Handbuch IT-Outsourcing

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Einerseits sind in der ITIL bestimmte Rollen definiert, die man mit in den Outsourcing-Vertrag übernehmen kann. Anderseits machen folgende Rollen zur Steuerung des Providers Sinn:
– Vertreter des Kunden gegenüber dem Provider und – Steuerung des Service Managements und Ansprechpartner für die Fachbereiche auf Seiten des Kunden.273
Alle mit dem Vertrags- und Beziehungsmanagement zur Serviceerbringung in Zusammenhang stehenden Mitteilungen und Erklärungen sind an den Leiter Steuerung des Providers zu richten.
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Der Leiter Steuerung des Providers sollte berechtigt sein, einzelne Aufgaben im Zusammenhang mit der Serviceerbringung an andere Personen innerhalb des Kunden zu delegieren.
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Des Weiteren ist der Leiter Steuerung des Providers Schnittstelle und Ansprechpartner für die folgenden ITIL-Rollen auf Seiten des Kunden:
– Director of Service Management, – Chief Sourcing Officer, – Security and Compliance Manager und – Release Manager.bb) Service Delivery und Project Manager
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Der Service Delivery und Project Manager des Kunden ist auf der operativen Ebene der Ansprechpartner für alle Aspekte im Zusammenhang mit der Serviceerbringung. Er steuert an der Schnittstelle zum Provider alle Aspekte im Zusammenhang mit der Serviceerbringung. Dazu gehören im Einzelnen folgende Rollen:
– Aussteuern der Serviceerbringung gegenüber dem Provider im Tagesgeschäft, Ergreifen/Einfordern von ad hoc Maßnahmen bei Untererfüllung; – Planung, Durchführung und Koordination von Projekten, eine Definition der relevanten Arten von Projekten wird in der Transition zwischen den Vertragsparteien gemeinsam abgestimmt; – Steuerung des Bereiches Service Management auf Seiten des Kunden und diesbezüglich Ansprechpartner für den Provider, – Überwachung der prozesskonformen Bearbeitung des Service Management Prozesses im Zusammenhang mit der Serviceerbringung, – Erstansprechpartner für den Provider zu fachlichen Fragestellungen der Serviceerbringung des Vertrages, – Absicherung der zielgerichteten Kommunikation, – Zuständigkeit für das technische Änderungsverfahren für neue oder bestehende Services, – Einholen und Prüfen von Angeboten für Projekte, – Steuerung der Leistungsbeziehung gegenüber dem Provider, – Aufbau und Weiterentwicklung des Berichtswesens mit Definition von Messgrößen und Verfahren, – Durchführen von regelmäßigen Service Reviews mit dem Provider im Rahmen des Service Management Boards, – Unterstützung des Commercial und Contract Managers bei der IT-Budgetplanung und Kalkulation der IT-Servicepreise für die interne Leistungsverrechnung, – Unterstützung des Commercial und Contract Managers in Zusammenhang mit dem Benchmarking, – Abstimmung und Verabschiedung der Service Level Abweichungen, – Zuarbeit und Unterstützung von Audits und Prüfungen beim Provider, wie z.B.: – Qualitätsmanagement gemäß ISO 9001 – Prüfung des internen Kontrollsystems gemäß COBIT-Framework, – Ansprechpartner für Aktivitäten in Zusammenhang mit der Kundenzufriedenheitsprüfung, – Standardisierung, Weiterentwicklung und Qualitätssicherung der Services (kontinuierlicher Verbesserungsprozesses), – Weiterentwicklung der Prozesslandschaft im Rahmen der Governance der Serviceerbringung, – Unterstützung des SLA Management Prozesses und Identifizierung von Optimierungspotentialen zu bestehenden SLA, – Vorsorgemaßnahmen für Not- und Krisenfälle (Wiederanlauf) im Hinblick auf die bestehenden Prozessdefinitionen der Deutschen Leasing abstimmen, – Steuerung des Beschwerde- und Eskalationsmanagements zwischen dem Kunden und dem Provider, – Stellen von fachlichen Anforderungen an den Servicekatalog sowie – Vereinheitlichung/Standardisierung der Services, Vermeidung unnötiger Erweiterungen/Ausprägungen.277
Des Weiteren ist der Service Delivery und Project Manager des Kunden die Schnittstelle und der Ansprechpartner für die folgenden ITIL-Rollen:
– Service Level Manager, – Incident Manager, – Problem Manager, – Change Manager, – Configuration Manager, – Demand & Capacity Manager, – Asset & Configuration Manager, – Availability Manager und – Service Design Manager.cc) Commercial und Contract Manager
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Der Commercial und Contract Manager des Kunden ist zentraler Ansprechpartner zu Vertragsfragen sowie zu den kaufmännischen Prozessen. Er ist zuständig für die Beauftragung von Standard- und Non-Standard-Aufträgen wie Projekten und sonstigen Anforderungen, damit verbundenen Freigaben und Abnahmen gegenüber dem Provider sowie für die Bearbeitung von Standardaufträgen gemäß Warenkorb.
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Er überwacht gegenüber dem Provider die Übereinstimmung der erbrachten mit der vereinbarten Leistung und somit die Qualität der Services. Im Einzelnen gehören dazu folgende Aufgaben:
– Überwachung der vertraglichen Leistungserbringung durch den Provider, – Zuständig für das vertragliche Änderungsverfahren, – Erstansprechpartner für den Provider zu kommerziellen Fragestellung des Vertrages, – IT-Budgetplanung, Kalkulation IT-Servicepreise, – Prozesseigner für das Angebotsmanagement an der Schnittstelle zum Provider, – Beauftragen von Angeboten für Projekte, – Auslösen und Nachhalten von Bestellungen und die Beauftragung von neuen IT-Services, – Unterstützung bei der Portfolioplanung, und der Jahresbudgetplanung, – Rechnungs- und Leistungsprüfung sowie fachliche Abnahme und Freigabe, – Verantwortlich bei Vertragsverhandlungen, – Weiterentwicklung des Vergütungsmodells, – Abstimmung Rechnungsstellung und Leistungsabrechnung, – Alle Aspekte im Zusammenhang mit Service Level Pönalen, – Unterstützung bei der Weiterentwicklung des kaufmännischen Berichtswesens, – Stellen von kaufmännischen Anforderungen an den Servicekatalog, – Beauftragung und Koordination von Benchmarks, – Koordination der Mitwirkungsleistung auf Seiten des Kunden, – Umsetzungsplanung mit dem Provider und Terminverfolgung, – Überprüfung und Mitwirkung an neuen Preismodellen und Preiskalkulationen, – Erhebung der Nichterfüllungsgutschrift basierend auf den abgestimmten Service Levels und – Unterstützung des Service Delivery und Project Managers bei Standardisierung, Weiterentwicklung und Qualitätssicherung der Services (kontinuierlicher Verbesserungsprozesses) sowie Weiterentwicklung der Prozesslandschaft im Rahmen der Governance der Serviceerbringung.280
Des Weiteren ist der Commercial und Contract Manager Schnittstelle und Ansprechpartner für die folgenden ITIL-Rollen auf Seiten des Kunden:
– Financial Manager und – Order Manager.dd) Security Manager
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Der Security Manager ist auf Seiten des Kunden die zuständige Rolle für das IT Sicherheitsmanagement gegenüber dem Provider. Er vertritt und steuert im Auftrag die Sicherheitsanforderungen des Kunden. Der Security Manager des Kunden ist bei allen sicherheitsrelevanten Ereignissen des IT Betriebes einzuschalten.
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Zuständigkeiten des Security Managers sind insbesondere:
– Erstellung, Etablierung und Steuerung von Sicherheitsanforderungen des Kunden, – Weisungsbefugnis in allen Fragen der Informationssicherheit gegenüber dem Provider, – Klärung und Reporting von Sicherheitsvorfällen, – Überprüfung und Vorgabe Datenschutz und Datenklassifizierung ggf. unter Einbeziehung des Datenschutzbeauftragten des Kunden – Koordination von Security-Audits beim Provider, wie z.B.: – Überprüfung der Umsetzung und sicheren Anwendung der vereinbarten Maßnahmen bezüglich der IT-Sicherheit und des § 203 StGB und § 9 BDSG konformen Betriebs, – Abstimmung der Maßnahmen zur IT-Sicherheit und des § 203 StGB und § 9 BDSG konformen Betriebs mit dem Provider, – Security-Audits gemäß des ISO 27001, – Security Audits gemäß IT-Grundschutz-Katalog des BSI und – Prüfung gemäß Organisationsanweisungen des Kunden.283
Des Weiteren ist der Commercial und Contract Manager Schnittstelle und Ansprechpartner für den Information Security Manager auf Seiten des Kunden.
ee) Gremien und Zuständigkeiten
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Die Gremien im Rahmen der Vertragsbeziehung sollten von der Anzahl, vom Turnus und der Teilnehmerzahl im vertretbaren Rahmen gehalten werden. Eine effektive, zielgerichtete und pragmatische Durchführung sollte dabei im Vordergrund stehen.
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Die für die Zusammenarbeit der Vertragsparteien maßgeblichen Gremien können sein:
– IT Strategie Board, – IT Management Board, – Commercial und Contract Management Board, – das Application und Release Management Board und – Service Management Board.286
Das IT Strategie Board behandelt strategische Aspekte der Geschäftsbeziehung der beiden Vertragsparteien. Die Vertragsparteien benennen jeweils entscheidungsbefugte Vertreter zur Besetzung des Business und IT Strategie Boards. Die Vertreter gehören jeweils der entscheidungsbefugten Führungsebene der jeweiligen Vertragspartei an (Ebene Bereichsleitung und Geschäftsführung).
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Das IT Management Board behandelt alle funktionalen und somit alle wirtschaftlichen und beziehungsrelevanten Fragen zur Serviceerbringung, Finanzen, Budgets, Innovationen, Technologie und Standards.
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Das Commercial Management Board ist für die transparente Abrechnung der Services zwischen dem Kunden und dem Provider zuständig und liefert die finanziellen und vertraglichen Eckpunkte der Serviceplanung.
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Das Application und Release Management Board ist das Leitungsorgan für alle Themen, Entscheidungen sowie erste Eskalationsinstanz bezüglich aller betriebenen Anwendungen und Applikationen des Providers und Eigenentwicklungen des Kunden. Es dient weiterhin der Abstimmung und des Verständnisses der Vertragsparteien hinsichtlich Release-Planung, Projektlandschaft, Systeme und Anwendungen sowie Architektur und Entwicklungsprozesse.
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Das Service Management Board ist für die operative Steuerung und Abstimmung der Leistungserbringung, die Überwachung der ordnungsgemäßen Vertragsdurchführung sowie die mittel bis langfristige Abstimmung zwischen den Vertragsparteien zuständig.
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Das Operational Meeting überwacht und steuert die operative Leistungserbringung. Im Rahmen des Operational Meetings sollte der aktuelle Status der Serviceerbringung dargestellt und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Die Sicherstellung der definierten IT Service Prozesse (Standardprozesse) zur Erbringungen der einzelnen Services des Vertrags steht dabei im Vordergrund. Im Rahmen der Meetings sollten aufgetretene Incidents, nicht gelöste Probleme, Kapazitätsengpässe und anstehende Changes analysiert sowie entsprechende Lösungsmaßnahmen abgeleitet werden. Die terminliche Durchführung orientiert sich an den Bedürfnissen des Kunden. Generell sollte das Operational Meeting stattfinden, wenn eine Vertragspartei dies wünscht oder dies im Rahmen des Eskalationsverfahrens erforderlich werden sollte. Das Operational Meeting stellt die Eskalationsebene für Incident, Problem und Change Management dar.
c) IT Security
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Die IT-Sicherheit (englisch IT-Security) gewinnt bei zunehmender Informatisierung von Geschäftsprozessen im Unternehmen immer größere Bedeutung. Ihre Vernachlässigung führt zu Haftungsrisiken für das Unternehmen, für die Unternehmensleitung und für alle, die mit der IT-Security befasst sind – daher spielt die IT-Security eine wichtige Rolle auch in Outsourcing-Projekten.
aa) Grundlagen
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IT-Security beschreibt den Zustand des Sicherseins vor Gefahren oder Schäden im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik. Um IT-Security herbeizuführen, müssen Risiken identifiziert und gemanagt werden. Ein Risiko ist eine Schadenserwartung, die sich mit gewisser Wahrscheinlichkeit realisieren kann. Die Größe des Risikos ist abhängig von dem Ausmaß des möglichen Schadensumfanges und der Eintrittswahrscheinlichkeit des zum Schaden führenden Ereignisses. Zur Erreichung der IT-Security kommt eine Vielzahl technischer, organisatorischer und rechtlicher Einzelmaßnahmen in Betracht. Maßnahmen wie auch Vorgehensmodelle zum IT-Risikomanagement sind beispielsweise im Grundschutzhandbuch des BSI (www.bsi.de/gshb) oder in dem Britischen Standard BS 7799 festgelegt.[298]
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Informationssicherheit zielt auf den Schutz der Informationen und Daten, IT-Prozesse und IT-Systeme mittels Sicherheitsmaßnahmen. Diese können technischer, organisatorischer, personeller und infrastruktureller Natur sein. Informationssicherheit ist als integraler Bestandteil der Unternehmenspolitik aufzufassen und in geeigneter Weise in die Geschäftsprozesse zu integrieren.
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Informationssicherheit ist der Oberbegriff zu IT-Sicherheit und versteht sich als Teil der Unternehmenssicherheit. Sie steht in Wechselwirkung mit anderen sicherheitsrelevanten Themen – insbesondere mit dem Datenschutz und Objektschutz.
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Verletzungen der Informationssicherheit stellen keine Bagatell-Verletzung dar, sondern sind erhebliche Vertragsverletzungen und können in letzter Konsequenz eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen.
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Die Geschäftsprozesse der Kunden sind u.a. abhängig von:
– Informationen/Daten (elektronisch und papiergebunden), – IT-Prozessen (Kommunikations- und Datenverarbeitungsprozesse) und – IT-Systemen (Kommunikations- und Datenverarbeitungssysteme).298
Diese beeinflussen maßgeblich den unternehmerischen Erfolg. Deren Sicherheit ist daher ein kritischer Erfolgsfaktor im Wettbewerb und somit ein wichtiges Unternehmensziel.
bb) Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) des Kunden
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Für ein ISMS gibt es verschiedene Rahmenwerke. Ein sehr bedeutsames Rahmenwerk ist das Rahmenwerk „Sicherer IT-Betrieb“ des Informatikzentrums der Sparkassenorganisation (SIZ, Bonn). Dieses Rahmenwerk orientiert sich hauptsächlich an der ISO/IEC 27001 und 27002 der International Organization of Standardization (ISO, Genf) sowie den IT-Grundschutz-Standards des BSI.
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Beim Outsourcing von bestimmten IT-Services muss der Provider in das ISMS des Kunden durch den Outsourcing-Vertrag wirksam eingebunden werden. Hierzu muss das ISMS des Kunden mit dem des Providers sinnvoll verbunden werden.
cc) ISMS des Providers
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Der Provider muss selbst ein ISMS, welches sich z.B. am „Sicheren IT-Betrieb“, der ISO/IEC 27001 und 27002 oder dem IT-Grundschutz-Standard 100-1 orientiert. Eine echte Zertifizierung des Providers erfolgt i.d.R. nach diesem Standard nicht, sondern er verpflichtet sich vertraglich dazu, diese Standards einzuhalten. Diese Vorgehensweise wird vor allem von Providern präferiert, da diese die hohen Kosten und organisatorischen Aufwendungen scheuen.
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Natürlich sollte dem Kunden (nach einer Nachbesserungsfrist) die Möglichkeit eingeräumt werden, den Outsourcing-Vertrag sofort zu kündigen (außerordentliches Kündigungsrecht), wenn der Provider diese Sicherheitsstandards nicht einhält.
dd) IT-Sicherheitsbeauftragter
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Der Provider sollte einen geeigneten IT-Sicherheitsbeauftragten einsetzen, der das ISMS des Providers für die dem Kunden erbrachten IT-Services betreibt. Der IT-Sicherheitsbeauftragte des Providers sollte sich dabei mindestens einmal pro Woche zu einem Jour fixe mit dem Kunden treffen.
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Der Provider sollte bei sicherheitsrelevanten Angelegenheiten den IT-Sicherheitsbeauftragten des Kunden – und soweit relevant zusätzlich den Datenschutzbeauftragten des Kunden – in seine Informations- und Entscheidungsprozesse mit einbeziehen.
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Auch sollte der Provider akzeptierten, dass der IT-Sicherheitsbeauftragte des Kunden – bei Gefahr im Verzuge – gegenüber den Mitarbeitern des Providers in sicherheitsrelevanten Angelegenheiten, die den Kunden betreffen, weisungsbefugt ist. Dadurch sollte aber weder ein Arbeitsverhältnis begründet werden noch ein Fall der Arbeitnehmerüberlassung i.S.v. §§ 1 ff. AÜG vorliegen.
ee) Berichte und Prüfungen
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Der Provider sollte den Kunden durch regelmäßige Berichte informieren und bei Bedarf im Einzelfall den IT-Sicherheitsbeauftragten des Kunden, um diesem jederzeit einen aktuellen, umfassenden und detaillierten Überblick über die Sicherheitslage zu geben.
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Der Provider sollte dabei dem Kunden gestatten (ggf. durch einen beauftragten Dritten), Sicherheitsüberprüfungen beim Provider durchzuführen. Der Provider sollte dem Kunden die relevanten Berichte, die die interne Revision des Kunden benötigt, auch zur Verfügung stellen. Falls der Provider über Zertifizierungen verfügt (z.B. ISO/IEC 27001, SAS70 etc.), sollte er Kopien der Zertifikate und Zertifizierungsberichte (Audit Reports) dem Kunden auch zur Verfügung stellen.
ff) Sicherheitsmaßnahmen
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Die durch den Provider umzusetzenden Sicherheitsmaßnahmen (was ist zu tun) sowie deren Ausgestaltung (wie ist es zu tun) können sich z.B. aus den aktuellen Versionen des Rahmenwerks „Sicherer IT-Betrieb“ des SIZ ergeben. Die dort empfohlenen Maßnahmen einschließlich der Empfehlungen für erhöhten und hohen Schutzbedarf (z.B. Maßnahmen der Qualifizierungsstufe A, B, C und Z des IT-Grundschutz-Katalogs) sollten auch wesentlicher Vertragsbestandteil sein.
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Eventuell sind ergänzende oder abweichende Sicherheitsmaßnahmen durch den Provider umzusetzen, insofern sie sich aus den nachfolgenden Verpflichtungen ergeben:








