Das skurrile Leben der Myriam Sanders

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Myriam schmollt mit den Lippen und legt ihre Hand auf den Arm der Frau. Die Wächterin sieht sie von oben bis unten an und taxiert sie.
«Ich will nur eine bessere Sicht auf die Show, Baby. Ganz nah.»
Die Wache sagt nichts, aber ihre Augen wandern hin und her. Myriam fährt mit der Hand über ihre Krawatte und wandert mit der Hand an ihrem Körper entlang, bis sie eine Ausbuchtung in der Hose spürt. Was ist das? Der Anblick: eine Frau, aber mit Schwanz? Myriam hatte davon gehört, dass es Mädchen mit Schwanz und Eiern gibt, aber noch nie eine gesehen. Die Wächterin ist eine Futanari.
Myriam fasst sich schnell wieder. Sie hatte gelesen, dass, wenn man einmal den Samen von einem Dickgirl-Mädchen geschluckt hatte, danach süchtig ist. Guter Gedanke!
«Die Wahrheit ist, ich bin hungrig nach Geschmack», und streicht über die harten Umrisse ihres Schwanzes durch die Hose. Die Wache beißt sich auf die Lippe.
«Mach es schnell, komm schon.»
Sie führt Myriam am Handgelenk um das Samtseil und die Treppe hinauf in die VIP-Lounge. Die Lounge ist mehr eine private Zuschauerbox als alles andere. Ein paar Nachtclubsofas, ein paar niedrige Tische. Weiche Stimmungsbeleuchtung, nicht zu hell und nicht zu dunkel, Perfekt für ihr Vorhaben. Von hier aus kann sie die Bühne gut beobachten. Das Mädchen unten leckt die Muschi ihrer Domina
Myriam hätte sich schlecht gefühlt, wenn nicht der Eifer gewesen wäre, mit dem sie die Frau ableckte. Man konnte es in ihren Augen sehen, sie war verrückt nach Liebessaft.
Myriam versucht mit Noemi in Augenkontakt zu treten, um ihr zu zeigen, dass es fast Zeit für den Boogie ist.
Die VIP-Lounge ist verlassen, bis auf einen Mann und eine Frau tief im Schatten. Sie ignorieren die beiden Frauen, konzentrieren sich auf den schweißtreibenden Gangbang, der auf der Bühne passiert und die Hand der Frau reibt das steife Glied des Mannes.
Die Wache konzentriert sich jedoch intensiv auf Myriam. Sie drückt sie gegen die Wand und küsst ihren Nacken und drückt ihren pochenden Schritt gegen sie. Zu jeder anderen Zeit hätte Myriam die Erfahrung vielleicht genossen, aber die Zeit läuft ihr davon. Gleich über der Schulter der Wache sieht sie die Glaspyramide, nicht viel größer als ein Basketball. Sie steht wie ein Herzstück in einer Vitrine. Als wäre es nur ein dekoratives Teil, belanglos und irgendwie cool aussehend und nichts weiter. Nur, dass da etwas ist. Etwas darinnen, im Kristall aufgehängt. Es sieht aus wie ein ägyptischer Ankh. Jadegrün und phosphoreszierend. Das muss der Schlüssel sein!
Sie will hinüberstürmen, aber die Futa-Wächterin ergreift jetzt ihre Brust mit einer Hand und fährt mit der anderen Hand ihren Rock hinauf.
Dies ist eine heikle Situation. Ich müsste die Wache außer Gefecht setzen, die beiden Zeugen neutralisieren und jedes Rätsel lösen, das den grünen Ankh-Schlüssel umgibt. Sobald ich das hätte, konnte ich Noemi befreien und eine Pause machen.
Empfindliche Probleme erfordern eine subtile Lösung. Myriam denkt eine Sekunde darüber nach. Dann entscheidet sie: «Jetzt oder nie!» Myriam war seit langem Mitglied in einem Kampfsportverein und hatte Kurse für Keysi besucht. Kampfsport ist trainingsintensiv, aber auch sportlicher Balsam für Körper und Geist. Durch den Adrenalinkick, den sie beim Trainieren dieser Kampfkunst regelmäßig erhält, werden nicht nur Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer gefördert, sondern auch das Reaktionsvermögen, eine effektive Selbstverteidigungsmöglichkeit, darauf ausgelegt, auch größere und schwerer Gegner schnell kampfunfähig zu machen. Keysi ist die wahrscheinlich effektivste Art und Weise, roh, aber effektiv. Es geht direkt und distanzlos zur Sache – ins Gesicht, zwischen die Beine, ganz egal – notfalls auch mit unfairen Moves.
Kurz bevor die Futagirl-Wache ihren Slip erreicht, sucht sie deren Schritt, aber nicht mit der Hand, sondern mit dem Knie. Sie rammt es mit aller Gewalt direkt in die riesigen Futabälle.
«Was zum Teufel ...!» Die Wache stöhnt, lässt sie los und packt ihre verletzten Eier. Ohne Zeit zu verlieren, schießt Myriam an ihr vorbei, öffnet die Vitrine und greift nach der Glaspyramide. Sie ist schwer, aber nicht zu schwer. Die Futa-Wächterin wirbelt ungeschickt herum, durch den Schmerz zwischen ihren Beinen gehandikapt.
Als sie einen Schritt auf Myriam zugeht, schlägt Myriam instinktiv die Pyramide auf sie. Sie zerbricht an ihrem Kopf, und fällt inmitten eines funkelnden Regens aus Glassplittern zu Boden.
Myriam hat keine Zeit, sich um die ohnmächtige Verletzte zu kümmern, steckt ihre Hand in ihre Handtasche und zieht einen Revolver heraus. Sie hält ihn hoch und richtet die Waffe auf die am Boden Liegende. Als sie sich nicht rührt, wendet sich Myriam an das Paar in der Ecke. Sie sehen sie mit großen Augen an und sind ganz still.
«Sie haben nichts gesehen!», bellt sie. «Wenn Sie sich bewegen, sind Sie tot. Genießen Sie die Show!»
Sie blinzeln, zucken die Achseln und wenden ihre Aufmerksamkeit wieder der Bühne zu.
Den Leuten, die an diesen Partys teilnehmen, muss man nicht sagen, dass sie sich nur um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern sollen. Das ist gut und erspart Myriam lästige Fragen.
Sie kniet sich neben die Wache, fühlt ihren Puls und ist beruhigt. Sie atmet noch und sie wird morgen sicherlich einen Brummschädel haben.
Myriam sucht den Schlüssel und findet ihn zwischen den Glassplittern. Das Leuchten des grünen Ankhs flackert und pulsiert. Er fühlt sich warm an. Während sie ihn in ihrer Hand hält, spürt sie Wellen von Macht. Der Schlüssel ist tatsächlich magisch.
Myriam hält ihn eine Weile fest. In ihr reift ein Plan. Wenn sie Noemi von dem Halsband befreit hat, wird sie den Schlüssel inklusive Halsband behalten. Sicher wird es ihr noch gute Dienste leisten. Bevor sie ihn in ihr Taschentuch wickelt und ihn sodann zusammen mit ihrer Waffe in ihre Handtasche schiebt, sagt sie: «Ich wäre schön blöd, es nicht zu probieren. Ich würde mich freuen, solche Macht in Händen zu halten. Damit kann ich jede Frau und jeden Mann zu Gehorsam zwingen, ohne dass sie sich wehren können.»
Schleunigst verlässt Myriam den VIP-Bereich und mischt sich in die Menge. Wenn jemand den Angriff bemerkt hätte, würden sie so tun, als hätten sie nichts gesehen.
Alle Charaktere auf der Bühne sind so damit beschäftigt, sich zu erfreuen, als dass sie sich hätten vorstellen können, was soeben passiert ist.
Ich muss jetzt nur cool bleiben und mich so langsam auf den Heimweg machen und Noemi mit mir nehmen.
Noemi blickt jetzt von der Bühne auf Myriam herab. Sie wählt sie aus einer Menge von Hunderten und hält ihren Blick fest. Etwas in ihr, tief in ihrem Verstand, sagt ihr wohl, dass sie jetzt ihr Schlüsselhalter ist. Sie nickt ihr zu, erhebt sich und bahnt sich einen Weg zu Myriam. Sie gehorcht meinen Gedanken. Phantastisch! Das ist genial!
Als Noemi bei Myriam ankommt, eilen beide zum Aufzug und fahren nach oben.
Hoffentlich bemerkt Antonia Moretti nichts, es ist riskant, wir da in dem Gitterkäfig völlig schutzlos der Menge preisgegeben, sollten wir bemerkt werden. Mein Herz klopft so laut, dass ich denke, es wird jeden Moment zerspringen.
Auf Annie hat Myriam nicht mehr gewartet. Sie würde sich sicherlich noch ein wenig austoben und dann ihren Weg nach Hause finden.
Myriam nimmt Noemi mit nach Hause.
«Heute ist unser Glückstag. Hier habe ich den Schlüssel! Nun zeig mir das Schloss, damit ich dich befreien kann.»
Noemi zieht das Halsband nach vorne und Myriam will den Schlüssel ins Schloss stecken. Sie zögert kurz. Soll ich die Situation ausnutzen und sie mir zu Nutze machen? Gegen einen kleinen Fick und einen geilen Orgasmus hätte ich jetzt nichts einzuwenden.
Myriam schüttelt den Kopf und wischt diese Gedanken beiseite. Noemi hatte ihr einen Auftrag erteilt und sie hat ihn ausgeführt.
Nun habe ich noch den Schlüssel und werde das Halsband öffnen.
Mit dem Schlüssel öffnet Myriam das Schloss und entfernt das Halsband. «Das behalte ich, wenn du erlaubst!»
Überglücklich umarmt sie Myriam. «Natürlich! Mach damit, was du willst. Ich weiß aber nicht, ob es bei dir funktioniert. Sie hatte immer noch besondere Rituale, wenn sie das Schloss benutzte. Bin ich froh, dass der Bann gebrochen ist!» Sie reibt sich den Hals und grinst Myriam an.
Frei von dem Bann, sich einer Frau hinzugeben, das ist so schön! Jetzt küsse ich sie aus freiem Willen. Sie küssen sich, aber Noemi kann spüren, dass ihr Herz nicht dabei ist und es auch gar nichts mehr bei ihr bewirkt. Sie löst sich von Myriam und schiebt sie von sich weg.
«Sorry, es geht nicht mehr. Ich habe jetzt mein altes Leben wieder. Gott sei Dank! Dank dir kann ich meinen eigenen Weg gehen und den gehe ich sicher nicht mit einer Frau. Es tut mir leid!»
«Mir auch!» Myriam grinst sie an. «Ich freue mich, einen Scheck per Post zu bekommen. Das wäre wundervoll! Ich nehme an, du hast das Geld nicht dabei?»
Noemi sieht Myriam an, schüttelt den Kopf und sagt «Danke», zwinkert ihr zu, dreht sich um und verschwindet mit den Worten: «Halte deinen Posteingang im Auge!»
Nur noch ein leichter Geruch nach Flieder liegt in der Luft und die Erinnerung an eine außergewöhnliche Frau.
Was für ein Abenteuer! Der heutige Abend geht Myriam durch den Kopf. Das, was sich abgespielt hatte, darauf war sie nicht vorbereitet. Aber anstatt angewidert zu sein, erregt sie der Gedanke an diesen Abend und an das Geschehen. Vielleicht möchte ich noch mehr sehen und erleben.
Mit diesen Gedanken schläft Myriam ein.
Ausgeruht betritt sie am nächsten Morgen ihr Büro und wartet. Worauf warte ich eigentlich? Dass Noemi noch einmal vorbeikommt? Dass der nächste Auftrag eingeflogen wird? Dass meine Assistentin Annie zur Arbeit kommt? Ja, ich will wissen, was Annie sonst noch erlebt hat. Ich bin nass, wenn ich an den gestrigen Abend denke. Kann man von dieser geilen Atmosphäre süchtig werden?
Alles Fragen, die im Moment wohl nicht beantwortet werden können. Myriam ergreift die Whiskey-Flasche und gießt sich einen großen Schluck ein. Wohlig lässt sie das scharfe Gebräu ihre Kehle hinunterlaufen. Dann öffnet sie ihren Laptop und gibt «Ankh» in die Suchmaschine ein.
Die ägyptische Hieroglyphe »Ankh” ist Teil des ältesten bekannten ägyptischen Schriftsystems und bedeutet »Leben” (im Diesseits und Jenseits) oder »Lebenskraft”, eine andere Bedeutung wäre: »Spiegel” bezüglich Spiegel der Bewusstwerdung. Hieroglyphen wurden vorwiegend an und in Tempeln oder Grabstätten von Pharaonen gefunden und sind vereinfacht ausgedrückt Sinnbilder, eine Bilderschrift, wobei der Wortstamm »Hieroglyphe” aus dem Griechischen kommt und die ungefähre Bedeutung »heiliges und magisches Zeichen” hat.
Die wenigsten Menschen im alten Ägypten konnten lesen und schreiben und so glaubten sie an die göttliche Herkunft dieser Zeichen, an ein Geschenk der Götter. Pharaonen bzw. Könige wurden zur damaligen Zeit vom Volk gleichzeitig als Vater und Mutter aller Menschen und zugleich auch noch als Zauberer und Priester gesehen.
Sie hatten von den Göttern die Macht zugewiesen bekommen, für reiche Ernte und großen Viehbestand zu sorgen. Andere Ankh-Symbol Bezeichnungen sind: Anch, Henkelkreuz, Schleifenkreuz, Lebenskreuz, Nilschlüssel, koptisches Kreuz, crux ansata, bei den Christen wurde es zum Sankt Antonius Kreuz
Myriam liest weiter:
Das Ankh fand man oft in Darstellungen, in welchen es die Pharaonen von den Göttern überreicht bekamen, (dem König wurde hier symbolisch gesehen der weibliche Teil der Schöpfung verliehen) um dann diesen Lebenshauch an das Volk weiterzugeben.
In anderen Abbildungen wird der Herrscher von den Göttern mit dem Ankh am Mund (zwischen Oberlippe und Nase) berührt und bekommt nach alter Überlieferung so Unsterblichkeit verliehen. Ein Ankh Kreuz erinnert stark an das uns bekannte Zeichen des weiblichen Geschlechts und hat Bezug zur Venus Mythologie. (Venus, der Planet des weiblichen Charakters). Die altägyptische Entsprechung des weiblichen Teils der Schöpfung ist «Isis».
Myriam sucht noch nach weiteren Erklärungen, findet aber nichts über ein magisches Ankh-Kreuz. Enttäuscht klappt sie den PC wieder zu. Wie auch immer. Der Smaragd leuchtet seltsam. Irgendetwas Magisches ist daran.
Flucht
Noemi eilt zu ihrer besten Freundin Emma, dort hat sie ihr ganzes Hab und Gut abgestellt, das sie für ein neues Leben im Ausland braucht. Reisepass auf einen neuen Namen und auch ein neuer Führerschein. Mit ihrem heimlich gesparten Geld hatte sie sich vor zwei Tagen ein Auto gekauft. Jedoch nicht angemeldet. Es lief noch auf den Vorbesitzer.
«Emma, bist du da?»
«Natürlich, Noemi, ich habe sehnsüchtig auf dich gewartet. Ich hatte solche Angst, dass du erwischt wirst!»
Die beiden Frauen fallen sich in die Arme, Noemi kann nicht anders, als zu weinen.
Endlich frei! Endlich frei! Nie mehr ein Halsband. Das weiß ich, auch wenn es nicht magisch sein sollte. Nie mehr eine Sklavin und nie mehr anderen Frauen zu Willen sein.
«Ist der Wagen vollgetankt?»
Emma nickt. «Süße, pass auf dich auf. Willst du mir nicht doch sagen, wohin du fahren willst?»
«Nein, je weniger du weißt, desto sicherer bist du. Ich möchte nicht, dass dir die Morettis das Lebenslicht ausblasen.»
«Okay, pass auf dich auf!»
«Ja, mach ich!» Noemi lächelt, umarmt Emma noch einmal, dreht sich um und steigt in den Wagen. Emma hatte ihn bereits fertig gepackt.
Noemi! Jetzt muss ich mich an einen anderen Namen gewöhnen und Noemi vergessen. Carmen Cravetta.
Sie sagte ihn leise vor sich hin: «Carmen Cravetta, Carmen Cravetta, Carmen Cravetta.» Jedesmal wird sie ein wenig lauter.
«Ja, genau! Jetzt kommt Carmen Cravetta mit ihrem neuen Leben. Jetzt erobere ich die Welt und niemand sagt mir mehr, was ich tun soll. Jetzt hören alle auf mich!»
Sie tritt das Gaspedal fest durch und fährt Richtung A2. Sie will nach Hamburg. Dort hat sie eine Passage auf einem Frachter gebucht, der heute Abend nach Ecuador ausläuft. Die Autofahrt wird ungefähr drei bis vier Stunden dauern. Wenn kein Stau dazwischen kommt, wird sie rechtzeitig am Hamburger Hafen sein und pünktlich ihr Schiff besteigen. Und dann auf Nimmer Wiedersehen, Antonia! Und du wirst mich nicht finden, denn die Papiere habe ich nicht bei deinen Handlangern anfertigen lassen. Sondern bei deinen Gegnern! Ha, du findest mich nicht, niemals im Leben wirst du mich finden. Und wenn ich genügend Beweise gegen dich gesammelt habe, werde ich dich vernichten!
Ah, das fühlt sich gut an.
Noemi Moretti alias Carmen Cravetta lacht und ist guter Dinge.
Die drei Wochen Überfahrt werde ich genießen.
Partytime
Myriam ist sehr neugierig geworden und klappt am nächsten Morgen in ihrem Büro ihren Laptop auf und gibt in die Suchmaschine Erotik Clubs in Berlin ein. Das Ergebnis hatte sie nicht erwartet.
So viele Clubs! Ich muss zugeben, bisher habe ich mich mit dem Thema nicht beschäftigt, aber nach dem Erlebnis mit und durch Noemi, bin ich neugierig geworden. Na ja, mal schauen, was ich tue.
Myriam ruft eine Freundin an: «Hallo, Nadine!»
«Hallo Myriam! Lebst du auch noch? Habe lange nichts von dir gehört!»
«Hatte viel zu tun, und musste dafür sorgen, dass ich genug Knete verdiene!»
«Und was verschafft mir die Ehre deines Anrufes?»
«Hast du Lust, mich in den KitKat-Club zu begleiten? Dort findet eine Fetischparty statt.»
«Was willst du auf einer Fetischparty? Du warst doch noch nie dort und wolltest das auch nicht kennenlernen!»
«Ich habe meine Meinung eben geändert! Also, kommst du nun mit oder muss ich mir eine andere Begleitung suchen?»
«Nein, nein, das ist super, ich begleite dich gerne!»
«Okay, ich hole dich um 21 Uhr ab. Du wohnst doch noch auf der Erich-Steinfurth-Straße?»
«Ja, Hausnummer 21! Ich freue mich!»
Nachdenklich legt Myriam ihr Telefon zur Seite. Sie beschließt, Feierabend zu machen und nach Hause zu fahren. Dort füllt sie ihren Schlafvorrat auf und schläft tief und fest bis um 18 Uhr.
Erfrischt steigt sie aus ihrem Bett und überlegt, was sie anziehen soll. Es muss auffällig sein, darf nicht bieder wirken.
Da werde ich schon fündig werden!
Myriam durchwühlt ihre Schublade mit den Dessous und findet eine schwarz-rote Corsage mit Strapsen, die ihre Brüste gut zur Geltung bringen. Passende schwarze Spitzenstrümpfe findet sie auch. Dazu die roten High-Heels, ein kurzer, schwarzer Lederrock und darüber nur ihren langen schwarzen Mantel mit Kapuze. Das ist perfekt. Nun noch das Make-Up. Sie tuscht sich die Wimpern und malt sich Smokeyeyes. Ihre Lippen zieht sie mit einem kirschrotem Lippenstift nach und verwendet einen Hauch Goldpulver auf ihren Wangen.
Fertig, Perfekt. Ein Blick in den Spiegel macht sie sehr zufrieden. Der Abend wird geil!
Ihre Absätze klappern, als sie den Flur entlang schreitet, steigt in ihr Auto und fährt zu Nadine. Sie wartet schon am Straßenrand und steigt zu Myriam ins Auto.
Am KitKat finden sie sofort einen Parkplatz und die beiden Frauen steigen aus.
Nervös gehen die beiden Frauen auf die zwei großen, roten Metalltüren zu. Drei junge Männer in Jeans und dunklen Pullovern werden gerade von der streng anmutenden Selekteurin des BDSM Clubs sorgfältig gemustert. Aufgrund ihrer zu unauffälligen Kleidung bittet sie die Männer freundlich, aber bestimmt zu gehen. Die Türpolitik des KitKat Clubs oder Kitty, wie es in der Szene genannt wird, gilt als sehr streng. Auffällige und freizügige Kleidung ist Voraussetzung. Der Dresscode ist laut Eigenaussage «geschlechtsbewusst». Auch Myriam und Nadine, in ein schwarzen Gothikkleid gehüllt, werden von Kopf bis Fuß gemustert. Aber dann bereitwillig eingelassen.
Innen angekommen, gibt es im Eingangsbereich die Möglichkeit, sich umzuziehen. Wer direkt von der Arbeit herkommt, bringt einfach seine Wechselsachen mit und zieht sich direkt vor der Kasse und Garderobe um. Der vordere Teil des BDSM-Clubs ist, im Vergleich zum Rest, sehr hell, mit alten Holzdielen, Betten und Sofas, einem beleuchteten Pool und einer kleinen Bar ausgestattet.
In der einen Ecke sitzt ein älterer Mann, so, wie Gott ihn schuf, in einem Rattan-Korbsessel und spielt fröhlich an sich herum. In der anderen Ecke unterhalten sich zwei Frauen in Netzoberteilen und Mini-Latexröcken auf einem weißen Bett und trinken Champagner. An der Bar mixen halbnackte Barkeeper Drinks, die durch gedimmte Lampen, die überall an den Wänden angebracht sind, im Dunkeln leuchten. In allen Räumen sind mit kräftigen Neonfarben kleine, anzügliche Kunstwerke an die Wände gemalt.
Myriam und Nadine setzen sich an die Bar, bestellen zwei Gläser Single Malt und schauen sich das bunte Treiben aus nächster Nähe an. Auf der Tanzfläche im Hauptbereich des BDSM-Clubs feiern die unterschiedlichsten Menschen zu Trance-, House- und Elektro-Musik zusammen. Etwa 3000 Besucher kommen durchschnittlich übers Wochenende ins Kitty – von der Krankenschwester über den Manager und Rechtsanwalt bis hin zu Schwulen, Lesben, Lackfetischisten, Pornostars und Promis ist alles dabei. Nicht, um gesehen zu werden, sondern vor allem, um Spaß zu haben.
Myriam fällt sofort ein nacktes, älteres Ehepaar auf, das in ihrem Tanzrausch die Hälfte der Tanzfläche für sich einnimmt. Dicht daneben haben mehrere Männer in Korsetts, High Heels, Latexkostümen und bunten String-Tangas einen Kreis um eine junge Frau gebildet. Sie trägt einen Lack-Leder-Bikini und tanzt hingebungsvoll an einer Strip-Stange. Zwischen den vielen freizügig gekleideten Partygästen blitzt plötzlich etwas auffallend Rotes hervor. Es ist ein junger Mann in einem Weihnachtsmannkostüm mit weißem Bart, Schlappen und einer Kaffeetasse in der Hand. Alles ist hier völlig normal, außer dem «Normalen». Was die Gesellschaft so als normal bezeichnet. Die Identität wird in BDSM Clubs an der Garderobe abgegeben.
Nachdem die Beiden hier genug gesehen haben, gehen sie in einen Nebenraum. Dort tanzen zwei Männer in Lackkleidung neben einigen nackten Frauen und in den Sitzgruppen treibt es ein Pärchen wild. An der langen Holzbar arbeiten Kellnerinnen in freizügigen Militärkostümen. Eine große Gemeinschaftsspielwiese mit französischer Wand, das ist die Bezeichnung für eine Wand mit mehreren Löchern, in die Männer ihre Penisse stecken, um dann oral oder mit der Hand auf der anderen Seite, befriedigt zu werden. Das muss ein prickelndes Gefühl sein, nicht zu wissen, wer Hand an einen legt. Myriam schmunzelt.
Und eine Sitzecke lädt zum Videos schauen und anderen Spielereien ein.
Neben zahlreichen Fetischanhängern sind auch drei junge, eher unauffällig gekleidete Frauen unter den Partygästen. Die drei lassen sich von zwei älteren Herren auf ein paar Wodka-Shots einladen, flirten ein wenig mit ihnen und fangen dann plötzlich an, sie im Getümmel der Tanzfläche oral zu verwöhnen. Myriam schaut in Nadines Richtung: «Lust da mitzumischen?»
«Mmh», brummelt sie. «Lass uns doch auch noch in den Keller gehen.»
Gesagt, getan.
Im Keller des Clubs finden sie zwei kleine SM-Spielzimmer. Hier hängt es ein großes Andreaskreuz und eine Art Liebesschaukel.
«Ich habe gehört, dass es hier weder Publikum noch künstlerische Darsteller gibt, sondern jeder ist alles. Durch seine sexuellen Aktivitäten liefert das Publikum selbst die Show, wobei jeder einzelne selbst entscheidet, ob und inwieweit er sich in das Spektakel einbinden lassen will oder kann.»
Nadine antwortet: «Wo hast du das denn gehört?»
«Ich habe im Internet recherchiert!»
Myriam grinst sie an. «Was schlägst du vor, dass wir machen?»
«Mitten ins Getümmel werfen!»
Mit diesen Worten dreht sie sich um, nimmt Myriams Hand und zieht sie auf die Tanzfläche. Es ist heiß und sie winden und drehen sich zu der Musik.
Myriam selbst ist heiß und spürt ihre Lenden pulsieren. Ihre Hand wandert über Nadines Beine hoch zu ihrer Brust. Sie knetet die Brüste abwechseln sehr fest, Myriam weiß, dass Nadine ein wenig auf Schmerz steht. Sie starrt in ihre Augen, versinkt in ihnen und gibt sich Myriam ganz und vollständig hin. Myriams Hand steckt nun in Nadines Slip und sucht die heiße Liebesgrotte. Sie stöhnt auf, als Myriam ihre empfindlichste Stelle berührt. Ihre Lippen finden zueinander und saugen sich gegenseitig an ihren Zungen. Langsam schiebt Myriam Nadine während ihres Tanzes zu einer weichen Liege, unterpolstert ihren süßen Arsch mit einem Kissen und ihr Becken ragt nun hoch über ihren Körper. Was für ein Anblick! Ich weide mich an ihrer Unterwürfigkeit.
Myriam holt ihren Dildo aus der Tasche und dringt ohne Vorankündigung in sie ein. Ein kurzer Schrei der Überraschung dringt aus Nadines Mund, dann ein Keuchen, als sich der Dildo seinen Weg in ihre Muschi bahnt. Myriam fickt sie kurz und heftig, entzieht sich ihr und bearbeitet ihre Klitoris sodann mit der Zunge. Ihr Keuchen wird immer lauter. Aber kurz vor ihrem Orgasmus beendet Myriam das Zungenspiel und dringt wieder mit ihrem Dildo in sie ein. Sie dreht fast durch vor Ekstase. Kurz bevor sie der Höhepunkt erreicht, zieht Myriam den Dildo aus Nadines Honigtöpfchen, wirft sie auf den Bauch, unterfüttert ihr Becken mit dem Kissen und dringt heftig mit dem Phallus in ihren Darm ein. Sie schreit, das stachelt Myriam noch mehr an. Heftig stößt sie in sie hinein. Bearbeitet mit der Hand ihre Klitoris und spürt, wie sich ihr Orgasmus in heißen Wellen durch ihren Körper fräst. Ihre orgastischen Schreie übertönen die laute Musik.
Erschöpft liegt sie bäuchlings auf der Liege und Myriam streichelt ihren Rücken.
«Wow, was war denn das? So hast du mich noch nie geliebt. Und die vielen Leute, die zuschauen, boah, ich glaube, ich hatte noch nie so einen geilen Orgasmus.»
Sie dreht sich auf den Rücken und zieht Myriam zu sich heran, küsst sie kurz und heftig, wirft Myriam auf die Erde und reißt ihr den Rock vom Körper. So liegt sie ohne Höschen mit ihrer blanken Muschi vor Nadine und den vielen Menschen. Nadine leckt sich die Lippen, beugt sich langsam zu Myriam herunter, hebt ihre Beine hoch und vergräbt ihr Gesicht in ihrer Liebesgrotte. Überall spürt Myriam Nadines Zunge, auf ihrer Klitoris, in ihrer Liebeshöhle und an ihrem Anus. Ihre Zunge scheint überall zu sein. Dann spürt Myriam einen Finger in ihrer Grotte, dann zwei, dann drei, sie wird immer ausgefüllter und dann nimmt sie die ganze Hand. Sie dehnt Myriams Scheide und sie hat das Gefühl zu zerreißen. Durch ihr Zungenspiel empfindet Myriam den Dehnungsschmerz nicht besonders und es geilt sie total auf. Mehr, mehr, oh sie hat ihre ganze Hand in meiner Scheide.



