Madame Missou ist zielstrebig

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IST ZIELSTREBIG

Unsere Themen
Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt
• Auf Los geht’s los!
• Kleine Ziele setzen
• Der 15-Minuten-Trick
• Routine schaffen
• Vorbereitungen treffen
• Den richtigen Ort zum Arbeiten finden
• Störfaktoren ausschalten
Motivationskicks
• Kann nicht, gibt’s nicht
• Triff eine Entscheidung
• Arbeit kann auch Spaß machen
• Wenn ein Löffelchen voll Zucker …
• Das Ziel visualisieren
• Erzähl es allen
• Blick in die Zukunft
• Was würdest du einer Freundin raten?
• Umetikettieren
• Rituale wirken Wunder
Crashkurs Zeitmanagement
Ziele erreichen ist ganz einfach
A la fin!


C‘est la vie!
Du willst eigentlich für eine Prüfung büffeln oder eine wichtige Präsentation vorbereiten, schaffst es aber nicht einmal, damit anzufangen? Das Gespräch mit einem Mitarbeiter steht schon lange an, oder gar mit deinem Chef? Auf deinem Schreibtisch liegt eine Menge unerledigter Papierkram und du fürchtest insgeheim, dass die Frist der einen oder anderen Rechnung schon verstrichen ist? Oder vielleicht warten deine Eltern oder Schwiegereltern schon ewig auf einen Besuch von dir?
In allen Lebensbereichen kann es vorkommen, dass wir Dinge auf die lange Bank schieben. Doch warum eigentlich? Was hält uns davon ab, uns aufzuraffen und es einfach anzupacken?
Es gibt verschiedene Gründe für die sogenannte Aufschieberitis, und der Schweregrad dieses Übels reicht von „ein wenig faul“ über „Ich kann das nicht“ bis hin zur Prokrastination, die tatsächlich eine ernst zu nehmende Arbeitsstörung ist.
Ich selbst bin wohl nur ein leichter bis mittelschwerer Fall – und hoch motiviert, das Problem des Aufschiebens in Angriff zu nehmen. Dazu habe ich eine Menge recherchiert und verschiedene Tricks ausprobiert. Jetzt hab ich den Dreh raus und kann dir verraten, wie es auch dir gelingt, zielstrebiger zu werden.
Pardon, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt: Mein Name ist Madame Missou. Mehr als einen guten Café au lait und einen Plausch mit meiner besten Freundin brauche ich nicht, um glücklich zu sein!
Alors, worauf wartest du? Krempel die Ärmel hoch, leg los und erreich deine Ziele!
Deine Madame Missou

Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt
Wenn du erkannt hast, dass das ständige Aufschieben ein Problem ist, ist der erste Schritt bereits getan. Du willst etwas ändern, und das zu Recht. Aufgaben, Termine und andere Dinge immer wieder aufzuschieben, wird auf Dauer sehr belastend und kann mitunter den ganzen Alltag bestimmen, im Extremfall sogar krank machen.
Vraiment, ich kenne das selbst nur zu gut. Wir reden die Umstände schön und vertagen die Aufgabe bis auf den letzten Drücker. Und was geschieht dann? Die ganze Situation artet in Stress aus, und falls es sich um eine größere Sache handelt, sind wir stunden-, vielleicht sogar tagelang damit beschäftigt.
Obwohl wir uns dessen durchaus bewusst sind, schieben wir die Dinge dennoch auf die lange Bank. Eigentlich nicht gerade clever, oder?
Das klassische Beispiel ist das Lernen für eine Prüfung – die Studentinnen unter uns können sicher ein Lied davon singen: Immer gibt es angenehmere Sachen zu tun. Selbst Bügeln und Abwaschen bekommen plötzlich einen ganz eigenen Reiz.

Bis die Zeit schließlich knapp wird …
So knapp, dass man tatsächlich gezwungen ist, endlich anzufangen. Dann lernt man den ganzen Tag, ist völlig überfordert vom Pensum und schlägt sich auch noch die halbe Nacht um die Ohren.
Das ist Stress pur!
In der Prüfung ist man dann völlig unausgeschlafen und erschöpft, mit dunklen Rändern unter den Augen, und bekommt die Aufgaben gerade so mit Ach und Krach auf die Reihe. Die Note ist vielleicht letzten Endes sogar noch okay, aber insgeheim ist uns klar, sie hätte viel besser sein können. Hätten wir doch nur mehr Zeit investiert. Oder in anderen Worten: Hätten wir doch nur früher angefangen!


Auf Los geht’s los!
Mon Dieu, wie oft habe ich den Satz „Das mach ich morgen“ schon gehört und selbst gesagt? Dieser Satz ist wirklich unser schlimmster Feind!
Klar, „morgen ist auch noch ein Tag“ und vielleicht haben wir für die Aufgabe ja wirklich noch „ewig Zeit“. Doch immer, wenn uns diese Gedanken kommen, sollten wir uns bewusst machen: Je eher wir anfangen, umso schneller ist eine Aufgabe erledigt und umso mehr Zeit haben wir für die angenehmen Dinge des Lebens.
Darauf gibt es allerdings eine typische Erwiderung: „Was macht es für einen Unterschied, ob ich vor oder nach der Aufgabe Zeit habe? Ich gönne mir eben einfach lieber jetzt etwas Freizeit und kümmere mich um Unangenehmes später.“
Es gibt sicherlich viele Menschen, die so argumentieren, und möglicherweise ist das der Grund, warum es die Redewendung „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ überhaupt gibt. Andersherum vorzugehen hat nämlich einen erheblichen Nachteil: Natürlich kannst du auch Zeit mit deinen Freunden verbringen oder deine Lieblingsserie schauen, bevor du eine wichtige Aufgabe erledigst. Aber kannst du diese Dinge dann auch wirklich genießen? Stört da nicht das schlechte Gewissen, das ständig sagt: „Die Arbeit ruft, fang endlich an“? Du versuchst, es zu verdrängen, aber es schleicht sich immer wieder in dein Bewusstsein.
Ist hingegen die Arbeit erledigt, können wir uns Freizeitaktivitäten voller Elan, ohne schlechtes Gewissen und völlig entspannt hingeben. Wir können diese Zeit bewusst genießen, ohne störende Deadline, die uns im Nacken sitzt. Vollkommen stressfrei.

Auf die Plätze, fertig, los!

Kleine Ziele setzen
Immer wieder kommt es vor, dass wir eine ganz bestimmte Sache immer weiter vor uns herschieben. Egal, ob es sich dabei um das Vorbereiten einer Präsentation fürs nächste Meeting oder um das Ausmisten des Kellers handelt, entscheidend ist, die Aufgabe muss gemacht werden und bedeutet eine Menge Arbeit.
„Nun, heute schaffe ich das nicht mehr“, denken wir uns dann, „aber morgen, ja morgen, da steh ich ganz früh auf und werde richtig ranklotzen und durcharbeiten!“ Was aus diesem Vorhaben meistens wird, weißt du sicher aus eigener Erfahrung. Mit ziemlicher Sicherheit gehen wir die Sache auch am nächsten Tag nicht an, und das hat einen Grund: Das Arbeitspensum ist einfach zu groß, die Aufgabe unüberschaubar.
Was also tun? Das beantworte ich dir am besten anhand eines kleinen Beispiels: Stell dir einmal vor, du sollst ein Erdbeerfeld abernten, und zwar allein und ohne irgendwelche Hilfsmittel …. Comment? Ein ganzes Erdbeerfeld? Dafür brauchst du mindestens einen vollen Tag, und schon beim Gedanken daran, sämtliche Erdbeeren auf dem riesigen Gelände von Hand pflücken zu müssen, vergeht dir sicher der Appetit auf die süßen roten Früchte.
Doch wie wäre es, wenn du dir einfach vornimmst, jeden Tag nur einen Korb zu ernten? Das ist gar nicht mühsam und im Handumdrehen erledigt! So kommst du deinem Ziel Stück für Stück näher und siehst jeden Tag Erfolge: nämlich jeweils einen Korb voll köstlicher Erdbeeren. Mmh, lecker!

Sei realistisch!
Sich kleine Ziele zu setzen, ist einfach realistischer, und das erhöht die Erfolgsaussichten ungemein. Statt dir zu sagen, dass du einen kompletten Tag (und schlimmstenfalls noch die Nacht) durcharbeiten wirst, solltest du dir zum Beispiel eine Woche sinnvoll einteilen und jeden Tag ein bisschen was erledigen, um bis zum Ende der Woche das Gesamtziel zu erreichen.
Nimm dir am ersten Tag eine Stunde Zeit, um dein Vorhaben zu planen: Um welches Thema geht es? Wo bekomme ich Informationen her, welche Hilfsmittel brauche ich? Was muss ich beachten? Was ist mir besonders wichtig?
Solche und ähnliche Fragen helfen dir, deine Aufgabe in kleinere Teilabschnitte und realistische Tagesziele aufzuteilen. Wenn du dein Teilziel erreicht hast, dann heißt es: Hurra, geschafft! Du hast für diesen Tag genug getan und kannst nun guten Gewissens aufhören.
Es sei denn natürlich, du willst gar nicht aufhören. Es kommt nämlich gar nicht so selten vor, dass man gern am Ball bleiben will, sobald man einmal richtig in einem Thema drinsteckt. Dann fängt es an, Spaß zu machen, und plötzlich geht einem vieles ganz leicht von der Hand. Wenn es dir so geht, dann kannst du natürlich gern weiterarbeiten und den Schwung nutzen, um voranzukommen.

Der 15-Minuten-Trick
Diese Methode ist etwas für all diejenigen, die sich wirklich überhaupt nicht aufraffen können und immer wieder Ausflüchte finden, um eine Sache zu vertagen. So ging es auch meiner Freundin Fabienne, bis sie diesen Trick entdeckte, mit dem sich der innere Schweinehund überlisten lässt.
Es geht dabei darum, das Pensum auf das absolute Minimum herunterzuschrauben. Was sind schon 15 Minuten, das schafft ja wohl jeder, oder?
Je kleiner die Aufgabe erscheint, die es zu bewältigen gilt, umso eher sind wir bereit, anzufangen. Nur 15 Minuten an etwas zu arbeiten, erscheint uns lächerlich klein und einfach zu bewerkstelligen. Genau darum geht es. Der innere Schweinehund kommt erst gar nicht dazu, „Och nö!“ zu sagen, weil es ja wirklich ein Klacks ist.

Anfangen ist gar nicht so schwer!
Zumindest, wenn das Anfangen nur 15 Minuten dauert. Auch Fabienne schaffte es, sich aufzuraffen, um für diesen kurzen Zeitraum an einer unangenehmen Aufgabe zu arbeiten. Sie wusste ja, dass sie danach wieder aufhören durfte.
Doch der Trick bei der Sache ist eigentlich folgender: Haben wir den schwersten Schritt hinter uns gebracht, nämlich überhaupt anzufangen, dann arbeiten wir häufig auch weiter. Wenn wir schon einmal dabei sind, können wir auch gleich weitermachen. So wird aus einer Viertelstunde schnell eine ganze Stunde oder sogar länger.
Bei Fabienne funktionierte das hervorragend. Sie nutzt diese Methode mittlerweile für alles Mögliche – fürs Putzen und Aufräumen, um eine Fremdsprache zu lernen und sogar für berufliche Projekte.
Mein
TIPP:

Damit der 15-Minuten-Trick richtig gut funktioniert, hat Fabienne noch einen zusätzlichen Tipp parat: Sie betont, dass es ganz wichtig ist, sich diese Viertelstunde in den Kalender einzutragen. Wie einen richtigen Termin. So hat man das Vorhaben immer vor Augen und nimmt sich für diese Zeit auch nichts anderes vor.
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