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68.6695, 17.6789

SAMISCHE ESSKULTUR
22 TINJA MOUNTAIN LODGE
Rentierfarm in schroffer Berglandschaft mit Kost und Logis. Die Küche verwendet nur eigene oder selbst gefangene bzw. gesammelte Erzeugnisse, z. B. Moorhühner, Forellen, Pilze, Molte- und andere Beeren. Es gibt sogar selbst gebrautes Bier und selbst gebrannten Schafgarben-Schnaps.



68.4788, 17.7567

23 PIPPIRA SIIDA
Samische Siedlung, wo man etwas über die Samen erfährt, die das Nomadenleben aufgegeben haben. Im Café wird traditionelle Kost serviert, z. B. Bidos – eine Suppe mit Rentierfleisch, Zwiebeln, Kartoffeln und Karotten. Probieren Sie mal, ein Rentier mit dem Lasso einzufangen oder aus Birkenrinde einen Korb zu flechten. Es gibt Hütten, in denen man übernachten kann.

68.3212, 16.6816

UNTERKUNFT
24 FJELLKYSTEN GUEST HOUSE
Hotel an der Küste in einem ungewöhnlichen Ökohaus, das von der traditionellen Bauweise inspiriert ist. Es ist an einen Hang gebaut, teils unterirdisch, und besitzt das größte Rasendach Norwegens. Die Spezialität der Küche ist Fisch, aber man kann sich auch selbst versorgen. Fantastischer Meerblick.


68.7817, 17.7954

25 TROLLVIKEN LODGE
Lodge in idealer Lage an der Kante des Ofotfjords in der Nähe von Bjervik, die ursprünglich mal eine Fischfarm war. Betrieben wird sie von Narvik Mountain Guides, man kann also gleich ein paar Touren buchen – siehe www.narvikguides.no

68.5253, 17.4383


HURTIGRUTEN
Highlights









Wenn man an Deck sitzt und die norwegische Küste entlang nach Norden bis zur russischen Grenze fährt, ist man völlig gebannt von der spektakulären Landschaft. Die Route schlängelt sich durch Fjorde und atemberaubende schöne Archipele und macht in abgelegenen Dörfern Halt. Wenn das Schiff in einer Mittsommernacht den Polarkreis überquert, ist alles in das warme Licht der Mitternachtssonne getaucht, und man will unbedingt an Deck bleiben, um alles in sich aufzunehmen.
Am Ende des 19. Jahrhunderts waren die vielen abgelegenen Fischerinseln vor der wilden 1.255 km langen Küste zwischen dem Haupthandelshafen Bergen und Kirkenes an der russischen Grenze nur mit dem Boot erreichbar. Alle möglichen Dampfer und Segelboote befuhren diese tückische Strecke, doch bei nur 28 Leuchttürmen nördlich von Trondheim, war es nachts zu gefährlich, weshalb es eine lange Reise war. Um die Kommunikation mit den abgeschiedenen Gemeinden zu verbessern, bot die norwegische Regierung der Firma Hurtigruten 1893 einen Vertrag für einen Linienverkehr an. Obwohl die Hurtigruten-Schiffe immer noch Fracht transportieren, wenn sie eine der weltweit schönsten und dramatischsten Küsten entlangfahren, gilt das Hauptaugenmerk inzwischen dem Komfort der Passagiere.
Die Fahrt von Bergen nach Kirkenes und zurück dauert 12 Tage und ist sehr beliebt – auf der Rückfahrt sieht man die Küstenabschnitte, an denen man auf der Hinfahrt nachts vorbeigefahren ist. Da die Schiffe täglich von jedem Anlaufhafen in beide Richtungen fahren, kann man jederzeit von Bord gehen und wieder einsteigen und auch an Land campen, statt eine Kabine zu mieten. Die Mitreisenden sind eine Mischung aus Einheimischen, die die Linie als Fähre benutzen, und „Kreuzfahrt“-Touristen. Für Letztere gibt es an Bord jedes Schiffes einen Mitarbeiter, der bei der Buchung diverser organisierter Ausflüge in den verschiedenen Häfen behilflich ist.
Der Name Hurtigruten – wörtlich „schnelle Route“ – bezieht sich auf den ursprünglichen Transport von Post und Passagieren in den Anfangstagen. Doch seien Sie versichert, obwohl seit damals alles schneller und effektiver geworden ist, fühlt man sich hier nie gehetzt.
DIE HURTIGRUTEN-ROUTE
1 BERGEN
Die alte Hansestadt ist der südlichste Hafen der Hurtigruten-Strecke und das Hafenviertel Bryggen mit seinen mittelalterlichen Holzhäusern UNESCO-Weltkulturerbe. Nehmen Sie in der Nähe des Hafens die Standseilbahn Fløibanen auf den Gipfel des Fløybergs. Von hier hat man einen spektakulären Panoramablick über die Stadt und die Inseln, das Meer und die Berge. Bis zum 19. Jahrhundert war Bergen das Handelszentrum Norwegens und größer als die Hauptstadt Oslo. Man nennt die Stadt auch das „Tor zu den Fjorden“, und viele Fjordfahrten der Hurtigruten-Schiffe starten hier (sehr zu empfehlen sind Hardangerfjord und Sognefjord). Von Bergen geht es zunächst in den Hjeltefjord, vermutlich dieselbe Route, die die Wikinger nahmen, als sie um 800 die Shetlandinseln eroberten.

60.3922, 5.3107

2 FLORØ
Norwegens westlichste Stadt war über Jahrhunderte eine Hochburg des Schiffsbaus, dann der Fischzucht und ist jüngst Versorgungshafen der vorgelagerten Ölindustrie. Nach Florø geht es vorbei an Vingen, wo sich mit über 2.000 Bildern eines der größten Felder mit Felszeichnungen Nordeuropas befindet. Im Westen ragt der Gipfel des Hornelen auf, wo sich laut Legende zur Sommersonnenwende und an Weihnachten die Hexen versammeln, um mit dem Teufel zu tanzen. Kurz vor der Ankunft in Måløy überquert das Schiff die Mündung des Nordfjords, der sich landeinwärts bis zum Jostedalsbreen erstreckt, dem größten Gletscher des europäischen Festlandes.
61.6017, 5.0258

3 MÅLØY
Fischerhafen im Süden der Insel Vågsøy, der durch eine lange Brücke mit dem Festland verbunden ist. An der Küste gibt es vier Leuchttürme in spektakulärer Lage, einen der schönsten Strände Norwegens und den Kannesteinen – einen pilzförmigen Felsen, den das Meer im Lauf der Jahrhunderte geformt hat.
61.9391, 5.1222

4 TORVIK
Kleines Dorf auf der Insel Leinøya in einem der wichtigsten Fischfang- und Fischzuchtgebiete Norwegens. Schöne, raue Landschaft mit zahlreichen Gletschern, Wasserfällen und Nationalparks. Die Nachbarinsel Runde beheimatet 240 verschiedene Seevogelarten, und über 500.000 Vögel nisten dort jedes Jahr. Hinter Torvik kommen die Sunnmørsalpene (die Sunnmøre Alpen), die allgemein als der spektakulärste Gebirgszug Norwegens gelten. Die schneebedeckten Gipfel sind im Sommer bei Wanderern, im Winter bei Skifahrern beliebt.


62.3368, 5.7283

5 ÅLESUND
Stadt mit Märchenfeeling, die 1904 nach einem verheerenden Brand im Jugendstil wiederaufgebaut wurde. Der Aksla überblickt die Stadt, und der Weg zum Gipfel bietet eine fantastische Aussicht auf die Inseln und die Sunnmøre Alpen. Ein Stück landeinwärts findet man die Trollstigen (Trollstraße) – eine dramatische Serpentinenstraße. Die spektakulären Haarnadelkurven sind alle benannt, häufig nach dem verantwortlichen Vorarbeiter des Straßenabschnitts. Neben und unter der Straße rauscht der ebenso beeindruckende Wasserfall. Nichts für schwache Nerven!

62.4756, 6.1529

6 GEIRANGER
Der Geirangerfjord wird oft als schönster Fjord Norwegens bezeichnet und ist UNESCO-Weltnaturerbe. Im Sommer machen die Hurtigruten-Schiffe im kleinen Dörfchen Geiranger am Kopfende des Fjords Halt, und man kann an Land gehen. Das blaue Wasser des Geirangerfjords ist ca. 300 m tief, und aus den umliegenden Bergen stürzen zahlreiche spektakuläre Wasserfälle hinein. Brudesløret (der Brautschleier) und De Syv Søstrene (die sieben Schwestern) sind die berühmtesten, und man hat vom Schiff aus auf beide einen guten Blick.



62.1035, 7.2028

7 MOLDE
Kleine Küstenstadt und Hafen in wundervoller Landschaft und Heimat eines der größten Volkskundemuseen Norwegens. Ein Großteil der Stadt wurde bei deutschen Luftangriffen zerstört und nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut. Ein 8,3 km langer dramatischer Abschnitt zwischen Molde und Kristiansund, genannt Atlanterhavsveien (Atlantikstraße), gilt als eine der schönsten Panoramastraßen, und viele Autohersteller drehen hier ihre Werbespots. Die Aneinanderreihung von Dämmen, Viadukten und Brücken verknüpft mehrere kleine Inseln und Schären, um die Insel Averøy mit dem Festland und der Halbinsel Romsdalshalvøya zu verbinden.

62.7363, 7.1669

8 KRISTIANSUND
Fischerhafen auf vier Inseln, dessen Wohlstand auf getrocknetem, gesalzenem Dorsch gründet, auch bekannt als Klippfisk (Klippfisch), weil er von den Klippen gehängt wurde, um in Wind und Sonne zu trocken. Kleine Passagierfähren bringen Besucher von Insel zu Insel. Besonders interessant ist die Altstadt mit ihren schmalen Gassen und gut erhaltenen Holzhäusern.
63.1147, 7.7367

9 TRONDHEIM
Bevor es in den Trondheimfjord geht, fährt das Schiff am Leuchtturm Kjeungskjær vorbei, der auf einer winzig kleinen Schäre sitzt. Er ist nicht mehr bemannt, aber man kann die ehemalige Wohnung des Leuchtturmwärters mieten. Trondheim hat viele interessante alte Holzhäuser, manche in schmalen mittelalterlichen Gassen, andere an breiten Boulevards, die im 17. Jahrhundert gebaut wurden, um die Ausbreitung von Feuern zu verhindern. Die Kirche aus dem Jahr 1070 ist letztes Pilgerziel des St. Olavswegs (siehe Åre, Schweden).
63.4426, 10.4068

10 RØRVIK
Stadt in perfekter Lage, um von dort die Tausende Inseln und Schären des Vikna-Archipels zu erkunden, mit mildem maritimen Klima, in dem Pflaumen- und Apfelbäume gedeihen. Das Schiff fährt am Torghatten vorbei, einem ungewöhnlichen Granitberg mit einem großen Loch in der Mitte, zu dem es eine schöne Sage gibt. Von Lekamøya verschmäht, schoss der Troll Hestmannen einen Pfeil auf das junge Mädchen, doch der König warf seinen Hut dazwischen, und der Pfeil ging hindurch. Als die Sonne aufging, wurden sie alle zu Stein, auch der Hut.


64.8604, 11.2390

11 BRØNNØYSUND
Brønnøysund liegt auf einer schmalen Halbinsel in der geografischen Mitte zwischen Nordkap und Lindesnes, in einer Landschaft mit sämtlichen klassischen norwegischen Zutaten – Meer, Inseln, Fjorde, Berge, Seen, Wildflüsse und Wasserfälle. Eine der hiesigen Einnahmequellen ist seit mehr als 1.500 Jahren die nachhaltige Produktion von Eiderdaunen. Die Brustfedern werden aus den Eiderentennestern gesammelt und durch Heu ersetzt.

65.4756, 12.2106

12 SANDNESSJØEN
Zwischen Brønnøysund und dem Inselhafen Sandnessjøen liegt einer der schönsten Küstenabschnitte der Welt. Das Schiff fährt vorbei an der Insel Alsta und De Syv Søstre (den sieben Schwestern) – eine Gebirgskette mit sieben Gipfeln, die so nah beieinander sind, dass man sie alle an einem Tag schafft. Laut Legende handelt es sich um weibliche Trolle, die zu Stein geworden sind.
66.0237, 12.6372

13 NESNA
Nach einem kurzen Aufenthalt in Nesna erblickt man die weiße Zunge des mächtigen Svartisen-Gletschers. Vor ein paar Jahrhunderten reichten die Gletscher der Region noch bis zum Meer, doch der Klimawandel beschleunigt ihren Rückzug. Bei 66° 33” nördlicher Breite, wenn das Schiff den Polarkreis überquert, scheint die Sonne im Sommer 24 Std. am Tag. Ein großer Globus auf der Insel Vikingen markiert den Punkt, und es darf mit Feierlichkeiten an Bord gerechnet werden.

66.2003, 13.0085

14 ØRNES
Das Küstendorf kurz über dem Polarkreis mit einem vorgelagerten Archipel aus über 700 Inseln und Schären markiert das Ende des Küstenabschnitts namens Helgelandskysten. Am Hafen steht die romantische Kjærlighetsbenken (Liebesbank), auf der man mit seiner Liebsten sitzen kann, oder man bringt ein Schloss an und wirft den Schlüssel ins Meer.
66.8689, 13.7034

15 BODØ
Größte Stadt der Region Nordland, gegründet 1816 als Handelszentrum und oft das Tor zum wahren Norden genannt. Saltstraumen, der beeindruckende Gezeitenstrom im Südosten der Stadt, ist mit einer Geschwindigkeit von bis zu 22 Knoten der stärkste der Welt. Von Bodø fährt das Schiff nach Vestfjorden, kein echter Fjord, sondern eher ein Meeresarm zwischen den Lofoten und dem norwegischen Festland und von großer Bedeutung für den Kabeljaufang (siehe Lofoten S. 42). Wenn man sich dem Archipel nähert, scheint die Silhouette der Lofotenwand wie eine einzige, ungebrochene Linie aus dem Meer aufzutauchen.
67.2892, 14.3959

16 STAMSUND
Fischerdorf im Süden der Insel Vestvågøy in den Lofoten. Während des Zweiten Weltkriegs gab es hier die ersten erfolgreichen Überfälle britischer und norwegischer Kommandos auf die von Nazis besetzten Gebiete. Sie kehrten mit Gefangenen und norwegischen Freiwilligen sowie dem Code-Buch für eine Enigma und ein paar ihrer Walzen zurück. Von hier fährt das Schiff Richtung Osten am spektakulären Südrand der Lofoten entlang.
68.1214, 13.8411



17 SVOLVÆR
Die Hauptstadt der Lofoten lebt von Fischfang und Tourismus. Das Schiff fährt auch durch den nahegelegenen Trollfjord (siehe Lofoten S. 44).

68.2307, 14.5666

18 STOKMARKNES
In dieser kleinen Siedlung im Norden der Insel Hadseløya befindet sich die Zentrale der Hurtigruten-Linie. Das Museum erzählt die faszinierende Geschichte von der Gründung 1893 bis heute. Neben dem Museum liegt der alte Küstendampfer MS Finnmarken (Baujahr 1956) auf dem Trockenen. Ein neues Schiff mit demselben Namen wurde 2001 zu Wasser gelassen.
68.5702, 14.9080

19 SORTLAND
Risøyrenna (der Risøy-Kanal), ein flacher Sund, der bei Ebbe zu Pferd durchquert werden konnte, wurde 1922 zur Schiffsstraße ausgebaggert und verbreitert. Der tiefe Kanal ermöglicht es den Hurtigruten-Schiffen, in Sortland anzulegen. Zur Jahrtausendwende beschloss das Städtchen, blau zu werden, und hat dieses Farbschema seither mithilfe von Künstlern und Gemeinde fortgesetzt. Sehr skurril!
68.6987, 15.4207

20 RISØYHAMN
Winziges Dorf auf der Insel Andøya und trotz seiner Größe Station auf der Hurtigruten-Strecke. In der Nähe gibt es zahlreiche Seevogekolonien, darunter auch eine mit mehr als 160.000 Papageientauchern. In den Minen bei Ramså hat man vollständige Skelette von Ichthyosauriern gefunden, und in der Nähe von Risøyhamn gibt es diverse Grabhügel und die Überreste einer Siedlung aus der Eisenzeit. Halten Sie Ausschau nach Pottwalen.



