Kann man Gott lernen oder was die Macht macht.

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Im Bahnhof geh ich in das Bistro, der Barmann stellt mir kaum dass ich sitze, ein Pils hin. Er hat ein gutes Gedächtnis, ich wollte kein Pils, aber ich will in auch nicht vor den Kopf stoßen. Ich zünde eine Zigarre an und sehe mir die Leute im Bistro an. Ganz hinten sitzt ein bärbeißiger alter Mann, der an seiner Pfeife nuckelt und vor sich hin trielt. Weiter vorne eine junge Frau um die dreißig, der stehen die Tränen in den Augen, als ich mich einklinke, kann ich sehen, dass sie ihren Job verloren hat. Das ist mir egal, ich trinke mein Pils aus und gehe um den Bahnhof herum, dort sehe ich nach dem Casino. Es ist wieder geöffnet, als ich es betrete, sehe ich dass sich auf den ersten Blick nichts geändert hat. Am Schalter lasse ich mir Chips für 10000,-DM geben. Damit gehe ich zum Roulette, ich spiele erst kleine Chancen, immer rot oder schwarz und sehe mir das genau an. Es sind immer noch Magnete unter dem Tisch. Ich setze 2000,- DM auf die Neun, und helfe ein wenig nach, der Croupier bekommt rote Ohren, als er das auszahlen muss. Dann setze ich 30000,-DM auf die 31 auch die, kommt. Ich bekomme die Chips fast nicht mehr, in meine Taschen. Inzwischen habe ich Begleiter, ein paar Muskelprotze begleiten mich «unauffällig». Ich schlendere zum Poker, an den teuren Tischen sind ein paar Plätze frei. Nachdem ich mich gesetzt habe, packe ich meinen Gewinn, abzüglich der 10000,-DM Einsatz auf den Tisch. Es wird Texas Holdem gespielt, meine ersten Karten sehe ich nicht an, ich sehe auch so, was vor mir liegt. Eine 10 und eine Dame in Herz. Die beiden vom Personal haben sich hinter mir aufgebaut. Ich gehe immer mit, als der Flop aufgedeckt wird. Habe ich einen Herzflush von der 9 bis zum König. Inzwischen liegen 300000,-DM im Pott, die vierte Karte ist ein, Herz Bube. Die Deppen hinter mir konnten bisher nicht herausfinden, was ich habe. Mir gegenüber als bestes Blatt am Tisch sitzt einer mit vier achten, das ist nicht schlecht. Der Geber dreht die letzte Karte um, das Herz As. Damit habe ich einen Straightflush, die beste Karte am Tisch. Die vier Achten erhöhen um eine halbe Million. Jetzt hat er vielleicht noch 5000,-DM vor sich liegen. Als die Reihe an mir ist, gehe ich All in. Keiner kann drüber, mangels Masse. Die vier Achten wollen Geld holen gehen. Ich frage. «Habt ihr hier besondere Regeln?» «Warum?» «Wenn es so ist gehe ich auch Geld holen oder wir machen weiter mit dem, was auf dem Tisch ist.», alle anderen steigen aus, der Typ mit den vier Achten durchsucht seine Taschen, er fragt ob ich einen Scheck nehme. Ich lache. «Spässle gmacht?», er packt eine Goldrolex auf den Tisch und einen Brillantring ungefähr 2 Karat. «Und? Das sind allerhöchstens 20000,-DM, das reicht nicht!» Jetzt wirft er einen Autoschlüssel auf den Tisch, ich sehe mir das Teil an? «Ein Jaguar, wie alt?» «Drei Monate!» «Okay den nehme ich, decken sie auf.» Er dreht seine vier Achten herum und greift über den Tisch, um das Geld einzusammeln. «Nicht so eilig!» Als ich meinen Straightflush aufdecke wird er blass. Ich sammle die Kohle ein und stehe auf. «Keine Revanche?» «Das ist ein professionelles Casino hier gibt es keine Revanche, außerdem was wollen sie einsetzen, heute ist nicht ihr Tag.» Als ich die Chips tausche, frage ich ob ich einen Scheck haben kann. Die Dame sagt. «Wir zahlen prinzipiell Bar aus!» Die zwei Schläger sind nicht zu sehen. Als ich rausgehe, sage ich zu der Angestellten. «Holen sie einen Krankenwagen.» «Wieso.» «Weil wir einen brauchen.», als ich aus dem Casino komme, stehen die beiden vor der Tür. «Du kannst uns einfach die Kohle geben oder wir holen sie uns.», sagt der eine von ihnen. «Da möchte ich dabei sein! Ich würde empfehlen, dass ihr aus meinem Dunstkreis verschwindet.», ich schiebe die beiden einfach zur Seite und gehe. Erst einmal sind sie perplex, dann laufen sie mir nach, ich drehe mich zu um.
«Die letzte Warnung. Verschwindet!» Da sehe ich eine Faust auf mich zukommen und ducke mich weg. Das ist, seid ich den Ring habe so einfach. Ich schlage dem Typ mit der Handkante auf den Kehlkopf. Sein Kollege fast mich am Revers meines Anzugs, ich drücke die Halsschlagader ab, links und rechts richtig tief reindrücken. Nach kurzer Zeit bricht er zusammen. Sein Kollege liegt auf den Knien und röchelt vor sich hin, im Vorbeigehen trete ich ihm in`s Gesicht. «Ich habe euch gewarnt.», dann mache ich mich auf den Weg zur Villa, das Abendessen habe ich verpasst. Auf dem Weg nach oben sehe ich kurz in der Küche vorbei, sie ist leer. In meiner Wohnung sehe ich das Schwert noch auf dem Tisch liegen, ich habe vergessen es wegzuräumen. Das mach ich jetzt, so wie ich es her gebracht habe. Das klappt schon besser. Ich muss das noch mit größeren und schwereren Objekten probieren und dann mit Personen. Aber zuerst räume ich meinen Gewinn in den Safe, 20000 behalte ich bei mir. Es waren fast 1,5 Mio., die ich abgegriffen habe. Ich lache, «die betrogenen Betrüger». Das gefällt mir, eigentlich müsste ich ihnen die Magnete ausbauen, das würde nichts nützen die machen immer so weiter. Es war ein interessanter Tag. Um jetzt in der Fabrik zu üben bin ich zu faul, ich leite mein Ritual ein, der Kühlschrank ist gut bestückt, ich nehme etwas Wurst, Käse, einen Rum, ein Glas Rotwein und eine Zigarre. Steige in die Badewanne und ich lasse es mir gut gehen. Meine Gedanken drehen sich um die Möglichkeiten der Telekinese. Wie das mit der Einrichtung der sicheren Räume funktioniert ist mir noch nicht klar. Ich muss nachlesen. Im TV laufen Nachrichten, die EU weiht am Montag ihren neuen Serverraum ein. «Schmittle», wollen sie «zeitnah» den Prozess machen. Die bringen es fertig und verknacken ihn, wahrscheinlich das erste Mal in seinem Leben, für etwas das er nicht getan hat.. In Westjordanland baut Israel lustig Wohnungen auf dem Grund Palästinas und unsere Regierung baut die sozialen Leistungen ab, während das blöde Volk jubelt. Die Welt ist verrückt! Der Gedanke an die Telekinese lässt mich nicht los. Vielleicht kann ich damit den Serverraum wieder zerstören. Der ist bestimmt stark bewacht, ich konzentriere mich auf den Staatsanwalt der für «Schmittle», zuständig ist. Der steht ich auf einer Terrasse, hält Volksreden und sonnt sich in seinem Erfolg. Dort kann ich ihn unmöglich wegbeamen. Als er die Terrasse verlässt um etwas Dringendes zu erledigen, nutze ich die Gunst der Stunde, dabei ist er allein. Ich konzentriere mich auf ihn und beame ihn in den Serverraum. In dem Serverraum, steht er und hat seinen Schwanz in der Hand und macht den Boden nass. (Lol, die Landung ist heftig, ich brauche noch Übung. Aber für das erste Mal...) Dass er in dem Serverraum ist, realisiert er erst gar nicht. Ich konzentriere ihn, ich sehe was er sieht, nämlich eine lange Reihe von Servern und fühle wie panisch er wird, das wird noch schlimmer. Jetzt nehme ich mir die Server vor, sie lösen sich aus der Verankerung und knallen an die Wand. Dann liegt ein Haufen Schrott auf dem Boden vor dem Staatsanwalt. Vor dem Haufen Schrott steht ein derangierter, fassungsloser, Staatsanwalt. Wie soll er das erklären, ohne dass er direkt in die Psychiatrie landet? So sind seine Gedanken. (Wie dahin kommt, interessiert ihn im Moment gar nicht.) Mir gefällt es, für das erste Mal, nicht schlecht und das ist erst der Anfang! Eines steht jetzt fest, ich kann gewaltige Energien freisetzen. Damit ist die Idee, die Atomwaffen in die Antarktis zu verfrachten nicht mehr so weit hergeholt. Mir fällt der Autoschlüssel ein! Das sind Gedankensprünge! Ich habe einen Jaguar gewonnen, darum muss ich mich kümmern. Ich weiß nicht einmal wie der Typ heißt, Fahrzeugscheine liegen meistens im Handschuhfach. Ich konzentriere mich auf das Handschuhfach und darauf, dass das der Inhalt auf dem Tisch im Salon liegt. Das Wasser ist kalt, ich lege mich zurück und lasse heißes Wasser nachlaufen, dann denke ich an gar nichts. Als ich aufwache ist es 0:30. Auf dem Tisch im Salon liegt der Inhalt des Handschuhfachs, der Fahrzeugschein ist dabei, Friedbert Berbaum heißt der Typ und wohnt in der Sütterlinstraße 5. Dem statte ich morgen einen Besuch ab, ich will den Kfz-Brief.
Die Sonne scheint mir ins Gesicht, es ist 8:00, nach einer Katzenwäsche mach ich mich auf zum Frühstück. «Guten Morgen.», es sind alle da. «Ralf, haben sie heute Morgen etwas vor.» «Nichts, was ich nicht verschieben könnte.» «Dann holen sie mich um 10:00 Uhr vor der Villa ab, nehmen sie den VAN.», mein Personal verschwindet nach und nach, am Ende ist nur noch Martha da. «Wie ging es ihnen nach dem Bad?», frage ich. «Ich habe wunderbar geschlafen, das könnt mir öfters passieren.» Ich klinke mich bei ihr ein, «der fickt auf jeden Fall besser wie Eduard und der war auch nicht schlecht.», dann bleibt ja alles in der Familie. «Bei Gelegenheit können wir das wiederholen.», sage ich. In meinem Salon sehe ich mir die Nachrichten an. Ein Erfolgserlebnis für mich, der Sender berichtet über einen Anschlag auf den Serverraum der EU. Das ganze Equipment, wurde vollständig zerstört. Am Tatort wurde der leitende Staatsanwalt, festgenommen. (Grins! Dann kann er jetzt, zusammen mit Schmittle seine Unschuld beteuern.) In Palästina wird gebaut, das war nicht anders zu erwarten. Wenn die Größe der Objekte, bei der Telekinese keine Rolle spielt. Kann ich die Baustelle verschwinden lassen oder an eine andere Stelle verlegen. Das probiere ich aus. In Deutschland spricht die Regierung von einer zusätzlichen Altersabsicherung, um Altersarmut zu verhindern. Dabei unterstützt Regierung prekäre Arbeitsverhältnisse. So, dass sich so etwas wie eine Altersabsicherung, nur die leisten können, die sie eigentlich nicht brauchen. Die einzigen die dabei verdienen, sind die Versicherungen. (Ob ich den Bundestag auf den Mond beame?) Es ist kurz vor 10:00 Uhr, vor der Tür steht Ralf mit dem VAN, ich sage, er soll zur Sütterlinstraße 5 fahren. Als wir dort sind, sage ich. «Sie können ruhig mit reingehen.», ich läute bei Berbaum, er wohnt im ersten Obergeschoss, als wir oben sind steht er vor der Tür. «Was wollen sie?» «Den Kfz-Brief was sonst?» «Das war illegales Glückspiel!»
«Da war nichts illegal, das ist ein öffentliches Casino, wäre es illegal gewesen, würde ich mit einer Knarre hier stehen, Spielschulden sind Ehrenschulden!», Herr Berbaum steht der Schweiß auf der Stirn. «Was ist jetzt mit dem Brief?», hinter ihm taucht eine Frau auf, «Wer ist da, Liebling.», fragt sie. «Sie können es haben wie sie wollen.», sage ich schulterzuckend. «Einen Moment!», er schließt die Tür, Ralf sieht mich von der Seite an. «Ganz cool bleiben.», sage ich, die Tür geht auf und Herr Berbaum steht mit dem Fahrzeugbrief in der Hand unter der Tür, ich schnappe mir den Brief. «Wo ist der Wagen?» «Der steht vor dem Casino.» «Unbeschädigt?» «Warum.» «Weil sonst 70000 fällig werden.» «Es ist alles in Ordnung.», sagt er. Wir gehen, vor dem Haus fragt Ralf. «Was war das den?» «Ich war gestern Abend ein bisschen Zocken.» «Und da haben sie ein Auto gewonnen?» «Er konnte nichts anderes mehr einsetzen und er spielte für das Haus, war mein Eindruck.» «Wie viel haben sie gewonnen?» «Ich weiß nicht genau, ungefähr 1,5 Mio.» «Na denn, wo steht das Auto.» «Vor dem Casino.»
Er fährt los, vor dem Casino steht nur ein Auto, der Jaguar. Ich steige aus und umkreise den Jaguar Sovereign. Nicht einmal mit dem Röntgenblick kann ich irgendetwas entdecken. Es ist alles in Ordnung. Ich schließe den Wagen auf und lasse ihn an. Es hört sich gut an. Dann sage ich zu Ralf. «Fahren sie den Jaguar nach Hause, sie können ihn ruhig ausprobieren, Strafzettel bezahlen sie selbst. Ich komme nach.», nachdem Ralf weg ist fahre ich los, an der Eisdiele vorbei. Ich will wissen, ob Alex da ist, es ist nichts zu sehen, hat sie sich anders orientiert. Vor der Villa steht der Jaguar, ich gehe in die Küche. Dort sitzt Ralf und erzählt die neuesten Räubergeschichten. «Jetzt übertreiben sie nicht, es ist nichts passiert.» «Was machen wir mit dem Jaguar?»
«Sie melden in am Montag um und schließen eine Vollkaskoversicherung, für die Kiste ab. Das gibt das Auto für Herrn Zeidler, fürs Erste ist der gut. Damit ist er in zwei Stunden in Rukastung.» «Wird das in Rukastung eine größere Baustelle?», fragt Ralf. «Das kann man sagen, ich habe eine Fabrik und ein Haus gekauft. Das muss alles renoviert werden und irgendjemand muss das überwachen.»
«Und das soll Zeidler machen?» «Warum, meinen sie er kann das nicht?» «Das weiß ich nicht, er hat Familie.» «Er bekommt eine Wohnung in Rukastung, die muss noch hergerichtet, umgebaut und renoviert werden, das dauert.» Es ist noch eine gute Stunde bis zum Mittagessen, ich google nach einem Professor für Wirtschafts-, Vertrags- und Steuerrecht und werde fündig. Auf den konzentriere ich mich, es ist Sonntag, er sitzt mit seiner Familie auf der Terrasse seines Hauses und ist ganz entspannt, ich rufe alles Wissen über Wirtschafts-, Vertrags- und Steuerrecht auf. Das sauge ich wie ein Schwamm auf, dann löse ich meine Konzentration. Und gebe alles an Alex weiter, sie sitzt in einem Gartencafé mit einem Buch über Steuerrecht, bemerkenswert für eine Schülerin. Die Arbeit bei Dr. Simmerling ist ihr wichtig. Mit ein bisschen Konzentration übertrage ich ihr alles, was ich bei dem Professor abgesaugt habe. Jetzt weiß sie mehr wie Dr. Simmerling. Nur gut, dass sie das selbst nicht weiß, bei ihrem Praktikum hilft ihr das bestimmt. Es ist Zeit zum Mittagsessen, es gibt Filetsteaks mit Kroketten und Salat. Als Dessert hat Martha Schokoladenpudding mit Vanillesoße. Ich lasse es mir schmecken. Martha fragt, ob ich ein Glas Wein möchte. Die anderen sind auch nicht abgeneigt. Dann macht sie den 63iger Rotwein auf, Johann runzelt die Stirn. «Ich habe unserem Weinkeller, einen Besuch abgestattet. Und weil ich mich nicht auskenne, habe ich einen Wein meines Geburtsjahres genommen.», sage ich. Er entspannt sich, er hatte Martha im Verdacht, ich sehe, wie sie in sich hinein grinst.
«Wann fahren sie nach Rukastung?», fragt Ralf. «Ich denke am Dienstag nach dem Essen, wollen sie mich loswerden?» «Nein, wenn alles klappt habe ich bis dahin alles mit dem Jaguar geregelt. Soll ich ihn gleich Herrn Zeidler geben?» «Hat der kein Auto? Was macht die Renovierung der Pension?» «Zeidler hat eine alte Klapperkiste. Die Renovierung der Pension ist bis Freitag fertig.»
«Sie wollen den Jaguar noch ein wenig genießen?», grinse ich ihn an. «…Ja, schon, ist ja auch ein schönes Auto.» «Mit was für einem Wagen gehen wir einkaufen?»
«Wir nehmen immer den Bentley.», ich lache und schüttle den Kopf. «Was brauchen wir dafür? Einen kleinen Bus oder einen Kombi?», alle sehen Martha an. «Ein Kombi reicht.»
«Dann kaufen sie einen, Martha soll ihn aussuchen es wird ihr Auto!» «Edgar fährt mich immer zum Einkaufen!», sagt Martha. «Dann nehmen sie beide mit zum Aussuchen, bis die Kiste da ist nehmt ihr den Jaguar.», sage ich zu Ralf. Dann wünsche ich einen schönen Mittag und gehe wieder hoch. Heute habe ich nichts mehr vor! Ich werde mit dem Astralkörper die geheimen Räume zu besuchen. Nachdem ich das Schlafzimmer verriegelt habe, konzentriere ich mich auf den geheimen Raum in der Karibik, nichts. Dann auf den geheimen Raum in der Dominikanischen Republik, ich stehe in einem Flur ähnlich wie in der Villa. Es gibt nur drei Türen. Hinter der ersten ist eine Art Giftküche und viele Bücher über Voodoo. Seltsame Gegenstände liegen herum, mit denen ich nichts anfangen kann. Ich öffne die nächste Tür, hier liegt Geld, viel Geld in verschiedenen Währungen unter anderem auch Dollars. In einem Wandschrank finde ich Goldnuggets, Krüger Rand, Golddollars, Edelsteine, Diamanten, Smaragde und Rubine. Hinter der dritten Tür ist das Arbeitszimmer. In der Ecke steht ein Tresor, natürlich ohne Schlüssel und mit einem Kombinationsschloss. Wer braucht schon Schlüssel für einen Tresor. In dem Tresor sind eine Menge Dokumente, die nehme ich heraus. Es handelt sich um Verträge über mehrere Häuser in der Dominikanischen Republik, Anteile an einer Zigarrenfabrik besitze ich auch. Die Dokumente lege ich zurück. Dann sehe ich durch die Decke, da sehe ich eine Menge Möbel, welche alle mit Leintüchern abgedeckt sind. Ein unbewohntes Haus. Und wo ist der Weg aus dem geheimen Raum? Neben dem Raum sehe ich einen Flur, ich gehe durch die Wand, von hier gehen fünf Türen ab. Als ich die nach einander öffne, finde ich einen Vorratskeller, der ist außer ein paar Gläsern mit eingemachten Früchten leer, dahinter ist ein Getränkekeller. Den sehe ich mir genau an, ich bin hier im Land des Rums. Hier gibt es Rum aller Altersklassen, von 1920 aufwärts, ich nehme ein paar Fläschchen mit. In den anderen Kellern steht nur Gerümpel, ich gehe nach oben. Das Haus hat im Erdgeschoss vier Räume, die Küche, einen Salon, ein Arbeitszimmer. Und neben der Küche ist ein Esszimmer. Man sieht es an der Einrichtung, ich ziehe die Schublade einer Kommode auf. Da liegt ein komplettes silbernes Essbesteck, nach der Inspektion der Räume steht fest, hier war seit langer Zeit niemand mehr. Wie kann das sein? Das ist ein Land, in dem ein leer stehendes Haus nicht lange leer steht und das Inventar macht es auch nicht lange. Was bedeutet, dass das Haus geschützt ist, aber wie? Damit habe ich eine neue Aufgabe. Als ich meine Konzentration löse, bin ich in meinem Schlafzimmer mit einer Flasche Rum in der Hand. So das war die DomRep, dann probiere ich Sibirien, ein weites Land, das funktioniert auch. Ich bin in einem großen Raum, mit vielen Schränken. In der Ecke steht ein Bett mit Fellen darauf, daneben ein Kanonenofen. Es ist kalt, in den Schränken sind die verschiedensten Dinge. In einem Blanco Pässe und verschiedene Stempel außerdem eine Menge Formulare. Ich kann das Zeug nicht lesen, da muss ich mir etwas einfallen lassen. Ein anderer Schrank ist vollgepackt mit Waffen, hauptsächlich russischen, einen Schrank mit Wodka finde ich ein Stück weiter, voll von oben bis unten. Das probiere ich aus, ich nehme mir eine Flasche von ganz unten links, normalerweise fängt man dort an zu stapeln, ich zumindest. Die Beschriftung kann ich nicht lesen, es ist kyrillisch. In dem Schrank daneben steht Kaviar in Kilodosen. Das habe ich schon gesehen, probiert habe ich das Zeug noch nie. Eine Dose stecke ich ein. Im letzten Schrank sind Rubel gestapelt, wahrscheinlich sind die nichts mehr wert, was man von den Goldmünzen in dem untersten Fach garantiert nicht behaupten kann, solche Münzen habe ich noch nie gesehen. Davon nehme ich von jeder Sorte eine, jetzt bin ich beladen wie ein Packesel. Als ich zurück in meinem Schlafzimmer bin und den Astralkörper aufgelöst habe, bin ich hundemüde. Es ist, wie Drago gesagt hat, die Astralreisen gehen an die Substanz. Und mir fällt ein, ich habe in Sibirien nicht nachgesehen was außerhalb des geheimen Raumes ist. Dorthin kann ich beamen! In warmer Kleidung versteht sich. Noch während ich mich umdrehe bin ich eingeschlafen. Als ich aufwache ist achtzehn Uhr vorbei, aber noch Zeit bis zum Essen. In der Küche sind Johann und Martha, es gibt Frikadellen mit Kartoffelsalat, wir unterhalten uns über alltägliche Dinge. Johann erzählt, dass Edgar zu seiner Schwester gefahren ist. «Und Ralf fährt den Jaguar spazieren damit er keinen Rost ansetzt.», ich lache schallend. «Das Auto hat es ihm angetan, das habe ich schon gemerkt.» «Ja ich glaube, er hatte noch nicht oft die Möglichkeit mit so einen Schlitten zu fahren.», sagt Johann. «Außerdem hat er so viel zu tun, dass er gar keine Zeit hat um spazieren zufahren.»
«Meinen sie ich verlange zu viel von ihm?» «Ich glaube nicht, als sie ihn eingestellt haben, habe ich mich gefragt ob wir unsere Arbeit nicht richtig machen. Aber inzwischen habe ich festgestellt, dass ich das was Ralf macht, nicht gerade so mitmachen könnte. Außerdem hat er eine ganz andere Weise an die Dinge heranzugehen. Ich könnte das nicht.» «Dann ist ja alles in Ordnung.» Ich gehe in meine Wohnung. Ich bin fit genug für weitere Astralreisen. Oben mache ich den Rum auf und schenke mir ein, der ist nicht zu verachten. Ich gehe ins Schlafzimmer, verriegle es und konzentriere mich auf den geheimen Raum in Tel Aviv. Es ist ein bestimmt zehn Meter langer Flur von dem nur zwei Türen abgehen. Dieses mal sehe ich zuerst nach oben, ich will wissen, was über mir ist. Es ist eine große Wohnung, die Möbel sind nicht abgedeckt. Komisch, wer bewohnt dieses Haus? Neben dem Flur ist der Keller des Hauses, von dort aus suche ich den Aufgang. Als ich die Kellertreppe hochkomme. Sehe ich, dass es ein Zweifamilien Haus ist. Ich gehe in den oberen Stock. Hier sind die Möbel abgedeckt, die Einrichtung ist komplett. Man sieht es am Inhalt der Schränke und Schubladen. Nachdem ich wieder in dem geheimen Raum bin öffne ich die erste Tür. Es ist ein Lagerraum mit allem möglichem Kram. Etwas Besonderes sehe ich hier nicht, als ich genau hinsehe, entdecke ich jüdische Reliquien und einen Talmud. In einer anderen Ecke eine verschlossene Kiste. Ich sehe rein, das ist Sprengstoff, für was braucht man hier Sprengstoff, wollte Onkel Eduard einen Krieg anfangen? An der anderen Wand ist ein Regal, voll mit israelischem Wein und Spirituosen. Das Zeug kenne ich nicht, ob das meine Geschmacksrichtung ist? Das probiere ich irgendwann, ich gehe weiter, es ist ein Büro, in der Ecke steht ein Safe. In dem Safe sind verschiedene Dokumente und wie blanko Pässe und die dazugehörigen Stempel, amerikanische und israelische. In der anderen Ecke steht eine Sitzgruppe. Dazu gehört auch ein TV-Gerät, ich mache es an, es läuft CNN. Als ich mich durchzappe, komme ich zu israelischen Sender. Sogar deutsche Sender können empfangen werden. Dann muss das Teil, an einer Satellitenanlage hängen oder es ist auch Magie. In den anderen Schränken ist israelische Literatur und Bargeld. Damit kann ich nichts anfangen. Kleidung ist auch da, die ist auch nicht meins. Wenn ich die Klamotten anziehe, komme ich mir vor als wäre Karneval, ich kehre zurück. So, wohin jetzt, ich hole mir die Liste mit den Immobilien. In der Dominikanischen Republik habe ich noch ein Haus, auf das konzentriere ich mich. Das Haus ist voll in Betrieb. Alles ist sauber und gepflegt, ich gehe durch das Haus. Es gibt einen Butler, eine Köchin und einen Gärtner. Die meisten oberen Etagen sind leer. Wenn ich jetzt noch verstehen könnte, was die Angestellten miteinander reden würde mir das weiter helfen. Im oberen Stockwerk gibt es eine Reihe Räume, die meinen in der Villa sehr ähnlich sind. Dort finde ich auch ein spanisches Wörterbuch, ich ziehe mir das rein, das ist in fünf Minuten erledigt. Dann gehe ich in den Keller und sehe mich nach einem geheimen Raum um, der ist hier direkt unter dem Haus. Die Einrichtung entspricht den anderen Räumen, Waffen, Devisen, Gold und Silber und Edelsteine. Aber in diesem hier ist der Rum älter. Die älteste Flasche ist von 1834, die nehme ich mit. Dann kehre ich zu meinem Körper zurück. Die Astralreisen machen müde, ich kann nicht den halben Tag verschlafen. Mir fallen regelrecht die Augen zu, nachdem ich das Schlafzimmer entriegelt habe nehme ich eine Flasche Mineralwasser, das tut richtig gut. Das Wasser nimmt die Müdigkeit, wenigstens zum Teil. In den Nachrichten kommt, dass der Staatsanwalt in Brüssel in die Psychiatrie eingewiesen wurde. Er erzählt diffuse Geschichten, wie der Staatsanwalt jetzt die Aussage von «Schmittle» bewerten würde, würde mich interessieren. In Palästina gab es ein Selbstmordattentat wegen der Baustelle der Israelis. In Deutschland das Übliche, ich ziehe mir eine Krimiserie rein, es ist 21:00 Uhr. Ich leite mein Ritual ein, mit einem doppelten Rum von 1834, einer Flasche Mineralwasser und einer Zigarre lege ich mich in die Wanne. Heute werde ich nicht alt. Um halb Zwölf wache ich wieder auf. Ich bin topfit. Die Unterlagen im Keller wollte ich durchzusehen, ich beame in den Keller. Dort sehe ich noch einmal alle Räume an. Dann gehe ich in das Arbeitszimmer und hole die Unterlagen. Jetzt habe ich es verstanden, eigentlich kann ich eine komplette Drei Zimmerwohnung, egal wohin transportieren, wenn ich es richtig verstehe. Wie ich sichere Türen einbauen kann, habe ich nicht verstanden. Eines ist klar, für telekinesische Transporte gibt es keine Größenbeschränkung. Was nicht mehr bedeutet, als dass sich ein paar Staaten in absehbarer Zeit sehr wundern werden. Als ich in den Unterlagen blättere sehe ich, dass ich sogar Feuer machen kann, alleine dadurch, dass ich es will. Das ist beim Camping bestimmt ganz nützlich. Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, wo ich das im Moment anwenden kann, jetzt habe ich eine Supermann Ausrüstung. Ich bin der mächtigste Mensch der Welt. Aber in Ruhe leben kann ich nur, solange es niemand merkt. Ich lehne mich zurück und konzentriere mich auf die Baustelle in Israel. Das funktioniert, es fühlt sich an als würde ich über dem Land schweben, die Baustelle ist gewaltig, nicht weit entfernt vielleicht fünfzehn Kilometer, ist der Flughafen. Dort, auf der Landebahn hat die Baustelle Platz.



