Deine Geistführer sind bei dir

- -
- 100%
- +
So kommt es bei den normalen Geistführern immer wieder zum Austausch und zu Veränderungen, doch betrifft das nie deinen Hauptgeistführer. Das ist sehr wichtig zu wissen, weil sich dadurch auch ab und zu die Energien verändern, die dich begleiten. Daher empfehle ich dir, dass du dich gerade in den ersten Jahren ganz auf deinen Hauptgeistführer konzentrierst, da dieser immer bleibt und du dich voll und ganz auf seine Energie konzentrieren kannst. Im Übrigen brauchst du dir wegen dieser Wechsel keine Gedanken zu machen. Dein Hauptgeistführer, dein Manager, regelt das alles für dich. Er wird dafür sorgen, dass du immer die Experten an deiner Seite hast, die du gerade in der jeweiligen Lebensphase brauchst.
Ich beispielsweise bitte nie um einen spezifischen Experten, das überlasse ich alles meinem Hauptgeistführer. Er weiß genau und viel besser als ich, wen ich in meinem Team brauche. Auch bei Kollegen, die ihre Geistführer Engel nennen, gibt es Engel, die für bestimmte Lebenssituationen zuständig sind. Das ist exakt so wie bei den Geistführern. Auch sie sind Experten auf ihrem Gebiet. Wir dürfen allerdings nie vergessen, dass nicht jeder Geistführer Experte in allen Bereichen ist. Es ist so wie bei uns Menschen: Der eine kann dies besser, ein andere etwas anderes. Zum besseren Verständnis liste ich unten nochmals Namen auf, wie andere die Geistführer nennen. Vielleicht hast du sie ja schon einmal gehört.
Kinder-Geistführer
Kinder-Geistführer gibt es sehr häufig. Viele von uns können sich vielleicht noch an die Zeit erinnern, als sie ihre unsichtbaren Freunde gesehen haben. Viele Kinder haben unsichtbare Freunde. Es sind meistens keine anderen als unsere Geistführer, häufig handelt es sich sogar um den Hauptgeistführer, der sich in Gestalt eines Kindes zeigt. Ich sehe bei vielen Kindern Kinder-Geistführer. Aber als Erwachsener hat man ebenso immer wieder einmal ein Kind als Geistführer. Wenn ich bei einer erwachsenen Person ein Kind als Geistführer sehe, dann weiß ich, dass dieser Geistführer versucht, ein bisschen Leichtigkeit ins Leben zu bringen oder das innere Kind bzw. die Kindlichkeit zurückzugeben. Bei verbissenen Menschen oder solchen, die einfach die Freude am Leben verloren haben, sehe ich immer wieder Geistführer, die sich als Kind zeigen und die mit ihrer fröhlichen und unbekümmerten Art das innere Kind zurückbringen wollen. Wenn du merkst, dass du verbissen bist, oder wenn du das Gefühl hast, dass dir deine Lebensfreude abhandengekommen ist, dann bitte doch um einen kindlichen Geistführer, der dir wieder ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Auch bei jenen, die in der Seele ein Kind geblieben sind, nehme ich häufig mehr Kinder-Geistführer wahr als bei anderen Erwachsenen. Wenn man bei Erwachsenen Kinder-Geistführer sieht, ist es meistens nicht der Hauptgeistführer, weil dieser im Regelfall immer mit seinem Schützling mitwächst, vielmehr handelt es sich bei diesen Erwachsenen meistens um einen Geistführer, der eben für das Thema Lebensfreude oder inneres Kind an der Seite des Erwachsenen ist. Falls du Kinder hast, die mit imaginären Freunden spielen, dann weißt du jetzt, dass sie höchstwahrscheinlich mit ihrem Geistführer spielen.
Aufgestiegene Meister – weiße Bruderschaft – Rat der Weisen
Auch dies sind nur Namen für Geistführer, die ihnen von Menschen gegeben wurden. Es sind für mich ganz normale Geistführer. Ihr Gebiet, auf dem sie Experten sind, lässt sich als Lehre bezeichnen, sie unterstützen Menschen dabei, ihr Leben auf der Welt besser zu meistern. Buddha oder Jesus werden zum Beispiel zu den aufgestiegenen Meistern gezählt. Wenn ein Mensch von einem Geistführer dabei unterstützt wird, an sich und seinem Leben zu arbeiten, und wenn dieser Mensch sehr christlich erzogen wurde, dann kann es sein, dass sich ihm sein Geistführer als Jesus zeigt. Allerdings ist dies nicht der Jesus aus der Bibel. Der Geistführer zeigt sich in der Gestalt Jesu, weil sein Expertengebiet die Qualität von Jesus hat und weil sein Schützling in dieser Tradition geboren wurde oder weil dieser Mensch den Wunsch nach Jesus verspürt. Genauso verhält es sich mit Buddha, wenn sich jemand eher zum Buddhismus hingezogen fühlt.
Diese Geistwesen nehmen diese Formen an, weil es mit der Qualität ihrer Energie, mit ihrem Expertenwissen zu tun hat und nicht, weil sie dies wirklich sind. Geistführer, die sich als bekannte Personen zeigen, die einmal gelebt haben und die wir als weise bezeichnen, erscheinen in dieser Gestalt, weil es ihre Aufgabe ist, dem Menschen dabei zu helfen, den Aufstieg zu schaffen. Wir sind hier ja auf der Welt, um uns weiterzuentwickeln. Dies ist nicht immer so leicht, weil die Welt auch ein harter, schmerzvoller Ort sein kann. Deswegen zeigen sich diese Geistführer oft als bekannte Menschen, von denen wir wissen, dass sie ihr Leben gemeistert und den Aufstieg geschafft haben. Oder sie zeigen sich in einer Form, die der Mensch akzeptieren und ohne Angst annehmen kann.
Sicher hast du schon oft von Jesus- oder Marienerscheinungen gehört. Diese Erscheinungen sind für mich nichts anderes, als dass ein Geistführer diese Gestalt in der jeweiligen Situation angenommen hat, weil dies für den Menschen, der die Erscheinung wahrgenommen hat, stimmig ist. Deswegen ist zum Beispiel noch nie einem Buddhisten Jesus oder Maria erschienen. Einem Buddhisten erscheint eher Buddha, wie auch ein Moslem noch nie eine Marienerscheinung hatte, die ihn eventuell bat, an der Stelle eine Kirche zu bauen. Die Erscheinungen sind immer vom Glauben und der Akzeptanz des jeweiligen Menschen abhängig. Es sind einfach nur Geistführer, die diese Gestalt oder Form wählen.
Krafttiere oder Totemtiere
In der indianischen Kultur und in ihren Legenden kommen häufig Krafttiere vor. Auch sie empfinde ich als Geistführer, die sich einfach in anderen Gestalten zeigen, die jeweils dem Glauben und der Kultur der Menschen entsprechend geprägt sind. Jedes einzelne Krafttier hat eine eigene Aufgabe und Bedeutung, wie die Geistführer auch. So kann zum Beispiel der Adler als einziges Tier direkt in die Sonne blicken. Einem Menschen, der dieses außergewöhnliche Tier als Geistführer hat, sagt man die Fähigkeit des Hellsehens nach. Aber einen Adler sehen, kann auch bedeuten, dass man sich einen Überblick oder Durchblick verschaffen soll, je nachdem, was gerade ansteht. Für uns können die Krafttiere sehr fremd wirken. Solltest du jedoch Interesse für diese Kultur hegen, dann darfst du sicher sein, dass die Arbeit mit Krafttieren herrlich ist.
Naturwesen, Elfen, Feen und Zwerge
Auch Naturwesen, Elfen, Feen und Zwerge sind Geistführer, doch ihr Gebiet, ihr Expertenwissen bezieht sich weniger auf die Menschen, sondern eher auf die Natur. Deswegen zeigen sie sich oft in anderen Formen und Gestalten, und wir nennen sie auch anders. Dennoch handelt es sich um Geistführer. So sehe ich häufig bei Menschen, die sich stark zu Naturwesen, zum Beispiel Elfen, hingezogen fühlen, dass ihr Hauptgeistführer diese Form angenommen hat. Die Aufgaben dieser Geistführer sind Erhalt und Pflege der Natur. Man könnte es auch vereinfacht ausdrücken: Es sind die Geistführer der Pflanzen, Steine, Tiere und Naturelemente. Meistens habe ich Elfen, Feen oder Zwerge nur kurz gesehen. Wenn du, liebe Leserin, lieber Leser, dich dafür interessierst, findest du sicher genügend Literatur dazu.
Ich hatte einmal ein spannendes Erlebnis mit einer Elfe. Allerdings weiß ich bis heute nicht, ob diese Elfe nur symbolisch zu verstehen war oder ob sie sich tatsächlich bei dieser Frau befand. Eine Klientin war zu einem Jenseitskontakt zu mir gekommen. Es war zunächst eine ganz normale Sitzung. Doch plötzlich nahm ich eine Elfe wahr, worüber ich ziemlich irritiert war und nicht wusste, warum die Elfe anwesend war. Ich versuchte, mit der Elfe Kontakt aufzunehmen, weil ich wissen wollte, was sie mir sagen möchte. Ich vernahm jedoch nur: »Ich zeige dir, woher die Frau kommt.« Da ich nicht verstand, wie mir die Elfe zeigen wollte, woher die Klientin kommt, fragte ich nach: »Was willst du? Wie meinst du das?« Die Elfe antwortete: »Die Klientin kommt von dort, wo ich herkomme!« Nun überlegte ich, woher die Klientin kommen könnte: aus dem Elfenreich? Wohl eher nicht. Hätte ich das in dieser Situation gesagt, dann hätte mich die Elfe für total verrückt gehalten. Da schoss es mir plötzlich durch den Kopf, woher Elfen oder Feen kommen. Natürlich aus Irland. Ich sagte zu der Klientin: »Sie kommen ursprünglich aus Irland beziehungsweise Ihre verstorbene Mutter kam aus Irland. Stimmt das?« Ich brauchte die Antwort nicht abzuwarten, da ich an ihrem Gesicht sah, dass es stimmte. Da die verstorbene Mutter aus Irland kam, glaubte die Klientin an Elfen. Somit ergab es Sinn, dass sich der Geistführer in Gestalt einer Elfe zeigte. Aber vielleicht hatte die verstorbene Mutter die Elfe auch nur symbolisch geschickt, damit ich der Klientin sagen konnte, woher die verstorbene Mutter kam. Und damit konnte ich gleichzeitig den Geburtsort der Mutter als Beweis weitergeben. Naturwesen sind genauso real wie Geistführer. Auch sie sind Geistführer, lediglich ihr Aufgabengebiet ist ein anderes.
Verstorbene
Ich möchte noch kurz auf die Verstorbenen eingehen, auch wenn diese nicht zu den Geistführern zählen. Da aber immer wieder die Frage aufkommt, ob Verstorbene auch Geistführer sein können, möchte ich hier kurz darauf eingehen.
Bis jetzt habe ich alle Bewohner der Geistigen Welt den Geistführern zugeordnet. Egal welchen Namen oder welche Bezeichnung man verwendet. Für mich ist es am Ende immer dieselbe Energie, und nur die Bezeichnung kann sich je nach Glauben, religiösem oder traditionellem Hintergrund ändern. Doch dann wird immer wieder die Frage gestellt, ob ein Verstorbener auch ein Geistführer sein kann. Einfach gesagt: Nein. Oder besser: Noch nicht. Jeder Geistführer war einmal ein Mensch, der aber so viele Inkarnationen hinter sich hat, dass er nicht mehr auf der Erde inkarnieren muss. Dies bedeutet, dass wir früher oder später alle einmal Geistführer sein werden. Doch bis es so weit ist, werden wir noch sehr viele Inkarnationen haben und uns noch ganz erheblich weiterentwickeln müssen. Da ich nicht davon ausgehe, dass es in deiner Familie und ihrem Umfeld eine Person gibt, die schon so weit entwickelt war und den Erleuchtungszustand erreicht hat, darf man annehmen, dass kein Mensch, den du gekannt hast, nach seinem Tod ein Geistführer wurde. Ich gehe ferner davon aus, dass die Erde nicht der einzige Ort ist, an dem wir inkarnieren können, doch dass die Erde so ziemlich der niedrigste Ort ist, an dem wir inkarnieren. Ich denke, wenn wir es geschafft haben, dass wir nicht mehr auf die Erde kommen müssen, werden wir zuerst noch an anderen Orten inkarnieren, und erst dann haben wir den nötigen Zustand und das nötige Wissen, um Geistführer zu werden.
Deswegen kann man klar sagen, kein Mensch, den du auf der Erde kennengelernt hast, hat das Bewusstsein, nach seinem Tod ein Geistführer zu werden. Doch Verstorbene sind auch Geistwesen und Bewohner der Geistigen Welt. Sie sind am selben Ort wie die Geistführer, sind jedoch noch auf einer anderen Entwicklungsstufe und sind somit Experten auf einem anderen Gebiet.
Meine Hauptarbeit sind Jenseitskontakte zu verstorbenen Angehörigen. Diese Kontakte können bei der Trauerverarbeitung für die Angehörigen eine außerordentlich bedeutsame Hilfe sein. Wichtig zu wissen ist, dass das Bewusstsein eines Verstorbenen noch dasselbe ist wie das, das er hier auf der Erde hatte. Verstorbene sind nicht plötzlich erleuchtet oder allwissend – ein Punkt, den viele manchmal nicht sehen, wenn sie zu mir in die Beratung kommen. Verstorbene können uns nicht wirklich bei unseren Problemen helfen. Ein verstorbener Vater kann seinem Sohn oder seiner Tochter einen Tipp geben, was er an seiner oder ihrer Stelle tun würde. Aber dieser Tipp ist die Hilfe eines Vaters und nicht der einer erleuchteten Wesenheit aus der Geistigen Welt. Natürlich entwickeln sich auch die Verstorbenen in der Geistigen Welt weiter und werden weiser, aber diese Entwicklung braucht Zeit. Ich werde oft gefragt, ob ein Verstorbener nicht der Schutzengel einer noch lebenden Person werden kann. Die Antwort ist ein klares Nein! Aber das heißt nicht, dass ein Verstorbener uns nicht von der Geistigen Welt aus unterstützt und hilft. Nur ist er vom Bewusstsein her noch nicht so weit wie ein Schutzengel bzw. Geistführer. Wenn du aber das Gefühl hast, ein Verstorbener sei dein Schutzengel, dann ist das auch in Ordnung. Nur solltest du wissen, dass es im Grunde nicht so ist. Aber wenn dich diese Gedanken trösten und dir helfen, dann ist es richtig und gut. Auch bin ich überzeugt, dass es Verstorbene gibt, die eine ähnliche Aufgabe haben wie ein Schutzengel, und das führt uns gleich zur nächsten Kategorie.
Geisthelfer
Als Nächstes gibt es Geisthelfer. Das sind auch Verstorbene, und zwar solche, die oft um lebende Personen sind, die sie unterstützen. Für mich ist zum Beispiel mein Vater ein Geistiger Helfer. Auch wenn sein Bewusstsein nicht höher ist, als es auf der Erde war. Er ist jedoch ständig bei mir. Er unterstützt mich und passt auf, dass es mir gutgeht, so wie ein Vater auf seinen Sohn aufpasst. Andere Verstorbene kommen nur ab und zu einmal vorbei. Sie nehmen aber nicht wirklich aktiv an meinem Leben teil. Deswegen mache ich hier einen Unterschied zwischen Verstorbenen und Geistigen Helfern oder eben Geisthelfern. Da die Geisthelfer aktiv an unserem Leben teilnehmen und ab und zu sogar bei unserer Entwicklung helfen, denken viele, dass dieser Verstorbene ein Geistführer oder Schutzengel sei. Das ist er zwar nicht, aber er kann uns aus der Geistigen Welt unterstützen. Der große Unterschied zwischen Verstorbenen und Geisthelfern ist nicht das entwickelte Bewusstsein, sondern wie oft sie bei uns sind.
Wenn ein Verstorbener nur wenig bei uns ist, dann ist er für mich ein normaler Verstorbener, wenn aber ein Verstorbener sehr oft bei uns ist, dann nenne ich ihn Geisthelfer. Manchmal kommt es vor, dass ein Geisthelfer als eine Art Dolmetscher zwischen einer lebenden Person und einem Geistführer eingesetzt wird. Was ich beispielsweise schon oft in meiner Praxis erlebt habe: Eine Mutter hat ihren Sohn bzw. ihre Tochter verloren. Jetzt ist dieses Kind sehr oft bei seinen Eltern oder bei der Mutter. Vielleicht ist die Mutter sogar feinfühlig und kann das verstorbene Kind spüren. Daher denken nun viele: »Mein Sohn bzw. meine Tochter ist jetzt mein Schutzengel oder Geistführer!« Dieser Gedanke ist sicher tröstlich, doch nicht ganz richtig. Ich würde allerdings nie einer Mutter sagen: »Nein, das ist er nicht. Er ist ein Verstorbener!« Dies wäre psychologisch nicht hilfreich und würde bei der Trauerverarbeitung nicht weiterhelfen. Doch ich würde der Mutter erklären, dass es immer noch die Tochter oder der Sohn ist, und weil sie ihr bzw. ihm besonders vertraut, wird sie oder er wie ein Dolmetscher eingesetzt, d.h., als Vermittler zwischen Geistführer und ihr.
Es kommt auch häufig vor, dass ein Verstorbener als Vermittler eingesetzt wird, wenn der Geistführer keinen direkten Draht zur Person findet oder wenn die Person noch so tief in ihrer Trauer steckt, dass sie nur die Anwesenheit dieser verstorbenen Person akzeptieren kann. Dann fungiert dieser Verstorbene als Vermittler. Doch rein theoretisch ist dieser Verstorbene immer noch ein Verstorbener und nicht auf der Entwicklungsstufe eines Geistführers. Er kann jedoch Informationen vom Geistführer an die noch lebende Person weitergeben. Dies ist meistens dann der Fall, wenn ein Hinterbliebener die Trauer nicht verarbeiten kann und nicht loslassen kann.
Wenn du jetzt eine Ausbildung zum Medium machen oder einfach deine medialen Fähigkeiten trainieren möchtest, solltest du klar unterscheiden können, was ein Geistführer und was ein Verstorbener ist. Da gibt es eben einen großen Unterschied in Bezug auf die Schwingung, weil Geistführer auf einer anderen Entwicklungsstufe stehen. Doch gerade bei der Heilung eines Verlustes und bei der Trauerverarbeitung ist ein Jenseitskontakt zum Verstorbenen wesentlich sinnvoller als der Kontakt zum Geistführer, da der Verstorbene, um den es ja geht, der größere Experte ist. Es ist etwas Wundervolles und Heilendes zugleich. Selbst wenn ein Verstorbener im Leben der Hinterbliebenen sehr aktiv ist, ist und bleibt er ein Verstorbener und ist weder Geistführer noch Engel. Man könnte ihn einfach als Geisthelfer bezeichnen, da er öfter bei den Hinterbliebenen ist als ein normaler Verstorbener. Ich hoffe, dass dich meine Unterteilung nicht verwirrt hat, sondern dass sie dir dabei helfen konnte, dir einen besseren Durchblick in die Bewohner der Geistigen Welt zu verschaffen. Bevor wir mit den Übungen beginnen, möchte ich noch auf die negativen Bewohner der Geistigen Welt eingehen, falls es diese überhaupt gibt!
Gefallene Engel, böse Geister und Dämonen
Bevor ich dir zeige, wie du Kontakt mit deinem Geistführer aufnehmen kannst, möchte ich dir noch die Angst vor bösen Wesen nehmen. Falls du überhaupt Angst hast. Für manchen Leser bzw. manche Leserin wird dies eine Wiederholung sein, da viele das schon aus meinen anderen Büchern kennen. Ich bitte dich deshalb um Verzeihung. Doch ich kann nicht davon ausgehen, dass jede Leserin und jeder Leser alle meine Bücher gelesen hat. Ich kann dir versichern, dass die Informationen in diesem Buch meines Erachtens sehr wichtig sind. Ich erlebe häufig, dass mir Menschen, die Angst vor bösen Wesen haben, schreiben oder dass Kursteilnehmer sagen, sie hätten Respekt davor, mit ihrem Geistführer in Kontakt zu treten, weil sie Angst haben, sie könnten damit ein Tor für böse Wesen öffnen. Diese Angst würde aber den Kontakt zum Geistführer verhindern. Deswegen möchte ich auf dieses Thema nochmals intensiver eingehen.
Zunächst darf ich dich beruhigen: Ich glaube nämlich nicht an böse Geister, und ich habe auch noch nie ein böses Wesen in der Geistigen Welt gesehen. Auch wenn sich gewisse Begegnungen für uns Menschen unangenehm anfühlen, ich habe trotzdem noch nie ein Wesen in der Geistigen Welt gesehen, das den Menschen Schlechtes wünscht. Auch wenn du schon in anderen Büchern einmal davon gelesen haben solltest, muss ich dies noch einmal betonen, weil ich immer wieder Menschen treffe, die große Angst vor Dämonen oder gar dem Teufel haben. Einige werden deswegen vielleicht Probleme mit dem Folgenden haben, und das ist gut so. Bedenke bitte, dass es sich um meine Wahrnehmung handelt, über die ich hier schreibe, und ich behaupte nicht, dass sie richtig ist. Einige werden über meine Worte froh sein, andere vielleicht weniger, weil sie mit Geisteraustreibung und ähnlichen Praktiken Geld verdienen. Mir ist es einfach sehr wichtig, Heilung in die ängstlichen Herzen zu bringen. Ich möchte zeigen, dass Dinge oder Situationen, die uns Angst machen, plötzlich keine Angst mehr machen, dass sie sogar ganz hilfreich sein können, wenn man sie näher betrachtet. Sehen wir uns den Teufel – besser bekannt als Luzifer – einmal genauer an. Als Gott die Engel schuf, war Erzengel Luzifer der größte und schönste von allen. Der Name Luzifer bedeutet »Lichtträger/Lichtbringer«. Die meisten von uns wissen, dass Gott Luzifer aus dem Himmel verstoßen und in die Hölle verbannt hat. Doch ergibt das Sinn? Wir dürfen nicht vergessen, dass die Bibel von Menschen geschrieben wurde und dass jede Geschichte eine Botschaft für die Menschen enthielt. Sehen wir uns doch das Ganze einmal von einem höheren Standpunkt aus an. Nehmen wir an, Gott ist allwissend und die bedingungslose Liebe, so wie er immer und immer wieder beschrieben wird. Würde ein barmherziger, liebender Gott es wirklich zulassen, dass sein Feind (Luzifer) seine Schöpfung, die Welt, mit Hass, Leid und dem Bösen erfüllt? Ergibt das Sinn? Meiner Meinung nach nicht. Ich glaube sogar, dass Luzifer und Gott enge Freunde sind. Das hört sich jetzt vielleicht weit hergeholt an. Aber wenn Gott wirklich allwissend und allmächtig ist, wovon ich ausgehe, weiß er in jeder Sekunde, was Satan vorhat. Würde Gott sich auf ein solches Katz- und Mausspiel einlassen? Ich traue Gott mehr zu, als so ein Spiel. Was könnte also Luzifers wirkliche Aufgabe sein? Ich bin davon überzeugt, dass der Name Luzifer bzw. Lichtbringer kein Versehen war. In der vorchristlichen Überlieferung und in alten Schriften wird sogar gesagt, dass Luzifer einer der sieben Engel des Sonnensystems sei. Er galt als Wächter der Venus. Venus war der heiligste aller Planeten. Gott suchte eines Tages einen Engel, der auf die Erde hinabgehen sollte, um den Menschen zu helfen. Da meldete sich Luzifer, um Gott zu helfen. Da Luzifer der größte und schönste Engel ist, sollte er diese Aufgabe übernehmen. Seine Aufgabe bestand darin, die Menschen in Versuchung zu führen, um ihren Glauben und ihre Spiritualität zu fördern. Luzifer verleiht den Menschen die Fähigkeit zu moralischer Erkenntnis. Er setzt sie dabei allerdings der Gefahr aus, sich tief in moralische Verfehlungen zu verstricken. Beides ist aber notwendig, damit der Mensch ein moralisch eigenverantwortliches Wesen werden kann. So kann Luzifer zwar als Widersacher, der sich den göttlichen Schöpfermächten entgegenstellt, aufgefasst werden, aber er fördert durch diesen Widerstand zugleich die Entwicklung, indem er dem Menschen Freiheit und moralische Erkenntnis bringt.
Luzifer darf also keineswegs einseitig als böse geistige Macht aufgefasst werden, sondern durch ihn können die Menschen das Gute und Gott erkennen. Würde es uns nur gutgehen, würden wir uns wohl kaum Gedanken über Gott oder unseren Fortschritt machen. Wir würden stehen bleiben und könnten uns nicht weiterentwickeln. Natürlich besteht dadurch auch die Gefahr, dass Menschen der Versuchung verfallen, aber Luzifer gibt uns die Wahl, zu entscheiden. Dank Luzifer finden viel mehr Menschen den Weg zu Gott, und damit ergibt sein Name auch Sinn. Böse wird der Mensch, wenn er sich einseitig den durch Luzifer erregten sinnlichen Begierden willenlos hingibt. Luzifer bewirkt Gutes, wenn die Menschen durch ihn, den Lichtträger, das Licht der Weisheit und den Sinn für die Schönheit der sinnlichen Welt erkennen. Alle Wissenschaften und Künste sind eine Gabe Luzifers – ebenso wie alle auf Wissen gegründete moralische Erkenntnis. Ohne ihn gäbe es die menschliche Kultur nicht. Ohne das Dunkle gäbe es kein Licht.
Ich darf noch ein anderes Thema anschließen, und zwar die bösen Geister oder Dämonen. Eine Frage, die mir häufig bei Jenseitskontakten gestellt wird, lautet, ob ich an Besetzungen durch Dämonen oder böse Geister glaube, und ich verneine sie stets. Ich habe bis jetzt noch nie einen Dämon oder einen bösen Geist gesehen. Viele Klienten erzählen mir aber, dass ihnen ein anderes Medium gesagt hätte, sie hätten eine Besetzung. Das Interessante dabei ist für mich immer wieder, dass genau die Medien, die Dämonen und Besetzungen wahrnehmen und sie meistens auch eliminieren können – dies allerdings nur für viel Geld machen. Das finde ich schon sehr merkwürdig.
Es gibt natürlich Kulturen, in denen Dämonen zum Volksglauben gehören, und es ist klar, dass die dortigen Medien oder Medizinmänner die Dämonen auch wahrnehmen. Aber konzentrieren wir uns wieder auf uns und schauen uns so eine Besetzung einmal genauer an. Ich gebe zu, wenn ein Medium von einer Besetzung redet und ich es frage, was es wahrnimmt, dass ich vielfach auch etwas sehen kann. Nur denke ich, dass es häufig falsch interpretiert wird. Mir ist bei meinen Klienten, die mir von einer Besetzung erzählt haben, aufgefallen, dass ich in deren Aura eine leichte oder manchmal sogar schwere Psychose sehe. Ich hatte bis jetzt noch keinen Klienten mit Besetzung ohne Psychose. Ich sage dem Klienten dann, dass man in seiner Aura zum Beispiel eine Depression oder ein Burn-out sehe, während ein anderer Hellseher vielleicht von einer Besetzung oder einem Dämon spricht. Wenn ich dann bei dem Medium, das den Dämon sah, nachfrage, wo es ihn gesehen habe, zeigt es mir genau die Stelle in der Aura, die mir die Depression angezeigt hat. Auch das andere Medium sieht dort keine Gestalt oder einen Dämon, sondern zumeist auch nur einen dunklen oder grauen Schleier. Aber dieser besagt nur, dass die Aura dort eine Blockade hat und nicht so schnell schwingt und es daher zu einer dunklen Stelle kommt, also zu einer Depression. Das ist für mich ein großer Unterschied. Wahrscheinlich könnte man die Depression auch durch Geistheilen oder andere Methoden heilen, aber ich finde es nicht gut, wenn man dem Klienten einen Exorzismus vorführt oder an ihm eine Geisteraustreibung durchführt, die aber nur dann heilen kann, wenn der Glaube an eine Besetzung sehr stark ist. In Wirklichkeit macht das Medium oder der Geistheiler nur Geistheilung und keine Austreibung. Heilung findet statt durch Aktivität, Kreativität, durch ein erfülltes Innenleben und eine erneute Gotteserfahrung. Geistführer gehören zum geordneten Teil des Universums. Was dämonischen Kräften ihre Gestalt und Existenz verleiht, ist unser Verstand. Alles, was nicht vom Himmel stammt, wurde aufgrund irgendeiner Angst vom Verstand ersonnen. Der beste Schutz gegen Besessenheit und Obsession ist es, sich rückhaltlos und ohne Umwege mit den eigenen Ängsten auseinanderzusetzen, und wenn es nötig ist, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es gibt übrigens in der Aura auch keine Löcher oder Risse, auch das ist nur ein Gerücht, und man kann die Aura auch nicht putzen oder flicken. Es gibt immer wieder Stellen in der Aura, an denen die Energie nicht so schnell schwingt, zum Beispiel bei einer Verspannung oder eben bei einer Depression oder wenn ich mein Bein gebrochen habe. Das alles kann man in der Aura sehen, weil dadurch die Farbe an der Stelle dunkler wirkt. Ist der Aurasichtige schlecht ausgebildet, kann er nicht erkennen, warum an der Stelle die Energie blockiert ist oder langsamer schwingt. Er sieht nur dunkel oder grau, und das kann dann für ihn wie ein Riss oder Loch aussehen. Doch das stimmt so nicht, es zeigt lediglich, dass das Medium nur einen Teil der Aura wahrnehmen kann. Falls du wirklich einmal deine Aura reinigen lassen möchtest, dann bitte nur mit »Meister Proper« (Achtung: Scherz!).



