Das Grenzkommando Nord. Standort Stendal. Die Chronik.

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Objektstraße Stab GKN Stendal, links das Kulturhaus, rechts vorne die Wache und dahinter die zwei großen Blöcke.

Die Objektwache Stab GKN und das Kulturhaus mit Gaststätte


Die zwei großen Blöcke, vorne Stab, dahinter diverse Unterkünfte, Militärgericht, sowie Militärstattanwaltschaft. Alle vier Aufnahmen vom September 2016, Sammlung Werner Neumann
Das Objekt Stab GKN ist nur in einem geringen Teil vom THW genutzt. Rechts der Objektstraße sind alle Gebäude durch einen stabilen Metallzaun gesichert. Die Gebäude selber sind noch in einem guten Zustand, abgesehen von dem Kulturhaus und dem außerhalb des Objektes liegenden Parkplatz. Das Kulturhaus ist nicht gegen Vandalismus gesichert und der Parkplatz wird als Müllkippe benutzt.
DIE DURCHFÜHRUNG DER AUSBILDUNG IN DEN GRENZTRUPPEN DER DDR
(Aus dem Bericht von OSB (aus dem Internetforum der GT), sowie der Truppengeschichte der Unteroffiziersschule „Egon Schultz“ Perleberg und den Heften „Beiträge zur Geschichte der Grenztruppen“)
Natürlich kann man die Ausbildung in den Grenztruppen der DDR nur im jeweils zeitlichen Kontext sehen. So gab es beim Beginn des Aufbaus der damaligen Grenzpolizei in den Jahren von 1946 bis 1949 noch keine zentral geleitete und schon gar nicht eine einheitlich geleitete Ausbildung. So behalf man sich bei den Neuankömmlingen nur auf eine Einweisung und vertraute auf die Weitergabe von Erfahrungen der älteren Grenzpolizisten. Jegliche Art der Einweisung und der einfachen Ausbildung lag beim zuständigen Leiter der Grenzkommandanturen. Sie konnten Grenzposten aber auch Unterführer ernennen. Erst ab 1948/49 begann man mit einer einheitlichen Ausbildung, welche Kurse über 2 Wochen betrugen und die Unterführer wurden erstmalig zentral in Dresden ab dem März/April 1949 geschult. Dies wurde durch die Abteilung Grenze (Bereitschaften) der Landespolizeibehörden organisiert und durchgeführt. Da es noch nicht einheitlich war, gab es schon einzelne Unterschiede in den Landesbehörden. So gab es in Sachsen-Anhalt Lehrbereitschaften und in Mecklenburg waren die Grenzkommandanturen zuständig. Mit der Gründung der Schule in Sondershausen (01. 02.1951) wurden hier Offiziere und auch Unteroffiziere in Lehrgängen ausgebildet. Daneben gab es aber noch die Lehrgänge in den jeweiligen Bereitschaften. Dazu wurden ab April 1952 Ausbildungseinheiten in der Grenzbereitschaften für die Ausbildung der Unteroffiziere und Mannschaften gebildet. Dies änderte sich mit der Gründung von drei Unteroffiziersschulen (Dömitz, Groß Glienicke und Gera (die Unteroffiziersschule Gera wurde zuerst 1953/54 nach Meiningen und danach nach Dittrichshütte verlegt)), welche diese Ausbildung ab sofort übernahmen. Weiterhin wurden aber die Ausbildung der Mannschaften in den Bereitschaften und auch die Offiziersschule in Sondershausen belassen. Auf Grund der weiteren Zentralisierung wurde im Standort Dittrichshütte ein Lehr- und Ausbildungsregiment am 01.01.1956 gebildet und die Offiziersausbildung weiterhin in Sondershausen durchgeführt. Daneben gab es immer noch eine weitere Ausbildung in den einzelnen Grenzbereitschaften. Mit der Gründung der Grenzbrigaden (1957) gab es eine weitere zentrale Vereinheitlichung, mit jeweils einer Lehr-, Ausbildungs- und Reservebereitschaft in den Grenzbrigaden. Auch die Unteroffiziersschule und Offiziersschule in Dittrichshütte blieben weiterhin bestehen. Die Infanterieschule I in Plauen übernahm ab dem Jahr 1957 die Ausbildung der Grenzoffiziere, während die Politoffiziere in der Politschule Groß Glienicke (wurde später diese in die Bezirksparteischule Weimar verlegt) durchgeführt wurde. Als die NVA die Grenzpolizei übernahm, begann eine neue militärische Ausrichtung, dazu wurde die Infanterieschule I Plauen in die Offiziersschule der Grenztruppen (später Hochschule der Grenztruppen und nach Suhl verlegt) umgebildet. Aus den damals noch bestehenden Reservegrenzabteilungen wurden in 14 Grenzregimentern Grenzausbildungsbataillone gebildet. Sie bestanden aus drei GAbK (Soldaten) und einer UAbK (Unteroffiziere). Daneben gab es noch zwei zentrale Grenzausbildungsregimenter mit jeweils einem Unteroffiziersausbildungsbataillon und zwei Grenzausbildungsbataillonen (Soldaten). Mit der weitere Zentralisierung der Grenztruppen und der Bildung der drei Grenzkommandos (Nord, Süd und Mitte) wurde auch die gesamte Ausbildung vereinheitlicht. Neben der Offiziersschule/Offiziershochschule in Plauen (Ausbildung der Offiziere) gab es nun die Unteroffiziersschule VI in Glöwen und die Unteroffiziersschule VII in Potsdam (diese wurden 1973 als Unteroffiziersschule VI in Perleberg zentralisiert und die Unteroffiziersschule VII in Potsdam aufgelöst). Da die Kapazitäten in Perleberg zeitweise nicht ausreichten, wurden zwei Unteroffiziersausbildungskompanien im Standort Glöwen (Objekt GAR-5) untergebracht. Auch die Ausbildung der Soldaten wurde zentral in Grenzausbildungsregimenter (für Grenzkommando Nord in Halberstadt (GAR-7) und in Glöwen (GAR-5)) durchgeführt. Die Ausbildung von Spezialisten (Diensthundeführer (in Bautzen, danach Schenkendorf), Bootsausbildung sowie Nachrichtenausbildung (in Glowe auf Rügen, danach ab 01.08. 1964 Löcknitz, später Frankfurt-Oder)) wurde weiterhin dezentralisiert in anderen Standorten durchgeführt. Neu hinzu kam die Ausbildung der Fähnriche, welche zuerst in verschiedenen Standorten, wie Mönchhai, Nordhausen und später in Suhl durchgeführt wurden. Aus welchen Gründen auch immer, wurde die Offiziershochschule von Plauen in ein neu errichtetes Objekt in Suhl verlegt. Die gravierendste Veränderung gab es 1989 mit der Bildung der Grenzbezirkskommandos. So wurde das Grenzausbildungsregiment-5 Glöwen aufgelöst und aus dem Grenzausbildungsregiment-7 Halberstadt das Grenzausbildungszentrum-16 Halberstadt gebildet. Damit gab es nun nur zwei Grenzausbildungszentren, welche alle Soldaten für die Grenze zur BRD ausbilden sollten, das GAZ-16 Halberstadt und GAZ-36 Plauen. Sie waren direkt dem Kommando der Grenztruppen (Pätz) unterstellt.
Die Ausbildung der Soldaten
1946 – 1949 in Verantwortung der Leiter der Grenzkommandanturen und Grenzkommandos 2. HJ 1948 Die ersten breit angelegten Schulungen auf politischen und grenzfachlichen Gebiet werden durchgeführt. 1. Quartal 1949 Die Ausbildung erfolgt pro Woche mit 8 Stunden. 1. Halbjahr 1949 Die ersten Schulübungen mit dem Karabiner werden geschossen aber auch schon mit der Pistole. Febr. 1949 Bisher gibt es aber nur vereinzelte Ausbildung. Mai 1949 Alle neuen Grenzpolizisten erhalten einen 14tätigen Einweisungslehrgang. Juli 1949 Der Beginn eines sechsmonatigen Ausbildungsprogrammes in allen Grenzbereitschaften. 1950 – 1957 Juni 1953 in Verantwortung der Grenzbereitschaften Juni 1953 Die Ausbildungsziele werden oftmals nicht erreicht, die Waffen werden unzureichend beherrscht. 1957 – 1961 in den Lehrbereitschaften der Grenzbrigaden 1961 – 1971 in Grenzausbildungsbataillonen der Grenzregimenter 1971 – 1989 in Grenzausbildungsregimentern der Grenzkommandos (GAR 5 Perleberg, ab 73 Glöwen, GAR 7 Halberstadt, GAR 11 Eisenach, GAR 12 Rudolstadt, ab 84 Plauen, GAR 39 Berlin Rahnsdorf/ Wilhemsburg, GAR 40 Oranienburg) 1989 – 1990 in 2 Grenzausbildungszentren sowie den 2 GAR des GKM (GAZ 16 Halberstadt, GAZ 36 Plauen/ Eisenach, GAR 39 Wilhemsburg, GAR 40 Oranienburg) 1989 Bildung der Grenzausbildungszentren, Grenzausbildungszentrum-16 in Halberstadt.Die Ausbildung der Unteroffiziere/Unterführer
1946 – 1949 in Verantwortung der Leiter der Grenzkommandanturen und Grenzkommando 1949 Beginn der ersten dreiwöchigen Unterführerlehrgänge in Verantwortlichkeit der Abteilungen Grenzpolizei und Bereitschaften der Landesbehörde in Dresden. August 1949 Bildung der Ausbildungs- und Reservegrenzbereitschaft unter anderen in Aschersleben. Daraus entwickelte sich später die Schule der Volkspolizei. Oktober 1949 Gründung von VP-Schulen an denen ein Großteil der Unterführer ausgebildet werden. Die Ausbildungszeit beträgt in der Regel 9 Monate. 01.02.1951 Gründung der zentrale Lehreinrichtung in Sondershausen. Weiterhin mehrmonatige Ausbildung im ehemaligen Schloss Stintenburg. 1950 – 1952 in den Grenzbereitschaften dezentral, zusätzlich zentrale Lehrgänge in Dresden. Ausbildung von 17 Tagen in der Reservegrenzabteilung Aschersleben, sowie im Anschluss eine drei monatige Ausbildung zum Unterführer. 15. April 1952 Gründung in allen Grenzbereitschaften von Ausbildungseinheiten, Ausbildung im Zeitraum von 10 Monaten von Unterführern. 1953 – 1956 Unterführer-/ Unteroffiziersschulen Dömitz, Groß Glienicke und Dittrichshütte (53/54 Gera/Meiningen) 1956 – 1957 (Gründung 01.01.1956, mit drei Ausbildungsbataillone) zentrale Ausbildung im Unteroffiziersausbildungsregiment Dittrichshütte 1957 – 1961 Unteroffiziersausbildungsregiment Dittrichshütte plus den Lehrbereitschaften der Grenzbrigaden Beginn 1960 Ausbildung der Unteroffiziere mit Lehrbriefen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Chemie und Physik. 1961 – 1971 2 Unteroffiziersausbildungsbataillone (Standorte Römhild und Salzwedel) und 14 Grenzausbildungskompanien 1971 – 1973 (Mai) Unteroffiziersschule VI Glöwen und Unteroffiziersschule VII Potsdam werden gebildet. 1973 – 1990 (1. April 1973 Auflösung Unteroffiziersschule VII Potsdam, 07. Mai 1973 Eröffnungsappell Unteroffiziersschule VI Perleberg) zentral in der Unteroffiziersschule VI Perleberg, zusätzlich 2 Unteroffiziersausbildungskompanien in Glöwen.Die Ausbildung der Fähnriche
Mit Einführung dieser Dienstlaufbahnrichtung ab 1971 erfolgte die Ausbildung dezentral nach Verwendung oder an die jeweiligen Schulen angegliedert.
1971 Nach der Einführung der Dienstgradgruppe erfolgte die Ausbildung je nach Verwendung in den jeweiligen Schulen. Bis 1984 Die Grenztruppen bildeten in Dingelstedt und Nordhausen aus. Ab 1984 Jetzt erfolgte die Ausbildung in Suhl an der Offiziershochschule.Die Ausbildung der Offiziere
Ab dem 1. Februar 1951 in der (Offiziers-) Schule Sondershausen für Kommandeure. 1. Halbjahr 1949 Der erste Kommandoleiterlehrgang in Potsdam. Mitte 1949 Die ersten Lehrgänge für Instrukteure und Lektoren in Meiningen. Oktober 1949 Gründung von VP-Schulen an denen ein Großteil der Offiziere der Dienststellungen Zugführer und Kompaniechefs ausgebildet werden. Die Ausbildungszeit beträgt in der Regel 9 Monate. Die Ausbildung der Bereitschaftskommandeure erfolgt ausschließlich in der Sowjetunion in Priwolks bei Saratow. Die ersten 100 Offiziere reisen schon im Herbst 1949 dorthin. Diese Lehrgänge dauern 1 Jahr und werden bis 1954 durchgeführt. Juni 1950 VP-Schule in Glöwen für Bereitschaften der Artillerie und für Polit in Torgau. Oktober 1950 VP-Schule in Glöwen, sowie für Polit in Berlin-Treptow und Potsdam. Ab 1951 Ab diesem Zeitpunkt erfolgte die Ausbildung an der Offiziersschule in Sondershausen (für Kommandeure). Von 1955 – 1961 an der Infanterieschule I Plauen für Kommandeure. Zusätzlich Politschule Groß Glienicke und Bezirksparteischule Weimar für Politoffiziere. 1961 – 1984 Offiziersschule / OHS der Grenztruppen in Plauen. 1984 – 1990 Offiziershochschule SuhlDie letzte Struktur Grenzkommando Nord (Stand 1989)
Vor der Gründung der Grenzkreiskommandos und der Grenzbezirkskommandos. Die Dislozierung der Grenzregimenter von der Ostsee bis zum Harz.
Das GKN hatte eine Grenzlänge von 575,4 km mit 5 GR zu sichern.

Stab Grenzkommando Nord – Stendal Bezirk Magdeburg
3500 Stendal, Gardelegener Straße, PF 88802
Luftlinie zum Stab Kommando der GT Pätz: 170 km
Entfernung zur Grenze: Tarnname: Postleitzahl: Siegelnummer: Gründung: 50 km Luftlinie Dekan, 88802, 941 15.02.1971 in Kalbe/Milde, danach Verlegung nach Stendal Auszeichnungen: 07.11.1977 Vaterländischen Verdienstorden Gold Letzter Kommandeur: Oberst Lepa, Klaus Sicherungsabschnitt: Priwall (Ostsee) bis Benneckenstein (Harz) Grenzsäulen: von Nr. 1 Priwall bis Nr. 1036 Bach Sülze Rechter Nachbar: Grenzbrigade Küste Rostock Unmittelbar angrenzend: 8. Grenzkompanie Brook und 12. technische Bootskompanie Barendorf/IV. GB Tarnewitz Linker Nachbar: Grenzkommando Süd Erfurt Unmittelbar angrenzend: 1. GK Ellrich/I. GB Warteberg/GR-4 HeiligenstadtÄußerste rechte Linieneinheit vom GKN:
1. Grenzkompanie Pötenitz / I. Grenzbataillon Selmsdorf / Grenzregiment-6 Schönberg
Äußerste linke Linieneinheit vom GKN:
8. Grenzkompanie Elend / II. Grenzbataillon Schierke / Grenzregiment-20 Halberstadt
Die Struktur Stab Grenzkommando Nord Stendal
Kommandeur
Ihm direkt unterstellt:
Leiter Unterabteilung Finanzökonomie
Leiter Unterabteilung Kader
Stellvertreter Kommandeur und Stabschef
Stellvertreter des Stabschef und Leiter der Unterabteilung des Operativen Stabes
Stellvertreter des Stabschefs für operative Arbeit
Bereich Stellvertreter Kommandeur und Stabschef
Leiter Unterabteilung Grenzaufklärung
Leiter Unterabteilung Nachrichten
Leiter Unterabteilung Org. / Auffüllung
Leiter Unterabteilung Innerer Dienst
Bereich Stellvertreter des Stabschefs
Leiter Unterabteilung Grenzsicherung
Leiter Unterabteilung OTA / Gefechtsbereitschaft
Leiter Unterabteilung Planung
Leiter Unterabteilung Information
Leiter Militärtopografischer Dienst
Stellvertreter Kommandeur und Leiter der Politabteilung
Stellvertreter Kommandeur für Ausbildung
Stellvertreter Kommandeur für Rückwärtige Dienst
Stellvertreter Kommandeur für Technische Ausrüstung
Direkt unterstellte Einheiten
Grenzregiment-6 „Hans Kollwitz“ Standort Schöneberg
Grenzregiment-8 „Robert Abshagen“ Standort Grabow
Grenzregiment-24 „Fritz Heckert“ Standort Salzwedel
Grenzregiment-23 „Wilhelm Bahnik“ Standort Kalbe
Grenzregiment-25 „Neidhardt von Gneisenau“ (bis 1983) Standort Oschersleben
Grenzregiment-20 „Martin Schwantes“ Standort Halberstadt
Grenzausbildungsregiment-5 „Gustav Sobottka“ Standort Glöwen/Potsdam
(mit Befehl 37/89 vom 16.06.1989 aufgelöst) Grenzausbildungsregiment-7 „Martin Hoop“ Standort Halberstadt
(mit Befehl 37/89 vom 16.06.1989 Umformierung zum Grenzausbildungszentrum-16 Halberstadt)
SiK-25 Dingelstedt/Mönchhai Postleitzahl: 88806
Stabskompanie 25 (StK-25) Stendal Postleitzahl: 80628
Pionierkompanie 25 (PiK-25) Oschersleben Postleitzahl: 80695
Baukompanie-25 (BauK-25) Gardelegen,
Stab- und Versorgungsbataillon Stendal, Sicherungskompanie-25
Dingelstedt/Mönchhai,
Musikkorps (MK Magdeburg) Stendal Sitz Magdeburg PLZ: 73527
Nachrichtenwerkstatt 25 (NW-25) Stendal Tarnname: Backwalze Postleitzahl: 88831
Verbandsnachrichtenzentrale 25 (VNZ-25) Stendal Postleitzahl: 68117
Kfz-Werkstatt 25 (KfzW-25) Postleitzahl: 80675
Waffenwerkstatt Glöwen
Auswerte-, Rechen- und Informationsgruppe 25 Stendal (ARIG-25)
Standortübungsplatz (StüP): Berge Tarnname: Kristallschale
Schulungsobjekt: (SO Elend) Elend Tarnname: Kapsel
Schulungsobjekt: (SO Ohrsleben) Ohrsleben Tarnname: Entleiher
Pionierferienlager: Arendsee
Im Bereich des Grenzkommando Nord liegend aber dem Kommando der GT oder anderen Kommandos unterstellt:
Versorgungslager 16 (VL-16): Tangermünde Tarnname: Schellengeläut Postleitzahl: 79252
Nachrichtenwerkstatt-16 Magdeburg
Hubschrauberstaffel 16: „Albert Kuntz“ Nordhausen Tarnname: Presslufthammer
Hubschrauberlandeplatz Salzwedel, 3560 Salzwedel PSF 81096
Unteroffiziersschule VI „Egon Schulz“ 2910 Perleberg, Karl-Liebknecht-Straße, Verleihung: Ehrenname: 01.03.1974 Tarnname: Wechselrahmen Postleitzahl: 18185
Siegelnummer: 905+990
Militärgericht Magdeburg Sitz Stendal
Grenzausbildungszentrum 16 (GAZ-16) Halberstadt – Dingelstedt Tarnname: Dorfgemeinde
Nachrichtenwerkstatt-16 Magdeburg/Rothensee
Die Grenz- und Ausbildungsregimenter
Grenzregiment-6 „Hans Kollwitz“ Schönberg
Grenzregiment-8 „Robert Abshagen“ Grabow
Grenzregiment-24 „Fritz Heckert“ Salzwedel
Grenzregiment-23 „Wilhelm Bahnik“ Kalbe
Grenzregiment-20 „Martin Schwantes“ Halberstadt
Grenzausbildungsregiment-5 „Gustav Sobottka“ Glöwen
Grenzausbildungsregiment-7 „Martin Hoop“ Halberstadt
GRENZREGIMENT– 6 „HANS KOLLWITZ“ STANDORT SCHÖNBERG, BEZIRK ROSTOCK
2440 Schönberg, Straße des Friedens 6, PF 38902, Siegelnummer 906
Gründung: 1961, Truppenfahne seit: 1962, Namensverleihung am: 07.10.1977, auf Befehl des MNV (Armeegeneral Heinz Hoffmann) erhielt der Truppenteil den verpflichtenden Namen „Hans Kollwitz“ verliehen. Im Auftrag des Ministers überreichte der Kommandeur des Verbandes, Generalmajor Bär diese Auszeichnung.
Zu sichernder Grenzabschnitt: Priwall (Ostsee) bis südwestlich Grenzknick Leisterförde (Postenpunkt Pieperkaten (Piepereichen))
Länge des Grenzabschnitts: 116,10 km (Stand achtziger Jahre)
Grenzsäulen: rechte Grenzsäule Nr. 1 Priwall
linke Grenzsäule Nr. 236 (bei Leisterförde)
Besonderheiten im Grenzabschnitt: Der Übergang zur Grenzbrigade Küste (mit einem Hinterlandsicherungszaun an der Ostsee bis zum Ort Barendorf), der Dassower See (gehörte zur BRD), das Ufer war DDR-Gebiet, der Schaalsee mit der Sicherung durch einen Grenzbootzug und die Insel Stintenburg, sowie der Ratzeburger See.
Trennungslinie zum GR-8: Grenzsäule 237, Großer Grenzknick nördlich von Schwanheide
Rechter Nachbar: Grenzbrigade Küste Rostock
Unmittelbar rechts angrenzend: 8.Grenzkompanie Brook und 12. technische Bootskompanie Barendorf/IV. GB Tarnewitz
Linker Nachbar: Grenzregiment-8 Grabow
Unmittelbar links angrenzend: 1. GK Zweedorf/I. GB Nostorf/ GR-8 Grabow
Äußerste rechte Linieneinheit vom GR-6: 1. GK Pötenitz/ I. GB Selmsdorf
Äußerste linke Linieneinheit vom GR-6: 8.GK Leisterförde/ II. GB Lassahn
Letzter Kommandeur: Major Heinze, Michael
Direkt unterstellte Einheiten (letzte Struktur):
Nachrichtenkompanie-6 Klein Siemz Instandsetzungskompanie-6 Wahrsow (bei Schönberg) Pionierkompanie- 6 Wittenburg Pioniergerätelager bei ZarrenthinKfz-Instandsetzungszug-6 Wahrsow
I. Grenzbataillon Selmsdorf
1. GK Pötenitz, 2. GK Selmsdorf,
3. GK „Siegfried Apportin“ Palingen,
4. GK Utecht, KpSiGsi Selmsdorf,
II. Grenzbataillon Lassahn
5. GK Groß Thurow, 6. GK Kneese
7. GK Zarrentin, 8. GK Leisterförde,
KpSiGsi Lassahn, Grenzbootszug Lassahn
III. Grenzbataillon Schönberg
9. GK Lütgenhof, 10. GK Schattin,
11. Grenzkompanie „Gerhard Hofert“ Schlagbrügge,
12. Grenzkompanie Gallin
Die Grenzübergangsstellen im Bereich des GR-6
GÜST Straße Selmsdorf – Sicherungszug Selmsdorf
GÜST Eisenbahn Herrnburg – Sicherungszug Palingen
GÜST Autobahn-24 Zarrentin – Sicherungszug Zarrentin
Reserveobjekte: Schlagresdorf und Zarrentin
Die verliehenen Auszeichnungen:
Ehrenname „Hans Kollwitz“ 07.10.1977 GR-6 Ehrenname „Gerhard Hofert“ 1989 11. GK Schlagbrügge Ehrenname „Siegfried Apportin“ 1988 3. GK PalingenDie Regimentskommandeure
1960 – 1969 Oberstleutnant Alster, Willi Hinz Behrendt Neubauer 1983 Oberstleutnant Schönebeck (Vertretungsweise wurde das GR-6 aber durch OSL Grunwald geführt.) 1988 Oberstleutnant Grunwaldt 1989 Major Heinze, MichaelDie Geschichte des Truppenteils



