Er war mein Urgroßvater

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Die Stiefmutter: Maria Theresia von Braganza, Infantin von Portugal, nach der Hochzeit mit Carl Ludwig 1873 Erzherzogin Marie Therese genannt
Die Leistung Erzherzogin Marie Thereses ist bewundernswert. Sie gab der Bezeichnung »Stiefmutter« eine völlig neue Bedeutung, zum Glück für die Kinder und die gesamte Familie. Die liebevolle Stiefmutter stand in ziemlichem Gegensatz zum Wesen Maria Annunziatas, der leiblichen Mutter Franz Ferdinands. Maria Annunziata litt bereits vor ihrer Hochzeit mit Erzherzog Carl Ludwig an Lungentuberkulose. Eine Tatsche, die dem Bräutigam zum Zeitpunkt der Eheschließung wohl nicht bekannt war, die sich aber fatal auf das Leben der Kinder auswirken sollte, die dieser Ehe entstammten. Maria Annunziata, die sich des Problems sehr wohl bewusst war, hielt, wohl vor allem aus mütterlicher Vorsicht, Abstand zu ihren Kindern. Da gab es nicht einmal ein flüchtiges Umarmen, weil die Ansteckungsgefahr einfach zu groß war. Eine Vorsichtsmaßnahme, die nichts brachte, denn die Lungenkrankheit hatten alle ihre Kinder, möglicherweise bereits durch Ansteckung bei der Geburt, bereits in sich.
Der Abstand, der wegen der Erkrankung zwischen Mutter und Kindern herrschen musste, war mit Sicherheit ein großes Problem. Die emotionale Bindung, die auf natürliche Weise zwischen Kindern und Eltern entsteht, kann sich unter solchen Umständen nicht entwickeln. Was muss der kleine Franz Ferdinand gelitten haben, als er und seine Geschwister von der Mutter nicht liebevoll in den Arm genommen werden konnten!
So tragisch das Ableben der 28-jährigen Maria Annunziata aufgrund der fortgeschrittenen Lungentuberkulose war: Die mittelbare Folge war der Eintritt einer liebevollen Ersatzmutter in diese Familie, die es mit psychologischem Gespür und großer emotionaler Intelligenz trotz ihrer jugendlichen 18 Jahre bei der Hochzeit schaffte, die Herzen der Kinder und das des Vaters im Sturm zu erobern. Diese Frau war es auch, die – zum Glück! – die weitere Entwicklung Franz Ferdinands nachhaltig prägen konnte und ihm bis an das Ende seines Lebens eine liebevolle, weise und gütige Ratgeberin war. Was kann man Schöneres über eine Mutter sagen?
Der »Ausstellungs-Erzherzog«
Die landläufige Meinung über Kindererziehung und Alltag in einem adeligen Haushalt geht nicht selten in die Richtung: verwöhnte Fratzen, denen jeder Wunsch von den Augen abgelesen wird, süßes Nichtstun und keine Sorgen um Essen, Trinken, Kleidung und Geld, weil ja ohnedies alles im Überfluss vorhanden ist.
Weit gefehlt! Franz Ferdinand und seine Geschwister mussten sehr wohl, und zwar sehr viel, lernen, um sich auf einen späteren Beruf vorzubereiten. Das konnte die Gutsverwaltung mit allen damit verbundenen Pflichten und großer Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern sein. Oder die Vorbereitung auf ein hohes Amt, wie auch der Vater, Erzherzog Carl Ludwig, seiner Familie und seinen Zeitgenossen in vieler Hinsicht beeindruckend demonstrierte.
Denn Carl Ludwig bekleidete eine unglaubliche Anzahl von Ämtern. Begonnen hatte er im Alter von 20 Jahren als Staatsdiener, mit 22 war er bereits Statthalter von Tirol, später auch in Lemberg in Galizien. Ab dem sogenannten Februarpatent vom 26. Februar 1861 konnte man jedoch nicht gleichzeitig Mitglied des Erzhauses und »Diener« eines Ministers sein. Das Februarpatent war eine von Kaiser Franz Joseph erlassene Verfassung für den gesamten österreichischen Kaiserstaat, durch die die Grundlage für eine konstitutionelle Regierungsform gelegt wurde. Es teilte die Legislative zwischen der Krone und zwei Kammern des Reichsrats.
Also suchte Carl Ludwig andere Möglichkeiten, seine Fähigkeiten einzusetzen. Zwar konnte er hin und wieder seinen Bruder, Kaiser Franz Joseph I., vertreten. Doch am liebsten war ihm die Förderung von Gewerbe, Künsten und Wissenschaften. So übernahm er eine Vielzahl von sogenannten Protektoraten. Damit in Zusammenhang standen viele öffentliche Auftritte und Verpflichtungen sowie diverse Ausstellungseröffnungen. Die damit verbundenen Reden waren sein tägliches Brot. Aus gutem Grund und mit einem Augenzwinkern bezeichnete er sich daher selbst einmal scherzhaft als »Ausstellungs-Erzherzog«. Er war unter anderem Protektor des Grazer Kunstvereines, des Wiener Künstlerhauses, der Gartenbaugesellschaft, aber auch diverser Weltausstellungen zwischen Paris und Sydney. Er stiftete 1874 eine nach ihm benannte Goldmedaille und 1890 die höchste Auszeichnung für Bildende Künstler, die es damals gab, den Kaiserpreis.

»Der Ausstellungs-Erzherzog« Carl Ludwig
Obwohl viel unterwegs, sorgte Erzherzog Carl Ludwig für eine ausgewogene »work-life-balance«: Immer wieder nahm er sich bewusst Zeit, um die Erziehung und den Unterricht seiner Kinder und deren Fortschritte genau mitzuverfolgen. Ein Mustervater also, möchte man meinen, und sicher ein echtes Vorbild für seinen Nachwuchs.
Nicht für die Schule, sondern für das Leben
Carl Ludwigs lebhaftes Interesse für fremde Länder und Sitten, aber auch für Kunst und Gewerbe muss den kleinen Franz Ferdinand bald »angesteckt« haben. Der Bub war schon früh fasziniert von den Erzählungen seines Vaters über die große, weite Welt und von dem damals gar nicht so üblichen Blick weit über den eigenen Tellerrand hinaus. Kein Zufall also, dass Franz Ferdinand – vielleicht auch unbewusst – seinem Vater nacheiferte. Später, als Erwachsener, unternahm er weite Reisen, auf denen er das Erlebte genau dokumentierte. Er wurde ein begeisterter Sammler von Gewerbe- und Kunstgegenständen, um Kultur zu erhalten und auch für nachfolgende Generationen erlebbar zu machen.
Die Grundlagen für diese späteren Neigungen sind jedoch nicht nur in den vielseitigen Tätigkeiten des Vaters zu suchen, sondern auch in einem beeindruckenden umfassenden Lehrplan mit genau geregeltem Unterricht. Ganztagsschule war für Franz Ferdinand und seine Geschwister praktisch selbstverständlich. Der Lehrplan dieses Privatunterrichts war in vielem genauso wie für Gleichaltrige in den öffentlichen Schulen, aber um wichtige Zusatzfächer erweitert. Die Kinder lernten nicht nur »das Übliche«, wie Deutsch, Lesen, Schreiben, Rechnen, Religion, Zeichnen, Musik und Turnen; es kamen, vor allem nach den Kinderjahren, neben Staatswissenschaften und Kirchenrecht auch Sprachen wie Englisch, Latein und Französisch sowie Tschechisch und Ungarisch dazu. Sogar das Fach »Terrain-Aufnahme«, was wohl der Arbeit eines Geometers gleichkommt, war dabei.

Das letzte Familienfoto von Februar 1896; v.l.n.r. Erzherzogin Maria Annunziata, Erzherzogin Marie Therese, Erzherzogin Elisabeth, Erzherzog Franz Ferdinand, Erzherzog Carl Ludwig, Erzherzog Ferdinand
Dass auch alles genau nach Plan ablief, dafür sorgte ein bewährter und erstklassiger Stab an Lehrern und Ausbildnern, unter denen sich viele klingende Namen wie die Grafen Bohuslaw Aichelburg, Karl Coreth, Johann Nostitz-Rieneck und Georg Wallis fanden. Sie alle unterrichteten unter der umsichtigen und klugen Leitung des Grafen Ferdinand Degenfeld. Was aus heutiger Sicht vielleicht ein wenig hochgestochen klingt (lauter Grafen!), war im Sinne einer Erziehung für spätere hohe Ämter unverzichtbar. Nur erstklassige Lehrer konnten erstklassigen Unterricht bieten, und darauf kam es in der kaiserlichen Familie an.

1896 senden »Otto, Franzi und Ferdinand« (v.l.n.r.) ihrer geliebten Stiefmutter »viele Handküsse aus Monte Carlo«.
Wer nun glaubt, ein wenig Zuhören und ein wenig Üben und das war’s dann auch schon, der Rest des Tages dient dem Vergnügen, der irrt gewaltig. Franz Ferdinand und sein Bruder Otto hatten einen straffen Zeitplan, der nur sehr wenige Möglichkeiten für Spaß und Spiel bot. Unterricht war von Montag bis Samstag ab 7.30 Uhr früh, manchmal auch schon ab 7.00 Uhr. Dreimal pro Woche war der Kirchenbesuch Pflicht. Abgesehen von kurzen Unterbrechungen für Frühstück, Mittag- und Abendessen wurde den ganzen Tag über, zumindest bis 20.00 Uhr, gebüffelt.
Dass bei so einem Tagesablauf die Disziplin nicht immer 100-prozentig da ist, liegt auf der Hand. Und Franz Ferdinand war, das muss man ehrlich sagen, kein begeisterter, ehrgeiziger Lerner. Heute würde man vielleicht sagen: Hauptsache, die Kinder kommen durch! Damals jedoch, bei einem jungen Erzherzog in Erwartung späterer höherer Aufgaben, war die Situation auch für die Lehrer nicht so leicht. Das zeigt zum Beispiel ein Schreiben des vorhin erwähnten Grafen Degenfeld vom 14. August 1871 an den damals erst achtjährigen Franz Ferdinand: »Graf Koreth schreibt mir auch, dass Sie meistens brav sind. Nun, ich bin hierüber recht froh, und ich bin überzeugt, in seinem nächsten Brief wird es heißen, Sie seien immer brav. Es ist für ihn eine große Mühe, immer mit Ihnen beiden zu sein und auch noch Otto Stunden zu geben.«
Später einmal sollte Franz Ferdinand in Hinblick auf diese Zeit der Lernjahre ziemlich klar sagen, was ihm damals so gegen den Strich ging: »Von der Früh bis in die Nacht, eine Stunde nach der anderen, alles durcheinander, kaum dass wir einmal zwischen zwei Stunden brav an der Hand des Hofmeisters ein bisschen spazieren gehen durften. So kommt es, dass wir alles gelernt haben und gar nichts Ordentliches wissen.« Das könnte eigentlich auch ein Gymnasiast der heutigen Zeit geschrieben haben!
Noch viel weniger für den Ernst des Lebens geeignet schien der jüngere Bruder Otto. Er war immer zu Streichen aufgelegt, stets lustig, nur selten brav und eifrig. Unterschiedlicher könnten zwei Brüder kaum sein: Franz Ferdinand als eher ernster Charakter, Otto als ausgelassener, heiterer Knabe. Ich bin selbst Mutter von vier Kindern und weiß daher sehr gut, was es heißt, möglichst gerecht sein zu wollen und niemanden zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Vor diesem Problem standen auch damals Eltern und Pädagogen.
Psychologisch vielleicht verständlich, erzieherisch aber ein Jammer: Sowohl die Lehrer als auch der Vater »bevorzugten« immer wieder den fröhlichen Otto. Nie bewusst, oft kaum merklich, aber für den älteren der beiden Brüder, Franz Ferdinand, ein echter Frust. Kein Wunder, dass diese Kinder- und Jugendjahre nicht spurlos an ihm vorübergehen konnten. Und durchaus nachvollziehbar, dass die von ihm latent empfundene »Zurücksetzung« aus ihm einen eher zurückgezogenen, manchmal auch verdrossenen und sehr ernsten jungen Menschen machte. An dieser Stelle nochmals Hochachtung für die junge Stiefmutter, die alle Geschwister gleich behandelte und liebte, und auch keine Unterschiede machte, als sie ihrem um so viele Jahre älteren Mann noch zwei Töchter schenkte.
Vom Glück auf dem Land
Franz Ferdinand (»Franzi«, wie er damals gerufen wurde) und seine Geschwister liebten die Sommermonate auf dem Land. Zum Glück hatte der Vater Freude an der Natur, der Ruhe und auch der Jagd. Erzherzog Carl Ludwig verbrachte ab dem Jahr 1863, dem Geburtsjahr Franz Ferdinands, Spätfrühling und Sommer mit der Familie gerne in Artstetten, wo er auch Bürgermeister war. Ihm ist der Einbau eines Badezimmers sowie von kaltem und warmem Fließwasser im Schloss zu verdanken. Heute ist das eine Selbstverständlichkeit, damals war es eine kleine Sensation.
Auch der wunderschöne Schlosspark wurde unter Erzherzog Carl Ludwig zwischen 1861 und 1866 landschaftlich umgestaltet und ist im damaligen Stil in vielen Bereichen bis heute erhalten. Die großräumige und abwechslungsreiche Gliederung, die den Parkgarten größer erscheinen lässt, als er tatsächlich ist, und die Errichtung der Wege gehen auf ihn zurück. Als begeisterter Schwimmer ließ er auf einer kleinen Anhöhe des Parks ein Schwimmbecken errichten, das damals auch als Löschteich diente, sowie den sogenannten Badepavillon im Stil eines Sommer-Lusthäuschens.
Ein weiteres beliebtes Sommer-Reiseziel der Familie war die Villa Wartholz, die Erzherzog Carl Ludwig bei Reichenau an der Rax hatte bauen lassen. Der Auftrag an den Architekten war eindeutig. Kein Prunkbau sollte entstehen, sondern ein geräumiges, gemütliches Haus mit viel Platz für eine große Familie, wo alle das Landleben genießen konnten. Mit ihren Türmen und dem großzügig angelegten, vorgelagerten Balkon war sie ein Musterbau ihrer Zeit, vom damals sehr populären Architekten Heinrich von Ferstel perfekt geplant als hoch gelegenes Haus mit freiem Blick über das Tal, wie es sich durch die Lage förmlich angeboten hatte. In der Sprache der heutigen Immobilienmakler wäre wohl von einem »Traumhaus in einzigartiger, unverbaubarer Grünruhelage« die Rede. Carl Ludwig aber war der großartige Ausblick nicht so wichtig. Er wollte vor allem seine Ruhe haben. Also ließ er rund um die 1872 fertiggestellte Villa einen parkartigen Wald anlegen, der jeden Einblick verhindern sollte. Dort war das Paradies, wo es für alle so etwas wie ein »freies Leben« ohne strengen Tagesablauf und minutiös eingeteilten Zeitplan gab. Welches Kind wäre nicht darüber glücklich, so richtig schön Ferien machen zu können?
Ferien in der freien Natur genießen – dazu gehört auch ein wenig Abenteuer. Genau das Richtige für den Ältesten in der Familie! Nicht von ungefähr war bereits in frühen Jahren das Interesse für die Jagd bei Franz Ferdinand geweckt. War doch der Vater nicht nur ein besonders geduldiger Angler, sondern auch ein deklarierter Freund des Waidwerks. Es liegt auf der Hand, dass der Junge hier eine Schiene in Richtung des Herzens seines Vaters legen konnte. Und er tat dies mit echter Begeisterung. Er war noch nicht einmal neun Jahre alt, als er seinen ersten Jagderfolg verbuchen konnte. Dazu gratulierte ihm sein fünf Jahre älterer Cousin, Kronprinz Rudolf, in einem sehr netten und persönlichen Brief aus Bad Ischl (der »Papa«, von dem die Rede ist, ist natürlich der Kaiser selbst): »Dein lieber Brief freute mich sehr, und Papa hat mich beauftragt, Dir vielmals für Deine guten Wünsche zum Namenstage zu danken. Ich gratuliere Dir vielmals zu Deinem ersten Wild, ich kann mir denken, wie es Dich gefreut hat […] Ich bleibe Dein Dich liebender Rudolf.«
Schon aus diesen wenigen Zeilen geht hervor, dass es einen guten Draht zwischen Franz Ferdinand und Kronprinz Rudolf gegeben haben muss. Die beiden verstanden sich großartig. Das Lob des älteren Cousins hat den Jüngeren sicher sehr stolz gemacht – ein weiterer Grund, die Jagd im Auge zu behalten und bereits als Bub richtige Jagdtagebücher zu führen. Es ist für mich auch aus heutiger Sicht fast rührend, zu sehen und nachzuempfinden, welch großes Interesse mein Urgroßvater an der Natur und allem, was damit zusammenhängt, hatte. Über eine erlegte Schnepfe konnte er zum Beispiel mehrere Seiten schreiben, ohne dass ihm langweilig wurde. So wie es für junge Menschen typisch ist, hatte auch er etwas gefunden, das ihn weit mehr faszinierte als Geschichtsbücher, Staatstheorie oder Ungarisch als Amtssprache.
Es mag sein, dass sein Bruder, der »fesche« und charmante Otto, der bessere Reiter und Fechter war. Umso größer aber muss der Ansporn für Franz Ferdinand gewesen sein, etwas zu lernen, das ihm wirklich Freude machte und das er bis zur Perfektion beherrschen konnte. Damit war das Feuer entfacht: Die Jagd und die damit verbundene Herausforderung, ein erstklassiger Schütze zu sein, wurden seine große Leidenschaft.
Warum ich es so wichtig finde, die Kindheits- und Jugendjahre Franz Ferdinands im Kontext der Umgebung und seiner Familie zu sehen? Weil man die Beweggründe für viele Entscheidungen, etliche Grundlagen für Vorlieben und Schwächen, soziales Verhalten und einiges mehr, das im Erwachsenenleben wichtig ist, in der Kindheit und der nächsten Verwandtschaft finden kann. Wer sich für den Menschen Franz Ferdinand interessiert, kann ihn nur dann plastisch begreifen, wenn er die Gesamtheit der lebensentscheidenden Umstände kennt.

Erzherzog Carl Ludwig und Erzherzog Franz Ferdinand als Leutnant des Infanterie-Regiments Nr. 32 mit dem Orden vom Goldenen Vlies (1878)
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