.» «Dann leiten sie alles in die Wege was nötig ist, ich verschwinde hier. Soll ich sie nach Hause fahren?» «Nein ich gehe zu Fuß, es sind nur zwanzig Minuten, in meinem Alter braucht man Bewegung!» «Okay, dann fahre ich!»
Ich fahre ich zu den Jungs, hier ist alles perfekt, das Haus und die Garage sind leer. Die Jungs sitzen in der Garage mit ein paar Bier. Als sie mich sehen, probieren sie das Bier zu verstecken. (Grins)
«Mein Onkel kommt vorbei und sieht sich die Schlösser an!»
«Okay, habt ihr noch Geld fürs Taxi?» «Das reicht noch!» Ich greife in meine Tasche und gebe jedem ein Hunderter. «Wenn hier alles erledigt ist, fahre ich nach Altlauenberg mit einem Abstecher in meine Wohnung.», sie wünschen mir ein schönes Wochenende. Als ich wegfahre, sehe ich, wie Kevins Onkel in die Einfahrt fährt. Dann ist das auch erledigt. Ich fahre in meine Wohnung, den Anzug nehme ich mit nach Altlauenberg. Dann entsorge ich die verderblichen Lebensmittel, es ist 14:00 Uhr, ich kann bis 18:30 in der Villa sein, wenn es ohne Stau abgeht. Ich sehe in den Kühlschrank, mit dem Inhalt ist kein Staat zu machen, das muss ich auffüllen. Dann fahre ich los, nach einer halben Stunde auf der Autobahn, nehme ich an dem ersten Stau teil. Es ist keine gute Idee freitags zu fahren, ein paar Kilometer vor mir ist ein Unfall. Und das dauert, ich sollte einfach beamen, in Altlauenberg brauche ich kein Auto. Im Bunker war ich diese Woche nicht, ich muss die Unterlagen von Onkel Eduard durchforsten, das ist wichtig. Ich muss herausfinden, ob ich so etwas wie den Bunker nach außen versiegeln kann? An der Einrichtung müsste man auch etwas ändern. In den Räumen brauche ich sichere Türen. Die kann ich nicht einbauen, es sei denn das geht mit Magie. Das wären ganz neue Möglichkeiten für mich. Der Verkehr läuft wieder, in den Nachrichten mokiert sich die ganze Welt, über die plötzlich aufgetretene soziale Ader der Saudis. «Schmittle» wollen sie den Prozess machen wegen seinem «Terroranschlag» auf die EU. Die spinnen, der Kerl ist ein Zuhälter kein Terrorist! Jemand anders haben sie nicht, dann spinnen sie sich lieber etwas zusammen. Ich werde mir etwas einfallen lassen, ich kann den Kerl nicht leiden. Aber so geht es auch nicht! Die Gefängnisse sind voll von Leuten, die ihre Verurteilung der Unfähigkeit oder Faulheit der ermittelnden Behörden zu verdanken haben. Nachdem der Stau sich aufgelöst hat, läuft der Verkehr. Als ich in der Villa bin, ist es 19:00 Uhr. Ich gehe in die Küche, dort ist nur Martha, sie ist alleine.
«Guten Abend, was ist denn hier los?», sie sieht mich im ersten Moment erschrocken an. Dann grinst sie.
«Guten Abend Günni, schön sie zu sehen.» «Wo sind die alle?» «Ralf ist mit Herrn Zeidler unterwegs. Und Johann und Edgar sind zu einem klassischen Konzert gefahren.»
«Und sie haben sie nicht mitgenommen?» «Ich habe es nicht so mit Klassik.» «Was haben sie vor?» «Ich werde mich in den Whirlpool legen und es mir gut gehen lassen. Wenn sie wollen sind sie herzlich eingeladen!» «Na das ist ein Angebot, haben sie den Schlüssel zum Weinkeller?» «Der hängt hinter der Tür.» «Dann zeigen sie mir den Weg in den Weinkeller.», sie steht auf, schnappt sich den Schlüssel, und wir gehen in den Keller. Der Weinkeller ist riesig.
«Wir brauchen einen guten Rotwein!» «Die ältesten Jahrgänge liegen ganz hinten.» «Dann gehen wir zu 1963.» «Warum zu 1963?» «Mein Geburtsjahr, wir machen ein Fläschchen platt, kennen sie sich mit Wein aus?» «Ich weiß, wenn mir einer schmeckt.», ich lache. «Wir sind richtige Kapazitäten, so geht es mir auch, dann suchen wir eben nach Sympathie aus.», bei dem Fach angekommen sehe ich, dass wir gut sortiert sind. Es liegen bestimmt einhundert Flaschen von 1963 da in dem Fach. «Trocken oder halbtrocken?» «Halbtrocken ist normalerweise erträglich.», ich finde einen Pfälzer Rotwein von 1963, davon nehme ich drei Flaschen. «Warum drei Flaschen?» «Eine kommt in die Küche eine in meinen Salon, und eine werden wir im Whirlpool leer machen.», Martha schnappt sich eine Flasche Wein und verschwindet damit in Richtung Küche. «Wir treffen uns oben, ich bringe den Korkenzieher und die Gläser mit.», sagt Martha. Nachdem ich mein Gepäck in meiner Wohnung abgestellt habe, sehe ich eine Ablage für die Badewanne an der Wand stehen. Im Bad ist ein TV-Gerät installiert, direkt unter der Decke mit schwenkbarem Arm. Ralf ist gut, den kann man was heißen! Ich nehme den Wein, eine Flasche Mineralwasser und Zigarren. Dann gehe ich zum Whirlpool, als ich ankomme, sitzt Martha schon im Pool. «Na sie haben Gas gegeben, auf dem Rand des Pools stehen zwei Weingläser. Als ich nackt vor der Wanne stehe zünde ich mir eine Zigarre an. «Wollen sie auch eine?» «Das habe ich noch nie probiert.» «Das sind kubanische.»
«Ich kann ja eine probieren.», nachdem ich Martha eine Zigarre angezündet und den Wein geöffnet habe, steige ich zu ihr in die Wanne, sie hat die Temperatur hoch gestellt. Dass Wasser ist heiß, so heiß wie ich es gern habe. Ich setze mich Martha gegenüber und schenke den Wein ein. Sie nippt an dem Wein, dem merkt man sein Alter nicht an oder vielleicht doch, ich kenn mich nicht aus, aber er schmeckt wirklich gut. Wir unterhalten uns über die vergangene Woche. Sie erzählt, dass der Architekt mit dem Modell hier war. Wir bekommen einen Fahrstuhl außerhalb des Hauses, mit direkter Verbindung zur Treppe. Ralf will mit mir darüber reden. Marthas Fuß liegt zwischen meinen Schenkeln, interessant, meine Köchin ist geil auf mich. Eigentlich will ich das nicht. Ich klinke mich bei ihr ein, (ob er so gut ist, wie er aussieht, sein Schwanz ist gewaltig, ob ich ihm zuerst einmal einen blase? Das darf niemand erfahren, das ist wichtig, dann fickte er mich vielleicht ab und zu richtig durch.) Tolle Gedankengänge hat meine Köchin, aber es hat seinen Reiz, ich lasse sie machen und genieße. Als ich mich mit geschlossenen Augen zurücklehne und an meiner Zigarre ziehe. Merke ich wie sich Marthas Lippen, über mich stülpen. Wie lange sie wohl die Luft anhalten kann? Es werden knappe drei Minuten dann kommt sie atemlos an die Oberfläche, ich ziehe sie auf mich. Sie steigt über mich und mein Schwanz verschwindet, in einer glühendem glitschigen Höhle. Martha reitet mich ganz sanft. Sie will sie es auskosten und sie macht das gut. Hoffentlich mache ich keinen Fehler, ich will Martha nicht verlieren. Ich beginne sanft dagegen zu stoßen, dann fängt sie an, mich wild zu reiten. Sie hört erst auf, als sie auch gekommen ist, dann gleitet sie atemlos von mir herab. Setzt sich mir gegenüber, nimmt einen Schluck Wein, und zieht an ihrer Zigarre.
«Eine Zigarre, ist keine schlechte Sache, vielleicht werde ich ein Fan.», sagt sie. Ich lache. «Das ist kein Problem. Mit einer Zigarre, kann ich immer aushelfen.» «Wie lange bleiben sie hier?» «Ich weiß es noch nicht genau. In Rukastung wird es gelegentlich hektisch, ich sollte am Montag zurück.», ich dringe wieder in ihre Gedanken ein, (das war ein geiler Fick, besser als mit Eduard, ab und zu könnte er mir das schon gönnen). Da sind wir einer Meinung, aber wie das unauffällig passieren soll, ist mir unklar. Das lasse ich auf mich zukommen. Wir sind seit Stunden im Whirlpool, der Wein ist alle, es ist Zeit die Sitzung abzubrechen. Ich wünsche Martha eine gute Nacht. Dann gehe ich in meine Wohnung und leite mein Ritual ein, den Wein lasse ich weg, ich beschränke mich auf Rum, Mineralwasser, ein wenig Käse und natürlich eine Zigarre. So, aus dem Whirlpool, in die Wanne, das kann auch nicht jeder. Die Fernbedienung liegt auf dem Wannenrand, ich zappe mich durch die Programme. In den Nachrichten ist Israel und sein Bauprogramm auf Platz eins, der soziale Wandel der Saudis wird nur noch am Rande erwähnt. Man hat sich daran gewöhnt. So, wie man sich auch an die Grenzverletzungen durch Israel gewöhnt hat. Wenn die Situation anders herum wäre, möchte ich das Geschrei hören, da muss man etwas tun. Ich komme in meine Meditationsphase und konzentriere mich darauf, an gar nichts zu denken und gleite langsam weg.
Es ist nach acht, als ich aufwache. Was habe ich heute zu tun? Ich überlege, die Unterlagen von Onkel Eduard im Keller will ich durchsehen, ob ich den Bunker sicher machen und einrichten kann. Aber zuerst gehe ich frühstücken, alle sind in der Küche, Martha lässt sich nichts anmerken. «Guten Morgen.» «Sind sie schon lange da?», fragt Johann «Seit gestern Abend, ich habe super geschlafen.», Martha grinst in sich hinein. «Hat Herr Zeidler einen Wagen?» «So weit ich weiß nicht und wenn nur eine alte Schüssel.», sagt Ralf. «Dann brauchen wir ein Wagen für ihn, am besten einen Kombi oder einen Bus.» «Was soll er machen.» «Ich werde in Rukastung ein paar Baustellen haben um die soll er sich kümmern. Das dauert aber noch.» «Ich hole Angebote ein, dann melde ich mich. Außerdem, wir haben ein Modell für den Aufzug, der Architekt will den Aufzug von außen an den Treppenaufgang bauen. Durchgänge zum Haus soll es auf jedem Stockwerk geben. Wenn wir das machen, muss man die Durchfahrt zur Garage ändern.», sagt Ralf.
«Das sehen wir an wenn es aktuell ist, gibt es sonst etwas?» Offensichtlich nicht, ich gehe in meine Wohnung. Von dort beame ich in den Keller, gleich in das Arbeitszimmer in den Schränken finde ich nichts, Onkel Eduard hat gesagt, dass es hier sein muss. Im Tresor vielleicht? Ich sehe mir den Inhalt des Tresors noch einmal genau an und mache auch die Stahlfächer leer. Hier liegt eine Menge Papier. Nach einiger Zeit finde ich eine Anleitung, «Erstellung geheimer Räume», steht auf dem Dossier. Onkel Eduard beschreibt, wie er das gemacht hat, das ist ganz einfach. Der Ring ermöglicht die Erstellung des «Geheimen Raumes», alleine mit Konzentration und wo immer ich will. Über die Einrichtung hat er kein Wort verloren, aber das wird genau so gehen. Er beschreibt Telekinese, wie sie funktioniert und welche Macht sie hat. Das verstehe ich nicht, schon das Umwerfen einiger Dosen hat mich stark belastet. Als ich weiter lese, schreibt er über immer stärker werdende Übungen. Wenn ich anfange mit einem Glas und dann immer größere Dinge nehme. Kann ich mit Telekinese in Verbindung mit dem Beamen alles holen und transportieren, was immer ich will. Woher ich will und wohin ich will. Das ist interessant, wenn es stimmt, egal wie groß und wie schwer, es ergeben sich neue Möglichkeiten. Jetzt ist die Frage, wo kann ich üben? Ich brauche verschiedene Größen und Gewichte zum Üben. Im Industriegebiet von Rukastung gibt es leer stehende Fabrikanlagen genug. Es ist eine Möglichkeit, das sehe ich mir an, weiter hinten stoße ich auf eine Liste der «Geheimen Räume» weltweit. Ich habe überall solche Räume, in Russland, in Mexiko, in der Karibik, Amerika. In allen Metropolen weltweit. Und wie komme ich dahin? Weiter hinten steht auch das, ich brauche nur den Namen der Stadt und muss mich auf den Raum konzentrieren. Ich sehe mir die Liste noch einmal an. Tel Aviv ist dabei genau wie Brüssel, die Hauptstädte der Welt. Für heute habe ich genug. Als ich mich auf die Schranktüren konzentriere, gelingt es mir sie zu schließen. Zugegeben, ein wenig heftig es lässt einen Schlag und die Türen sind zu. In meiner Wohnung werfe ich mich auf die Couch und stelle mir vor, was ich alles tun kann, wenn das funktioniert kann ich die Welt aus den Angeln heben. In den Nachrichten berichten sie über die Baustelle in Israel, die bauen lustig israelische Siedlungen im Westjordanland. Die ganze Welt regt sich auf, aber niemand tut etwas. Das können sie sich nur erlauben, weil sie den Rückhalt der USA und Atomwaffen haben. Daran kann ich etwas ändern. Die Atomwaffen beame ich auf den Mond oder unter das Eis der Antarktis. Außerdem berichten sie über ein verschwundenes 14 jähriges Mädchen, das seit zwei Tagen vermisst wird. Darum werde ich mich kümmern, es ist nicht viel Aufwand. Ich konzentriere mich auf das Mädchen und sehe alles was sie sieht, im Moment sieht sie direkt auf einen riesigen Schwanz, der in ihren Mund ein und ausfährt. Macht sie das freiwillig? Sie ist in einem Raum mit einer gediegenen Einrichtung, kein Hotel, eine Villa. Ihre Gedanken drehen sich um die 1000,-DM die sie für die zwei Tage bekommt, sie hat sich verkauft. Über ihr hängt ein großer Spiegel, eine Möglichkeit die Telekinese auszuprobieren. Ich konzentriere mich auf den Spiegel, hebe ihn hoch und lasse los, ich kann den Knall, wie er auf dem Tisch einschlägt regelrecht hören. Dem alten Bock verhagelt es gehörig die Laune, er sagt der Kleinen, sie soll verschwinden und räumt die Scherben weg. Das ist erledigt, retten kann ich die nicht, das muss sie selbst erledigen. Ich löse meine Konzentration, das mit dem Spiegel hat gut geklappt, ob das auch zusammen mit dem Beamen geht?
Es ist Zeit zum Mittagessen, in der Küche sind Johann und Martha. Es gibt Bohneneintopf, den Nachtisch lasse ich weg und verschwinde in meiner Wohnung. Die Sache mit der Telekinese lässt mir keine Ruhe, ich rücke in meiner Wohnung Stühle hin und her, das funktioniert ganz gut. Dann habe ich eine Idee, ich konzentriere mich auf das Schwert in dem Safe. Und darauf, dass es auf dem Tisch vor mir liegt. Es taucht auf, es kommt ziellos angewackelt, dann liegt es auf dem Tisch. Schön, es sind zwei Wände dazwischen, es erschließen sich immer mehr Möglichkeiten. Wie lange werde ich brauchen um alle Möglichkeiten des Ringes zu nutzen? Für´s Erste ist das genug, ich ziehe den Anzug an und gehe in den Ort. Bei dem Discounter lege ich einen Halt ein, wir brauchen Bratkartoffeln. Außerdem mache ich mit der Plastiktüte in der Hand einen halbwegs seriösen Eindruck. In dem Zigarrenladen konzentrieren sie sich auf teuere außergewöhnliche Zigarren. Dieses mal kostet die Kiste mit fünfzig Stück über 800,-DM, ich sage dem Inhaber, dass es auch Zigarren gibt. Von denen das Stück 20,- DM und mehr kostet. Der sieht mich komisch an, ich glaube nicht, dass er das verstanden hat. Dann gehe ich in den Eisladen, ich setze mich an einen Tisch vor dem Lokal und bestelle einen Kaffee. Von Alex ist nichts zu sehen, Erkan lümmelt in einer Ecke herum und füllt seine Rolle als Dummschwätzer aus. An mich erinnert er sich nicht, Alex kommt die Straße entlang, ich winke ihr. Sie kommt zu mir an den Tisch. «Hi, setzt dich. Wie läuft es?», sie erzählt, dass sie zufrieden ist in der Schule ist alles klasse. Sie weiß nicht was ich gemacht habe. Dann spreche sie auf ihr Praktikum bei Dr. Simmerling an, sie erzählt, dass es am Anfang nicht so richtig lief. Aber jetzt ist es in Ordnung, sie darf mitarbeiten, nicht nur Post sortieren. Sie überwacht die Geldanlagen, achtet auf Kursschwankungen und wenn ihr etwas auffällt, informiert sie Dr. Simmerling. Dafür bekommt sie im Monat 500,-DM von ihm. «Dann läuft alles bestens, ich will wissen ob es etwas gibt was dich in Altlauenberg hält?» «Im Moment ist es super, warum wollen sie das wissen.» «Ich habe für deinen Vater einen Job in Rukastung, dazu müsst ihr aber umziehen!» «Wenn wir umziehen muss ich mit. Alleine lassen sie mich nicht hier. Gibt es dort ein Gymnasium?» «Klar, die Stadt hat 300000 Einwohner, das dauert aber schätzungsweise noch ein halbes Jahr.» «Dann kann ich die Klasse fertigmachen, bevor wir umziehen. Und was ist mit meinem Praktikum?» «Das bekommen wir hin, wie es aussieht gefällt dir die Juristerei.» «Bis jetzt habe ich mit der Arbeit eines Rechtsanwalts nichts zu tun. Aber was ich mitbekomme hört sich interessant an. Hauptsächlich ist es Steuer- und Wirtschaftsrecht.» «Ich denke ihr könnt im August nächstes Jahr umziehen, bis dahin ist noch Zeit.»
Dann muss ich die Wohnung für die Zeidlers klar machen, das gibt eine Großbaustelle! Alex bestellt sich einen mittleren Eisbecher, ich bin erstaunt. Vor acht Tagen konnte das Eis nicht groß genug sein. Nachdem sie das Eis verputzt hat entschuldigt sie sich, sie hat noch einen Termin und geht, die Göre wird erwachsen. Ich bleibe noch eine Weile sitzen. Dann gehe ich weiter und lande ich in dem Café, in dem ich Monika Küpers traf (Die Krebspatientin). Der Kellner ist derselbe, ich bestelle einen Kaffee und einen Cognac dann beobachte die Gäste, es sind meist ältere Frauen. An jedem Tisch eine, einen glücklichen Eindruck macht keine von ihnen. Mit ihren Gedanken beschäftige ich erst gar nicht. Während ich in meine Gedanken vertieft bin, setzt sich mir eine Frau gegenüber, «Darf ich sie einladen?» «Warum?», ich sehe hoch, im ersten Moment erkenne ich sie gar nicht. «Kennen sie mich nicht mehr? Ich bin Monika.», jetzt dämmert es. «Kann ich ihnen helfen.» «Nein, sie haben mir schon geholfen!» «Das freut mich, deshalb brauchen sie mich nicht einladen!» «Doch, als ich nach ihrer Behandlung wieder zum Arzt ging. Konnte er den Krebs nicht mehr finden. Er erzählte mir etwas, von Spontanheilung. Ich habe nichts verraten, ich habe es versprochen.» «Von dem Versprechen entbinde ich sie auch nicht, ich kann nicht die ganze Welt retten.» «Aber sie könnten eine Menge Geld verdienen.» «Ich habe genug für´s Leben.» «Lassen sie mich die Rechnung übernehmen, als kleines Danke schön!» «Okay, wenn dann Ruhe ist!», ich grinse sie an. Wir unterhalten uns noch eine Weile über belanglose Dinge, dann gehe ich weiter.



