Dein persönlicher Weg durch das Lebenslabyrinth

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Der Zen-Garten meiner Tochter
Beim Sonntagsfrühstück dürfen unsere Kinder einen süßen Brotaufstrich genießen. Unsere Tochter liebt ihre süßen Schokoladenstreusel. Schon das ›aus der Packung kippen‹ ist ein Abenteuer für sie. Dann mit den Fingern gleichmäßig auf dem Brot verteilen. Das kann eine ganze Weile dauern. Für sie ist das offensichtlich ihr heiliger Zen-Garten voller Genuss im Jetzt. Als Belohnung genießt sie dann jeden Bissen innig, oft mit geschlossenen Augen. Meine Tochter hat viele solche Zen-Momente. Beim Zäh-neputzen, beim Puzzeln usw. Kinder sind da wahre Vorbilder.
Wenn wir in die Ruhe kommen, dann können wir empfangen. Wir finden Antworten aus anderen Quellen und haben plötzlich einen klaren Kompass für unser Leben. Wir finden intuitiv die richtige Richtung heraus, und was gerade wichtig ist im Leben. Darum sind Pausen auch Pausen für unseren Verstand.
Frage: Was ist dein heiliger Zen-Garten im Alltag? Welcher Moment in deinem Alltag ist für dich so heilig wie dieser Zen-Garten-Moment?
Wenn du keinen solchen Moment hast, dann erschaffe dir ab jetzt bewusst solch einen Moment.
Zen-Momente im Garten
Als ich gestern im Garten stand, suchte mein Blick das Surren einer großen Biene, die in einem Wettbewerb für Klänge wohl den ersten Platz gewonnen hätte. Ich stand staunend vor einem Strauch mit lauter Blüten. Ein Universum der Sinne tat sich mir auf. Es surrte und tönte wie wild unter den Blättern. Als ich dann an der Blüte roch, huschte die Biene haarscharf an meiner Nase vorbei. Ui, war das ein Abenteuer.
Die Natur und die Tiere zu beobachten, versetzt mich immer wieder ins Staunen. Alles wächst im Frühling und in wenigen Tagen wurde alles grün. Auch stehe ich gern an einer Blumenwiese und staune, wie da ein ganzes Universum vor mir liegt. Dazu muss ich nicht nach Hawaii fahren, das Paradies ist in deinem Garten. Wann hast du zuletzt über die Natur gestaunt?
WEGWEISER LEBENSLABYRINTH
Ich beginne bewusst, mir Zen-Gärten anzulegen für meine Lebensfreude im Lebenslabyrinth. Sie sind wie Blumen am Wegesrand, geben Kraft und Ruhe für mein Leben. Es nährt mein Herz und so den Sinn im Leben. Ich beobachte mit allen Sinnen und staune wie ein kleines Kind. Ich spüre die Freude in mir und fühle das Jetzt.
Wichtig ist, wenn du noch nicht meditierst, dann beginne ab heute damit, mindestens zweimal die Woche. Das kann zwischen 5 und 30 Minuten sein. Für mich sind 20 Minuten ideal. Versuche, deine Dauer zu finden. Finde für dich auch heraus, wann ein guter Zeitpunkt dafür ist. Frühmorgens noch im Bett? Vor oder nach dem Frühstück? Über Mittag? Am Abend? Das findest du nur heraus, wenn du es testest. Du kannst es nur richtig machen. Warum das wichtig ist? Meditieren macht deinen inneren Bergsee, deinen Verstand ruhig. Das benötigst du, wenn du im Feld lesen willst. Es nährt deine Gesundheit und du erschaffst so dein eigenes Energiefeld für dein Lebenslabyrinth. Dieses nutzen wir später für all deine Fragen und Antworten.
Struktur der Kundengeschichten
Damit du weißt, wie die folgenden Kundengeschichten aufgebaut sind, nun eine kurze Erklärung. Im Buch lasse ich viele Bereiche weg. Wir fokussieren uns hier nur noch auf das Feld des Menschen. Dort sind alle Informationen gespeichert, wirken und sind veränderbar. Wir wollen sie verstehen, lesen und ändern. Im Energie-Coaching machen wir das in der Regel gegen Ende der Sitzung. Da lesen wir den Klienten und geben ihm mit, was wichtig für sein Leben ist und welche Fähigkeiten in ihm vorhanden sind. Als Sahnehäubchen lesen wir den Seelenauftrag, das ist gleichbedeutend wie der Fixstern im Lebenslabyrinth.
Die Kundenbeispiele sind so aufgebaut, dass ich dir nur über das Energie-Coaching am Ende berichte. Eben dann, wenn ich dem Kunden die Lösung lese.
In diesem Buch spreche ich bewusst von Energiefeldern. Ein Fußballfeld ist auch ein Feld. Verwenden wir also symbolisch so ein Fußballfeld. Dort suchen wir die beiden neuen Gefühle, die wir ins Positive umgewandelt haben. Schnell wirst du feststellen, dass sie zu Beginn nicht vorhanden sind, da dein inneres Wesen diese Gefühle in Form von Spielern noch nicht im Einsatz hat. Sonst hättest du ja keinen Mangel. Aber wir werden das bewusst ändern. Mithilfe deiner Ahnen und mit Unterstützung deines inneren Begleiters wirst du in der Lage sein, es wie mit Magie zu verändern. Wir machen so das Unsichtbare sichtbar und zaubern mit der Unterstützung der Energie deiner Ahnen hier etwas hervor.
Wir suchen immer auf dem Fußballfeld diese Energien. Zu Beginn befinden sie sich noch außerhalb und nach der Behandlung erscheinen sie wie aus dem Nichts. Glaube mir, das ist pure Magie und jenseits der Logik.
Zusammenfassend hier noch mal die Struktur der Kundengeschichten:
1 1. Wir lesen die Probleme in der Energie des Klienten.
2 2. Wir fassen es auf zwei negative Emotionen zusammen und wenden sie ins Positive.
3 3. Wir erstellen ein Fußballfeld, suchen dort diese Energien und lassen sie dank der Ahnen der Klienten und deren Begleiter im Feld erscheinen.
4 4. Wir lesen die Lösungen.
Die ersten Kundengeschichten sind noch etwas einfacher, quasi um warm zu werden. Beginnen wir mit einer sehr beeindruckenden Geschichte.
Kundengeschichte 1: Ertrinken
Birgit ist eine junge Dame und sitzt fröhlich vor mir in der Praxis. Sie hat seit 40 Jahren das angstvolle Gefühl, im Wasser zu ertrinken. Sie beschreibt es so, dass sie im Wasser immer das Gefühl hat, dass sie jemand nach unten zieht. Angst vor tiefem Wasser ist es nicht direkt, erst wenn mehr Menschen hinzukommen, dann wird es ihr unangenehm und sie bekommt Panik. Auf einer Skala von 1 bis 10 würde sie das Gefühl auf 7 einstufen.
Ich reduziere meine Gehirnfrequenz und lese den für mich wahren Grund in ihrem Feld und sehe, dass sie wie eine Boje im Meer festgemacht ist. Ich befreie sie, gehe mit ihr an Land und betrachte mit ihr zusammen vom sicheren Strand aus die Boje im Meer. Sie stampft auf den Boden und erkennt, dass sie nicht die Boje ist.
Ich öffne die Augen, schaue Birgit an und erzähle ihr diese Geschichte. »Auf deiner Skala 1 bis 10, wo würdest du es nun einstufen?« Birgit kann es nicht mehr greifen. Auch am Folgetag, eine Woche, zwei Monate später war es weg. Weg ist weg. Ich liebe meinen Job.
Solche Umschreibungen in einem Feld gehen sehr schnell, wenn der Klient offen dafür ist. Mich freut es sehr, wenn ich so einfach helfen kann.
Kundengeschichte 2: Schmerz als Wahrheit oder Liebe macht frei!
Silvia sitzt fröhlich vor mir und kommt gleich auf den Punkt. Sie hat oft das Gefühl, dass sie verletzt wird und nichts für immer hält. Weiter sagt sie: »Bruno, ich habe schon viel im Leben erreicht mit meinem Geschäft, doch die Kunden und Menschen sind so mühsam!« Im Gespräch finden wir heraus, dass sie das Gefühl hat, im Leben immer »durch den Schmerz« gehen zu müssen, um sich zu entwickeln. Silvia hat oft wiederkehrende Depressionen, findet das Leben schlicht anstrengend.
Wenn wir die Emotionen bei Silvia zusammenfassen, dann finden wir hier deutlich:
1 1. Schmerz als Wahrheit
2 2. Die Menschen sind blöd oder ärgern sie
Gerne lade ich dich an dieser Stelle als Coach ein. Wie würdest du diese beiden Gefühle ins Positive umwandeln? Da wir erst am Start sind, helfe ich dir hier etwas.
1 – Punkt 1 wird zu: Liebe macht frei!
2 – Punkt 2 wird zu: Ich bin okay – du bist okay.
Ich erstelle für Silvia ein Fußballfeld und suche dort die beiden neuen Punkte als Energie. Je nach Stärke können sie größer oder kleiner sein. Nachdem wir die Energien mithilfe der Ahnen umgewandelt haben, machen wir auf dem Fußballfeld die neuen Energien sichtbar. Zwei große und wundervolle Energien sind nun vorhanden. Wie das genau geht und eine exakte Anleitung wirst du in der Kundengeschichte 5 von Nicole erhalten. Ich blicke zu Silvia und frage, was sie fühlt. Sie: »Hm, ich fühle mich sehr gut. Es ist so ruhig in mir geworden.«
Oft spüren die Menschen genau das. Als würde eine unsichtbare Kraft plötzlich aktiv. Je nach Empfinden eines Klienten kann es auch erst in den kommenden Tagen besser gespürt werden.
Dann lese ich aus ihrer Energie in den drei Bereichen ›Privat‹, ›Gesundheit‹ und ›Beruf‹:
Ich: »Nimm dir immer wieder Zeit und Raum für deine eigenen Gedanken. Du brauchst einen starken Partner an deiner Seite und sei dem Leben gegenüber etwas tolerant. Für deine Gesundheit sind Sport, Dehnen und Yoga sehr wertvoll. Atme immer wieder tief ein. Schwitze und laufe. Beruflich ist es wichtig, dass du stopp und go anwendest. 60 Minuten arbeiten — 10 Minuten Pause — 60 Minuten arbeiten und 10 Minuten Pause. Gib dein Wissen weiter und trage deine Vision nach draußen. Stehe zu dir. Erforsche dein Bewusstsein und gebe es weiter. Erforsche das Thema der Emotionen.«
Am Ende gebe ich gern einen übergeordneten Satz mit. So kannst du dich auf ein Thema fokussieren. Ich: »Das Wichtige für dich ist, dass du dir selber vertrauen kannst.«
Dann bestärke ich sie in ihrer Fähigkeit: »Du kannst enorm viel auf einmal wahrnehmen. Geh nicht davon aus, dass das auch andere können, denn es ist deine Fähigkeit.« Oft ist einem Menschen das nicht wirklich bewusst, da es als normal angesehen wird.
»Und zum Schluss noch dein persönlicher Weg durch das Lebenslabyrinth: Fühle und verstehe. Fühle in dich und beginne zu verstehen, was du alles wahrnehmen kannst. Lerne die verschiedenen Formen der Wahrnehmung kennen und spiele damit. Verstehe, wie die Menschen ticken und wie du tickst. Fühle darin die Freude und genieße deinen Weg. Gib dein Wissen weiter und wachse so auch im Fühlen und Verstehen. Das Freuen dabei ist dein schnellster Weg.«
Diese persönlichen Worte klingen sehr einfach, doch sie sind für Silvia die tiefste Wahrheit und geben ihrem Leben Sinn.
Wer bin ich, was beeinflusst mich?
Wer bin ich?
Eine der wichtigsten und zentralsten Fragen, die du dir in deinem Leben beantworten darfst, ist die Frage: »Wer bin ich?« Nur wer weiß, wer er ist, kann sein Potenzial leben und den Impulsen vertrauen.
Schule
Nehmen wir die Schule nochmals kurz ins Visier, wir gehen, wie erwähnt, mindestens neun Jahre in die Schule. Wir lernen dort fast alles über und für die Logik. Wer gute Noten bekommt, ist ein guter Mensch. Wirtschaftlich gesehen finde ich das eine gute Idee. Wenn ich eine Hotelübernachtung in den Bergen buche, mit einem traumhaften Abendessen, dann bin ich froh, wenn das Hotel von den Gästen gut benotet wurde. So habe ich eine Orientierung und kann davon ausgehen, was mich erwartet. Gute Noten für Hotels, Restaurants, Unternehmen usw. sind durchweg sinnvoll. Aber bei kleinen Kindern? Die entdecken doch erst das Leben.
Kinder werden in der Schule in ein vorgegebenes Raster von Vorstellungen gedrückt, das Erwachsene erstellt haben. Im Grunde etwas grotesk. Das wäre das Gleiche, als ob ich einen Baum pflanze und ihm sage, wie er zu wachsen hat. Okay, vielleicht nicht ganz. Das Wissen in der Schule ist gut gemeint und soll als Grundbasis im Leben dienen.
Das Problem dieser Schulphase ist, dass wir fast nur in der Beta-Gehirnwelle gefördert werden, dort sitzen unser Verstand und die gewünschte Ordnung. Wir lernen Informationen, die uns im Leben dienen, doch wir lernen fast nichts über uns selbst. Wenn wir später im Leben wichtige Entscheidungen treffen müssen, dann suchen wir unbewusst wieder in diesem Bereich, weil wir das so gelernt haben. Doch dort finden wir oft keine Lösung für unser Herz. So kann ich mich stundenlang fragen: »Wer bin ich?« Ich werde die Antwort in mir nicht finden. Wer in der Logik sucht, findet für das Leben oft keine Antworten. Antworten dazu kommen aus einem komplett anderen Bereich. Dennoch brauchen wir die Beta-Wellen als Ordnungs-Speicherplatz von Informationen, damit wir lernen können, wer wir sind. Hilfreich sind hier sicher Charakter-Typen-Tests oder andere Tools, die unser Verhalten sichtbar machen.
Ich habe vor Jahren die Themen Psychologie, Charakteranalysen und Numerologie ›studiert‹, die mir für meine Orientierung und das Verstehen sehr geholfen haben. Sie machen mir gewisse Dinge greifbar und verständlich.
Doch warum bist du, wie du bist?
Die Forschung besagt, dass es etwa 5000 verschiedene Varianten an Charakterzügen gibt, dann beginnt sich der Mensch zu wiederholen. In der Numerologie und der Astrologie gilt das Geburtsdatum als Fingerabdruck für deine Persönlichkeit. Daraus können deine Wertvorstellungen, deine Talente und deine Art zu denken gelesen werden. In der Forschung spricht man vom genetischen Erbe, das als Embryo gebildet wird.
Dein Bewusstsein hat dich zu dem gemacht, wer du bist. Alle Erlebnisse aus deinen Vorleben, deiner Kindheit und die Energien deiner Eltern haben dich zu dem geformt, der du heute bist. Logisch ist jeder Mensch einzigartig in seiner Art und Weise. Nichts ist fix für immer, alles kann verändert werden. Selbst Zwillinge machen unterschiedliche Erfahrungen und haben verschiedene persönliche Wertvorstellungen. Dennoch haben wir gewisse Züge, die bei allen gleich sind.
Gemachte Erfahrungen in der Kindheit sind wie Trampelpfade durch ein Weizenfeld. Wenn ich diese wiederhole, egal welchen Charakter ich habe, verstärkt es die Erfahrung und der Trampelpfad wird zum Weg, zur Straße, zur Autobahn. Diese Erfahrungsmuster der Kindheit begleiten dich durch das ganze Leben. Es sind Samen, die du gesetzt hast, die dich wie transparente Mauern unterstützen oder einengen. Du glaubst daran, weil du es erlebt hast. Sie wurden in einer Zeit erlebt, in der deine Gehirnfrequenz noch langsam schwang. Du hattest zu diesem Zeitpunkt nicht die Kontrolle, sie abzublocken oder zu hinterfragen. Dein Verstand kam erst mit ca. 12 Jahren bewusst in dein Leben. Ungefähr ab diesem Moment kannst du auch deine Gefühle bewusst steuern. Aber wenn Gefühle kommen, dann kommen sie aus dem Unbewussten. Dank einem klaren Plan und einer klaren Absicht kannst du deine Gefühle bewusst steuern.
Du bist das Orchester
Wie aber spielen dein Verstand und dein Unterbewusstsein zusammen? Du erinnerst dich an die Fliege und den Elefanten. Die Fliege ist dein Verstand. Sie ist wie ein Dirigent. Der Elefant ist wie ein großes Orchester. Wenn nun dein Dirigent dein Orchester schlecht dirigiert, dann klingt es schlecht. Deine Persönlichkeit ist wie ein gut dirigiertes Orchester. Der Verstand hat als Dirigent die Kontrolle. Doch nun kommt ein Satz, den musst du auswendig lernen. Wenn ich dich um drei Uhr in der Nacht anrufe, dann solltest du ihn reflexartig sagen und leben können. Dieser Satz heißt:
»Ich bin das Orchester und habe einen Dirigenten!« Du bist also nicht der Dirigent und hast ein Orchester, sondern du hast einen Dirigenten und bist das Orchester! Verstehst du den Unterschied?
Wir brauchen den Dirigenten. Wir sollten ihn uns unbedingt zum Freund machen und nicht verstoßen. Denn er hat uns schon oft aus der Not geholfen, damit wir wieder richtig spielen. In der Schule lernen wir jedoch alles für den Dirigenten. Alle Regeln, Zahlen, Daten, Fakten aber wir vergessen dabei, dass das wahre Leben im Orchester oder im Elefanten stattfindet. Musik spielt nicht nur mit Noten, Musik muss man fühlen. Es ist wie beim Tanzen. Du musst die Schritte und die Abfolge kennen, doch dann musst du alles vergessen, sonst kannst du nicht tanzen. Verstehst du, was ich meine?
Ein Dirigent kann wütend werden, weil das Orchester falsch spielt. Das hat mit der persönlichen Reife des Dirigenten zu tun. Doch das Orchester lebt, weil es spielen will, egal ob richtig oder falsch. Es will Freude fühlen bei dem, was es tut.
Kinder sind für mich wahre Vorbilder. Die wollen auch Freude im Leben fühlen. Schön ist das zu erkennen, wenn Kinder unterschiedlicher Nationen in den Ferien zusammenspielen. Freudig klatschen und tanzen sie zusammen auf dem Spielplatz. Später kämpfen die gleichen Menschen in einer Großfirma oder für das Vaterland auf dem Kriegsplatz, jedoch gegeneinander.
All das geschieht nur, weil der innere Dirigent es so dirigiert und glaubt, er müsse es tun. Ob es nun die Fliege ist, der Dirigent oder dein Verstand mit deinem Ego. Dieses kleine Tier, dieser starke Mensch oder dieser sture Punkt kann zur Marionette ohne Herz werden. Ich glaube fest an die Herzen der Menschen. Tief in uns spüren wir es alle. Seien wir achtsam, setzen den Dirigenten weise ein und lassen dem inneren Orchester Raum für die Musik, die unsere Herzen öffnet.
WEGWEISER LEBENSLABYRINTH
Gemeinsam geht es besser: Mit meinem inneren Dirigenten und meinem inneren Orchester spiele ich die schönsten Melodien, die es gibt. Wenn mein Herz sie hört und spürt, dann fühle ich diese Freude in mir und es geht mir gut!
Deine Werte
Bei der Frage, wer ich bin, sind mir immer wieder die persönlichen Werte aufgefallen, so wie sich die Königin von England mit Sicherheit anders verhält als Dieter Bohlen. Jeder hat in sich diese persönlichen Werte. Es lohnt sich, wenn du dich einmal damit beschäftigst.
Diese Werte sind deine Basis, auf der du deine Gedanken, deinen Glauben, dein Handeln und deine Ansichten aufbaust. Es ist, als wenn du dein Orchester befragst, welche Stücke sie am besten und am liebsten spielen. Ist es Klassik, Reggae, Blues, Rock, Pop?
Wir alle haben unterschiedliche Ansichten, Denkweisen und Vorstellungen vom Leben. Jeder Mensch, jede Kultur denkt unterschiedlich und hat andere Interessen. Persönliche Ansichten und unsere Werte trennen und verbinden uns. Jeder lebt unbewusst nach seinen Werten und wird versuchen, seine Vorstellung zu verwirklichen. Verstehst du die Werte, dann verstehst du die Menschen und dich selber besser.
Beliebte Werte sind z. B.:
Ehrlichkeit, Treue, Zuverlässigkeit, Toleranz, Freiheit, Hilfsbereitschaft usw.
Daher lohnt es sich sehr, deine fünf bis zehn Werte zu finden, nach denen du lebst, und sie dir niederzuschreiben. Nimm dir genügend Zeit und fühle ein paar Wochen später nochmals hinein. Du kannst diese Übung natürlich auch später machen. In meinem Member-Bereich unter www.brunoerni.com/member-bereich kannst du dir eine Wertetabelle kostenlos herunterladen. Als Motivation für dich hier meine Werte:
Freiheit, Familie, Liebe, Helfen
Wenn ich meine Werte in meinem eigenen Tempo lebe, dann kann ich Menschen helfen, in eine Jenseits der Logik‹-Welt einzutauchen, damit sie und ich frei und unabhängig, glücklich und gesund leben können. Mich macht das tief im Herzen unfassbar dankbar, stolz und glücklich. Wer seine Werte kennt, strahlt auf seinem persönlichen Weg durch das Lebenslabyrinth wie ein heller Stern.
Kundengeschichte 3: Warum tust du das, was du tust?
In deinen persönlichen Werten stecken deine inneren Ansichten. Diese sind auch mit deinen Fähigkeiten und Gaben verwandt. Wer selbstbewusst durch das Lebenslabyrinth gleiten möchte, der sollte seine Fähigkeiten und Stärken kennen. Was kannst du besonders gut? Was gelingt dir einfach? Woran hast du Spaß?
Lange ist es her, als mich der liebevolle Leon besuchte. Er kam auf Empfehlung seiner Frau. Sein Erscheinen ist mir unvergesslich. Das ist durchaus positiv gemeint. Seine wilden gekrausten Haare, seine einfachen Kleider mit Löchern und seine lustigen Schuhe. Unrasiert saß er da und erzählte, wie er mühsam seine technische Weiterbildung machte. »Zwei Jahre habe ich schon. Zwei Jahre muss ich noch. Ein riesiger Stress, nicht meine Welt. Doch man muss das halt machen.« Während unseres Gesprächs finden wir heraus, dass er sehr gern Zeit draußen in der Natur verbringt. »Wenn ich am
Abend im Garten sitze, fühle ich mich pudelwohl. Ich kenne jede Blume, jede Pflanze. Hast du gewusst, dass Pflanzen dein Raumklima reinigen können? In deiner Praxis müsstest du das auch haben.« Dann erklärte er mir genau, welche Pflanze was macht.
Ich: »Leon, warum machst du die technische Weiterbildung?«
Er: »Ich bin da bei meinem Arbeitgeber reingerutscht und gefördert worden. Ich muss das tun. Sie haben sonst niemanden.«
Ich: »Macht dir das Freude?«
Er: »Naja, ich bin froh, wenn es vorbei ist. Das Lernen neben den Kindern ist eine Herausforderung für die ganze Familie. Die Kinder verstehen oft nicht, dass ich am Wochenende keine Zeit für sie habe.«
Ich: »Wie alt sind deine Kinder?«
Er: »8 und 10 Jahre.«
Ich: »Was verpassen deine Kinder mit dir oder was verpasst du mit ihnen, weil du diese Weiterbildung machst?«
Er: »Ich kann das doch jetzt nicht hinschmeißen?«
Ich: »Das war nicht meine Frage. Warum kennst du dich eigentlich so gut mit der Pflanzenwelt aus?«
Er: »Das war schon immer so. Ganz früher etwas, jetzt ein großes Hobby von mir. Kommt wohl von meinem Vater.« Und schon erzählte er mir erneut begeistert etwas über Pflanzen. Ich war sehr beeindruckt und lernte dazu.
Ich: »Warum machst du nicht etwas in diesem Bereich?«
Er: »Ich habe da keine tiefe fundierte Ausbildung vorzuweisen. Das braucht man ja.«
Oft haben wir das Gefühl, dass nur etwas ›hart Erarbeitetes‹ richtig wertvoll ist. Wenn ich neun Jahre in die Schule gegangen bin, wenn ich vier Jahre schweißgebadet eine komplizierte Weiterbildung gemacht oder sechs Jahre intensiv studiert habe, dann habe ich meine Stärken gestärkt und ich bin im Leben angekommen.
So fühlt sich nicht nur Leon, sondern viele meiner Klienten. Ich kenne viele Erwachsene, die sich nur dann wertvoll fühlen, wenn sie eine exakte Aus- oder Weiterbildung über mehrere Jahre gemacht haben, um ihren persönlichen Erfahrungsschatz mit viel Know-how zu bereichern. Ist das wirklich wichtig für deinen persönlichen Weg durch dein Lebenslabyrinth?
Soll ich dir ein Geständnis machen? Mir hat noch kein Klient vor einer Behandlung gesagt: »Zeige mir bitte zuerst deine Ausbildungen.« Meine Kunden erwarten, dass ich mein Gewerbe kann. Was sie am Ende fühlen, ist die Wahrheit. Sie sehen, dass ich schon lange mit Herzblut arbeite und sogar Bücher darüber geschrieben habe. Sie sehen, fühlen und lesen, ich habe eine Gabe, eine Stärke und lebe meine Fähigkeit.
Wir alle wurden mit mindestens einem Talent oder einer besonderen Gabe geboren. Wir sind mit dieser Stärke in diesem Leben angekommen. Ich beobachte jedoch, wenn einem Kind scheinbar Erfolge einfach so zufallen, weil es besondere Gaben oder Talente besitzt, dieses oft nichts wert ist. Schließlich gelingt es ihm ja von selbst und es musste nicht viel dafür tun. Es ist dem Kind einfach in den Schoß gefallen. Das Hirn kombiniert zusammen mit dem Schulverstand: Ist etwas so einfach, dann kann es nichts Besonderes sein. Erst recht nicht gut bezahlt. Ich bin da völlig anderer Meinung.
Leon und viele andere irren dann durch ihr Lebenslabyrinth und versuchen, etwas ›hart zu lernen‹, was sie nicht können und nicht mögen, statt aus dem etwas mehr zu machen, was leicht ist, was sie lieben und können. Natürlich braucht es unser Bildungssystem und die Möglichkeit für Ausbildungen. Das ist sehr viel wert. Was ich dir hier jedoch klar zurufe: Achte mehr auf deine Talente und schätze sie. Noch viel wichtiger: Mach etwas daraus!
Warum? Weil du es schon kannst. Und weil du es kannst, ist es leicht. Du bringst alles aus deinen Vorleben mit. Doch das hast du vergessen. All das wird dir leichtfallen, darum mache daraus noch mehr. Jeder Mensch hier auf dieser Welt hat mindestens ein Talent, eine Stärke. Du musst dich nur erinnern. Mach etwas daraus. Worauf wartest du?



