Madame Missou lebt stressfrei

- -
- 100%
- +


LEBT STRESSFREI

Unsere Themen
Was ist das eigentlich – Stress?
• Was genau passiert bei Stress im Körper?
• Wie entsteht Stress?
• Welche gesundheitlichen Auswirkungen hat Stress?
• Nicht jeder Stress ist schlecht
Ein kleiner Stresstest
• Wie gestresst bist du?
• Was genau stresst dich?
• Burn-out erkennen und entgegenwirken
Weniger Stress im Alltag
Stressfaktoren im Alltag erkennen
• Stress im Alltag reduzieren
• Kleine praktische Übungen
Weniger Stress in der Beziehung
• Warum kann eine Beziehung stressig sein?
• Stress ist ein Beziehungskiller
• Wege aus einer stressigen Beziehung
Weniger Stress im Job
• Stressfallen im Job
• So überzeugst du deinen Chef – ganz ohne Stress
Schädliche Bewältigungsstrategien erkennen und verändern
• Sucht als Fluchtmittel aus dem Stress
• Die Heilung beginnt zuerst im Kopf
• Wege aus der Sucht
Negativen Stress effektiv abbauen – 10 Tipps
A la fin!

C‘est la vie

Alors, ich beginne mit ein paar Fakten: Im Jahr 2011 wurden bundesweit 59,2 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen registriert. Das ist ein Anstieg um mehr als 80 Prozent in den letzten 15 Jahren. Unglaublich, oder?
Bis zu 13 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland sind nach Schätzungen von Gesundheitsexperten und Krankenkassen von Burn-out betroffen. Anderen Umfragen und Statistiken zufolge fühlen sich etwa die Hälfte der Arbeitnehmer in Deutschland „etwas” und ungefähr ein Viertel der Beschäftigten „sehr gestresst“. Diese Zahlen sind erschreckend, finde ich. Höchste Zeit, sich intensiv mit dem Thema Stress zu beschäftigen!
Nun ist Stress nicht automatisch schlecht. In einem gewissen Umfang und in bestimmten Situationen kann er uns sogar unterstützen und den richtigen Antrieb für die Erledigung unserer Aufgaben liefern. Eine dauerhafte Belastung ohne die Möglichkeit, Pausen einzulegen und Stress abzubauen, schadet uns jedoch körperlich und auch seelisch.
In diesem Ratgeber gehen wir der Sache auf den Grund: Was ist Stress eigentlich und wie entsteht er? Ich lade dich zu einem kleinen Selbsttest ein und zeige dir hilfreiche Tipps, um Wege aus der Stressfalle zu finden.
Pardon, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt: Mein Name ist Madame Missou. Mehr als einen guten Café au lait und einen Plausch mit meiner besten Freundin brauche ich nicht, um glücklich zu sein!
Und jetzt: Lehn dich zurück und gib dem Stress keine Chance!
Deine Madame Missou


Was ist das eigentlich – Stress?
Ich habe gelesen, dass häufig vor allem Belastungen im Job und weniger private Probleme, wie zum Beispiel mit dem Partner oder mit den Kindern, als Stressursachen genannt werden. Viele Menschen fühlen sich durch das noch immer gepriesene Multitasking, durch hohen Termin- und Leistungsdruck überfordert oder durch ständige Unterbrechungen gestört. Auch stetig wiederkehrende Arbeitsvorgänge, sogenannte Routineaufgaben, verursachen Stress. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Angstwort?

Was genau passiert bei Stress im Körper?
Auch wenn Stress uns in unserem Alltag heute als normal erscheint, handelt es sich doch um eine körperliche und psychische Ausnahmereaktion. Ich habe ein wenig recherchiert: Im Grunde ist Stress ein extremer Schutzmechanismus, der sich schon früh in der Evolutionsgeschichte entwickelt und unseren Vorfahren das Überleben in einer lebensfeindlichen Umgebung ermöglicht hat. Gefährliche Tiere, feindlich gesonnene Stämme und andere Gefahren bedrohten damals unsere Ahnen und erforderten schnelle Reaktionen. Überlebt hat derjenige, der am schnellsten vor dem Säbelzahntiger flüchtete oder diesem erfolgreich eins mit dem Knüppel überziehen konnte.

Diejenigen, die erst einmal über geeignete Maßnahmen nachdachten, endeten im Handumdrehen als Raubtierfutter.
Deshalb ist es nicht weiter erstaunlich, dass in extremen Stresssituationen unser Großhirn quasi ausgeschaltet wird und niedere, reflexhafte Reaktionen unser Handeln bestimmen. Dabei ist es völlig unerheblich, um welche Art von Stress es sich handelt. Also ich werde eher selten von Säbelzahntigern bedroht; stattdessen drohen uns heutzutage andere Gefahren.
Stressige Situationen am Arbeitsplatz rufen allerdings auch heute noch dieselben archaischen Reaktionen hervor wie einst die bedrohlichen Gefahren der menschlichen Frühzeit. Ein gestresster Organismus erhöht drastisch seine Leistungsfähigkeit, um entweder kampffähig zu sein oder rechtzeitig flüchten zu können.

Das passiert in einer Stresssituation in deinem Körper:
• Puls und Atmung beschleunigen sich, damit mehr Sauerstoff in den Körper gepumpt wird.
• Der Blutdruck erhöht sich, um mehr Blut in die Muskulatur zu befördern.
• Der Körper setzt vermehrt Glucose frei, um kurzfristig mehr Energie bereitzustellen.
• Die Bauchspeicheldrüse erhöht die Insulinproduktion, damit die Glucose rasch verarbeitet werden kann.
• Weniger wichtige Organe werden schlechter versorgt, unter anderem Verdauungs- und Geschlechtsorgane und das Großhirn.
• Stresshormone wie Adrenalin und Kortisol werden ausgeschüttet, um eine schnelle Reaktion zu ermöglichen.

Kein Wunder also, dass wir in Stresssituationen vermehrt Hunger auf Süßes haben (Glucose), unser Herz zu rasen scheint, sich der Puls beschleunigt, wir uns erhitzt fühlen, vermehrt schwitzen und allgemein sehr unruhig sind. Einige dieser Reaktionen hast du sicher auch schon erlebt, oder?
Auch deine Körperwahrnehmung kann sich ändern. Vielleicht kennst du das: Ein Projekt muss unbedingt rechtzeitig fertig werden und du hast nur noch sehr wenig Zeit. In dieser Situation stellt sich eine Art Tunnelblick ein, der dich nur noch diese eine bestimmte Sache erfassen lässt und alles andere ausblendet. Deine Finger fliegen nur so über die Computertastatur, während dich der Schweiß am Bürostuhl kleben lässt.

Ist die stressige Situation überstanden, überkommt uns oft ein Hochgefühl, dem überreichlich ausgeschütteten Adrenalin sei Dank. Allerdings nur dann, wenn wir unserem inneren Alarmsystem Entwarnung geben. Geschieht dies nicht, befindet sich der Körper im Dauerstress. Die Stresshormone können nicht abgebaut werden, wir verbleiben in einem chronischen Anspannungszustand. Attention, hier droht Gefahr: Denn dass so ein Zustand nicht besonders gesund ist, liegt auf der Hand.

Mein
TIPP:

Der Körper sendet deutliche Signale, wenn er unter Stress steht. Beobachte dich achtsam, dann erkennst du Stressanzeichen frühzeitig und kannst Gegenmaßnahmen ergreifen.
Wie entsteht Stress?
Nun, Säbelzahntiger und ähnliche Ungetüme sind selten geworden. Stattdessen setzen uns heute ganz andere Gefahren unter Stress. Sie werden allgemein auch als Stressoren bezeichnet, weiß ich nun, und können ganz unterschiedlich aussehen.
Dazu zählen tatsächliche Ausnahmesituationen wie beispielsweise der Verlust des Arbeitsplatzes oder der Tod eines nahestehenden Menschen. Doch auch zahlreiche Kleinigkeiten rufen das vollständige evolutionäre Programm ab: Der Computer will nicht so wie du, das Telefon klingelt pausenlos, der Chef erwartet dich zum Personalgespräch, du hast die Straßenbahn verpasst oder das Portemonnaie beim Bäcker vergessen.

All das setzt uns tagtäglich unter Stress, manchmal mehr, manchmal weniger. Auch das soziale Miteinander kann für Stress sorgen. Hier ein paar Beispiele:
• Mobbing
• Konflikte
• Termindruck
• mangelhafte und unzureichende Arbeitsteilung
Stress wird uns allerdings nicht nur von außen aufgedrückt. Er wird zu einem großen Teil auch durch individuelle Denkmuster und Verhaltensweisen gefördert. Perfektionismus oder ein geringes Selbstbewusstsein gepaart mit hohem Leistungswillen nach dem Motto „Nur wenn ich viel leiste, bin ich etwas wert!“ verursachen Stress. Auch eine falsche Ernährung, zu wenig Bewegung oder ungesunde Bewältigungsstrategien wie Rauchen oder Alkohol und Medikamente sind klassische Folgen von zusätzlichem Stress oder lösen ihn erst aus. Ein Teufelskreis.


Welche gesundheitlichen Auswirkungen hat Stress?
Keine Frage: Jeder von uns erlebt mal mehr, mal weniger stressige Phasen im Leben. Das ist vollkommen normal und nicht weiter besorgniserregend, wenn dazwischen immer wieder Ruhephasen eintreten, in denen sich Körper und Psyche erholen können.

Dauerstress kann dagegen schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Dauergestresste Menschen neigen etwa verstärkt zu Übergewicht, denn aufgrund des erhöhten Energiebedarfs ihres Körpers essen sie deutlich mehr, als ihnen guttut, und häufig vor allem die falschen Lebensmittel. Alors, Körper im Dauerstress verlangen nach einer fett- und zuckerreichen Ernährung, weshalb eben zu süßen, fettigen und anderen ungesunden Lebensmitteln gegriffen wird.

Dafür können gestresste Menschen nichts, denn der Körper stellt in Stresssituationen mehr Glucose, also Zucker, und energiereiche Fette im Blut zur Verfügung. Dieser eigentlich recht sinnvolle Mechanismus sollte einst sicherstellen, dass unsere Vorfahren schneller und ausdauernder vor hungrigen Säbelzahntigern weglaufen konnten. In Zeiten von stressiger Büroarbeit können diese Energien durch körperliche Bewegung nicht abgebaut werden und gelangen daher in Form von Fettpolstern auf unseren Hüften. Voilà, trotz Diäten nehmen wir also Jahr für Jahr zu und wundern uns darüber, wo die zusätzlichen Pfunde herkommen.
Ich habe mit meinem Freund Gilles gesprochen: Er ist Arzt und hat mir erklärt, dass Dauerstress durch die ständige Überlastung der Bauchspeicheldrüse vermehrt zu Diabetes des Typs 2 führt, genau aus den gleichen Gründen, wie das stressbedingte Übergewicht entsteht. Bluthochdruck sowie lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Folgen eines permanent durch eine stark erhöhte Schlagfrequenz dauerbelasteten Herzens, sagt er. Na prima!

Damit nicht genug, Gilles wusste weiter zu berichten, dass die dauerhafte verminderte Versorgung der Verdauungs- und Geschlechtsorgane Magen-Darm-Beschwerden wie zum Beispiel Magengeschwüre oder auch Unfruchtbarkeit zur Folge haben kann. Schlaganfälle können laut Gilles ebenfalls die Folge von jahrelangem Dauerstress sein, da das Gehirn infolgedessen nicht ausreichend versorgt wird. Aber keine Sorge, das sind natürlich nur die extremen Fälle. Dennoch gilt:
Stress macht krank!

Neben all diesen körperlichen Folgen leidet auch unsere Psyche unter dauerhaftem Stress: Unruhe, unerklärliche Traurigkeit, Reizbarkeit, ständige Müdigkeit und andere negative Empfindungen stören dann unser Wohlbefinden. Die Belastung kann schließlich sogar bis in einen Burn-out oder eine andere Form der Depression münden. Alors, mit Dauerstress ist nicht zu spaßen!

Nicht jeder Stress ist schlecht
Allerdings ist nicht jeder Stress schlecht und ungesund. Manchmal kann Stress sogar positiv sein und uns gute Gefühle bescheren. Positiver Stress lässt uns aufblühen und sorgt dafür, dass wir für eine Sache, die wir lieben, unser Bestes geben!
Diese Art von Stress erlebe ich zum Beispiel, wenn ich den ganzen Tag in meinem Café zwischen den Kunden hin und her laufe, Bestellungen entgegennehme, Kaffee kredenze und die ofenwarmen Croissants serviere. Überall gleichzeitig und immer ansprechbar – das kann mitunter sehr stressig sein, doch ich liebe meine Arbeit!

Der Unterschied zum negativen Stress besteht in erster Linie darin, dass wir Spaß an der Sache haben und sie gern tun. Voilà, dieses Prinzip können wir uns zunutze machen. Versuch doch einfach mal die Bedeutung stressiger Situationen in deinem Kopf umzukehren.

Das mag vielleicht albern klingen, aber so eine Selbstmotivation kann uns einen ungeheuren Schub verschaffen und dafür sorgen, dass wir diese stressige Phase als nicht so schlimm empfinden. Probier es aus!
Allerdings gilt auch für positiven Stress, dass von Zeit zu Zeit eine Pause nötig ist. Nimm dir bewusst Auszeiten, um zur Ruhe zu kommen und deinem Körper die Erholung zu verschaffen, die er braucht.
Nicht umsonst dauert die erste Verliebtheitsphase nur wenige Wochen an: Wäre sie dauerhaft, würden wir diesen Zustand wahrscheinlich gar nicht überleben.

Конец ознакомительного фрагмента.
Текст предоставлен ООО «ЛитРес».
Прочитайте эту книгу целиком, купив полную легальную версию на ЛитРес.
Безопасно оплатить книгу можно банковской картой Visa, MasterCard, Maestro, со счета мобильного телефона, с платежного терминала, в салоне МТС или Связной, через PayPal, WebMoney, Яндекс.Деньги, QIWI Кошелек, бонусными картами или другим удобным Вам способом.








