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Meyendorff salutierte der Situation gemäß, ohne mit den Hacken zu knallen.
„Herr General, darf ich vorschlagen, Fräulein Roth am Weg ins Krankenhaus in ihrer Unterkunft abzusetzen?“
Die Gäste wurden unruhig und musterten den tuschelnden General und Oberleutnant.
„Machen Sie, dass Sie rauskommen.“
Damit war die Sache für den General erledigt. Meyendorff zog sich diskret zurück. Der General winkte dem Pianisten zu und dieser spielte den Radetzkymarsch an, gab somit das Signal für den Auftritt der Frau General. Er schloss hinter sich die Tür zum Musiksalon, blickte um sich, sah, dass er und Clarissa alleine waren und lächelte bis über beide Ohren. Clarissa wurde ein wenig rot.
„Was treiben Sie hier für ein Spiel, Hermann?“
„Ein gewagtes.“
„Und was nun?“
Er bot ihr den Arm an, sie hakte sich ein und eilig marschierten sie los.
„Jetzt machen wir den versprochenen Ausflug.“
Clarissas Augen weiteten sich.
„Nein“, hauchte sie entgeistert.
„Aber natürlich. Vorausgesetzt Sie wollen.“
Ein Diener händigte Meyendorff die Kappe und die Handschuhe sowie Clarissas Täschchen aus, sie liefen über den Kiesweg zum Torportal. Er stemmte sich gegen das Tor, Clarissa trat auf die Straße.
„Ah, Gerhard ist schon da.“
Meyendorff zeigte auf einen Unteroffizier, der in einiger Entfernung bei einem Motorrad mit Beiwagen stand.
„Sind Sie schon einmal in einem Beiwagen mitgefahren?“
Clarissa strahlte, sie war schöner denn je.
„Nein, noch nicht.“
„Dann darf ich bitten.“
Sie eilten auf den Unteroffizier zu.
„Alles wie besprochen, Gerhard?“
„Jawohl Herr Oberleutnant. Hier die Staubmäntel, die Brillen, der Picknickkorb. Und der Tank ist voll.“
Clarissa musterte Meyendorff von der Seite. Sie war begeistert.
„Gerhard, auf Sie ist Verlass. Das wird ein Nachspiel haben.“
Der Unteroffizier grinste breit, salutierte und trat ab.
„Liebe Clarissa, darf ich um das Vergnügen bitten, Sie ans Meer zu fahren?“
Meyendorff war irgendwie nicht mehr er selbst, er war nicht mehr der korrekte, schweigsame junge Soldat mit adeligem Stammbaum, er war ein glücklicher Mensch.
„Hermann, Sie sind wunderbar.“
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