Dein persönlicher Weg durch das Lebenslabyrinth

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Apropos erinnern. Erinnerst du dich an meine Geschichte zu Beginn, als mir meine Frau auf dem Spaziergang sagte: »Worauf wartest du?« Mir ging es ähnlich. Ist das schlimm? Nein, ich habe es erkannt und bin meinen Stärken gefolgt. Schlimm wird es erst, wenn wir auf Dauer diese Impulse ignorieren und nichts lernen.
Wo liegen meine Stärken? Was interessiert mich? Was ist mein Talent?
Bei Leon standen wir an einem Scheidepunkt. Der Verstand sagte: Ich muss diese zwei Jahre abschließen. Sein Herz rief: Hör auf! Verbringe Zeit in der Natur, mit Pflanzen und mit Dingen, die du magst, so auch mit den Kindern. Wir lasen gemeinsam an seinem Energiefeld und erstellten einen klugen Plan. Du wirst über das Feldlesen später noch Genaueres erfahren.
Logisch rieten fast alle davon ab, die technische Ausbildung jetzt zu stoppen. Mit seiner Frau entschied er aber, er mache es trotzdem und höre auf. Seine Kinder freuten sich. Beruflich musste er sich neu orientieren. Er begann bei einer kleinen Gartenfirma. Dazu machte er Beratungen in kleinen Unternehmen und bei Privatpersonen. Thema: Welche Pflanzen in Innenräumen sind gut für ein natürliches Raumklima?
Mit einem günstigen monatlichen Abonnement pflegt er diese Innenpflanzen. »Das Geschäft läuft erstaunlich gut«, meinte er und lachte. Man spürte, dass er einen sinnvollen und leichten Job für sich gefunden hatte. Und er sprudelte los: »Das ist kein Job, Bruno, das ist ein Hobby, mit dem ich Geld erhalte. Ach ja, weißt du eigentlich, dass Hedera Helix auch ›der Gemeine Efeu‹ genannt wird und zu den absoluten Top-Luftreinigern zählt? Er filtert sämtliche Schadstoffe in Form von Formaldehyd, Benzol, Trichlorethen und sogar Ammoniak und gehört zu den wenigen Zimmerpflanzen, die auch in unseren Gefilden heimisch sind …« Ich bin sehr stolz auf Leon!
Um dir dieses Feld noch bewusster zu machen: Ich stelle meine Mitarbeiter nicht auf Grund ihrer Zeugnisse ein. Ich spüre ihren Fähigkeiten, Stärken und Talenten nach und beobachte ihre Resultate. Wer etwas gut kann, ist automatisch ein Experte auf diesem Gebiet.
Was mache ich gern? Wo liegen meine Talente, Gaben und Stärken?
Wenn Roger Federer auf dem Tennisplatz trainiert, dann stärkt er seine Stärken. Im Sport findet man sehr schnell Menschen, die ihre Stärken stärken. Wer seine Stärken stärkt, wird in seiner Disziplin unschlagbar und einzigartig.
Um deine Einzigartigkeit zu beleuchten ist es wichtig, dass du dich mit der Frage befasst: Was macht mir Freude und was fällt mir leicht?
Welches sind meine Stärken, was ist mein Talent, was ist meine Fähigkeit?
1 – Welche Tätigkeiten beherrsche ich wirklich gut?
2 – Was macht mir Spaß und motiviert mich?
3 – Womit verbringe ich gern meine Zeit?
4 – Worin erziele ich die größten Erfolge?
5 – Wie habe ich diese Erfolge erreicht?
6 – Was sind meine Hobbys?
WEGWEISER LEBENSLABYRINTH
Ich frage mein Umfeld (Familie, Freunde, Kollegen), wo sie meine Stärken sehen. Das hilft mir, mich 360 Grad wahrzunehmen.
Das Leben durch das Lebenslabyrinth ist ein Spiel
Egal welches Seelenalter jemand hat, es gibt immer die Möglichkeit, sich als Opfer oder Macher zu sehen. Bei meinen Referaten zeige ich dazu verschiedene Beispiele. Man kann es auf eine einfache Frageform herunterbrechen:
1 – MUSS ich durch das Lebenslabyrinth gehen oder
2 – WILL ich durch das Lebenslabyrinth gehen.
3 – Muss ich arbeiten gehen oder will ich arbeiten gehen?
4 – Muss ich mich gesund ernähren oder will ich mich gesund ernähren?
5 – Muss ich einem Menschen helfen oder will ich einem Menschen helfen?
6 – Muss ich etwas Sinnvolles suchen oder will ich etwas Sinnvolles finden?
Es ist die bewertende Einstellung zum Leben, die sich in den Fragen widerspiegelt. Kann man das bewusst ändern? Kann ich aus einem Opferdenken heraus ein Macher werden?
Ich habe viel dazu recherchiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass nicht immer Opferdenken vorhanden ist. Es kommt auf eine Außensituation an, wo es in dir reagiert. Dieses Indir-Reagieren hat mit deiner inneren Gelassenheit der Dinge zu tun. Es ist eine Frage, wie persönlich du etwas nimmst. Weiter spielt es eine Rolle, wie fit du als Ganzes gerade bist. Wie geht es deinem Körper, wie viel Freiheit hast du, wie viel Stress? Das führt uns automatisch zu der Frage, wie viel Zeit verbringst du im logischen Beta-Wellen-Zustand? Denn hier ist dein Opferverhalten gespeichert.
Wenn wir Negatives erleben, krank werden oder Unfälle haben, wenn liebe Freunde von uns sterben, wir einen Job verlieren oder dein Partner die Trennung will, dann können wir das alles sehr persönlich nehmen. Dabei kann ich mich als Opfer sehen oder in einer Opferrolle bewegen. Eine Opferfalle ist somit ein Gefühl, Opfer der Umstände oder anderer Menschen zu sein.
Das Außen liefert uns Gründe zu glauben, dass wir bemitleidet werden müssen. Wir ärgern uns über eine unrechte Situation und hadern mit dem Schicksal. Wir leiden, sind ratlos und fühlen uns ausgeliefert, ohnmächtig und hilflos. Im Grunde wünschen wir uns in diesem Moment einen Menschen, der dies alles erkennt und uns hilft, dieses Problem zu verstehen und zu lösen. Wie ein Kind, das Unterstützung bei der Mutter sucht. Doch sie sieht es nicht, sonst würden wir ja nicht leiden.
Jeder wird mal ›Opfer‹ von Angriffen, Verletzungen, Enttäuschungen und Schmerzen. Wir können das nicht verhindern, es gehört zu den Spielregeln im Lebenslabyrinth. Sehr wohl kann ich aber meine Einstellung dazu ändern. Das Leben durch das Lebenslabyrinth ist ein Spiel. Das ganze Leben ist ein Spiel, in dem wir Erfahrungen sammeln möchten. Ich habe einen freien Willen und kann dem bewusst Energie geben oder mich um etwas anderes kümmern. Kurz: Schmerzen sind unvermeidlich. Das Leiden ist freiwillig.
Wenn ich leide, gebe ich meine Macht ab. Wenn ich meine Macht abgebe, kann jemand anderes über meine Gefühle walten. Ich werde zu einer Marionette und bin dann eben ein Opfer. Es ist daher eher eine Frage, ob ich ein Problem habe oder eine Herausforderung sehe. Ein unbeschwertes und leichtes Leben ergibt nur dann Sinn, wenn ich es schätzen kann. Damit ich es schätzen kann, muss ich meine Gefühle erforschen. Wer einmal in eine Pfütze gefallen ist, hat keine Angst vor der Meerestiefe. Ich wachse durch meine Erfahrung und lerne, sodass ich im Lebenslabyrinth durchaus mitbestimmen kann. Ich kann meine inneren Gefühle so beeinflussen, dass es mir gut geht. Und die finde ich nur in der Entspannung.
Zufrieden ist derjenige, der glaubt, sein Schicksal selbst in die Hand nehmen zu können und trotz widriger Umstände seines Glückes Schmied zu sein. Auch glückliche und zufriedene Menschen erleben unerfreuliche und schmerzvolle Erfahrungen. Doch diese spüren in sich, dass das letzte Kapitel noch nicht geschrieben ist. Sie übergeben diesen Umständen nicht die Macht. Sie spüren und wissen, dass es da eine Kraft in ihnen gibt, mit der sie das regeln, ändern und beeinflussen können. Sie versuchen immer, das Beste aus der Situation zu machen, und fragen sich vielleicht: Was hat das gerade mit mir zu tun? Denn das Außen ist der Spiegel von mir. Oft sind scheinbare Probleme auch Chancen, um zu wachsen.
Daran erkennen wir, dass es viel mit unserem inneren Seelenalter zu tun hat. Reife oder alte Seelen fragen sich nicht: »Warum passiert mir das gerade?« Die wissen, da ist ein Aspekt, der gut ist, es ist normal, dass wir hier Erfahrungen sammeln, und es wird eine Lösung geben.
Niemand kann dir schlechte Gefühle machen, wenn du sie nicht zulässt. Ohne deine Erlaubnis kann dir niemand das Gefühl geben, minderwertig zu sein! Ohne deine Erlaubnis kann dich niemand verletzen oder demütigen. Ohne deine Erlaubnis kann niemand dich traurig oder deprimiert machen. Ohne deine Erlaubnis geht gar nichts.
Was ich über mich denke, ist sehr zentral. Wenn ich denke, ich bin schwach und machtlos, dann ist das so. Wenn ich glaube, ich bin der König und unbesiegbar, dann ist das auch so. Der Vorteil einer Opfer-Einstellung ist sicher, wir bekommen Zuwendung in Form von Mitleid und Trost. Ein Gefühl, das wir vielleicht von unseren Eltern nie erhalten haben und uns so nachholen.
Frage dich jetzt bewusst: Bin ich ein Opfer? Wenn ja, dann erkenne, dass die anderen oder das Außen keine bewussten Täter sind. Sie triggern dich, doch du entscheidest selber über die Situation. Möge die Macht mit dir sein!
Lerne lieber, mit deinen Gefühlen besser umzugehen. Zähle bei Stress von zehn auf null. Trinke ein Glas warmes Wasser. Beobachte deine Gedanken und erkläre dir, was gerade geschieht. Du bist nicht dein Körper. Du bist in einem großen Spiel, wie wirst du reagieren? Entspanne dich.
Versuche zu verstehen, warum die Menschen so gehandelt haben. Nimm deren Standpunkt ein. Was haben sie für Werte und Stärken? Wo sind die deinen? Stärke dein Selbstwertgefühl. Selbstbewusste Menschen sind keine Opfer, sie sind Macher. Erkenne, es geht nie um Schuld. Es geht immer nur um die Erfahrung. Bewertungen finden in deinem Kopf statt. Dazu ein heftiges Beispiel. Hättest du auch so handeln können?
Viktor Frankl überlebte den Zweiten Weltkrieg im Konzentrationslager Auschwitz. Rückblickend sagte er: »Wir, die wir im Konzentrationslager lebten, erinnern uns an Menschen, die anderen geholfen haben, die ihr letztes Stück Brot mit anderen teilten. Wenn es auch nicht viele waren, so sind diese wenigen Menschen doch der Beweis dafür, dass man einem Menschen alles nehmen kann, bis auf eines, nämlich die letzte aller menschlichen Freiheiten, die Freiheit, in jeder Situation seine Einstellung zu wählen.« (Wikipedia und … trotzdem Ja zum Leben sagen, Viktor E. Frankl)
Für mich wahre Meister darin sind oft behinderte Menschen. Mein Onkel hatte Kinderlähmung. Ich habe nie gehört, dass er in all den 70 Jahren seines Lebens je gejammert hat. Ein großer Mann lebte ein großartiges Leben auf eine Art, die wir uns nie wünschen würden.
Durch Ausreden, Ausflüchte und Schuldzuweisungen begibt man sich in die Opferrolle und hat so kaum eine Chance, Krisen und Hindernisse erfolgreich zu meistern. Du bist der Macher deines Lebenslabyrinths. Erkenne, wie genial du bist. Fördere bewusst deine Stärken und liebe dich. Du bist das Beste, was dir passieren kann. Hilf anderen Menschen, dies zu erkennen. Das wird dich im Glück erstrahlen lassen. Nutze das Wissen in diesem Buch und lies deinen eigenen Weg oder die Lösungen für all deine Fragen.
WEGWEISER LEBENSLABYRINTH
Ich lächle mich während mindestens 21 Tagen täglich mehrmals im Spiegel an und sage mir:
»Ich liebe mich. Ich bin das Beste, was mir passieren konnte. Heute ist der beste Tag meines Lebens!«
Die Parker-Methode
Wer kennt sie nicht, die Kult-TV-Serie Friends aus den Jahren 1994 bis 2004. Jennifer Aniston wurde damit weltberühmt. In der Folge 17 und 18 der achten Staffel spielt Alec Baldwin als Parker den Freund von Phoebe Buffay (Lisa Kudrow). Das Witzige und Lustige an der Figur von Parker sind seine übertriebene Freundlichkeit und sein Sinn für das Gute. Ich nenne es gern die ›Parker-Methode‹.
Beispiel: Parker kommt mit den Friends auf ein Geburtstagsfest, bleibt am Eingang kurz stehen und nimmt den Raum und die Stimmung wahr. »Wow, wie bedeutend dieser Moment ist: Ich bin hier mit euch und wir werden den besten Geburtstag feiern.« Parker beginnt sofort, alles Schöne in diesem Raum zu sehen und zu benennen: »Ist das nicht ein herrlicher Raum? Wow, ich habe mich noch nie so wohlgefühlt. Schau mal dieser schöne Blumenstrauß! Ist das nicht der schönste Blumenstrauß, den du je gesehen hast?« Alles, was Parker erlebt, sieht, hört oder fühlt, ist das Allerschönste, was es je gab. Als TV-Zuschauer ist das sehr amüsant und logisch folgen daraus immer wieder Lacher. Die Parker-Methode hat es in sich.
Solche komplett übertriebenen Situationen bleiben in deinem Unterbewusstsein hängen. Als wir vor ein paar Wochen im Tessin in den Ferien waren, stand ich auf unserem Balkon und bewunderte die herrliche Aussicht. Ich sagte zu meiner Frau: »Ist das nicht die herrlichste Aussicht, die wir jemals hatten?« Wir blickten uns an und lachten.
Am Abend gingen wir mit den Kindern beim Italiener essen. Ein traumhafter Abend am See. Was würde Parker wohl sagen? »Dieses Restaurant ist einfach traumhaft. Wir sitzen auf so bequemen Stühlen. Unser Gespräch war sehr tiefgreifend und berührend. Das war das beste Nachtessen, das wir je hatten.« Wir lachten alle.
In der TV-Serie sitzt Parker auf dem Sofa bei Phoebe zu Hause. Als er darauf wippt und den Stoff berührt, stellt er fest: »Das ist das wundervollste und bequemste Sofa, auf dem ich je gesessen habe.«
In meiner Energie-Coach-Ausbildung vom vergangenen Wochenende habe ich von der ›Parker-Methode‹ erzählt. Uns war rasch klar, dass wir alle im besten Seminarraum saßen, den wir je gesehen hatten. Auch die Gruppe war die beste Gruppe, die wir je hatten. Am Ende jedes Seminares fasse ich immer gern das Wochenende kurz zusammen. Und ja, es war die beste Zusammenfassung, die ich je gemacht habe. Die Stimmung im Raum war wirklich wundervoll.
WEGWEISER LEBENSLABYRINTH
Die besten Momente im Leben werden dann zu den besten, wenn ich ihnen sage, dass sie die besten Momente sind.
Versuche, die Parker-Methode noch heute in deinem Lebenslabyrinth anzuwenden und auszuprobieren. Sie sollte zu einem Gesetz für dich werden.
Parker-Methode:
1 1. Halte kurz inne und erkenne den wundervollen und magischen Moment.
2 2. Schaue, fühle oder höre. Staune und beleuchte, wie ein kleines Kind, diesen einzigartigen Moment.
3 3. Parker beginnt den Raum wahrzunehmen, die Dinge darin zu erkennen und zu beschreiben. Oft sagt er den Satz: Ist es nicht der wundervollste Moment, den du je hattest? Nicht und kein sollten allerdings grundsätzlich für das Unterbewusstsein vermieden werden. Hier ein paar Sätze für dich:
– Ist das nicht das beste Buch, das du je gelesen hast?
– Ist das nicht die beste E-Mail, die du je erhalten hast?
– Ist das nicht der beste Kaffee, den du je in deinem Leben getrunken hast?
– Ist das nicht das schönste Lied, das du je in deinem Leben gehört hast?
– Ist das nicht das beste Gespräch, das du je in deinem Leben geführt hast?
– Ist das nicht die schönste Stimme, die du in deinem Leben je gehört hast?
– Ist es nicht der beste Tag in deinem Leben, den du je hattest?
1 4. Versuche jetzt NICHT und KEIN wegzulassen (siehe nächster Abschnitt).
2 5. Lass positive Emotionen zu. Die Emotionen hinter deinen Aussagen haben eine tiefe Wirkung. Sprich deine wundervollen Aussagen also in voller Freude, tief aus deinem Bauch, oder besser, aus deinem Herzen heraus.
Optimiere die Sätze von Punkt 3 und lass das NICHT weg. Steh auf, streck dich, sprich laut und voller Freude:
1 – Wow. Das ist das beste Buch, das ich je gelesen habe.
2 – Das ist die beste E-Mail, die ich je erhalten habe.
3 – Das ist der beste Kaffee, den ich in meinem Leben je getrunken habe.
4 – Das ist ganz klar das schönste Lied, welches ich in meinem Leben je gehört habe.
5 – Das ist das beste Gespräch, das ich je in meinem Leben geführt habe.
6 – Das ist die schönste Stimme, die ich in meinem Leben je gehört habe.
7 – Das ist der beste Tag in meinem Leben, den ich je hatte.
Logisch meldet sich bei solchen Aussagen dein Verstand, dein Dirigent, und widerspricht vielleicht. Egal, mach bei diesem Spiel einfach mit. Du machst es wunderbar. Dabei fällt mir gerade auf: Das ist wohl der wundervollste Moment in deinem ganzen Leben, den du je hattest.
Nun bist du an der Reihe
Sprich in der komplettesten Übertreibung aus, was genau gerade so wundervoll und einzigartig ist in deinem Leben. Egal ob es ein Gegenstand, ein Raum, eine Sache, ein Mensch oder ein Erlebnis ist. Egal ob du es siehst, hörst, riechst, schmeckst oder fühlst; beleuchte es. Mach es bunter, größer, heller. Du machst das wunderbar.
Ein tiefgründiges Gespräch wird so natürlich nicht wirklich möglich. Das erkennt irgendwann auch Phoebe in der TV-Serie. Sie beginnt, sich über die übertriebene Fröhlichkeit sogar aufzuregen. Ein Streit der beiden endet mit dem Rauswurf aus der Wohnung. Doch Parker wäre nicht Parker. Er klopft an die Wohnungstür. Sie öffnet. Schon sagt er: »War das nicht der beste Streit, den du je hattest?«
Dein Ziel soll die Fünf sein
Versuche, mit der »Parker-Methode« täglich mindestens fünf solche Punkte in deinem Umfeld, in deinem Lebenslabyrinth, laut zu beleuchten. Lache dabei fröhlich wie ein kleines Kind, welches das erste Mal eine Kerze aus eigener Kraft ausblasen konnte. Staune über das Leben und das Leben staunt über dich. Ich garantiere dir, dein Leben in deinem Lebenslabyrinth wird sich unglaublich positiv verändern. Und ja, hast du es bemerkt? »Ist das nicht das beste Kapitel, das du je gelesen hast?«
Woher kommen Glaubenssätze?
Was aus uns spricht, hat klar mit unserem Denken und unseren Glaubenssätzen zu tun. Ob übertrieben positiv, wie bei Parker, oder negativ, aus der Forschung wissen wir, dass bis zum sechsten Lebensjahr Worte und Emotionen als Wahrheit ungefiltert im Unterbewusstsein landen. Im übertragenen Sinn sind negative Glaubenssätze wie Batterien, die dein Elefant verschluckt hat. Irgendwann kommen sie an die Oberfläche und stoßen dir schlecht auf. Es sind Rucksäcke der Last, die dir angezogen wurden, um Dinge zu glauben, die im Grunde für dich heute keine Rolle mehr spielen, dich jedoch komplett eingrenzen. Oder noch anders ausgedrückt, dein inneres Orchester spielt nicht im Sitzen, sondern im Stehen oder Hüpfen, weil es glaubt, dies sei richtig.
Aus deiner Kindheit
Aufgrund verschiedener Situationen im Leben deiner Familie und in deinem kann es diesen Glaubenssatz geben: »Ich bin immer zur falschen Zeit am falschen Ort.« Das ist nicht einfach ein Satz, der dir als Kind einmal gesagt wurde, das sind emotionale Erlebnisse, die du im Leben erfahren hast und die dir innerlich bestätigen: »Es ist auch so!«
Häufig finde ich in meinen Energie-Coachings den Glaubenssatz: »Ich darf nicht sichtbar sein – Ich bin nicht sichtbar.« Die Entstehung hat viele Gründe. Einmal sagte mir eine Klientin, dass sie während der Schulzeit, im Sportunterricht, immer als Letzte gewählt wurde. Niemand wollte sie im Klassen-Team haben. Sie war offenbar unsichtbar. Später wollte sie unsichtbar sein, weil sie dieses Schamgefühl nicht mehr erleben wollte. »Angst, übersehen zu werden« oder: »Was denken bloß die anderen?«, sind ebenfalls bekannte Glaubenssätze.
Auch Eltern hinterlassen klare Spuren. So wurde einem Klienten in seiner Kindheit immer wieder dieser Satz von den Eltern gesagt: »Ein Mann, der so denkt wie du, ist kein richtiger Mann!«
Ich hatte schon Frauen in meinen Energie-Coachings, die mir Ähnliches berichteten. Wer das immer wieder hört, beginnt es zu glauben und versucht, sich anders zu verhalten. Doch was ist da noch richtig? Wie soll ein Mensch damit noch einen Partner finden? Genau das war hier das Problem. Er war ja kein Mann und suchte dennoch eine Frau. Erst als wir es erkannten und in der Energie harmonisierten, war das System für einen Partner offen und er wusste: »Ich darf ein Mann sein. Ich bin ein Mann und es ist gut so!«
Aus dem Vorleben
Viele Muster beschreibe ich bereits in meinen anderen Büchern. Doch dir möchte ich nun eine neue Perspektive und ein neues Forschungsresultat erzählen. Wie dir bekannt, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass wir schon einmal gelebt haben. Es gibt mehrere Gründe, warum ich das glaube. Gern möchte ich dir nun meine Erfahrungen dazu näherbringen.
Da ich ein kritischer Mensch bin, muss ich in diesen Bereichen viel selber testen und so Erfahrungen sammeln. Daher machte ich ein Experiment mit meiner Frau. Ich klinkte mich in ihre Aura und ihre Energie ein und begann diese intensiv und bewusst zu fühlen. Für dich als Info, meine Frau saß mir vis-à-vis und wusste davon. Sie erlebte es also real mit. Dann ging ich vom heutigen Jetzt in ihrer Energie zurück. Jahr für Jahr ging ich nun in ihrem Leben zurück. Ich fühlte, wie sie ein Teenager war, wie sie sich als Kind fühlte, und dann spürte ich ihre Geburt und den Neustart in dieses Leben. Das war sehr beeindruckend. Doch ich wollte noch weiter zurück, Embryo im Mutterbauch, dann … dann war plötzlich alles ruhig. Keine bunten Farben mehr. Stille. Ich sah meine Frau in der Energie an und sah sie in einem braunen Raum. Ich sah, wie die Energie ihrer Seele von oben in den Körper eintrat. Welch berührender Moment! Ich kann es kaum in Worte fassen. Aber ich wollte noch weiter zurück. Nach einer gewissen Zeit in diesem braunen Raum geriet ich plötzlich durch einen Vorhang und landete in ihrem letzten Vorleben. Dort allerdings am Ende dieses Lebens und das nahm ich auch so wahr. Es war plötzlich eine unfassbar tiefe Trauer in mir. Ich sah meine Frau in diesem Moment sterben. Dieses Gefühl war für mich derart real und heftig, dass ich per Knopfdruck begann zu weinen. Ich hatte sie soeben verloren.
Als ich diese Worte hier für dich niederschrieb, sah ich innerlich wieder dieses Bild, wie sie vor mir lag und ich nichts machen konnte. Da hadere ich oder jemand mit dem Universum und fühlt sich komplett allein. Es macht mich per sofort wieder traurig und ich komme in dieses Gefühl hinein. Meine Augen werden feucht und ich muss weinen. Wie ich das wahrnehme? Wie eine reale Erinnerung.
In diesem Moment bin ich sehr froh, dass ich mich nicht mehr an meine Vorleben erinnere. Ich glaube, die menschliche Psyche würde das nicht verkraften. Doch was, wenn da noch eine alte Strömung, ein Eid, ein Gelübde, ein Schock, eine Ungerechtigkeit aus einem Vorleben in dir wirkt, die du logisch nicht erklären kannst?
Hier sind Glaubenssätze gespeichert
Beim Harmonisieren von Glaubenssätzen tauchen wir immer in vier Energiefelder beim Klienten ein, die wir für die Harmonisierung anstoßen. Das Energiefeld 1 geht von den Füßen bis zum Hals, das Energiefeld 2 ist rund um den Kopf, das Energiefeld 3 liegt um die Seele und das Energiefeld 4 ist um deine Vorleben. Aus deiner Sicht findest du dieses Feld rechts, etwa in Höhe des Kiefers beginnend. Es geht ca. einen Meter rechts seitlich, leicht schräg nach unten. In diesem Feld finden wir deine letzten sieben Vorleben. Du kannst dir einfach sieben Eier vorstellen. Jedes Ei ist wie ein Vorleben.
Schnell wird klar, dass Glaubensätze nicht nur aus diesem Leben sein müssen. Wenn ich mich mit einem Glaubenssatz als Fokus auf die Vorleben fokussiere, dann leuchtet das entsprechende Vorleben auf. Grundsätzlich kann ich mir hier Bilder anzeigen lassen. Doch aus Erfahrung geht es zu 99% nur um das Harmonisieren der Erinnerung.
Kundengeschichte 4: Angst vor dem Fotografieren
Letzte Woche war Doria bei mir. Sie hat eine sehr spezielle Angst. Angst ist sogar etwas untertrieben, sie spricht eher von Panik. Eine Panik, die du dir vermutlich nicht vorstellen kannst. Sie hat Panik, wenn sie sich fotografieren lassen muss. Nein, nicht dass das Foto nicht gut wird.
Sie hat schon vieles versucht und nichts half, diese intensive und starke Angst zu nehmen. Im Januar 2021 war sie das erste Mal bei mir. Wir fanden zwar einige Punkte zum Lösen, doch die Panik war immer noch da. Als die Klientin im Mai nochmals kam, fragte ich erneut: »Kannst du mir genau sagen, wie du das Fotografiertwerden empfindest?« Sie: »Es ist für mich so, als würde man mich vor einer Mauer erschießen! Auf einer Skala von 1–10 ist es 12.«



