- -
- 100%
- +
[123]
Burdeau (Fn. 1), S. 355 (Übersetzung).
[124]
Burdeau (Fn. 1), S. 356 (Übersetzung). Wenn der Verwaltungsrichter nicht allein Praktiker ist, so kann auch sein Gegenüber bei weitem nicht auf die Rolle des Theoretikers reduziert werden. Häufig ist er zunächst einmal Lehrer, aber seine Karriere beschränkt sich nicht auf das universitäre Umfeld. So war z.B. Georges Dupuis (1932–1999) Studiendirektor an der Ecole Nationale d’Administration und ministerialer Projektleiter.
[125]
Burdeau (Fn. 1), S. 475.
[126]
Bernard Chenot, La notion de service public dans la jurisprudence du Conseil d’État, EDCE 1950, S. 77.
[127]
Jean Rivero, Apologie pour les faiseurs de système, Dalloz 1951, chronique XXIII, S. 99ff.
[128]
Siehe oben Rn. 32.
[129]
Bienvenu (Fn. 76), S. 93.
[130]
Caillosse (Fn. 84), S. 346 (Übersetzung).
[131]
Um die Ausführung ihrer Urteile sicherzustellen, verleiht das Gesetz der Verwaltungsgerichtsbarkeit die Befugnis, bindende Anordnungen zu erlassen.
[132]
Jacques Arrighi de Casanova, Les habits neufs du juge administratif, Mélanges en l’honneur de Daniel Labetoulle (Fn. 49), S. 11 (Übersetzung). Daniel Labetoulle war von 1998 bis 2004 Vorsitzender der Gerichts-Sektion des Conseil d’État. In seinem Vorwort zu diesem Werk betont Renaud Denoix de Saint Marc, stellvertretender Vorsitzender des Conseil d’État, dass „es für die Autoren als Mitglieder der Verwaltungsgerichtsbarkeit, Professoren oder Rechtsanwälte ein besonderes Anliegen [war], ihm, dem das Verwaltungsrecht so viel verdankt, ihre Ehrerbietung zu erweisen.“ Und weiter: „Während seiner ganzen Karriere hatte er sich dem Verwaltungsprozess verschrieben, nicht nur im Palais-Royal, sondern auch außerhalb. So engagierte er sich in der Lehre, festigte die Beziehungen zwischen dem Conseil d’État und der Anwaltskammer, unterhielt einen beständigen Dialog mit der Wissenschaft, veröffentlichte Aufsätze, regte Kolloquien an“ (Übersetzung). Ein würdiger Vorsitzender also, ganz in der Tradition derer, die im 19. Jahrhundert den Ruf dieser Institution begründet haben.
[133]
Arrighi de Casanova (Fn. 132), S. 17 (Übersetzung).
[134]
Guylain Clamour, Apostille pour les faiseurs de systèmes, AJDA 2008, S. 169.
[135]
Arrighi de Casanova (Fn. 132), S. 17 (Übersetzung).
[136]
Daniel Labetoulle, Débat sur l’avenir du dualisme juridictionnel: le point de vue d’un juge administratif, AJDA 2005, S. 1770 (Übersetzung).
[137]
Ebd.
[138]
Didier Truchet, Plaidoyer pour une cause perdue: la fin du dualisme juridictionnel, AJDA 2005, S. 1767. Dieser bereut vor allem die Angleichung der Rechtsgebiete: Wo es zuvor „zwei Rechtsgebiete und zwei Richter“ gab, finde man tendenziell nunmehr „ein Recht und zwei Richter“. Wenn schon, dann ziehe er allerdings „zwei Rechtsgebiete und einen Richter“ vor (Übersetzung).
[139]
Jean-Jaques Bienvenu, Remarques sur quelques tendances de la doctrine contemporaine en droit administratif, Droits 1 (1985), S. 153ff.
[140]
Fabrice Melleray, Achille Mestre ou les débuts du droit administratif moderne, in: Confluences: Mélanges en l’honneur de Jacqueline Morand-Deviller, 2007, S. 443 (Übersetzung).
[141]
Vgl. nur die Erwiderung von Pascale Gonod/Olivier Jouanjan, A propos des sources du droit administratif, AJDA 2005, S. 992 ff., auf Fabrice Melleray, Le droit administratif doit-il redevenir jurisprudentiel? Remarques sur le déclin paradoxal de son caractère jurisprudentiel, AJDA 2005, S. 637: Sie werfen ihm ein mangels theoretischer Reflexion des Rechtsbegriffs „sehr traditionelles und ziemlich veraltetes Rechtsverständnis“ vor und zeigen damit in der Tat die Gefahr wissenschaftlicher Autarkie auf.
[142]
Dazu Danièle Lochak, Le Conseil d’État sous Vichy et le Consiglio di Stato sous le fascisme. Éléments pour une comparaison, in: Centre Universitaire de Recherches Administratives et Politiques de Picardie (Fn. 93), S. 51ff.; ders., La doctrine sous Vichy ou les mésaventures du positivisme, in: Centre Universitaire de Recherches Administratives et Politiques de Picardie (Hg.), Les usages sociaux du droit, 1989, S. 252ff.; Michel Troper, La doctrine et le positivisme. A propos d’un article de D. Lochak, ebd., S. 286ff.
[143]
Siehe oben Fn. 48. Das Werk ist so bekannt, dass meist das Kürzel GAJA verwendet wird. Der 50. Jahrestag der Erstauflage wurde kurz vor Erscheinen der 16. Auflage gefeiert. Die kurz zuvor gegründete Association Française pour la recherche en Droit administratif organisierte ein Kolloquium, das in der RFDA 2007, S. 223ff., veröffentlicht wurde. Zu den ersten Herausgebern (einem aus dem universitären Bereich, Prosper Weil, und zwei Mitgliedern des Conseil d’État, Marceau Long und Guy Braibant) kamen zwischenzeitlich noch Pierre Delvolvé (aus dem universitären Umfeld) und Bruno Genevois (als Mitglied des Conseil d’État) hinzu.
[144]
Eine heute von Dalloz herausgegebene Sammlung der Rechtsprechung des Conseil d’État, des Tribunal des conflits, der Oberverwaltungsgerichte (Cours administratives d’appel) und der Verwaltungsgerichte (Tribunaux administratifs).
[145]
Das Onlineportal der französischen Verwaltung ermöglicht den Zugang zu allen Webauftritten französischer Behörden: www.service-public.fr.
[146]
Neben den bereits erwähnten AJDA, RFDA und RDP z.B. noch La Semaine juridique – Administrations et collectivités (erscheint wie die AJDA wöchentlich, wohingegen die RFDA und RDP halbmonatlich herausgegeben werden).
[147]
Zusammen ergeben die beiden Veranstaltungen (an der Universität Cergy-Pontoise) 14 ECTS von jährlich zu erreichenden 60. Im zweiten Semester kommt eine ergänzende Vorlesung über die „Verwaltungseinrichtungen“ hinzu, die den Erwerb von 2,5 ECTS ermöglicht.
[148]
Zum Unterricht des Verfassungsrechts Luc Heuschling, IPE II, § 28 Rn. 43ff.
[149]
Siehe oben Rn. 29.
[150]
Jeder Student, der die Licence absolviert hat, kann sich für einen Master 1 (M1) einschreiben. Allerdings erfolgt vor dem zweiten Jahr (M2) eine Selektion. Insofern ist der Master 2 in Wirklichkeit meist das Jahr der Spezialisierung, das sich von allen anderen Studienjahren unterscheidet.
[151]
Die Kataloge der erwähnten Verlage (vgl. oben Rn. 46) umfassen Schriftreihen, in denen Doktorarbeiten erscheinen, und geben damit einen Eindruck über den Stand der Forschung im Verwaltungsrecht.
[152]
Caillosse (Fn. 84), S. 465 (Übersetzung).
[153]
Z.B. Gonod (Hg.), Annales du droit administratif, 2009.
[154]
Caillosse (Fn. 84), S. 348 und 466 (Übersetzung).
[155]
Etwa Jean-Bernard Auby, La bataille de San Romano. Réflexions sur les évolutions récentes du droit administratif, AJDA 2001, S. 912. So wird insbesondere eine ökonomische Analyse des Rechts propagiert, die in Frankreich lange keinerlei Beachtung gefunden hat.
[156]
Caillosse (Fn. 84), S. 464.
[157]
Vgl. ebd.: „Das Ganze hat den Anschein, als sei das Verwaltungsrecht eine Erzählung der Verwaltung über sich selbst.“ Es vermittelt also einen „Eindruck, nicht von der Realität, sondern von der Selbstwahrnehmung der Verwaltung“ (Übersetzung).
[158]
Z.B. Marcou/Moderne (Hg.), Droit de la régulation, service public et intégration régionale, 2 Bde., 2005.
[159]
Schlussfolgerung von Jacques Caillosse, La constitution imaginaire de l’administration, 2008, S. 405 (Übersetzung).
[160]
Ebd., S. 407 (Übersetzung).
[161]
Um sich davon zu überzeugen, reicht es, den Aufsatz von Schmidt-Aßmann (Fn. 85) oder auch Sabino Cassese, Culture et politique de droit administratif, 2008 (ital. Originalfassung von 1971), zu lesen.
[162]
Einige geben der Bezeichnung „droit des services publics“ (der sich auf die Gesamtheit der Tätigkeiten des service public bezieht) gegenüber dem „droit du service public“ (das auf den Begriff des service public selbst abstellt) den Vorzug.
[163]
La documentation française (Hg.), Le service public: rapport au Premier ministre, 1996, abrufbar unter http://lesrapports.ladocumentationfrancaise.fr/BRP/964060200/0000.pdf.
[164]
Louis Dubouis, Droit administratif et droit communautaire: deux cultures juridiques, Mélanges Philippe Ardant, 1999, S. 443 (Übersetzung).
[165]
Dazu oben Rn. 42.
[166]
Michel Fromont, L’intensité du contrôle du juge sur les décisions administratives en France et en Allemagne, in: Movement du droit public, du droit administratif au droit constitutionnel, du droit français aux autres droits, Mélanges en l’honneur de Franck Moderne, 2004, S. 1117.
[167]
Zum Verwaltungsprozess des 19. Jahrhunderts, welcher der Idee von Rechten des Einzelnen einen hohen Stellenwert beimaß, Foulquier (Fn. 73), S. 10.
[168]
Fromont (Fn. 166; Übersetzung). Man müsste also gewiss noch einmal überdenken, was immer noch als „großes Verdienst des Conseil d’État“ (siehe oben Rn. 1) dargestellt wird. Die viel gerühmte Balance gehört dazu nicht. Aber man wird in der Tat sagen können, dass, wie schon in der Vergangenheit auch, der Conseil d’État es verstand, sich anzupassen.
[169]
In Deutschland: Bundesakademie für öffentliche Verwaltung, Humboldt Universität zu Berlin. In Frankreich: Finanzministerium, Ecole Nationale d’Administration, Institut d’Études Politiques, Centre des études européennes de Strasbourg. Auf europäischer Ebene: European University Institute in Florenz.
[170]
Vgl. dazu oben Rn. 37.
[171]
Siehe z.B. Ruffert (Hg.), The Transformation of Administrative Law in Europe/La mutation du droit administratif en Europe, 2007.
[172]
Siehe oben Rn. 45f.
[173]
Trotz des Werks von Jürgen Schwarze, Droit administratif européen, 1994, war der Begriff relativ wenig gebräuchlich, als 1995 Jean-Bernard Auby die „wissenschaftliche Hypothese, wonach sich unter unseren Augen ein europäisches Verwaltungsrecht herausbildet“, formulierte (Le droit administratif européen: entre l’observation et l’hypothèse, AJDA 1996, Sonderausgabe Nr. 1: droit administratif et droit communautaire, S. 189; Übersetzung). Seitdem scheint sich die Bezeichnung immer mehr durchzusetzen, zumal die Veröffentlichungen aus anderen europäischen Ländern zur Begriffsklärung beitragen und die ersten Gemeinschaftsarbeiten zu den verschiedenen Aspekten erscheinen; siehe Auby/Dutheil de la Rochère (Hg.), Droit administratif européen, 2007.
[174]
Siehe oben Fn. 173.
[175]
Etwa Marie-Claire Ponthoreau, Trois interprétations de la globalisation juridique. Approche critique des mutations du droit public, AJDA 2006, S. 20: „Die weit verbreitete These von der Konvergenz der Rechtssysteme sollte im Lichte zweier weiterer Annahmen diskutiert werden: der Dominanz des angelsächsischen Modells und des kulturellen Relativismus.“
[176]
Den französischen Lesern z.B. von Sabino Cassese, Le droit administratif européen présente-t-il des caractères originaux?, Mélanges en l’honneur de Franck Moderne, 2004, S. 1183ff., und von Eberhard Schmidt-Aßmann, Le modèle de l’„administration composée“ et le rôle du droit administratif européen, RFDA 2006, S. 1246ff., nähergebracht.
[177]
La documentation française (Hg.), L’administration française et l’Union Européenne: Quelles influences? Quelles stratégies?, in: Rapport Public du Conseil d’État, 2007.
[178]
Auby (Fn. 173), S. 192 (Übersetzung).
[179]
In diesem Sinne Michel Fromont, Droit administratif des États européens, 2006, S. 1ff.
[180]
Vgl. das Dossier der RFDA 2008, S. 225ff. unter dem Titel „La justice administrative en Europe“.
[181]
Die Frage bewegte den Conseil d’État dazu, im Jahresbericht 2001 „Elemente einer Strategie rechtlichen Einflusses“ zu formulieren: La documentation française (Hg.), L’influence internationale du droit français, Rapport public du Conseil d’État, 2001.
[182]
Vgl. dazu Melleray (Hg.), L’argument de droit comparé en droit administratif français, 2007.
[183]
Jean-Bernard Auby, Introduction, in: Melleray (Fn. 182), S. 5 (Übersetzung).
[184]
Auby (Fn. 183), S. 9 (Übersetzung).
[185]
Schmidt-Aßmann (Fn. 85), Partie 2, S. 667, 670 (Übersetzung).
[186]
Plessix (Fn. 9), S. 133 (Übersetzung).
[187]
Schmidt-Aßmann (Fn. 85), S. 431f.
[188]
So das Vorwort zu Bd. 1 des Werks von Charles Eisenmann, Cours de droit administratif (Fn. 105; Übersetzung).
[189]
Schmidt-Aßmann (Fn. 85), S. 442f., und Partie 3, S. 675 (jeweils Übersetzung).
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