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“Nett,” kommentierte Walker.
Walker warf Ben einen finsteren Blick zu. Walker war enorm, er war mit Abstand der größte von den dreien. Kastanienbraunes Haar, das dicht an der Kopfhaut geschnitten war, dunkelbraune Augen, die aber kaum Schwärze enthielten. Er bewegte sich imposant und war überaus einschüchternd, aber Aurelia spürte eine tiefe Verwundbarkeit in ihm. Dieser Mann war zutiefst verletzt und keiner seiner Kumpels schien darauf einzugehen.
“Also, Jungs?” sprach Lucas.
“Essen?” fragte Walker ohne Umschweife.
“Gott, ja,” räumte Aurelia ein. “Ich hätte noch einen Tag durchschlafen können, aber ich bin wie ausgehungert aufgewacht.”
“Gegrilltes Hühnchen, Spargel, Butternusskürbis,” sprach Walker. Offenbar vergeudete der Mann nicht viele Worte.
“Klingt fantastisch,” sprach Aurelia.
Walker ging in die edle Küche und machte sich daran, ihren Teller zu füllen. Aurelia wollte zu ihm gehen, Lucas aber schüttelte den Kopf.
“Setz dich,” schlug er vor. “Und sag Ben, was du gerne trinken möchtest.”
“Wie haben frischen Saft, dein edles Wasser, Bier, Softdrinks …” bot Ben ihr an.
“Gerne einen Saft. Habt ihr Apfelsaft?” fragte sie.
“Oh ja, und er ist sooooo gut,” sprach Ben, sein ungekünstelter Enthusiasmus war einfach ansteckend. Aurelia musste grinsen. Sie bemerkte zwar den bösen Blick, den Lucas seinem Kumpel zuwarf, aber sie ignorierte ihn.
Minuten später hatte sie mit einem Tablett voll Essen und einem riesengroßen, eiskalten Glas Apfelsaft Platz genommen und drei stattliche Männer sahen ihr beim Essen zu. Sie blickte sich um und biss ihre Lippe, als sie ihre Gabel hielt.
“Ähm … könnten wir vielleicht den Fernseher anschalten oder so?” bat sie zögerlich.
Ben lachte und Lucas nickte. Die Fernbedienung wurde ausfindig gemacht und kurz darauf lief die Wiederholung einer Comedyshow auf dem riesigen Projektionsschirm des Baus. Walker wandte sich der Show zu und Lucas und Ben bemühten sich um ein Gespräch untereinander, damit sie sich etwas entspannen konnte.
Aurelia aß mit gesundem Appetit.
“Habt ihr das gekocht?” wollte sie wissen. “Es schmeckt toll.”
“Ben,” sprach Lucas und zuckte die Achseln. “Er ist ein hervorragender Koch.”
Ben wurde wieder rot und duckte sich leicht.
“Ich mag Essen und ich mag es, zuzusehen, wenn jemand mein Essen verspeist. Es macht mich glücklich,” sprach er.
“Danke, es schmeckt großartig. Ich würde noch mehr essen, aber dann würde ich platzen und dieses hübsche Kleid ruinieren,” scherzte sie.
Ben war ganz aus dem Häuschen und Aurelia lächelte vor sich hin. Wenigstens einen von ihnen hatte sie von sich überzeugt. Er räumte ihr Tablett weg und ließ den Saft auf dem Couchtisch stehen.
Während Ben beschäftigt war und Walker auf den Fernseher starrte, wandte sie sich wieder Lucas zu.
“Möchtest du mir die Veranda zeigen?” schlug sie vor und deutete mit dem Kopf auf die gläserne Schiebetür.
Lucas grinste über beide Ohren, stand auf und reichte ihr die Hand. Als sie ihre Hand in seine legte, spürte sie Wärme, genau wie bei ihrer ersten Berührung.
Sie konnte seinen Blick spüren, als er sie nach draußen geleitete, aber sie hielt ihre Augen auf den Boden gerichtet. Sie brauchte einen Moment, um ihre Gedanken zu ordnen, um die richtigen Worte zu finden. Worte waren alles, was sie ihm zu bieten hatte. Für den Moment.
Sie blickte auf, ging zum Zederngeländer und genoss den Ausblick. Sie waren mitten im Wald und das üppige Grün lockte ihre Wölfin. Auf einer Seite des Hauses war ein steiler Abhang, das Land fiel dramatisch ab und gab einen atemberaubenden Blick auf die Berge frei.
“Wir sind in den Blue Ridge Mountains,” erklärte Lucas. Er stützte den Ellbogen neben ihr aufs Geländer und warf ihr einen nachdenklichen Blick zu. Er musterte sie, womöglich wollte er sehen, ob sie die Flucht einschlagen würde.
Aurelia hatte nicht die Absicht zu flüchten, nicht von einem Ort wie diesem. Und selbst wenn, wo sollte sie hin?
“Es ist schön hier,” bemerkte sie und nahm die Landschaft in sich auf. Sie war noch nicht wirklich bereit Lucas anzublicken, jenen Mann, der ihr all das hier ermöglicht hatte. Der sie vor einem schrecklichen Schicksal bewahrt hatte und die Fantasie einer jeden Frau für sie wahr gemacht hatte.
“Ich dachte, es wäre eine angemessene Kulisse für eine schöne Frau,” sprach Lucas.
Sie biss ihre Lippe und blickte ihn schließlich doch an. Betrachtete ihn. Er war groß und muskulös, aber ohne massig zu wirken, mit einem satten gebräunten Teint, der verriet, wie viel Zeit er im Freien verbrachte. Er hatte umwerfend lockiges, blondes Haar mit einer hellen Strähne vorne, silberne Augen und überaus einladende Lippen. Sein Lächeln wurde unter ihrer Begutachtung immer diabolischer und brachte ihr Herz leicht in Wallungen.
“Ich werde dich küssen,” warnte er, als er sich näherte.
Aurelia erstarrte, ihre Lippen waren halb geöffnet, als sie hektisch nach einer Antwort suchte. Das war einen Moment später bereits völlig egal. Ein Anflug von Wärme erschütterte ihre Zurückhaltung und eine sinnliche Empfindung flutete ihren Körper, als er die Distanz zwischen ihnen schloss und seine mächtige Hand ihren Kiefer umfasste. Mit dem Daumen neigte er ihren Kopf, dann beugte er sich vor und strich seine Lippen über ihre. Noch ein Streichen und sie gab einen zarten Laut von sich.
Lucas legte seine Hände an ihre Taille und zog sie bündig an seinen festen Körper.
“Küss mich,” half er nach.
Sie blickte zu ihm auf und traf eine Entscheidung. Sie hob beide Hände an seine Schultern und ließ sie an seinen Nacken gleiten. Dann legte sie den Kopf in den Nacken und bot ihren Mund an.
Seine Hände drückten ihre Hüfte und einmal mehr fand er ihren Mund. Diesmal war sein Kuss fester, entschlossener. Ihre Wölfin konnte seinen Wolf spüren, sie spürte sein Bedürfnis nach Dominanz, welches er züchtig im Zaum zu halten schien. Sie erschauderte und auf einmal machte sich eine gewisse Vorfreude in ihr bemerkbar.
Lucas fühlte sich so warm und fest an, sein Kuss wurde immer eindringlicher. Er leckte und knabberte, er stieß sanft ihren Mund auf und bewirkte einen plötzlichen Hitzestoß in ihrem Unterleib, eine lodernde Flamme, mit der sie nicht gerechnet hatte. Seine Hände fassten ihre Hüften, dann glitten sie tiefer und packten ihren Arsch.
Er hob sie von den Füßen und presste sie gegen das harte Zederngeländer; mühelos, als wäre sie schwerelos. Ihre Augenlider schlossen sich und sie seufzte. Sein Körper presste gegen ihren und seine Berührungen wurden weniger zaghaft. Er ließ von ihrem Mund ab, zog zurück und ließ seinen Blick über ihren Körper wandern, über ihre Brüste, als sie gegen das geschlossene Dekolleté ihres Kleides drückten.
Lucas hob seine Hand, um über ihre Brust zu streichen und ihr stockte der Atem. Er nahm sich aber nicht die Zeit, um ihre Brust zu umfassen oder ihre plötzlich so empfindlichen Brustwarzen zu necken und sie ächzte kurz. Stattdessen fuhr er mit der Hand über ihr Schlüsselbein und streichelte ihren Hals. Sie ließ den Kopf in den Nacken fallen und genoss seine Berührung. Seine Fingerspitzen wanderten ihren Nacken hoch, sie erzitterte und er stieß seine Finger in den schweren Vorhang ihrer Haare.
Er weitete seinen Stand und schlang seinen freien Arm um ihren Nacken, sodass sein Körper sie umschloss. Voller Dominanz überließ er seinem Wolf die Führung.
“Sieh mich an,” befahl Lucas. Aurelia blickte zu ihm auf, ihre Lippen waren halb geöffnet und sie seufzte.
Lucas blickte ihr einen langen Moment in die Augen, er suchte nach etwas. Plötzlich machte sich ein teuflisches Grinsen auf seinen Lippen breit und seine Finger vergriffen sich an ihrem Haar. Nicht so straff, um ihr wehzutun, aber ausreichend fest, damit sie den Kopf übers Geländer neigen musste, sobald er zog. Er beugte ihren Körper nach hinten und richtete sie so aus, damit sie ihm ihre Kehle entblößte.
Mit einem Knurren beugte er sich vor und schmiegte seine Nase an ihren Hals. Er atmete ein, stöhnte.
“Gutes Mädchen,” flüsterte er.
Aurelia war einfach nur platt. Da war sie nun mit einem fremden, wenn auch überaus gutaussehenden Wolf und vom ersten Tag an ließ sie ihn das Tempo vorgeben. Sie spürte einen Anflug von Ängstlichkeit, aber im selben Moment wurde ihr klar, dass sie bereits unverschämt feucht wurde. Sie versuchte sich aufzurichten und sich seinem festen Griff zu entziehen.
“Aurelia,” sprach Lucas und zog an ihren Haaren. Diesmal fester, sodass sie laut aufkeuchte. Der Arm um ihren Körper drückte fest zu, eine Erinnerung an seine totale Kontrolle.
“Lucas, ich kann nicht-“ sie wollte etwas sagen, aber er schüttelte nur den Kopf.
“Du musst lernen, mir zu vertrauen,” erklärte er gelassen. Als ob er kein bisschen angetörnt war, als ob seine Erektion nicht gegen ihren Bauch scheuerte, während er sprach.
“Vertrauen,” entgegnete sie mit einem Hissen. Sie vertraute niemandem.
“Ja, vertrauen,” sprach er. “Sobald du den Vertrag unterzeichnest, wirst du mir gehören. Ich werde dich beschützen und für dich sorgen. Dich ficken.”
Mit einem Hüftruck verlieh er seinen letzten Worten Nachdruck.
Heiße Pfeile des Verlangens schossen durch ihre Venen und ihre Wölfin wollte sich verzweifelt befreien und den Deckakt vollziehen. Je stärker er zerrte, desto heißer loderten die Flammen des Verlangens in ihr auf.
“Hör auf nachzudenken,” sprach Lucas sanft. “Es ist jetzt alles besiegelt. Ergib dich. Ich weiß, dass du es willst.”
Aurelia biss ihre Lippe und setzte sich mit neu gefundener Kraft gegen seinen Griff zur Wehr.
Er zog seine Finger aus ihrem Haar und ließ seine Hand an ihren Schenkel wandern. Er zog ihr Kleid hoch. Sie wehrte sich noch heftiger, seine Fingerspitzen jedoch fanden binnen Sekunden ihre nackte Haut.
Er ignorierte ihr protestierendes Wimmern und wanderte an ihrem straffen Schenkel hoch, bis er ihre Hüfte fand. Er packte kurz zu, verpasste ihr einen sanften Kniff.
“Du bist perfekt hier,” sprach er. Seine Worte klangen wie ein Fluch, sein aufrichtiges Gefallen war nicht zu verbergen.
“Weder zu dünn, noch zu dick,” sprach er und glitt mit der Hand über die Rundung ihrer Hüfte.
“Lass mich los!” beharrte Aurelia und erst jetzt hob sie die Arme, um ihn wegzustoßen.
Enttäuscht schüttelte er den Kopf. Er schmiegte sich wieder an sie, sein Mund verweilte an ihrem Ohr. Seine Finger fanden die zarte weiße Spitze ihres Unterhöschens, dem Stück, das sie aus ihrer neuen Garderobe ausgewählt hatte.
Er dachte daran, wie er es ausgesucht hatte, wie sehr er sie darin sehen wollte, es ihr vom Leib reißen wollte …
Aurelias Herz raste, ihre Brüste pochten und seine Fingerspitzen auf ihrem Venushügel verbrühten sie.
“So warm,” flüsterte er und sein Atem kitzelte ihre empfindliche Ohrmuschel.
Sie hielt die Luft an. Diese Finger strichen einmal, zweimal nach unten. Sie musste ihre gesamte Kraft aufwenden, um sich nicht seiner Hand entgegenzudrücken.
Seine Finger schlüpften unter die dünne Barriere ihres Unterhöschens und fanden ihre seidigen Locken.
“Oh,” stieß sie hervor.
“Ah,” erwiderte er und einmal mehr machte sich dieses diabolische Grinsen auf seinem Gesicht breit. “Ich wusste es. Ich wusste, dass du feucht für mich bist, bereit, um auf den Boden geworfen und durchgefickt zu werden.”
Ihr war klar, dass sie sich zur Wehr setzen sollte, oder sich zumindest schämen sollte. Aber noch ehe sie darüber nachdenken konnte, strichen seine Finger über ihre schlüpfrigen Falten und drangen ein. Blitzartig wurde sie aufs reinste Verlangen reduziert. Ihr Mund stand offen, ihr Kopf ruhte jetzt auf seiner Brust und sie keuchte. Fast drei Jahre lang war sie nicht mehr so berührt worden.
Zwei gewitzte Fingerspitzen fanden ihren dicken, empfindlichen Kitzler. Aurelia schrie auf, sie war wie wild vor Verlangen.
“Gefällt dir das?” wollte er wissen und fing sanft zu kreisen an. “Sag, was du gerne hast.”
“Schnell, schneller,” sprach sie und ihre Stimme überschlug sich bereits.
Seine Finger machten sich an die Arbeit und rieben in schnellen Kreisen um ihren Kitzler herum. Sie konnte nicht mehr stillhalten und ihre Hüften wiegten sich mit seinen Bewegungen.
“Lucas, ja!” Sie schrie, eine Hand umklammerte seine Schulter, während die andere am Geländer Halt suchte. Sie wollte die Beine für ihn breitmachen, sie wollte von ihm gefickt werden, sie wollte seinen Mund auf ihren Brüsten, sie wollte ihn wie einen teuren Zuchthengst reiten.
Als jedoch ihr Höhepunkt nahte, wurde er langsamer.
“Nicht aufhören!” bellte sie zwanghaft.
“Du kannst noch nicht kommen, Kleines,” schnurrte Lucas.
“Nein!” raunte sie, obwohl sie wusste, dass es sinnlos war.
“Erst muss ich dich kosten, Aurelia. Ich muss dich auf meiner Zunge spüren, wenn du aufblühst. Ich werde dich auslecken und saugen und mit den Fingern für meinen Schwanz vorbereiten,” sprach er und seine Augen waren ein gefährlich stürmisches Silber.
Seine Finger neckten sie immer noch, aber offensichtlich würde er ihr nicht mehr davon geben.
Sie langte nach oben und wollte ihr Kleid im Nacken öffnen, aber er zog zurück und packte ihre Handgelenke.
“Lucas!” rief sie. Das Wort war eine Bitte, ein Vorwurf, eine Warnung.
“Nicht hier,” sprach er. “Ich bringe dich nach oben.”
Sie machte ein gequältes Protestgeräusch, er aber grinste nur und packte sie an den Schultern. Er drehte sie um und schob sie zur riesigen Glasschiebetür. Ben und Walker saßen genau hinter der Tür und sahen ihnen wie gebannt zu. Sie waren kurz davor wie zwei kleine Jungen die Nasen an der Glasscheibe plattzudrücken.
“Oh!” Aurelia schluckte. “Oh nein.”
“Das erste Mal werde ich dich alleine nehmen,” erklärte Lucas und zog ihren Rücken gegen seine Brust, um ihr ins Ohr zu flüstern. Seine Hände hielten ihre Taille, als er sie vorandrängte.
Ben und Walker wurde klar, dass sie entdeckt worden waren und verschwanden, ehe Aurelia die Tür erreicht hatte.
Lucas ließ sie schmunzelnd los, machte die Tür auf und forderte sie auf in die Küche zu gehen.
“Ich glaub’s einfach nicht, dass sie uns beobachtet haben!” klagte Aurelia und wurde ganz rot im Gesicht.
“Bestimmt sind sie in ihren Suiten und holen sich erstmal einen runter,” sprach Lucas. Seine Freude war einfach nur sündig.
Aurelia blieb stehen, als sie auf der Kücheninsel einen Stapel Papierkram entdeckte. Noch eine Kopie ihres Vertrags. Mehrere, sorgfältig bereitgestellte Exemplare, damit Lucas den perfekten Zeitpunkt wählen konnte, um sie zu bitten mit einer Unterschrift ihre Freiheit aufzugeben.
“Was?” wollte Lucas wissen, als er ihren Unmut bemerkte.
“Es – ich meine, sollte ich …” stotterte sie und deutete auf den Vertrag. Musste sie ihn etwa unterschreiben, ehe er intim werden konnte? Ziemlich mittelmäßig für einen Mann, der Vertrauen forderte.
Aurelia hatte nicht das Bedürfnis zu erwähnen, dass sie bereits die Kopie in ihrem Zimmer unterzeichnet hatte. Sollte sie ihn ruhig eine Weile zappeln lassen, dachte sie sich.
“Nein! Nein,” sprach Lucas und lenkte sie weg vom Vertrag und in den Bau hinein.
“Ich wusste nicht, ob … ich weiß nicht,” sprach sie und schüttelte den Kopf.
“Du kaufst das Auto. Und du kannst es Probefahren, so viel du willst,” sprach er und nahm ihre Hand.
“Also bist du jetzt ein Auto?” sprach sie, insgeheim erleichtert.
“Ein sehr sehr teures, sexy Auto. Ja.”
“Ich verstehe. Was ist also der nächste Teil des Kauferlebnisses?” scherzte Aurelia und lächelte. Er war echt süß, mit Hinblick worauf ihr Deal letztendlich abzielte. Sie hatte einen Vertrag unterzeichnet, um sozusagen sein Groupie zu sein, obendrauf musste er nicht auch noch nett sein. Allerdings war es hilfreich.
“Der nächste Teil?” fragte er verschmitzt.
Sie machte den Mund auf und wollte eine clevere Antwort geben, aber Lucas beugte sich runter und packte stattdessen ihre Taille. Er hob sie hoch und ignorierte ihr Gequietsche, als er sie über die Schulter warf.
“Den zeige ich dir gleich noch,” gelobte er.
5
“Was machst du? Wohin— lass mich runter!” quietschte Aurelia. Sie war außer Atem, widersetzte sich aber trotzdem seinem Griff, was Lucas nur noch stärker anregte und fast seinen Wolf zum Vorschein brachte.
In einer Blitzsekunde war Lucas durch den Bau marschiert und die Treppe hoch, er trug sie durch den Flur ihrer Suite und an ihrem Schlaf- und Wohnzimmer vorbei. Er brachte sie bis an seine Schlafzimmertür und verweilte kurz an der Schwelle.
Dann stieß er die Tür auf, trug sie hinein und ließ sie aufs Bett fallen. Aurelia raffte sich auf alle viere auf und blickte sich um.
“Mein Zimmer,” erklärte Lucas unverhohlen. Es passte zu ihm; dunkelblau und dunkle Hölzer, mit dicken Vorhängen, die vor der Sonne schützten. Fast jeder Wandzentimeter war mit Bücherregalen gesäumt und die Möbel waren schwer und antik. Es gab mehrere Karten und Globen, alle mit Beschriftung und uralt.
Aurelias helle Augen betrachteten seine Einrichtung. Sie drehte sich zufrieden zu ihm um.
“Gefällt mir,” sprach sie und lächelte. “Es erinnert mich an die Kapitänskajüte auf einem alten Schiff.”
“Das war auch die Idee,” sprach er und kniete sich neben ihr aufs Bett. Aurelia lehnte sich zurück, sodass ihre Arme hinter ihr waren und ihre Brüste nach vorne ragten.
Lucas streckte die Hand aus und strich mit den Fingerspitzen über ihre Schulter und über ihren Arm. Sie erschauderte und er wiederholte das Ganze, strich von ihrer Schulter aus über ihr Schlüsselbein und weiter runter. Seine Berührung umzeichnete die Außenseite ihrer Brust und er spreizte seine Finger, um sie dort zu fassen.
Ihre Brust war schwer, füllig und warm und presste gegen seine Hand. Er beobachtete sie, sah zu, wie sie die Augen schloss und ihre Lippe biss, als sie sich ihm entgegenschmiegte. Ihre liebliche Hingabe würde sein Verderben sein.
Lucas beugte sich vor und strich suchend seine Lippen über ihre. Er ließ die Hand fallen und zog sie an sich heran, dann trank er ihr leises, lustvolles Seufzen.
Sie öffnete die Lippen für ihn und die süße Hitze ihres Mundes brachte sein Blut zum Brodeln. Er presste dagegen und stöhnte, als er seine Zunge gegen ihre rieb. Ihre Arme hoben sich um seinen Hals und ihre Finger gruben sich in sein Haar. Er packte ihre Hüften und ließ seine Hände über ihren Rücken wandern, wollte mehr. Der Kuss entzündete sich zwischen ihnen und bald atmeten sie beide schwer.
Lucas beendete den Kuss und blickte zu ihr herunter. Ihr Gesicht war rosig, sie machte die Augen auf und ihr unglaublicher Saphirblick richtete sich auf ihn wie ein Scheinwerfer. Sie warf ihm einen vorwurfsvollen Blick zu und er hätte wohl gelacht, wäre er nicht dermaßen am Limit gewesen.
“Zieh dich aus,” sprach er und jede Verspieltheit war wie weg.
Sie gehorchte, ging auf die Knie und zog ihr Kleid hoch. Mit einer sanften Bewegung zog sie es sich über den Kopf. Lucas zog sein Hemd aus und knöpfte seine Jeans auf, behielt sie allerdings an.
Er hatte ihre Unterwäsche ausgewählt und Aurelia sah in den Dessous einfach nur atemberaubend aus. Zwei transparente weiße Seidenbänder bedeckten ihre Brüste und ihre Leiste, zusammen mit Spitze in seinem geliebten Fünfzigerjahre Stil.
Ihr blasser Teint, der kupferrote Wasserfall ihrer Mähne, der über ihre Schultern und bis zu ihrer Taille fiel, diese vollen Lippen und funkelnd blauen Augen, dieser los-fick-mich-Ausdruck auf ihrem Gesicht …
“Du bist bei Weitem die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe,” sprach er und streckte die Arme aus, um die Träger ihres BH über ihre Schultern zu streifen.
Aurelia lächelte schüchtern, warf ihr Haar zurück und drückte die Brüste durch. Eine Einladung. Er spürte ihren Blick auf seinem Körper und er konnte sehen, dass seine straffe, muskulöse Brust und Schultern ihr zusagten.
“Ich möchte dich anfassen,” sprach sie und rückte näher. Sie kniete vor ihm nieder, strich mit den Händen über seine Schultern und Arme. Ihre Augen waren auf sein Gesicht gerichtet und ihre Hände strichen über seine Flanken. Er hisste, als sie seine Hüften umklammerte und ihre Daumen in den Bund seiner Jeans schlüpften.
Ihre Münder trafen sich und seine Hände vergruben sich in ihrem Haar. Ihre Hände waren überall, sie verbrannten ihn. Als sie die Erektion in seiner Jeans streifte, buckelte er.
Er warf sie aufs Bett zurück und zog an ihrem dünnen BH, damit ihre Brüste freilagen. Er beugte sich runter und strich über ihre Brüste, reizte sie mit seinen Bartstoppeln. Sie schrie und Lucas umfasste ihre Brüste, als er einen Nippel in den Mund sog.
Er blies, leckte und knabberte an ihren Brüsten, rieb sie gegen sein Gesicht und sein Körper verkrampfte sich schmerzhaft. Dann wanderte er weiter nach unten, zog ihr Höschen aus und rieb mit den Handflächen über ihre Oberschenkel.
Er spreizte ihre Beine auseinander und küsste, leckte und kratzte sich von ihren Knien ausgehend nach oben. Er hielt inne, um ihr rosarotes Fleisch zu bewundern und stellte fest, dass sie längst feucht und bereit war.
“Oh,” hauchte sie und ließ ihre Hüften kreisen. “Oh, ja.”
Mit einem Knurren spreizte er sie mit den Fingern auseinander und dockte an. Ihr sauberer, lieblicher Geschmack auf seiner Zunge entlockte ihm ein Stöhnen und begierig leckte er ihre Feuchte auf. Seine Zunge fand ihren Kitzler und sie machte einen Aufschrei.
Das Wirbeln, Schlecken und Saugen bewirkte, dass Aurelia ihren Kitzler gegen seinen Mund drückte. Er kreiste sanft mit den Fingerspitzen an ihrem Eingang und ließ zwei Finger hineinschlüpfen. Er fing an rein und raus zu pumpen, dann stieß er tief in sie hinein und fand ihre empfindlichste Stelle. Sie verspannte sich und zitterte und Lucas wusste, dass sie kurz davor stand.
“Scheiße!” rief sie. Er mochte, dass sie so lautstark und expressiv war und ermutigte sie, indem er fester saugte und sie erbarmungslos fingerte.
Auf einmal verkrampfte sie und kam gegen seinen Mund und Finger.
“Lucas!” kreischte sie, als ein Stoß feuchter Hitze sein Gesicht traf. Er verlangsamte das Tempo und sie stöhnte und entspannte sich wieder, dann zog er aus ihr heraus. Aurelia warf den Arm über ihr Gesicht und hechelte. Sie war völlig außer Atem.
Lucas legte sich daneben, schob ihren Arm von ihrem Gesicht und zog sie für einen Kuss an sich heran. Ihre Augen glänzten vor Wonne, ihr Teint war ein betörendes Rosa. Sie setzte sich leicht auf, streifte ihren BH über den Kopf und warf ihn zu Boden.
“Und?” fragte er beiläufig. “Wie läuft es bis jetzt so mit deiner Probefahrt?”
Aurelia wurde unmöglich noch röter.
“Ich – es ist toll. Aber …” sie verstummte, denn sie war immer noch leicht außer Atem.
“Aber?” hakte er nach und zog ungläubig die Augenbraue hoch.
“Es ist keine Probefahrt,” sprach sie. “Den Vertrag hab’ ich längst unterschrieben. Noch bevor ich runtergekommen bin.”
Wärme überflutete ihn und er lehnte sich zur Seite, um noch einmal ihren Mund zu nehmen. Sie erwiderte ihn sofort, ihr Kuss war immer noch hungrig. Er musste lächeln und erfreute sich an ihrer Gier.
Ihre Hand ging wieder an seine Hüfte und zog an seinem Hosenbund.
“Zieh sie aus,” forderte sie ihn auf.
“Jawohl, meine Herrin,” scherzte er und zog seine Hose aus. Dann schleuderte er sie vom Bett.
Aurelia zog eine Augenbraue hoch.
“Alles klar?” wollte sie wissen.
“Immer doch,” erwiderte er und schenkte ihr ein übermütiges Grinsen.
Wieder fasste sie seine Hüfte an, diesmal voller Bewunderung. Ihre Fingerspitzen neckten seinen Innenschenkel und er verkrampfte sich vor Erwartung.
“Du bist groß,” sprach sie, als sie mit dem Daumen über seine Eichel strich. Er fluchte, als ein fetter Tropfen Vorsaft aus der Spitze sickerte und sein verzweifeltes Verlangen für sie spiegelte.
“Aurelia,” warnte er. “Treib es nicht zu weit. Ich habe viel zu lange auf dich gewartet.”
Ihre Hand umfasste seinen Schwanz und er kniff die Augen zu. Ihre bloße Berührung war dermaßen erregend, dass er beinahe in ihrer Hand gekommen wäre.




