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»Ist doch super, wenn er seine Schwester verteidigt«, sagte Armand und versuchte, sein Patenkind in Schutz zu nehmen.
»Schön und gut. Aber deshalb muss man ja nicht gleich zuschlagen. Weißt du, was er zu dem Metzgersohn gesagt hat, als dieser mit blutiger Nase unter ihm am Boden lag? Ob es denn gern noch ein bisschen mehr sein dürfe …«
Sie mussten laut lachen. Die Erinnerungen an die Metzgereibesuche in ihrer eigenen Jugendzeit waren noch sehr präsent. Armand klopfte seinem Freund auf den Rücken.
»Mach dir mal keine Sorgen, das wird alles gut mit dem Kleinen. Und sonst hat er ja einen strengen Patenonkel! Apropos Sorgen.« Armand dämpfte die Stimme. »Mir gefällt dein neuer Nebenjob bei dieser Werdenberg Bank überhaupt nicht. Als du vor einigen Jahren die Zürcher Investment Bank verlassen hast, war das der richtige Schritt zum idealen Zeitpunkt. Du führst jetzt das Leben, das du immer wolltest. Warum etwas riskieren? Lass deine Vergangenheit hinter dir. Ich habe echt ein ungutes Gefühl. Es ist gefährlich, in trüben Gewässern zu fischen, man weiß nie, was man an Land zieht.«
Philipp hatte geahnt, dass sein Freund ihm bei der erstbesten Gelegenheit ins Gewissen reden würde. Armand war es damals gelungen, Philipp zu helfen, seine Dämonen zu kontrollieren. Philipp hatte ihn dafür aus der scheinheiligen Welt der Engel befreit, in der er sich als Priester bewegt hatte. Daraus war eine tiefe Freundschaft entstanden. Er vertraute seinem Freund blind. Beide hatten den Schritt aus ihrer Komfortzone gewagt und ihr Outfit getauscht – Philipp den Anzug gegen die Tweedjacke und Armand den Talar gegen die Polizeiuniform. Die Kriminalpolizei Zürich hatte ihren ehemaligen Beamten gerne wieder aufgenommen, trotzdem musste sich Armand wegen seines Abstechers in die klerikale Welt so einige Sprüche anhören.
Die zwei Freunde betrachteten eine Weile die Lichter auf der gegenüberliegenden Seeseite. Die Löcher in der weihnachtlichen Lichterkette waren noch größer geworden. Philipp versuchte, seinen Freund zu beruhigen.
»Ich habe mir das Projekt nicht ausgesucht. Die Rektorin hat mir sozusagen die Pistole auf die Brust gesetzt. Aber die Vorteile sprechen für sich. Die Universität bekommt ein riesiges Legat und ich mein eigenes Institut. Das ist eine einmalige Gelegenheit, bei der ich einfach zugreifen muss. Und vor allem geht es bei diesem Projekt ja nicht um meine Vergangenheit, sondern um die der Familie von Werdenberg. Da wird schon nichts passieren. Alexander von Werdenberg ist ein Patron alter Schule, der könnte keiner Fliege etwas zuleide tun. Aber ich werde vorsichtig sein. Versprochen.« Er legte seinem Freund die Hand auf die Schulter. »Und glaub mir, ich habe nicht vor, die alten Geister wiederauferstehen zu lassen.«
Armand nickte nachdenklich, war allerdings nicht wirklich beruhigt. »Vielleicht habe ich auch eine kleine Paranoia entwickelt, seit ich wieder bei der Polizei bin. Déformation professionnelle. Ich habe mich jedenfalls ein bisschen umgehört und außerdem meine Assistentin auf die Privatbank von Werdenberg angesetzt.«
»Und?«
»Die Bank scheint tatsächlich nie in große Skandale verwickelt gewesen zu sein. Keine Bußen wegen Geldwäsche, keine Berichte über nachrichtenlose Vermögen, keine Kartellabsprachen. Einzig im Zusammenhang mit einigen verschwundenen Personen ist sie indirekt erwähnt worden.« Armand legte eine Kunstpause ein. Mit Erfolg.
»Das musst du mir erklären«, sagte Philipp prompt.
»Meine Assistentin ist nicht nur Profilerin, sondern auch ein richtiger Computerfreak. Sie ist zufällig darauf gestoßen, als sie alle Personen, die im Zusammenhang mit der Bank von Werdenberg irgendwo elektronisch erfasst sind, mit unserer Datenbank bei der Kriminalpolizei abgeglichen hat. Frag mich bitte nicht, wie sie das gemacht hat. Auf jeden Fall sind zwischen 1980 und 2016 vier vermögende Personen spurlos verschwunden, die als großzügige Spender bei der Werdenberg Stiftung verdankt worden sind. Wahrscheinlich hat das nichts mit der Bank zu tun. Jedenfalls wurden die Fälle damals von den jeweiligen Staatsanwaltschaften untersucht, die Erben bekamen ihr Geld und es gab keine Verdachtsfälle irgendwelcher Art gegen die Bank. Wo kein Motiv, da keine Tat. Lektion eins in der Polizeischule.«
Philipp schüttelte den Kopf. »Multimillionäre und Milliardäre können exzentrisch sein. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Muss wirklich nichts bedeuten. Vielleicht wurden sie von ihren korrupten Regimen aus dem Weg geräumt und leben heute irgendwo in der sibirischen Tundra.«
Armand lachte. Die Unbeschwertheit seines Freundes hatte ihn beruhigt. »Wenn es dir recht ist, werde ich weiterhin die Ohren offenhalten. Nur für den Fall, dass dieser von Werdenberg doch etwas im Schilde führt.«
Die Freunde nickten sich zu und gingen wieder ins Haus. Im Wohnraum zog sich Vincent gerade seine Jacke über. Martin und Armand taten es ihm gleich. Armand klopfte Vincent dabei kräftig auf den Rücken.
»Glück im Spiel, Pech in der Liebe – oder umgekehrt. Ich gehe jetzt in meine verwaiste Bude und Vincent zu seinem Unterwäschemodel.«
Der Angesprochene griente über beide Ohren. »Und weißt du, was das Beste ist? Sie schläft nie in ihrer Arbeitskleidung.«
Lachend verabschiedeten sie sich von ihrem Gastgeber.
Philipp hatte es sich auf dem Sofa gemütlich gemacht und unvernünftigerweise noch eine Flasche Wein geöffnet. Er wusste, dass er es am nächsten Tag bereuen würde. Bereits der letzte Schluck war einer zu viel gewesen und der davor ebenfalls. Aber es ging ihm zu viel durch den Kopf. Ruhig schwenkte er die dunkle Flüssigkeit in dem tiefen Glas und sog den würzigen Duft ein. Die letzten Jahre waren die glücklichsten in seinem Leben gewesen. Obwohl viel passiert war und seine Kinder unglaublich schnell heranwuchsen, spürte Philipp ein behagliches Gefühl von Zeitlosigkeit, als wenn sein Leben immer so bleiben würde. Es ging stetig bergauf, vorwärts. Sein Rucksack füllte sich mit Erfahrungen und Eindrücken, positiven und negativen, wurde dabei jedoch auf seltsame Weise leichter. Philipp war dankbar für sein Leben. Nicht auf eine religiöse Art und Weise, es war einfach nur eine tief empfundene Zufriedenheit, sein Glück auch als solches wahrzunehmen und sich nicht an unbedeutenden Kleinigkeiten aufzureiben. Neid oder Unzufriedenheit hatte er seit Ewigkeiten nicht mehr verspürt. Konnte man sich das antrainieren oder wurde einem diese Gabe in die Wiege gelegt? Philipp wusste es nicht.
Er nahm einen großen Schluck Rotwein. Seine Gedanken schweiften zur Privatbank von Werdenberg. Philipp hatte die Bankenwelt mit ihren Statussymbolen und Eitelkeiten nie vermisst und die Kontakte seiner alten Netzwerke über die Zeit einschlafen lassen. Alle seine Erinnerungen lagen im Keller in einer kleinen Kartonschachtel: Visitenkarten mit seinen vielen Beförderungsstufen, Präsentationen aus der Anfangszeit, Erinnerungsstücke von exotischen Geschäftsreisen, einige Werbegeschenke. Dennoch freute er sich auf das zeitlich beschränke Projekt in seinem alten Milieu. Er hatte der Bankenwelt schließlich einiges zu verdanken, was er nie vergessen hatte. Und wie er bereits Armand gesagt hatte – das Projekt ermöglichte ihm, auf dem Weg zum Professorenolymp einige Etagen zu überspringen.
Sophie gesellte sich zu ihm und setzte sich auf seinen Schoß. Sie nahm seinen Kopf in beide Hände und küsste ihn auf die Stirn.
»Die Kinder schlafen tief und fest. Und Bella ist wieder in Davids Bett gehüpft …«
Philipp lachte. Als Sophie einmal ein Wochenende mit den Kindern zu ihren Eltern gereist war, hatte er den Hund zu sich in Bett gelassen. Das war aber sein Geheimnis geblieben. Er konnte die kindliche Freude seines Sohnes über die Gesellschaft des treuen Vierbeiners daher nur zu gut verstehen.
Sophie nahm Philipp das Weinglas aus der Hand und trank einen Schluck. Ihr Pyjama fühlte sich warm und flauschig an. Philipp liebte den Geruch ihrer Bodylotion – er musste dabei immer an Zuckerwatte denken.
»Na, wie geht es meinem schlagfertigen Professor Jones?« neckte Sophie ihn und zeigte dabei die kleine Zahnlücke zwischen ihren Schneidezähnen, die bei Philipp auch nach so vielen Jahren noch ein wohliges Kribbeln auslöste – wie bei ihrem ersten Date in der Oper. Das sanfte, kaum wahrzunehmende Lispeln erinnert ihn an das Summen einer Honigbiene.
Er sah seine Frau ehrlich überrascht an. »Von wem hast du das denn? Ist dir unsere gute Rektorin zufälligerweise über den Weg gelaufen? Sie nannte mich neulich sogar einen Krieger.«
»Nein, aber anscheinend wirst du von deinen jungen Verehrerinnen Indiana Jones genannt. Habe ich gehört. Irgendwo auf dem Flur. Du kennst ja die Uni – überall gibt es Augen und Ohren, wie in einem mittelalterlichen Schloss. Hast du dich nie gefragt, warum so viele Studenten und vor allem Studentinnen deine Vorlesungen besuchen? Am Thema kann es ja nur schwerlich liegen.«
Philipp küsste seine Frau innig und lang. »Ist da jemand eifersüchtig?«
»In your dreams. Aber warum nennt Fries dich einen Krieger? Du hast doch nicht schon wieder jemanden verprügelt?« Sie sah Philipp sorgenvoll an.
»Nein, nein«, antwortete dieser wahrheitsgetreu. »Schelbert, die Ökonomieprofessorin, nennt mich so, weil ich gemäß ihren Aussagen alles kriege, was ich will.«
»So, so, die Schelbert. Wenn sie dir zu nahe kommt, kriegt sie auch etwas. Nämlich ein Problem – mit mir!« Sophie lachte laut.
»Ich glaube, das Gegenteil ist der Fall. Ich bin der Schelbert sicher ein Dorn im Auge und traue ihr nicht so richtig über den Weg. Du arbeitest doch in dieser interdisziplinarischen Kommission mit ihr zusammen. Verhält sie sich dir gegenüber korrekt? Sonst kriegt sie es mit mir zu tun«, sagte er schmunzelnd. Es war ihm ernst. Für seine Familie würde er alles tun.
»Danke, dass du mich verteidigen würdest, mein kleiner Raufbold. Aber ich kann mich gut selber wehren und bis jetzt hat sie sich immer freundlich verhalten.«
Sie küssten sich lange und innig. Philipp liebte es, in den dunkelblauen Augen seiner Frau zu versinken.
»Dafür weiß ich jetzt, was ich dir zu Weihnachten schenke.«
»Eine Peitsche wie Indiana Jones?«, fragte Philipp freudig.
»Nein, einen Filzhut«, antwortete Sophie fröhlich und zog ihn an sich.
Das Verschwinden
des Monsieur Laurent
Zürich, Sommer 1988
»Monsieur Laurent, einen Augenblick, bitte.«
Der angesprochene Mittfünfziger drehte sich an der Tür noch einmal zu von Werdenberg um und blickte ihn fragend an. Er hatte mehr von dem Bankier bekommen, als er sich je hätte vorstellen können. Die Privatbank von Werdenberg war jeden Rappen wert. Genauer – jede Million.
»Sie wünschen?«, fragte der galante Franzose, der ohne Zweifel aus bestem Hause stammte und die teuersten französischen Privatschulen besucht hatte, leicht von oben herab. Sein graumeliertes Haar war sorgfältig mit reichlich Brillantine nach hinten gekämmt worden und klebte am Kopf wie ein Motorradhelm. Er gehörte ganz offensichtlich zu der Gattung von Männern, die ihre Größe auf- und ihr Gewicht abrundeten.
»Sie enttäuschen mich zutiefst, Monsieur«, rügte ihn der Besitzer der Privatbank von Werdenberg streng. Er hielt den Zeigefinger in die Luft wie einen Taktstock, und seine Halsschlagader pulsierte gefährlich. Sein Gesicht war rot angelaufen. Der ganze Raum schien sich zu verdunkeln. »Wenn ich nicht ich wäre, dann hätten Sie soeben die Arbeit von zwei Jahren und viele Millionen Schweizer Franken zerstört! Monsieur Laurent existiert nicht mehr, haben Sie das bereits vergessen? Er ist heute spurlos verschwunden und wird nie wieder auftauchen. Zumindest nicht lebendig.« Die Stimme des Bankiers hatte einen drohenden Ton angenommen.
Der angesprochene Privatkunde lief rot an wie eine Tomate. Er öffnete den Mund, brachte aber keinen Ton heraus. Er hatte das Gefühl, auf die Größe eines Erstklässlers zu schrumpfen. Sein zweifellos maßgeschneiderter Anzug war ihm von einer Sekunde auf die andere eine Nummer zu groß geworden. Von Werdenberg zeigte keinerlei Mitleid und überfuhr den bemitleidenswerten Franzosen wie eine Dampfwalze. Der Kunde wusste nicht, wie ihm geschah.
»Sie waren es doch selber, der Monsieur Laurent für immer verschwinden lassen wollte. Haben Sie schon vergessen? Monsieur Laurent, der arme Mann – so reich und dennoch so unglücklich! Die nervende Verwandtschaft? Seine gar so böse Frau? Die Firma, die unverschuldet in Schieflage geraten ist? All der Ärger, der Stress und die permanenten Angstzustände? Dieser Monsieur Laurent existiert nicht mehr. Es ist nicht schade um diesen weinerlichen Waschlappen. Und um diesen Kerl endlich loszuwerden, haben Sie viel investiert. Wir haben viel investiert. Wir haben dem armen Tropf eine neue Identität aufgebaut, Victor Hubert erschaffen, für ihn und seine Freundin vorgesorgt, sogar einen chirurgischen Eingriff organisiert. Monsieur Laurent ist Geschichte. Seit heute. Außer Sie selber lassen ihn wiederauferstehen. Ich warne Sie nochmals ausdrücklich. Sie sind ab sofort Victor Hubert, erfolgreicher Geschäftsmann aus Belgien, der sich auf seinem neuerworbenen Anwesen in der Bretagne niederlässt. Dort wird er für einige Zeit ein zurückgezogenes Leben führen. Zusammen mit seiner Geliebten, jung und schön. Monsieur Hubert lebt dort reich, sorgenfrei und diskret. Sollten sich seine neuen sozialen Kontakte, die sich mit der Zeit unweigerlich ergeben, über ihn informieren, so werden sie die Details zu seinem Lebenslauf so vorfinden, wie es Victor Hubert ihnen erzählt hat. Haben wir uns verstanden?«
Der Gescholtene begann, sich stotternd zu verteidigen, da er eine solche Predigt wahrlich noch nie hatte über sich ergehen lassen müssen. Das klägliche Bild, das der Kunde abgab, stachelte von Werdenberg weiter an. Er unterbrach ihn grob: »Es gibt kein Zurück. Sollte dieser Nichtsnutz Laurent irgendwann doch noch einmal auftauchen, werde ich ihm eigenhändig das Genick brechen. Haben wir uns verstanden?«
Von Werdenberg atmete schwer aus. Er hatte sich wortwörtlich ausgekotzt. Sein Gegenüber nickte gebrochen. Die Nachricht war angekommen. Von Werdenberg hatte sich wieder etwas besser im Griff und half seinem Kunden aus dem Tal der Tränen. »Sind Sie sich der Absolutheit unseres Deals bewusst? Nur wenigen Auserwählten ist es vergönnt, in unser Netzwerk aufgenommen zu werden. Ein Netzwerk, das nicht exklusiver und einflussreicher sein könnte. Versteckt hinter dem Mantel unserer Bank. Und unsere Bank wird auch dafür sorgen, dass es Ihnen bis an Ihr Lebensende an nichts mangeln wird. Die Konten unseres neuen Kunden – Victor Hubert – sind prall gefüllt und jederzeit von überall abrufbar. Die bestehenden Vermögenswerte vom verschwundenen Monsieur Laurent werden ordnungsgemäß der trauernden Verwandtschaft übergeben.«
Der Angesprochene hatte in der Zwischenzeit seine Fassung wiedergefunden, schnaubte verächtlich und reckte sein Kinn trotzig in die Luft. »Sie müssen mich mit jemandem verwechseln, mein lieber von Werdenberg. Mein Name ist Hubert. Victor Hubert. Und es freut mich, in Zukunft mit Ihnen Geschäfte zu machen. Kommen Sie uns doch bei Gelegenheit in Frankreich besuchen.«
Von Werdenberg nickte zufrieden, wobei er dem eingebildeten Pinsel gerne eine verpasst hätte. Die beiden Männer verabschiedeten sich mit einer angedeuteten Verbeugung. Der neugeborene Victor Hubert setzte sich seine Ray-Ban-Aviator auf die Nase und verschwand hinter den sich sanft schließenden Lifttüren.
Nachdem Victor Hubert gegangen war, trat von Werdenberg in den Nebenraum und stellte sich vor einen Spiegel.
»Gut gemacht. Ich wüsste nicht, was ich ohne dich anfangen sollte. Diese grobschlächtigen Szenen liegen mir einfach nicht.«
Von Werdenberg lachte bis über beide Ohren. »Du bist dafür Meister in der Diplomatie. Und zusammen sind wir …«
»… unschlagbar«, beendete das Spiegelbild den Satz.
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